Archive | 8. September 2009

NASCAR: Analyse Atlanta September 2009

Das „Pep Boys Auto 500“ bot Sonntagnacht vor allem eines: viel Spannung! Die neun Cautions kamen keineswegs ungerufen, es sei denn, man drückt derzeit Kevin Harvick die Daumen. Ansonsten gab es viel Rennaction und gute Überholmanöver zu sehen.

NASCAR Sprint Cup SeriesAls ich im Vorfeld des Rennens meinen Tipp abgegeben habe, befanden sich einige Kandidaten auf der Liste für die Top5. Ganz sicher aber nicht Kasey Kahne, dessen Sieg mich sehr überraschte. Gegen Rennende sah nämlich zunächst alles nach einem Erfolg von Kevin Harvick aus. Auch David Reutimann konnte mit einem starken vierten Platz in die Riege der üblichen Verdächtigen vorstoßen und die Liste der positiven Überraschungen geht weiter: Robby Gordon (16.) fuhr das gesamte Rennen problemlos in den Top20 mit und zeigte eine gute Vorstellung, genauso wie Bobby Labonte (18.) im TRG-Toyota, der zeitweilig sogar an den Top10 kratzte.

Das Rennen begann für viele Teams mit massivem Übersteuern, was die Kommentatoren mit der Unerfahrenheit bezüglich der neuen Reifenmischung begründeten. Goodyear hatte für das erste geplante Nachtrennen eine andere Mischung als noch beim Frühlingsrennen an die Strecke gebracht. Schließlich erwischte es Sam Hornish Jr., der nach einem Dreher im Infield landete. Die ersten Pitstops wurden für teils weitreichende Änderungen an den Autos genutzt, denn fast überall steckten die Schraubenschlüssel für Trackbar- und Wedgeänderungen in den Heckscheiben. Dann stellte sich heraus, dass die progressiven Änderungen das Fahrverhalten noch verschlimmerten und nachdem Hornish erneut einen Dreher auf den Asphalt legte, gingen viele Teams wieder an den Setupausgangspunkt zurück. Man tröstete sich wohl damit, dass die Strecke im Laufe der Nacht bei sinkenden Temperaturen sowieso mehr Grip aufbauen würde.
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