Archive for Juli, 2008

F1 – Ungarn / Ein Jahr Racingblog

Posted 31 Jul 2008 — by DonDahlmann
Category F1, In eigener Sache

Auch wenn viele sagen, dass die Strecke in Ungarn nur langweilige Rennen zuläßt – so schlimm finde ich den Kurs nicht und in der Vergangenheit gab es schon einige Momente, die durchaus interessant waren. Wie spannend ein Rennen auf der engen Strecke wird, hängt sehr vom Ergebnis der Quali ab. Wenn einer der Protagonisten weiter hinten landet, kann es sehr schnell, sehr spannend werden. Und Fehler sind auf dem Kurs schnell gemacht. Dazu kommt, dass das Mittelfeld in der Formel Eins so eng wie nie zusammen ist. Normalerweise liegen zwischen Platz fünf und zwölf nicht mal eine Sekunde. Da das Überholen in Ungarn eher zu den größeren Herausforderungen gehört, versucht man es auch schnell mal mit der Brechstange. Es gibt also durchaus Hoffnung. Oder anders gesagt – schlimmer als Barcelona kann es ja nicht werden.

Vorne sieht es so aus, als ob McLaren die Nase vorne hat. Aber angeblich soll der Ferrari bei hohen Temperaturen besser funktionieren. Grund dafür ist wohl die Reifentemperatur. Während der McLaren die Reifen schneller auf die ideale Betriebstemperatur bringt, braucht der Ferrari mehr Hitze auf dem Asphalt. Könnte also gut sein, dass die Italiener in Ungarn besser drauf sind, da es das gesamte Wochenende über 30 Grad sein soll. Hamilton ist in den ersten Interviews heute auch dementsprechend vorsichtig.

BMW sollte die dritte Kraft bleiben, aber man hofft auch, dass man hier eine weitere Siegchance haben wird. Sehe ich nicht ganz so, denn die Entwicklungsschritte von McLaren scheinen mir doch zu groß zu sein, als dass sie BMW aufholen könnte. Zudem drängen von hinten Red Bull und Toyota, die ich aber auch beide nicht auf einem dritten Platz sehe. Schwer zu sagen, wer im Mittelfeld an diesem Wochenende gute Karten hat. Williams ist guter Dinge, bei Renault ist man eher zurückhaltend. Torro Rosso dürfte zumindst an den Top Ten knabbern.

Bei Torro Rosso überlegt man zudem, was man im nächsten Jahr mit den Fahrern machen soll. Vettel ist weg, Bourdais überzeugt nicht so, wie zu Beginn der Saison. Angeblich liegt ihm der neue Wagen nicht sonderlich und Berger hat ihm eine Gnadenfrist bis in den Herbst gegeben. Wenn dann nichts passiert ist, wird der Franzose wohl wieder in die USA gehen müssen. Die Frage ist aber, wen STR sonst so auf der Liste hat. Bruno Senna ist eine Alternative, ebenso Sebastian Buemi, aber beide drängen sich jetzt nicht wirklich auf. Aber zur GP2 gleich noch etwas mehr. Berger hätte wohl gerne einen Nachwuchsmann und einen “alten Hasen”, aber davon gibt es in der F1 ja nicht so viele. Viel hängt von Alonso, aber selbst wenn der zu Honda gehen sollte, würde er vermutlich nur Rubens Barichello ersetzen. Ich kann mir nicht vorstellen, das Berger den Brasilianer im Team haben will haben will. Eine weitere Variante wäre vielleicht Nico Hülkenberg, der ist aber bei Williams unter Vertrag und Frank Williams wird diesen Rohdiamanten sicher nicht aus den Händen geben, da es bei Rosberg ja so aussieht, als wolle der spätenstens Ende 2009 weg. Wird also nicht leicht, die Cockpits gut zu besetzen.

Was auch an der eher mauen Saison in der GP2 liegt. Da drängt sich kein Fahrer wirklich nachdrücklich auf. Pantano ist mit seinen 29 Jahren schon etwas alt für eine F1-Karriere, Senna und Buemi überzeugen nicht. Überraschenderweise hat auch Romain Grosjian eine sehr schlechte Saison. Nach dem er die GP2 Asia im Winter dominiert hatte, bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass der Franzose auch die GP2 Serie mit links packen würde. Ich hab ihn 2009 sogar schon im Renault F1 gesehen, aber daraus wird wohl nichts. di Grassi, Chandock, Zuber, Parente – da ist keiner, der sich jetzt zwingend für ein Cockpit empfehlen würde. Wobei man di Grassi noch in Schutz nehmen muss, denn der fährt erst seit Frankreich wieder mit. Das wird im nächsten Jahr, wenn vermutlich Hülkenberg, Mortara, Mäki und van der Zande aufrücken, etwas anders.

Und sonst?
Dieses kleine Blog feiert genau heute seinen ersten Geburtstag. Es gab zwar einen Vorgänger, aber so richtig ging es ja erst hier los. Danke an dieser Stelle an alle, die hier regelmäßig lesen, kommentieren, Tipps geben und im Chat dabei sind. Das ist immer wieder eine Motivation.

TV-Vorschau fürs Wochenende ist online.

Heute um Mitternacht läuft eine Extra-Sendung auf SpeedTV in der das Reifen-Debakel von Indy untersucht wird.

01.08.2008

LIVE 09:55 Uhr Formel Eins Ungarn 1. FT Premiere, DSF Wdh: 12:30, 17:15 h
LIVE 13:55 Uhr Formel Eins Ungarn 2. FT Premiere, DSF Wdh: 18:45, 19:45 h
Aufz. 14:50 Uhr Silverstone Classic Diverse Serien MotorsTV
LIVE 18:00 Uhr   NASCAR SC   Pocono Training   Speed
Aufz. 18:30 Uhr Formel Eins Ungarn FT DSF
Aufz. 19:15 Uhr GT Cup UK Oulton Park MotorsTV
LIVE 20:00 Uhr   NASCAR NW   Montreal Training   ESPN 2
LIVE 21:30 Uhr   NASCAR SC   Pocono Quali   ESPN 2
LIVE 00:00 Uhr   NASCAR   Analyse Indy   Speed

NASCAR – TV Rechte Stand August 2008

Posted 30 Jul 2008 — by DonDahlmann
Category NASCAR, Premiere, TV Programm, TV-Rechte

Auch wenn man sich daran gewöhnt hat die NASCAR im Netz zu sehen – es wäre doch schön, wenn man mal wieder was im “richtigen” Fernsehen sehen könnte. Die Chancen dafür stehen aber noch sehr schlecht. Bei Premiere bewegt sich in Sachen Motorsport wenig. Im Gegenteil – selbst die Fußball Übertragungen aus dem europäischen Ausland werden zurück geschraubt, wie Kollege dogfood in seinem Blog die Tage ausführlich geschildert hat. Anbetracht der Tatsache, dass der Sender offenbar an allen Ecken und Enden spart, kann man sich vorstellen, wie es im Bereich der Motorsport Übertragungen aussieht. Immerhin scheint Premiere noch so viel Geld zu haben, dass man sich eine 40 Millonen Euro teure Imagekampagne für den Herbst erlaubt, mit der man neue Kunden gewinnen möchte. Auch sind genügend Eigenmittel vorhanden, wie Premiere Chef Brönicke der FAZ neulich sagte. Angeblich hat man sage und schreibe 550 Millionen Euro sofort verfügbar. Nicht gerade auf Bank als Guthaben, aber wohl als zugesicherte Mittel durch die Banken. Klar ist, dass diese Millionen nur einem Zweck gelten: der Bundesliga. Ohne die kann Premiere den Laden gleich dicht machen. Brönicke ist sich dessen bewußt und im Hintergrund hat jetzt wohl auch Rupert Murdoch auf die Rechte geboten. 450 Millionen will die News Corp. auf den Tisch legen, was immerhin nahe an den von der DFL erträumten 500 Millionen liegt.

Murdoch ist vermutlich auch die Hoffnung der NASCAR. In den USA ist man weiterhin nicht gerade glücklich über den Rückzieher von Premiere. Der Hals der NASCAR soll im Februar so dick gewesen sein, dass man Premiere um ein Haar selbst die Aufzeichnungsrechte nicht gegeben hätte. Auf der anderen Seite wird die NASCAR den deutschen Markt mittlerweile auch noch mal sondiert haben und dabei hat man sicher festgestellt, dass es für Premiere keinen Ersatz gibt. Das DSF (Gott behüte) wird sich nicht am Sonntagabend vier bis fünf Stunden Liveübertragung antun, wo man doch gerne ab 23.00 Uhr “Quizshows” und danach Titten sportliche Damen in Zeitlupe zeigt. Bei Eurosport sieht die Lage auch eher schlecht aus, da man Abends immer gut eindeckt ist. Bliebe MotorsTV, die niemals im Leben das Geld für die Serie zusammen bekommen. Außerdem fehlt denen der für Motors extrem wichtige britische Markt, da hier ja Sky die Serie überträgt.

Bleibt nur die Hoffnung, dass a) Murdoch das Ruder bei Premiere in die Hand nimmt und b) die NASCAR daraufhin mit Premiere in neue Verhandlungen tritt. Es ist sicher so, dass Murdoch in den USA (FOX, SpeedTV) und in England (Sky) schon Partner der Serie ist, und der Gedanke, dass er den Sprint Cup nach Deutschland holt, läge also recht nahe. Aber selbst wenn Murdoch bei Premiere das Sagen hat, ist das noch lange keine Garantie für mehr NASCAR beim Sender. Auch Murdoch weiß um die angespannte Lage beim Sender und vor allem auch, dass ohne die Bundesliga nichts geht. Ich sehe auch nicht, dass Murdoch in einer Gewaltaktion durch den Vorstand rasiert und einen neuen installiert. Das ist zudem nicht einfach, so lange er nicht die 50.1% Mehrheit hat, zum anderen braucht er ja auch ein Konzept, wie man den Laden wieder auf Vordermann bringen kann. Davon ist weder etwas zu hören, noch etwas zu sehen.

Wenn die NASCAR unbedingt wieder nach Deutschland will, dann hätten sie natürlich auch die Möglichkeit gleich zu NASN zu gehen. Aber hier bewegt sich auch nichts. Vom Rebranding zu ESPN ist nichts zu sehen und zudem hat der Sender das bekannte Problem, dass er im Herbst einfach keinen Sendeplatz für die Serie hat. Klar, man kann per Satellit schnell einen NASN 2 für Europa aus dem Boden stampfen, aber den muss man auch erst einmal in die deutschen Kabelnetze bekommen. Und da muss man rein, wenn man hier vernünftig Leute erreichen will. Wie schwer sich selbst Murdoch mit seinem “Fox” Sender da tut, kann man ja im Moment beobachten. Zudem ist die Frage, ob die NASCAR für NASN ohne dass man in UK übertragen kann, überhaupt Sinn macht. Die Nationwide Serie zeigt man ja auch nur live, wenn man gerade nichts besseres auf Lager hat.

Zusammengefasst: wenig gute Neuigkeiten für NASCAR Fans. Zumindest im Moment, denn wie ich hörte, ist die NASCAR sehr daran interessiert schnellstens wieder auf dem deutschen Markt vertreten zu sein.

Und sonst?
Max Mosley hat mehr oder weniger offen gesagt, dass er im nächsten Jahr turnusmäßig aus dem Amt scheiden wird. Einen Nachfolger hat er wohl auch im Auge: Jean Todt.

Heute zum ersten Mal Bilder von der Strecke in Valencia gesehen. Sehr angenehm überrascht über das Layout und den Platz, den man da hat. Strecke scheint sehr abwechslungsreich zu sein. Teilweise ist sie sehr breit, teilweise aber auch mal eng. Etwas eng erschien mir der Startbereich. Da wird es schwer, jemanden zu überholen, ohne dass es kracht.

Vorschau aufs Wochenende: Formel Eins und GP2 in Ungarn, 24 H der FIA GT von Spa und die NASCAR fährt in Pocono.

31.07.2008

Aufz. 12:10 Uhr British F3 Brands Hatch MotorsTV
Aufz. 13:05 Uhr British GT Brands Hatch MotorsTV
Aufz. 14:50 Uhr Silverstone Classic Diverse Serien MotorsTV
Aufz. 17:30 Uhr French GT Spa MotorsTV
Aufz. 18:20 Uhr Belgian GT Spa MotorsTV
Aufz. 18:30 Uhr F1 Hockenheim Premiere

NASCAR – CoT Änderungen / F1 – Viel Politik

Posted 30 Jul 2008 — by DonDahlmann
Category F1, FIA, NASCAR, TV Programm, TV-Rechte

Das CoT ist eine heilige Kuh. Jedenfalls für die NASCAR, die über Jahre an dem Wagen rumentwickelt hat. Das der Wagen in Sachen Sicherheit nach dem heutigen Stand der Technik ziemlich weit vorne liegt, ist unbestritten und Unfälle wie der von McDowell in Texas haben gezeigt, dass die Sicherheitsfeatures Leben retten. Mit dem alten Wagen hätte der Unfall vielleicht anders ausgehen können. Auf der anderen Seite beklagen sich die Fahrer seit der Einführung des CoTs über die mangelnde Fahrbarkeit und Probleme beim Überholvorgang. Es gibt dafür zwei Ursachen:

- Zum einen der hohe Schwerpunkt des Wagens. Der liegt deutlich höher als noch beim alten Chassis. Die NASCAR wollte damit die Kurvengeschwindigkeiten runter bekommen, was aber auch dazu führt, dass der Wagen unruhiger ist. Diese Unruhe hat man mit einem Heckflügel kompensieren wollen, was einigermaßen gut geklappt hat. Der Wagen ist jetzt hinten deutlicher stabiler und bricht nicht mehr so schnell aus, wie das alte Chassis. Die vielen komplett “Quersteher” sind ein schöner Beweis.

- Damit neigt das CoT aber wohl auch eher zum Untersteuern, da man den Teams keine Möglichkeit gegeben hat, im vorderen Bereich aerodynamisch einzugreifen. Streitpunkt hier ist der Splitter, der der dafür sorgen soll, dass die Luft besser ums und ins Auto gelangen kann, wo sie Motor und Bremsen kühlen soll. Der Splitter ist von Anfang an ein Streitpunkt gewesen. Viele Teams hätten gerne auf das Ding verzichtet, weil sie meinen, dass er den Wagen noch instabiler macht.

Die NASCAR steht vor einem Dilemma. Einerseits sind die Probleme mit dem Wagen bekannt, andererseits waren sie bisher nicht so gravierend, dass man wirklich etwas hätte tun müssen. Nach dem Debakel von Indianapolis sieht die Sache anders aus. Fahrer und Teams haben von der NASCAR verlangt, dass sie endlich reagiert, die Medien, die sich bisher immer neutral verhalten haben, schwenken mittlerweile in die gleiche Richtung. Selbst ESPN hatte in der letzten “NASCAR Now” Sendung deutlich Kritik geäußert. Gefordert wird unter anderem, dass man am Vorderbau, sprich Splitter, mehr Eingriffsmöglichkeit erhält.

Die NASCAR fällt eine Änderung der bisherigen Politik in Sachen CoT auch deswegen schwer, weil man mit dem stark vereinheitlichten Wagen auch die Kosten für die kleinen Teams senken wollte. Das Gegenteil ist aber ein eingetreten, wofür die NASCAR allerdings nichts kann. Die großen Team geben stecken einfach mehr Geld in Kleinigkeiten rein, vor allem im Bereich des Antriebs und der Kraftübertragung. Da können die kleinen Teams einfach nicht mithalten. Würde man aber die Aerodynamik weiter geben, kann man davon ausgehen, dass die Kosten direkt durch die Decke gehen. Das ist etwas, dass man sich in einem Jahr, wo Teams reihenweise in Problemen stecken und Anfang August erst 28 Teams eine gesicherte Finanzierung für 2009 haben, nicht unbedingt haben will.

F1 – Politik hinter den Kulissen
Politik hat in der Formel Eins schon immer eine große Rolle gespielt. Das war in den 60er Jahren so, als man Colin Chapman und sein Lotus Team unter Druck setzte, als die zu erfolgreich wurden, das war in den 70ern so, als Bernie Ecclestone die Serie in die Hand nahm, in den 80er, als sich FISA und FOCA eine jahrelange Schlacht lieferten. In den letzten Jahren gab es verschiedene Versuche der Hersteller, Ecclestone die Macht aus den Händen zu reissen. Sie scheiterten allerdings immer an der Doppelspitze Ecclestone/Mosely, die zusammen Strecken und Fernsehrechte kontrollieren. Im Grunde geht es den Herstellern um zwei Dinge:

- Geld. Was sonst. Die FIA hat schon angekündigt, dass man die Gelder aus dem TV-Topf besser verteilen möchte. Mit anderen Worten: die Teams bekommen mehr, die FIA und Ecclestone weniger.

- Technik. Den Herstellern ist auch klar, dass sich in Sachen Verbrauch und Antrieb etwas tun muss. Die Frage ist halt, was man machen kann. Die FIA hat erst einmal gesagt: “Macht Vorschläge” und es gibt viele Dinge, über die man nachdenkt. Diesel-Antriebe, Hybrid, Turbomotoren, Energierückgewinnung. Die Hersteller hätten da gerne etwas klarere Vorgaben, an denen sie sich orientieren können. Bei der FIA überlegt man aber durchaus mehrere Antriebssysteme zuzulassen. Das Beispiel der WTCC zeigt, dass das durchaus geht. Warum also nicht 4-Zylinder Turbomotoren, Dieselantriebe und Hybrid nebeneinander her laufen lassen? In den 60er Jahren gab es ja zwischen V8 Climax und dem BRM 16 Zylinder auch verschiedene Motoren, die Übergangszeit zwischen Turbo und Saugmotor ist den meisten ja bekannt. Was die Herstellern viel mehr nervt, sind die Beschneidungen bei der Aerodynamik. Man hat keine Lust auf eine Einheitserie, die sich am Ende von der GP2 und der A1 nur durch die PS-Zahl unterscheidet.

Immerhin haben sich die Teams mal wieder darauf geeinigt, eine gemeinsame Gruppe zu bilden. Die “Forumula One Team Association” (FOTA) wurde gestern beschlossen, damit man schnell mit der FIA an den Tisch kommt. Viel ändern wird sich da in Zukunft aber nicht. Ecclestone ist in der FOTA vertreten, Mosley auf Seiten der FIA. Man wird versuchen im Herbst ein neues Concorde-Agreement zu verabschieden, dass dann auch ein paar Jahre halten soll. Allerdings wird man sehen müssen, ob die FIA ihr Ziel, die Kosten runter zu bekommen, auch erreichen wird. 100 Millionen sollen in Zukunft reichen, was ein Witz ist, wenn man weiß, dass Torro Rosso und Force India ein Budget von schätzungsweise 60 (STR) bzw. 80 (FI) Millionen Dollar haben. Wie das bei bei McLaren, Ferrari, Honda und Toyota aussieht kann man sich dann vorstellen.

Und sonst?
Gute Nachrichten aus den USA. NASCAR hat das TV-Paket nachgebessert. 2007 war es so, dass ESPN zwar die Rechte an den Trainigssessions des Sprint Cups gehalten hat, diese aber nicht ins Programm nahm. Dieses Jahr hat man, in allerletzter Sekunde, eine Einigung mit ESPN erzielt. Die habe die Rechte nun an Speed abgetreten, die die Sessions von fast allen Rennen übernehmen. Die Quali bleibt aber weiter bei ESPN.

Eurosport 2 zeigt heute das Rennen der GT Open aus Valencia. Da kann man dann die neue Formel 1 Strecke in der Innenstadt von Valencia mal begutachten.

30.07.2008

Aufz. 14:50 Uhr Silverstone Classic Diverse Serien MotorsTV
Aufz. 16:00 Uhr GT Open Valencia Euro 2
Aufz. 18:00 Uhr F3 Euro Nürburgring Premiere

NASCAR – Keine runde Sache / DTM – Der Ring / Diverses

Posted 29 Jul 2008 — by DonDahlmann
Category BTCC, DTM, F3 Euro, Mercedes, TV Programm

Während in Indianapolis die Reifen im Sekundentakt platzten, lag ich am See in der Sonne. Eine offenbar gute Entscheidung, denn ein sich wiederholendes Sprintrennen über 10 Runden braucht ja auch keiner. Die Frage, die jetzt alle bewegt ist: Wer ist schuld am Debakel?

Dazu muss man die Frage klären, wie so ein Reifen eigentlich funktioniert. Im Prinzip geht es um zwei Dinge: die Lauffläche und die darunter liegenden Schichten, die den Reifen stabilisieren. Bei Goodyear ist das eine Lage aus Kevlar, die Seiten werden unter anderem mit dünnen Kupferdraht gesichert. Ist zuviel Bewegung im Reifen, ist dieser instabil und baut zum Beispiel zuviel Hitze auf. In der Folge löst sich die Lauffläche schneller auf, als es einem lieb ist, was in Indy allerdings nicht passierte, da Goodyear nicht verlernt hat, wie man einen Reifen stabil zusammenklebt.

Es ist durchaus normal, dass eine Strecke zu Beginn eines Wochenendes mehr Reifen “frißt”, als gegen Ende. Das liegt einfach daran, dass die Strecke erst Grip aufbauen muss. Dieser Grip kommt nicht einfach so, sondern letztlich von den Reifen. Der Gummi auf der Lauffläche eines Reifen wird wird dabei auf den Asphalt übertragen. Wie geht das? Hat ein Reifen eine bestimmte Temperatur, wird der Gummi weich. Man kann einen kalten Reifen über den Asphalt ziehen – da passiert wenig. Ist er aber heiß, reißt der Asphalt vor allem unter Belastung, also in Kurven, kleine Stücke aus dem Gummi, die wiederum in den Asphalt gedrückt werden. Ein wenig ist es so, als ob man versucht Käse zu reiben. Holt man einen Parmesan aus dem Tiefkühlfach und versucht ihn zu reiben, wird man sich schwer tun. Er braucht eine gewisse Temperattur, damit er sich gut reiben läßt. Wird er allerdings zu weich, werden zu große Stücke rausgerissen. Das geht mit Slicks ähnlich.

Je rauer ein Belag ist, desto mehr Gummi wird aus den Reifen gerissen. Der landet dann teilweise im Asphalt, teilweise wird das Gummi auch an die Seite des Reifens geschoben. Es bilden sich Wülste die dann stückchenweise abfliegen – und am Straßenrand die sogenannten “marbles” bilden, also diese Gummistückchen, die da rumliegen.

Der Belag in Indy ist besonders brutal. Das ist allerdings keine große Neuigkeit, wie Michelin 2005 schon mal feststellen konnte. Auch bei Goodyear weiß um die Besonderheiten der Strecke. Man hat eine besonders aggressive Form von Asphalt gelegt, damit die IndyCars hier gut unterwegs sind. Die sind viel leichter und durch das flache Banking brauchen die eben mehr Grip. Firestone (=Bridgestone) scheint damit keine Probleme zu haben. Und auch die NASCAR hatte bisher mit dem alten Wagen nie große Sorgen. Warum also dieses Mal?

Zum einen liegt der Schwerpunkt des CoT höher. Ein höherer Schwerpunkt belastet aber die Reifen auch etwas mehr, weil mehr Gewicht auf den rechten Reifen liegt. Besonders betroffen ist dabei der rechte Vorderreifen, der ja auch am Wochenende als erster Probleme machte. Die Teams bekamen das in Griff, weil den Luftdruck veränderten, was aber nur dazu führte, dass der hintere rechte Reifen explodierte. Aber das allein kann es nicht sein, denn das CoT fährt ja nicht erst seit gestern rum.

Auffallend war, dass der Asphalt absolut kein Gummi annahm und die Fahrer berichteten, dass sich nicht wie üblich “marbles” bildeten. Stattdessen schien der Gummi zu einem dünnen Staub zerrieben zu werden, der den Fahrer sogar in der Nase hing. Es legte sich keine Gummispur, stattdessen lösten sich die Reifen einfach in Luft auf.

Am höheren Schwerpunkt alleine lag es also nicht. Es gibt mittlerweile nicht wenige, die meinen, dass Goodyear Mist bei der Mischung der Lauffläche oder beim Zusammenbau des Reifens gebaut hat. Oder beides. Bekannt ist, dass Goodyear im Frühjahr, bei deutlich anderen Temperaturen mit Vickers, Earnhardt und Kurt Busch einen Test gefahren hat, bei dem sich die Reifen schon damals auflösten. Offenbar hat Goodyear die Hinweise damals nicht weiter verfolgt, zu mal man auch gerade dabei war, die Reifen nach der harschen Kritik von Tony Stewart und anderen zu verbessern. Die hatten sich ja zunächst über zu harte Reifen beschwert.

Warum Goodyear nicht reagiert hat, wird man sicher noch klären, aber auffallend ist schon, wie sehr die NASCAR und Goodyear um einen Schulterschluss bemüht sind. Man versucht die Kritik klein zu halten, was angesichts des Rennens ein Witz ist. Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres ist es Goodyear nicht gelungen einen vernünftigen Reifen herzustellen. Das ist dann schon lächerlich.

Das man das Rennen gestartet hat, ist eine richtige Entscheidung gewesen, auch wenn es nur 10 Runden Häppchen gab. Man darf aber nicht vergessen, dass die Zuschauer nicht einfach zu einem Rennen kommen. Meist ist so ein Wochenende mit einem richtigen Urlaub verbunden, den man mit den wenigen Urlaubstagen, die man in den USA überhaupt hat, aufstockt. Eine Absage wäre also nicht in Frage gekommen. Auf der anderen Seite war das natürlich kein Rennen und die Aussage von Robin Pemberton, NASCAR’s VP of competition, finde ich auch etwas – naja…

“If they’re good fans,they know that occassionally something like this will go on and not all — you’d like to think that all of our races have something for somebody, right? Not everybody’s driver wins. Not everybody’s pit crew has the best stops. And not every race is a barn burner. But the fact of the matter is we’ve got 43 teams that are competing at the same time. It’s OK. If you’re a good fan, you don’t get what you want, its OK to be disappointed.”

Das ist eine, wie ich finde, ziemlich arrogante Haltung gegenüber den Fans, die viel Geld gelassen haben, um ein richtiges Rennen zu sehen, und keine dtreistündige Pit Crew Competition. Überhaupt ist es auch erstaunlich, wie sanft die Medien mit dem Thema umgegangen sind. Auf ESPN hörte man wenig Kritik, auch bei SpeedTV hielten sich Spencer & Co weitesgehend zurück. Nur Darrell Waltrip wurde in der Sendung “Windtunnel” etwas deutlicher.

Es ist mir auch unverständlich, wieso man beim CoT die Reifenprobleme nicht in den Griff bekommt. Man hat den Wagen über Jahre gestestet, Goodyear hat Zugang zu allen Daten und trotzdem versagt man derartig kläglich. Goodyear macht in diesem Jahr keinen guten Job und Kritik von Stewart aus dem Frühjahr sollte man durchaus noch mal aufwäremen. Denn im Grunde meinte Stewart, dass Goodyear zu wenig Geld in die Forschung steckt und nach ihrem Rückzug aus den meisten Serien weltweit, einfach nicht mehr in der Lage ist, vernünftige Arbeit zu leisten.

DTM – Regen macht den Fahrer froh
Es gibt so ein paar Weisheiten im Sport. “Der Ball ist rund”, ist so eine klassische. Seit dem Nürburgring könnte man vielleicht eine neue hinzufügen: “Wenn es Trocken ist, nehme ich Slicks, wenn die Strasse nass ist, nehme ich Regenreifen.” Die Entscheidung von Audi bei trockener Strecke mit Regenreifen an den Start zu gehen, weil es eventuell ja mal regnen könnte, war dann dementsprechend merkwürdig. “Oversmart” könnte man sagen, wenn man versucht recht einfache Dinge im Leben zu verkomplizieren. Klar – hinterher ist es man immer klüger. Es hätte ja auch regnen können. Aber in der Eifel ist es eben immer etwas anders. Da kann es neben der Strecke regnen und der Rest bleibt trocken. Eigentlich ist Audi ja am Ring nicht so unerfahren, also kann ich mir den Fehler nicht erklären. Und dann auch auch alle Audis auf Regenreifen zu setzten, anstatt zumindest die weiter hinten stehenden Wagen auf Slicks zu belassen – ich verstehe das nicht, da man zudem ja in den vorderen Reihen gut aufgestellt war. Also eine sehr, sehr merkwürdige Entscheidung.

Das Rennen selber war gar nicht so schlecht, was natürlich auch dem Umstand geschuldet war, dass die Audis von ganze hinten angestochen kamen. Dazu der leichte Regen, der dann am Ende stärker wurde und das Rennen noch mal richtig durcheinander wirbelte. Mit Bernd Schneider hat dann auch einer gewonnen, dem man einen Sieg nicht nur zugetraut, sondern auch gewünscht hat. Wie er auf Slicks am den Wagen am Ende auf der Strecke gehalten hat – Respekt – das war schon eine Demonstration von Erfahrung und Fahrgefühl. Das hat auch die Fahrerwertung zusammengeschoben. Timo Scheider hat jetzt 44 Punkte, Jamie Green aber 40. Ekström hat 38 und di Resta hat 37 Punkte auf dem Konto. Bei noch vier zu fahrenden Rennen wird es also mächtig spannend.

Erfreut hat uns mal wieder die ARD. Die Radrennfahrer in Frankreich hatten wohl etwas gebummelt und kamen sehr spät an. Kann passieren. Kann die ARD auch nichts für. Aber – wofür hat die ARD eigentlich drei Digitalprogramme, die sinnlos Wiederholungen runtersenden? Hätte man nicht wenigstens die Übertragung da rüber schieben können?

WTCC & BTCC – Normale Kost
Fünf solide Rennen lieferten die Tourenwagenserien in England ab. Die BTCC war in Oulton Park unterwegs, wo man rechte gute Rennen ablieferte, die alle, zumindest im Mittelfeld, sehr eng waren. Vorne war es in allen drei Rennen aber sehr ruhig. Die WTCC war in Brands Hatch unterwegs, und zumindest der zweite Lauf hatte ordentlich Pfeffer. In allen Fällen durchaus schöne Unterhaltung, wenn auch nichts besonderes. Dafür spitzt sich die Meisterschaft zwischen Tarquini und Yvan Muller richtig zu. Die beiden liegen nur noch einen Punkt auseinander. Bester Nicht-Seat ist Andy Priaulx, der aber schon 16 Punkte Rückstand hat. Das wird wohl etwas schwer werden.

NASCAR – News

- Es gibt durchaus ernstzunehmende Gerüchte, dass sich zwischen Ganassi und Michael Waltrip Racing ein Merger abzeichnet. Bei Ganassi hängt der Haussegen ja sowieso schief, weil man nicht voran kommt, MWR laufen die Sponsoren weg. Er hat bis auf sein eigenes Fahrzeug (NAPA), keinen Wagen mit Hauptsponsor für das Jahr 2009. Und so langsam wird es eng, denn die Budgets müssen bis Ende September fest gezurrt sein. Wenn die beiden zusammen gehen sollten, ist die Frage, mit welcher Marke man antreten wird. Mit Dodge ist Ganassi unglücklich, aber MWR triebt einem trotz Toyota-Motoren keine Glückstränen in die Augen. Derweil hat Montoya noch mal eine Warnung Richtung Ganassi geschossen. Wenn er gehen wolle, so der Kolumbianer, dann würde ihn Chip Ganassi sicher lassen. Die Frage ist halt – wohin?

- Mit Sicherheit nicht zu Joe Gibbs. Zum einen bastelt man wohl gerade daran, Joey Logano in den Cup zu bugsieren. Die Frage ist halt, ob Logano ohne Erfahrung aus der Nationwide überhaupt in den Cup sollte. Nicht wenige sind der Meinung, dass man Logano zu schnell verheizen würde, wenn ihn direkt in den Cup steckt. Zum anderen hat Jeo Gibbs klar gemacht, dass man 2009 kein viertes Team einsetzen wird. Nicht weil man das vielleicht nicht wollen würde, sondern weil man einfach nicht genügend Zeit hat, das Team auf vernünftige Beine zu stellen.

- NASCAR hat bekannt gegeben, dass man 2009 nicht mehr mit der Nationwide Serie in Mexiko antreten wird. Das hatte sich schon abgezeichnet, nachdem die Teams das Rennen wegen der hohen Transportkosten eh nicht so gut leiden konnten. Ob für Mexico ein anderer Strassenkurs ins Programm genommen wird, ist unklar.

Und sonst?
Die beiden F3 Rennen am Ring waren ok und ein Desaster für Mortara, der schon wieder nicht punkten konnte. Stattdessen ist ihm Hülkenberg mit einem perfekten Wochenende auf den Pelz gerückt und liegt nur noch einen Punkt hinter Mortara. Glück für den Deutschen – im zweiten Rennen fiel auf Mäki aus, der deswegen ebenfalls hinter Hülkenberg liegt.

29.07.2008

Aufz. 14:50 Uhr Silverstone Classic Road Sport MotorsTV
Aufz. 18:00 Uhr NASCAR SC Indy Premiere
Aufz. 19:00 Uhr Polo Cup Nürburgring Premiere
Aufz. 19:35 Uhr Seat Cup Nürburgring 2 Premiere
Aufz. 20:10 Uhr Porsche Cup Nürburgring Premiere
Aufz. 21:00 Uhr NASCAR SC Indy Premiere
Aufz. 21:00 Uhr British F3 Brands Hatch MotorsTV
Aufz. 21:50 Uhr British GT Brands Hatch MotorsTV

Trainings / Quali Ergebnisse /Gravatar

Posted 26 Jul 2008 — by DonDahlmann
Category Motorsport

Den Spaß am F3 Rennen will ich keinem vermiesen, also bleibt das Ergebnis erst einmal unerwähnt.

Hier eine Übersicht über die bisher feststehenden Trainings/Quali Ergebnisse:

DTM – Nürburgring
War heute noch nicht unterwegs. Gestern gab es einen hübschen Mix zwischen HWA und Abt an der Spitze. Die Unterschiede in den Rundenzeiten waren mehr als gering und immerhin landeten 13 Fahrer in einer Sekunde. Schnellster war Bruno Spengler, der um den Anschluss in der Meisterschaft kämpft. Wegen der Tour de France ist die Quali erst heute Abend um 18:45 Uhr.

WTCC – Brands Hatch
Alain Menu knallte die beste Zeit im ersten freien Training auf den Asphalt. Knapp dahinter der erste BMW mit Farfus. Erstaunlich schnell der Honda von N.Technology mit James Thompson, der auf Platz fünf landete aber Brands Hatch ist ja seine Heimstrecke. Eine noch größere Überraschung lieferte der Volvo C30, der wurde nämlich sechster. Und die Seat? Der schnellste kam gerade auf Platz sieben. Brands Hatch ist nicht unbedingt Seat Land. Ergebnis hier

BTCC – Oulton Park
Hier gehen die Seat besser. Mit Jason Plato und Adam Jones gibt es gleich zwei, die im ersten Training vorne liegen. Dann der erste BMW mit Colin Turkington vor Gordon Shedden im Honda Civic. Bemerkenswert: die ersten zehn lagen nur zwei Zehntel von einander getrennt. Ergebnis hier

IRL – Edmonton
Ryan Briscoe hat gerade wohl einen guten Lauf. Nach dem Sieg in Mid-Ohio legt er in Edmonton mit einer Pole nach. Neben ihm steht sein Teamkollege Castroneves. Der Führende in der Meisterschaft, Scott Dixon, landete auf Platz 5, Dan Wheldon auf dem neunten Rang. Richtig miserabel lief es für Andretti-Green. Da war Tony Kanaan auf Platz 11 noch der schnellste. Paul Tracy stellte seinen Wagen auf Position 16, was ein respektables Ergebnis ist. Das gesamte Ergebnis findet man hier

Und sonst?
Mal ein Hinweis in eigener Sache. Kommentatoren können sich ein Profilbild eigener Wahl anlegen, dass neben den Kommentaren gezeigt wird. Das einzige, was ihr machen müsst, ist euch bei einem Dienst wie Gravatar anzumelden. Das dauert nur Sekunden, aber danach sollte in den Kommentaren das von Euch ausgesuchte Profilbild erscheinen. Zumindest ist es so eingestellt.

F3 Euro Quali / A1 GP – Rossi? / NASCAR – Fun

Posted 25 Jul 2008 — by DonDahlmann
Category Motorsport

Die F3 Quali hat ein für die Meisterschaft interessantes Ergebnis erbracht. Christian Vietrois, in letzter Zeit wirklich gut unterwegs, hat sich die Pole vor Nico Hülkenberg gesichert. Mika Mäki landete auf Platz 5, van der Zande auf Platz sieben. Aber der Führende der Meisterschaft, Eduardo Montara kam nur auf einen 21. Platz. Damit sind seine Chancen auf Punkte am Ring ziemlich gering, denn die gibt es nur bis Platz acht am Samstag. Damit könnte sich am Wochenende die gesamte Meisterschaft massiv zusammenschieben. Wenn der Einlauf so wäre wie der Start, lägen fünf Piloten an der Spitze der Tabelle.

A1 GP – Angebot an Valentino Rossi
Laut einer Meldung von MS-total verhandelt das italienische A1 Team mit Valentino Rossi über einen Einsatz in der A1. Klar – halb Italien und die gesamte Geschäftsführung der A1 hätte es gerne, wenn Rossi kommen würde. Allerdings glaube ich nicht, dass der Italiener eine ganze Saison fahren kann, da die MotoGP irgendwann im März los geht, die A1 aber bis Ende April fährt. Dazu kommt die Testfahrten-Arie im Winter. Das wird ganz schön knapp. Rossi hat auch gerade seinen Vertrag mit Yamaha um zwei Jahre verlängert. Möglich wäre es aber natürlich, dass man Rossi sporadisch einsetzt.

Ich hatte auch völlig vergessen, dass der neue A1 GP Wagen seine ersten Runden gederreht hat. Hier ein paar Bilder. Die Fahrer, die bisher damit unterwegs waren, zeigten sich allgemein begeistert.

NASCAR – Fun
Per Mail bekommen. Danke hemi71.

Sag mir für welchen Fahrer du bist, und ich sag dir wer du bist.

Jeff Gordon
You’re a winner in life and you prefer to associate with winners — unlike most of the other genetic throwbacks at the track. You only got into NASCAR after George Will wrote about it and the articles started popping up in The New Yorker. As for motor oil, hey, you hire someone to get under the hood for you. A light, dry chardonnay is your quaff of choice, and there’s a “Best of Glyndeborune” CD in the Volvo. Croquet, anyone?

Dale.Earnhardt.Jr.
Like Junior, you love Tom Hanks movies, steak ‘n’ rice, Grand Theft Auto IV and just chillin’. You’ve got everything from Elvis to Ludacris on your iPod, but you really miss eight-tracks. What really gets you off, though, is fiddlin’ under the hood. (Junior claims he holds the oil-change speed record at Daddy’s dealership.) You have a whole lotta trouble givin’ up on the past, and you’re really a Daddy’s boy (or girl) at heart.

Matt Kenseth
You still wear your old Metallica T-shirt, but you live in a house full of cats, and the neighbors are starting to talk.

Bobby Labonte
Family is the center of your life. If you’re a man, you’re not afraid of the kitchen and you might have the makings of a gourmet. Bringing home the bacon and raising up those family values matter most — but sometimes, you just want to get wild and pour some Lucky Charms in your Coke float.

Jimmie Johnson
You like to watch. Fruit tastes good. More juice, please? More juice, now!

Tony Stewart
You need to come to terms with your anger-management issues, or your future could go up in “Smoke.” You have a dark side that likes to run with the Outlaws, but another side of you just wants to rock, as in Kid Rock. Just count to 10 and try grinding out some of that aggression with power tools. Favorite color: Home Depot orange.

Kyle Busch
Vegas is your kind of town, baby, and you thrive on the risk. Just be careful, though — too many M&Ms and you could wind up starting like Junior Samples.

Kurt Busch
If you’re a girl, you always wanted to ride off with the dark dude with the tattoos and the Harley. If you’re a guy, you’ve got a chip on your shoulder the size of a Chevy, and you’re convinced those Jeff Gordon fans have it in for you. Just put the tire iron down nice and easy and cooperate with the authorities.

DTM/F3 – Nürburgring / IRL – Edmonton / WTCC – Brand Hatch / Silverstone – Classic Race

Posted 25 Jul 2008 — by DonDahlmann
Category DTM, F3 Euro, WTCC

Die DTM ist am Nürburgring natürlich immer eine ganz besondere Sache. Selbst wenn die DTM nur die Kurzanbindung fährt, was ich noch nie so richtig verstanden habe. Vermutlich macht man das aber, damit die Tribünen voller aussehen, und sich das Publikum nicht so verläuft. Die Woche war ich ganz überrascht, als ich in der “Motorsport Aktuell” ein relativ kritisches Interview (nicht online) mit ITR Boss Hans-Werner Aufrecht lesen konnte. Der Autor, Marcus Lacroix, beschreibt in der Einleitung die Rennen vom Lausitzring und aus Zandvoort als “Schlaftabletten” und fängt das Interview mit der Frage an: “Was läuft da falsch?”. Die erste Antwort von Aufrecht lautet:

“Wir haben dieses Jahr das erste Mal für den Zuschauer vom Ablauf her verständliche Rennen geboten…”

So kann man sich mangelnde Überholmanöver natürlich auch erklären. Wenn alle schön hintereinander fahren, ist es auch nicht so verwirrend für den Zuschauer. Nun muss man die DTM wenigstens in einem Punkt in Schutz nehmen, denn das technische Reglement ist immerhin so gestrickt worden, dass die Leistungsdichte der Wagen sehr, sehr eng ist. Wenn man mit ähnlichen Material unterwegs ist, wird es halt schwer mit dem Überholen. In den kleinen Markenpokalen funktioniert das besser, weil hier die Qualität der Fahrer noch sehr schwankend ist und man auch etwas mehr auf Kontakt fährt. In der DTM ist die Qualität der Fahrer aber so hoch, dass es auch hier kaum Unterschiede gibt. Dazu kommt die schon oft angesprochene filigrane Aerodynamik, die das Überholen auch nicht leichter macht. Dort soll es 2010 schon deutliche Änderungen geben. Bis dahin bleibt das Problem allerdings bestehen und ich verstehe ich nicht so ganz, warum man nicht, wie in der WTCC, schnelle Wagen mittels eines Gewichtshandicap einbremst. Aber da haben die Hersteller wieder etwas dagegen.

Dabei ist es in der Meisterschaft dieses Jahr sehr eng. Fünf Fahrer, die im Rahmen von 14 Punkten liegen, und es sind noch fünf Rennen zu fahren. Das ist schon ein beachtliches Ergebnis und wie schnell man mal in der Quali verwachsen kann, hat man in diesem Jahr schon gesehen. Dementsprechend dürfte das Wochenende spannend werden. Zumindest teilweise für die Zuschauer am Ring. Wegen der Tour de France verschiebt sich der Start des Rennens auf 17:35 Uhr. Das letzte richtige Rennen endet um 14.00 Uhr, dazwischen kommt mal 20 Minuten “World of racecars”. Sonst nix. Die Zuschauer am Ring wird es nerven, denn bekanntermaßen dauert es ziemlich lange, bis man nach einem Rennen vom Ring wieder wegkommt. Warum das Programm dann morgens um 10.00 Uhr beginnt und es nicht einfach eine Stunde nach hinten verschiebt, weiß ich auch nicht. Das ist aber noch nichts gegen die ARD. Die hat den Übertragungsstart für 17:48 Uhr angekündigt, also knapp 10 Minuten nach dem Start. Kann sein, dass man das noch korrigiert. Oder besser gesagt: ich hoffe es.

Die F3 Euroserie ist auch unterwegs und für Nico Hülkenberg wird die Luft dünn. Beim letzten Rennen in Zandvoort konnte er zwar einen Lauf gewinnen, aber nach dem Rennen stelte man fest, dass ein Wagen drei Kilo zu leicht war und der Sieg war weg. Angeblich sei ihm der Feuerlöscher um die Ohren geflogen, aber das glaubt vermutlich nur das Team selber. Hülkenberg hat nun 14 Punkte Rückstand auf Mortara, liegt aber noch gut um Platz zwei, denn auf Mäki fehlen ihm nur fünf Punkte. Ich bin mir eh ziemlich sicher, dass Hülkenberg und Mäki die beiden sind, die in die GP2 wechseln werden. Mortara mag in der EM führen, aber außer dem Sieg in Pau hat er halt nur klug gehamstert. Mäki, Hülkenberg und van der Zande haben immerhin jeweils zwei Siege. Montara fährt aber sehr klug, hält sich lieber am Rand der Podiumsplätze auf und steht so meist auch im zweiten Rennen relativ weit vorne, während sich die Konkurrenz gegenseitig die Flügel abfährt. Aber erfahrungsgemäß suchen GP2 Teamchefs lieber Fahrer die schnell sind und mal hier und da einen Fehler machen, als einen der nur zuverlässig ist.

IRL – Edmonton
Die Verwirrung um die Übertragung ist nun geklärt. Es gibt keinen World-Feed, Premiere will oder kann aus rechtlichen Gründen keinen US-Feed übernehmen, also bleibt nur der Stream bei indycar.com die das Rennen samt Vorberichterstattung haben. Stream klemmt schon mal, hat aber eine relativ gute Qualität. Ansonsten mal vor Rennbeginn in den Chat schauen, vielleicht tauchen noch andere freie Streams auf.

Das Rennen selber ist eine Alt-Last aus der Übernahme, zu der auch das Rennen in Long Beach und Australien gehört. Man kam aus den Verträgen nicht raus, also musste man hier fahren. Zudem sind die Formel-Wagen in Kanada ziemlich beliebt. Beim letzten Rennen 2007 kamen über die drei Tage immerhin 165.000 Besucher zusammen. Es ist auch der erste Kurs, auf dem die ChampCar Teams einen Vorteil haben, weil die IRL hier noch nicht gefahren ist. Das könnte das Feld ordentlich durcheinander wirblen. Mit dabei ist auch Paul Tracy, der zusammen mit IRL Besitzer Tony George ein Paket für dieses eine Rennen geschnürt hat. Tracy ist als Kanadier ja Publikumsmagnet, aber ich glaube kaum, dass er was reißen wird. Neues Team, unbekannter Wagen – das wird schwer. Die Strecke selber ist ein Flugplatzkzurs mit viel Platz, aber auch einigen engen Ecken.

WTCC – Brand Hatch
Die WTCC macht Halt in England, und fährt die lange Variante von Brands Hatch. Sicherlich eine der besseren Strecken im Kalender der Meisterschaft und ein Kurs, auf dem es richtig eng zu geht. Allein die Startphase sorgt immer für gehobene Heiterkeit und massiven Lackaustausch. Letzteres scheint sowieso etwas zu sein, an dem die WTCC Fahrer Spaß haben. Seit dem die BWM Probleme haben, versuchen sie es halt mit einer energischeren Fahrweise, was der Meisterschaft zusehends gut bekommt. Fast alle Rennen waren dementsprechend abwechslungsreich, wenn auch immer noch viel zu kurz. Schön wäre es auch, wenn man endlich mal dazu übergehen würde, die Startzeiten bei jedem Rennen in Europa gleich zu halten, aber Eurosport schubst die Zeiten immer wieder rum, um sie den anderen Programm Highlights anzupassen. Das ist mehr als unpraktisch und hilft der Serie sicher nicht weiter. Immerhin liegen an diesem Wochenende beide Rennen mal dicht beeinander. Wie die Tage schon erwähnt, gibt Volvo ein Gastspiel in der WTCC und man kann nur hoffen, dass die Schweden im nächsten Jahr voll einsteigen werden.

Classic Race – Silverstone
MotorsTV überrascht mit einer ganz neuen Sache. Man überträgt fast das gesamte Wochenende des historischen Grand Prix und Oldtimer Treffen in Silverstone. Und zwar live. Es ist, wie auch der Oldtimer GP vom Nürburgring Anfang August, eine einmalige Sache, die Rennen, die dort gefahren werden, gehören allerdings zu einer Meisterschaft, die ganzjährig auf verschiedenen Events unterwegs ist. Gefahren wird, unter anderem, in folgenden Klassen:

- FIA Historic Formula One
Das umfasst historische Formel Eins der Baujahre 66 bis 85.

- Gruppe C
Die wunderschönen Fahrzeuge aus den Le Mans Rennen der 80er Jahre

- Grand Prix Masters
Nicht zu verwechseln mit dem alten Masters. Hier fahren F1 Wagen aus den 60ern, die keinen Ford V8 DFV im Nacken haben.

- HGPCA pre-1966 Grand Prix
Noch mal Formel Eins. Baujahre aus den 30ern bis 1966

- Top Hat Masters pre-66 Saloon
Tourenwagen bis 1966

- Woodcote Trophy
Sportwagen und Prototypen bis Ende der 50er

- World Sportscar Masters
Le Mans und Langstrecken Prototypen bis 1974.

- Historic Road Sports
Tourenwagen aus den 70er Jahren.

Dazu noch ein paar kleinere Rennen und Serien. Eine sehr schöne Sache und man kann nur hoffen, dass der Ton stimmt :)

Und sonst?
Leider völlig unter den Tisch fällt das BTCC Rennen in Oulton Park. Ausgerechnet an diesem Wochenende kollidiert man mit der Tour de France, die ebenfalls auf ITV4 läuft. Das ist ärgerlich, weil Oulton Park ja nun zu besten aufregendsten Strecken in England gehört.

Ich bin ab Sonntag mal zwei Tage offline, weil ich mal eine Pause brauche und auf dem Land abhänge. Wenn nichts dringendes passiert, geht es Dienstag weiter.

25.07.2008

Aufz. 17:30 Uhr Porsche Cup Hockenheim Premiere
Aufz. 18:00 Uhr Formel BMW Hockenheim Premiere
Aufz. 19:00 Uhr IRL Mid-Ohio Premiere
LIVE 20:00 Uhr NASCAR SC Indy Training SpeedTV
LIVE 21:30 Uhr NASCAR SC Indy Training ESPN
LIVE 23:00 Uhr NASCAR CTS O’Reilly Indy Quali SpeedTV

26.07.2008

LIVE 02:00 Uhr NASCAR CTS O’Reilly Indy SpeedTV
LIVE 10:00 Uhr Classic Races Silverstone MotorsTV bis 19.00 h !
LIVE 11:40 Uhr F3 Euro Nürburgring 1 Premiere 15:30, 20:30 h
LIVE 12:45 Uhr Formula Master Brands Hatch Euro
LIVE 16:00 Uhr NASCAR SC Indy Quali ESPN 2
LIVE 16:00 Uhr WTCC Brands Hatch Quali Euro 2
Aufz. 16:30 Uhr IRL Mid-Ohio Premiere
LIVE 16:45 Uhr Seat Euro Brands Hatch 1 Euro 2
LIVE 18:30 Uhr NASCAR NW O’Reilly Indy Training ESPN 2
Aufz. 18:30 Uhr F1 Hockenheim Premiere
LIVE 18:45 Uhr DTM Nürburgring Quali ARD
Aufz. 19:10 Uhr British F3 Brands Hatch MotorsTV
LIVE 20:00 Uhr NASCAR SC Indy Training ESPN 2
Aufz. 20:05 Uhr British GT Brands Hatch MotorsTV
LIVE 21:00 Uhr Classic Races Silverstone MotorsTV
Aufz. 21:15 Uhr F3 Euro Nürburgring 1 DSF
LIVE 22:30 Uhr NASCAR NW O’Reilly Indy Training ESPN 2
LIVE 23:00 Uhr IRL Edmonton ESPN

27.07.2008

LIVE 01:30 Uhr NASCAR NW O’Reilly Indy NASN, ESPN
LIVE 10:00 Uhr Classic Races Silverstone MotorsTV bis 11.45 h
Aufz. 10:10 Uhr Seat Cup Nürburgring Premiere
LIVE 10:45 Uhr F3 Euro Nürburgring 2 Premiere 15:00, 18:45 h
LIVE 11:00 Uhr WTCC Brands Hatch Warm Up Euro 2
LIVE 12:10 Uhr Classic Races Silverstone MotorsTV bis 14.00 h
LIVE 12:45 Uhr WTCC Brands Hatch 1 Euro 2
LIVE 14:15 Uhr WTCC Brands Hatch 2 Euro
LIVE 15:00 Uhr Classic Races Silverstone MotorsTV bis 17.30 h
LIVE 15:15 Uhr Formula Masters Brands Hatch 2 Euro 2
LIVE 17:00 Uhr NASCAR SC Indy Raceday SpeedTV
LIVE 17:35 Uhr DTM Nürburgring ARD
LIVE 18:30 Uhr Seat Euro Brands Hatch 2 Euro 2
LIVE 19:00 Uhr NASCAR SC Indy ESPN Start ca. 20.00 h
Aufz. 21:30 Uhr DTM Nürburgring DSF

Halbe Entschuldigung an Premiere

Posted 25 Jul 2008 — by DonDahlmann
Category IRL, Premiere, TV-Rechte

Ich hab eben Post von der IRL bekommen. Die Mail stammt von John Griffin, dem Vice President of Public Relations. Und er schreibt folgendes:

After talking with our television group and then ESPN it has been brought to my attention that because Long Beach, Edmonton and Australia were added to our schedule after the unification announcement and after ESPN already had many of its international contracts negotiated.

Further, in the case of this weekend there is no world or international feed and as I understand in various countries showing the ESPN domestic (USA) feed coverage can breach broadcast regulations in there respective territories.

This is unfortunate but we do appreciate your interest.

Es ist ein wenig so, wie viele vermutet hatten. Die Rennen, die dem Kalender nachträglich zugefügt wurden, sind nicht Teil des TV-Rechte Deals, den Premiere vorher mit ESPN geschlossen hat. Es gibt also keinen World-Feed, weil man keinen vereinbart hat. Stattdessen haben einige Sender (offenbar darunter Sky und SportTV in Portugal) die Möglichkeit den USA Feed zu übernehmen. ESPN gibt an, dass eine Übertragung des US Feeds gegen Übertragungs/Ausstrahlungsregularien einiger Länder verstösst. Das scheint in Deutschland der Fall zu sein. Warum dass so ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Offenbar werden US-Feeds und World-Feeds unterschiedlich behandelt. Ich weiß auch nicht, ob ESPN überhaupt den Versuch unternommen hat, die Rennen nachträglich in die Pakete zu stopfen. Vermutlich hat man das gelassen, weil man sonst alle Verträge neu hätte formulieren und aushandeln müssen.

Deswegen muss klar festgestellt werden: Die Antwort von Premiere war korrekt, als man sagte, dass es keinen Worldfeed gibt. Daher geht von meiner Stelle eine halbe Entschuldigung an Premiere. Eine halbe deswegen:

Warum Premiere allerdings nicht im Stande ist, diesen Sachverhalt darzulegen, ist dann wieder eine andere Frage. Es hat mich eine Mail an die IRL gekostet, die wiederum bei ESPN nachgehakt haben und mir dann geschrieben haben. Ich habe die Sache aber erst seit Sonntagabend auf dem Schirm, jetzt ist Freitag. Warum Premiere nicht weitaus früher so eine Mail schreibt um die Information so weiter zu geben, ist mir ein Rätsel. Man hätte einfach sagen können “Wir würden ja gerne, aber selbst wenn wir könnten: Es gibt keinen Worldfeed, weil… ” Stattdessen sagt man erst etwas auf Nachfrage und dann auch nur die Hälfte. Daher bleibe ich bei meiner untenstehenden Kritik an der Informationspolitik von Premiere.

IRL II / NASCAR – Vorschau Indy

Posted 24 Jul 2008 — by DonDahlmann
Category IRL, NASCAR, Premiere, TV Programm, TV-Rechte

Wichtiges Update 25.07.08 01:03 Uhr: Eine halbe Entschuldigung an Premiere. Es gibt tatsächlich keinen Worldfeed. Genaueres bitte in dem Posting drüber entnehmen!

Der folgende Text ist deswegen teilweise hinfällig, weswegen ich die dementsprechend Stellen sichtbar gestrichen habe.

—schnipp—-

Keine Neuigkeiten in Sachen IRL. Ich warte immer noch auf die Antwort von der IRL, aber so wie das aussieht, hat sich die Sache sowieso erledigt. Nachdem klar scheint, dass es einen Live-Feed in Europa gibt, bleibt halt nur noch die Frage, ob Premiere wissentlich das Rennen ausfallen läßt, weil man kein Geld für ein Rennen der IRL ausgeben möchte, und ob zumindest die Redaktion/PR Abteilung keine Ahnung davon hatten, dass es eine Übertragung gibt. Nicht mal eine Aufzeichnung hat Premiere im Programm.

Nun muss man die Sache auch nicht so hoch hängen. Zum einen ist es nur ein Rennen einer Serie, die hier nicht viele Anhänger hat. Zum anderen überträgt die IRL die Rennen ja live unter indycar.com. Man verpasst also nicht viel, wenn man ins Netz geht. Was mich aber stört ist die Unprofessionalität mit der Premiere solche Dinge immer wieder handelt. Bis Ende Januar erzählte man tausenden von besorgten NASCAR Fans, dass man sehr wohl die NASCAR weiterhin im Programm haben würde. Wie man ja weiß, war das eine, vorsichtig ausgedrückt, nicht ganz korrekte Ausdrucksweise. Das Spiel kannte man ja schon von der NFL und anderen Sportarten. Bei der IRL ist es offenbar auch nicht anders. Man schafft es einfach nicht, nicht mal gegenüber Journalisten in dem man “off the record” was sagt, eine korrekte Aussage zu tätigen. Entweder, weil man tatsächlich seitens des Management nicht über alles informiert wird, oder weil man es einfach nicht sagen will. Es gibt immer noch die Frage, ob das Rennen in Kanada, bzw. die Rechte an der Übertragung, nicht noch irgendwie mit den alten CCWS Übertragungsrechten vermischt sind. Aber selbst wenn man die Rechte nicht hat und sie extra einkaufen müsste – es wäre doch völlig in Ordnung, wenn man das einfach sagen würde.

Premiere Kunden kennen diese Politik weil sie sich seit Jahren nicht geändert hat. Man muss sich die Wahrheit über die Premiere Programmplanung selber zusammen suchen. Was ich ehrlich gesagt zum kotzen finde. Ich hab ein Vollabo. Ich zahle pro Jahr über 500 Euro. Dafür kann ich ja wohl wenigstens verlangen, dass man mir eine vernünftige Antwort gibt, wenn ich eine Frage habe. Sämtliche Sender die ich kenne, haben so etwas wie eine Presse/Kundenarbeit. Wird was abgesetzt oder nicht gesendet gibt es wenigstens ein paar Tage zuvor eine Pressemeldung die einem ein paar Infos gibt. Und Premiere? Obwohl man wohl schon länger wusste, dass man das Rennen aus Edmonton nicht würde zeigen können/wollen, tat man einfach so, als würde das Rennen einfach nicht stattfinden. Roos/Heidfeld verabschiedeten sich einfach bin zum 10.08.

Das kann man machen, ist aber genau diese Haltung, die den Verdacht, Premiere würde seine Kunden für dumm verkaufen, nachhaltig unterstützt. Premiere stellt sich, so zwischen den Zeilen, offenbar gerne auf den Standpunkt, dass die Kunden froh sein sollen, dass man überhaupt was zu sehen bekommen. Man vergisst dabei aber auch, dass man immer seltener auf Premiere angewiesen ist.

NASCAR – Indy 400
Als Tony George Anfang der 90er Jahre die Idee hatte, die NASCAR nach Indy zu holen, waren sehr viele Leute, sehr skeptisch. Diese merkwürdigen Rednecks auf der Traditionsstrecke der USA? Die NASCAR war zu dem Zeitpunkt weit von dem entfernt, was sie heute ist und hing hinter der CART Serie zurück. Am Ende hat Tony George richtig gelegen. Die Indycars haben nicht mal 50% der Reichweite des Sprint Cups und damit das Indy 500 auch den Titel “Größtes Rennen der Welt” behalten konnte, musste man in den letzten jahren sogar einzelne Tribünen sperren, damit der Indy 500 Zuschauerrekord nicht gebrochen wird.

In diesem Jahr wird man sich darüber wohl keine Sorgen machen müssen, da die NASCAR nicht mal mehr Daytona im Juni voll bekommen hat. Die Wirtschaftskrise ist bei den wirtschaftlich nicht auf Rosen gebetteten Südstaaten auch nicht unbemerkt geblieben, die Spritpreise, die Lebensmittel usw. kommen hinzu. Da kommen, trotz des guten Runs von Junior eben weniger Leute zu einem Rennen. Nicht hilfreich ist, dass die Rennen von eher unterschiedlicher Qualität sind. Vor zwei Jahren war eine wundervolle Einschlafhilfe, letztes Jahr ging es richtig zur Sache und war selten langweilig.

Der Kurs selber ist nicht so wirklich für den Cup geeignet, weil das Banking einfach zu flach ist. 9° Grad gibt es gerade mal, und damit liegt man am Ende der Skala. Auf der anderen Seite sind da allerdings die ellenlangen Geraden, auf denen die Wagen locker an die 190 mph Grenze rankommen. Während die Indycars dank der guten Aerodynamik mit frischen Reifen volles Rohr durch die Kurven gehen könnne, müssen die Cup-Wagen bremsen. Und zwar heftig. Also braucht man am Ausgang jede Menge Drehmoment. Das ist alles dem Kurs von Pocono nicht unähnlich und es heißt es auch: Wer in Pocono schnell war, der ist es auch in Indy. Was die beiden Kursen auch verbindet, sind die langen Grünphasen, die das Rennen schnell eintönig machen können.

Ausgehend vom Ergebnis in Pocono muss man die Dodge auf der Rechnung haben. Und zwar alle, auch die von Ganassi. Montoya ist im letzten Jahr nur knapp an seinem ersten Sieg in einem Oval vorbei geschrammt. Aber ganz oben auf der Liste muss man wohl wieder Kyle Busch sehen, der einfach unschlagbar scheint. Auch Tony Stewart und Danny Hamlin sollten Siegchancen haben. Bei den Chevys bin ich mir nicht so sicher. Sie scheinen in Sachen Leistung hinter den Toyota hinter her zu hängen, weswegen man nicht allzuviel erwarten sollte. Ein Chevy Sieg ist sicher nicht ausgeschlossen, würde mich aber schon ein wenig überraschen.

An diesem Wochenende übernimmt dann auch ESPN endgültig das Zepter. Bis zum Chase zeigt der Sender die Rennen, danach übernimmt ABC die ESPN Übertragung. Das bedeutet auch, dass SpeedTV nicht mehr die Quali zeigt. Die fahren nur noch ein eingeschränktes Programm mit dem freien Training und dem Raceday. CTS und die Training der NW Serie bleiben aber bei Speed. Im letzten Jahr bezog ESPN jede Menge Prügel für eine schlechte, hölzerne Berichterstattung, die vor lauter Steifheit kaum in Schwung kam. Verglichen mit dem kumpelhaften und “fan-friendly” Verhalten der Speed und FOX Leute, kam man sich bei ESPN vor, wie bei der Berichterstattung über eine Parlamentssitzung. Dazu kam Rusty Wallace als Experte in der Kommentatorenbox, der vor allem dadurch auffiel, dass er weitesgehend Blödsinn redete. ESPN hat sich im Winter lange geziert, dann aber doch beschlossen, Wallace zum “Präsentator” zu befördern um Dale Jarrett als Experte zu engagieren. Der fiel schon bei der NW Serie dadurch auf, dass er kein Blatt vor den Mund nahm und zusammen mit Dr. Jerry Punch sehr amüsante Kommentareschlacht lieferte. Die beiden kennen und mögen sich seit vielen Jahren, was der Sache gut tut. Mal sehen, ob ESPN aus dem letzten Jahr etwas gelernt hat.

Und sonst?
TV Vorschau fürs Wochenende ist online.

25.07.2008

Aufz. 17:30 Uhr Porsche Cup Hockenheim Premiere
Aufz. 18:00 Uhr Formel BMW Hockenheim Premiere
Aufz. 19:00 Uhr IRL Mid-Ohio Premiere
LIVE 20:00 Uhr NASCAR SC Indy Training SpeedTV
LIVE 21:30 Uhr NASCAR SC Indy Training ESPN
LIVE 23:00 Uhr NASCAR CTS O’Reilly Indy Quali SpeedTV

WTCC – Volvo kommt / NASCAR – News

Posted 24 Jul 2008 — by DonDahlmann
Category NASCAR, WTCC

Ich versuch in nächster Zeit mal, die Seite zweimal am Tag mit News zu füttern, damit sich nicht immer Abends alles ballt.

WTCC – Volvo C 30
Volvo war in den 90er Jahren im Tourenwagensport durchaus erfolgreich, vor allem in England. Als die Firma eine Krise durchlebte und am Ende 1999 an Ford verkauft wurde, starb auch das Motorsportprogramm, dass aber offenbar so langsam wieder zum Leben erweckt wird. In der schwedischen Tourenwagenmeisterschaft (STCC) ist seit diesem Jahr ein ganz hübscher Volvo C30 unterwegs. Das besondere an diesem Wagen ist, dass er mit E85 Sprit unterwegs ist. Das ist 86%ifer Ethanol Sprit. Zwar ist Ethanol gerade auch etwas in die Kritik geraten, aber immerhin versucht man mal was. In der STCC sind die Volvo so mittel erfolgreich. Deswegen wundert es mich schon, dass man nun mal einen Testballon startet und in Brands Hatch in der WTCC startet. Für meinen Geschmack etwas früh, wenn man nicht mal in der eigenen Meisterschaft so richtig dabei ist, aber Volvo selber sieht das Engagement als Test:

We wanted this as a check point to see how far we have come against the best,” says Derek Crabb, Motorsport Director at Volvo Car Corporation.
Quelle: Volvo PR

Gefahren wird der Wagen von Robert Dahlgren, der Brands Hatch eigentlich noch ganz gut kennen sollte, da er 2001 britischer Formel Ford Meister war.

NASCAR – Viele Leute
Nur um mal zu zeigen, wer in der NASCAR so alles zu den wichtigen Teammitgliedern gehört.

Driver: Tony Stewart
Crew Chief: Greg Zipadelli
Car Chief: Jason Shapiro
Engine Builder: Mark Cronquist
Engine Specialist: Jarrad Egert (pronounced “Egg-ert”)
Spotter: Mark Robertson
Over-The-Wall Crew Members:
Gas Man: Jeff “Gooch” Patterson
Front Tire Changer: Ira-Jo Hussey
Catch Can: Brian “Shaggy” Larson
Front Tire Carrier: Tom Dean
Windshield: Scott Geerts (pronounced “Gurtz”)
Rear Tire Changer: Kyle Turner
Jackman: Jason Lee
Rear Tire Carrier: Eric Groen (pronounced “Grow-in”)
Other Crew Members:
Truck Drivers: Tom “Thumper” McCrimmon and Scott “Scooter” Crowell
Shock Specialist: Dave Hansen
Tire Specialists: Jerold Shires and Bill Byrne (pronounced “Burn”)
Engineer: Adam Stevens
Quelle: JGR PR

Das sind nur die Leute, die an der Box arbeiten. Nicht mal alle Mechaniker, die an der Strecke sind oder zu nur zu Hause im Shop arbeiten. Dazu die ganzen Medienleute, Sponsorenbetreuer usw. usf. Das ist aber nicht der teuere Bereich. Denn der liegt klar in der Technik, bzw. der Entwicklung versteckt, wie man an folgendem Video sehen kann, dass die Tage im Chat gepostet wurde.


Race Simulation Seven-Post Shaker – MyVideo

Danke an dieser Stelle auch noch mal für die vielen Hinweise im Chat!