Archive for Juni, 2008

DTM – Analyse / NASCAR – Montoya vs. Kyle Busch

Posted 30 Jun 2008 — by DonDahlmann
Category Motorsport

DTM – Norisring
Dass Rennen der DTM als “schlecht” zu bezeichnen, wäre ein wenig unfair, aber wirklich spannend war die Sache selten. Dazu sollte man faierweise aber auch klarstellen, dass die anderen Rennen am Wochenende auch nicht wirklich besser waren. Die beiden Rennen des Seat Cups, die der Polos und des Porsche Cup waren eher eintönig. Einzig das zweite Rennen der F3 Euro Serie war sehr abwechslungsreich, was aber auch nur an den seltsamen Unfällen lag. Aber so ist das eben am Norisring. In manchen Jahren geht es zur Sache, in anderen spielt man Güterzug und fährt nur hinter einander her. Dabei mangelte es aber nicht mal an Überholmanövern. Es war nett anzusehen, wie Gary Paffett durchs Feld schnitt, auch wenn sein fünfter Platz nachträglich kassiert wurde, weil sein Wagen etwas zu leicht war. Auch der Duelle zwischen Scheider, Kristensen und Ekström oder Spengler und Green waren nicht schlecht. Wenn in einer Serie die beiden Führenden am Ende innerhalb ein oder zwei Sekunden liegen, dann ist das kein schlechter Motorsport. Ich hab mich während des Rennens selber ein wenig darüber gewundert, warum mir das Rennen so lahm vorkam.

Irgendwann hab ich die Schuld dann einfach der ARD zugeschoben. Mal abgesehen von der Szene, als di Resta sich drehte und man lieber das WM-Maskottchen zeigte, war die gesamte Übertragung irgendwie lahm. Man konnte es fast körperlich spüren, dass der Sender offenbar das EM-Finale im Kopf hatte und die DTM nur nebenbei abspulte. Selbst der sonst durchaus gute Philipp Sohmer wirkte ein wenig desorientiert und lustlos, was sich irgendwann dann auch auf Manuel Reuter übertragen hat. Über Claus Lufen muss man eh nichts mehr sagen. Warum die ARD den Musikact immer nach dem Rennen bringt, ist mir ein Rätsel. Dazu ein überflüssiges Interview mit Oliver Bierhoff, der auch gleich brav den “Norbert” grüßte und ihm die Daumen drückte. Mercedes sponsort die Nationalelf.

Am Ende war es wohl eine Mischung aus zwei Dingen. Einem eher unspektakulären Rennen und einer lustlosen Übertragung, die mir den Spaß etwas verdorben hat. Ich bin mal gespannt, was in zwei Wochen in Zandvoort ist. Da fährt die DTM nämlich mal wieder zeitgleich mit der Tour de France und was das normalerweise bedeutet, kennen wir ja aus den letzten Jahren.

NASCAR – New Hampshire
Wenn man die DTM kritisiert, muss man auch ehrlich in Sachen Sprint Cup sein. Das war jetzt auch nicht das Rennen des Monats. 100 Runden lang tat sich so gut wie gar nichts, dann gab es ein paar Cautions, aber gegen Ende wurde es immerhin ebenso hektisch, wie konfus. Denn die Teams waren mittlerweile alle mit unterschiedlichen Strategien unterwegs. Bei langen Grünphasen ja das einzige Mittel, mit dem man nach vorne kommen kann. Als dann, nicht ganz unerwartet, der Regen kam, lagen die Fahrer, die das Rennen bisher dominiert hatten (Stewart, Gordon, Harvick) irgendwo hinten, während die Top sich so zusammensetzten:

1. Kurt Busch
2. Michael Waltrip
3. JJ Yeley
4. Martin Truex
5. Elliot Sadler

> Den Sieger hatte es also im wahrsten Sinne des Wortes nach vorne gespült und Michael Waltrip wird sich in Hintern beissen, dass er am Ende nicht mehr gepusht hat. Auf der anderen Seite ist er damit jetzt erst einmal raus aus der Todeszone um Platz 35. Aber solche Rennen kommen vor, das kennen alle Piloten. Einzig Tony Stewart schaute nach seinem Rennen völlig frustiert aus dem Auto und konnte sein Pech nicht fassen. Er war der dominierende Mann des Rennens und hätte die letzten 16 Runden vermutlich locker abgespult. Aber so gewann wieder mal ein anderer und Stewart wartet weiterhin auf einen Sieg in 08.

Zwei Szenen machten das Rennen allerdings dann zu etwas, was man so schnell dann doch nicht vergessen wird. Zum einen war da der Crash zwischen Jamie McMurray und Junior. Letzter war auf dem Weg zur Box, klemmte weit unten über der gelben Linie und musste in der engen Einfahrt das Tempo reduzieren. McMurray kam von hinten angeflogen und knallte Earnhardt jr. volles Rohr ins Heck. Nach dem Rennen gab er an, dass er Junior nicht gesehen habe, was jetzt auch nicht zwingend für McMurray spricht, wenn einen riesigen NASCAR Wagen direkt vor einem nicht sieht. Ebenfalls gepennt hat wohl der Spotter von McMurray, dem der langsame Junior ja irgendwie dann doch mal hätte auffallen können/müssen/sollen. So groß ist die Strecke ja nun wirklich nicht.

Den Kampf des Tages lieferten sich aber Kyle Busch und Juan Pablo Montoya. Ich hab mich schon ein paar Mal gefragt, wann die beiden aneinander geraten und wie sowas wohl enden wird – gestern gab es dann ein Teilergebnis. Busch kam im ganzen Rennen nicht so richtig in Schwung und in den letzten Runden des Rennens lagen die beiden eng beieinander. Ein paar Kurven lang fuhr man nebeneinander her und Busch versuchte mal wieder seinen Konkurrenten nach oben zu drücken, was beim Kolumbianer nur so mittel an kam. Als Busch nach einer Caution auf der Zielgeraden Montoya wieder in die Tür fuhr, platzte dem der wohl eh schon enggewordene Kragen. Er zackte nach links und knallte Kyle Busch auf den hinteren Kotflügel, worauf dieser sich drehte.

Nach dem Rennen meinte er dann im Interview, dass man zwar viel mit ihm machen könne (also, was er so unter “viel” versteht), aber eben nicht alles. Kyle Busch hin, Meisterschaftsführender her, so ginge es ja nun auch nicht, da sei er ihm halt reingefahren. Die NASCAR mag solche Aktionen überhaupt nicht und bestrafte den Ganassi-Fahrer mit zwei Strafrunden in der Wertung. Allerdings – das war nur die Strafe der NASCAR vor Ort. Morgen wird es wohl den Rest geben.

Die Kommentatoren bei TNT verurteilten die Aktion von Montoya zwar auch, konnten sich aber eine gewisse Häme nicht verkneifen. Kyle Busch ist ja spätestens seit seiner Aktion gegen Earnhardt dafür bekannt, alles fort zu räumen, was ihm bei Sieg im Weg steht, aber da ist er bei Montoya an einer bekanntermaßen sehr schlechten Adresse. Ich glaube es war Petty, der meinte, dass Montoya halt nicht irgendein Pilot sei, sondern einer, der in allen wichtigen Rennserien der Welt gewonnen habe. Daran müsse sich auch Kyle Busch gewöhnen. Naja – so oft sehen sich die beiden ja nicht im Feld, außer wenn Montoya überrundet wird, aber sollten die beiden in Watkins Glen vorne liegen, bin ich jetzt schon mal gespannt. Kyle Busch kann ja mal Scott Pruett fragen, wie Montoya so in Sachen “Aktion Fair Play” in Anbetracht eines Sieges drauf ist. Dem Kolumbianer dürfte die Aktion bei den Fans allerdings einige Punkte eingebracht haben.

Und sonst?
Bei der British GT Meisterschaft in Thruxton hat es an diesem Wochenende einen ziemlich üblen Crash gegeben. Bradley Ellis flog nach der Woodham Hill Passage, kurz vor der Start/Ziel Schikane mit seinem Ginetta ab, weil ein Konkurrent ihn hinten angestubst hat. An diesem Punkt sind die Wagen mit Höchstgeschwindigkeit unterwegs. Ellis rauschte über die Wiese und räumte bei seinem Aufprall ein Häuschen der Streckenposten ab, die sich aber vorher in Sicherheit bringen konnten (man rodelt ziemlich lange über die Wiese in Thruxton). Ellis wurde aber in Krankenhaus gebracht, wo man einen ganz leicht angeknacksten Halswirbel diagnostizierte. Aber nicht so schlimm, er ist schon wieder entlassen worden und es geht ihm gut.

IRL Rennen war eher öde und sehr zerstückelt. Nichts, was man sehen muss.

Nächstes Wochenende ist richtig was los: F1/GP2 in Silverstone (jetzt schon mal Regen bestellen), NASCAR in Daytona (kein Regen hier, nicht verwechseln), die IRL in Watkins Glen, WTCC in Estoril und die FIA GT fährt in Oschersleben.

30.06.2008

Aufz. 20:45 Uhr   NASCAR SC   NH   Premiere
Aufz. 22:45 Uhr   British F3   Snetterton   MotorsTV
Aufz. 23:35 Uhr   British GT   Snetterton   MotorsTV

01.07.2008

Aufz. 20:00 Uhr   IRL   Richmond   Premiere

DTM – Norisring / NASCAR – Mears weg, Carpentier auf Pole

Posted 28 Jun 2008 — by DonDahlmann
Category Motorsport

Sorry, für die Verspätung, ich musste mal schlafen…

DTM – Norisring
Das deutsche “Monaco”, wie es gerne genannt wird. Und irgendwie stimmt das tatsächlich auch. Die fast lächerlich kurze (2,3 km) Rennstrecke, die eigentlich nur aus einer langen Gerade besteht (aber auch nicht, dazu gleich mehr), ist aus dem deutschen Motorsportkalender nicht wegzudenken. Das liegt auch daran, dass hier schon Schlachten geschlagen worden sind, die in der Motorsportgeschichte einmalig sind. Man denke nur an den Kampf zwischen Hans Heyer und den BMW Junioren Cheever, Surer, Winkelhock irgendwann Ende der 70er Jahre, als man Ende nur ein paar zerfledderte Fahrzeuge unterwegs waren. Irgendwie passiert in Nürnberg immer etwas und nach einem Rennen müssen die Gemüter mit viel Bier und anderen Getränken gekühlt werden. Man kann also etwas erwarten.

Die Strecke mag zu dem easy aussehen, ist sie aber nicht. Eigentlich hat sie alles, was eine Strecke braucht. Eine lange Gerade, zwei Haarnadelkurven, eine schnelle Recht/Links mit Mauer als Auslaufzone und eine sehr schnelle Rechts mit Anbremspunkt mittendrin. Da haben die Piloten normalerweise alle Hände voll zu tun und wegen der vielen Buckel wird auch das Material ziemlich belastet.

Ich will mich erst gar nicht aus dem Fenster lehnen, wer da die schnellste Zeit am Samstag hinlegen wird, zumal die Pole zwar hilfreich sein mag, aber manchmal ist sie auch eher schwierig, denn beim Anbremsen zu ersten Haarnadel hat sich schon so mancher “vertan”.

Nebenbei ist auch die F3 Euro Serie unterwegs. Hülkenberg, in der Meisterschaft nur auf Platz sechs mit schon 19 Punkten Rückstand auf Mortara, hat sich die Pole gesichert und er wird einen Sieg dringend benötigen.

NASCAR – Diverse News
- Das große Stühlerücken in der NASCAR geht weiter. Hendrick Motorsport hat bekannt gegeben, dass man 2009 auf die Dienste von Casey Mears verzichten möchte. Das zeichnete sich schon seit ein paar Rennen ab, offiziell war es allerdings nicht. Mears fährt erst seit 2007 für Hendrick, konnte aber nie die Erwartungen erfüllen, die ein Rick Hendrick stellt. Immerhin fährt er mit ähnlichem Material wie seine drei Teamkollegem Gordon, Hendrick, Earnhardt und da zeigt sich halt, wo es bei der Startnummer 5 mangelt. Mears war vorher bei Ganassi, wo er durch Montoya ersetzt wurde. Für Mears ist das also der zweite Raussschmiss in zwei Jahren was jetzt nicht gerade gut für seine weitere Karriere in der Serie ist.
Jetzt stellt man sich natürlich die Frage, wer den vierten Wagen bei Hendrick bekommt. Heißester Kandidat ist Mark Martin, wie ich hier schon mal berichtet habe. Eine Variante wäre, dass Martin wieder Vollzeit fährt, eine andere, dass er sich den Wagen mit dem JR Motorsport Fahrer Kesolowski teilt. Aber es gibt es auch noch ein paar andere Kandidaten, als da wären: Montoya oder Ryan Newman. Überhaupt gibt es für 2009 eine Menge freier Plätze in guten Teams. Neben Hendrick will Richard Childress einen vierten Wagen einsetzen und sollte Tony Stewart von Gibbs weggehen, wäre auch hier ein Platz frei. Nicht zur Verfügung steht Greg Biffle, der trotz der kleineren Probleme im Roush/Fenway Team erneut für drei Jahre unterschrieben hat.

- Die gestrige Quali in New Hampshire war ein Lotteriespiel, da es zwischedurch eine lange Regenunterbrechung gab. Lange sah es so aus, als ob Bobby Labonte die Pole inne haben würde, aber aus dem Nichts kam dann Patrick Carpentier, der sein Wagen auf die erste Position hievte. Aber es ist schwer zu sagen, wie man die Startaufstellung lesen soll. Die Toyota waren alle von der Rolle und kamen mit der schwierigen Strecke überhaupt nicht klar. Dodge setzt dagegen den Aufwärtstrend weiter fort. Das muss fürs Rennen aber nichts heißen, da man auf der relativ breiten Strecke ganz gut überholen kann.

Und sonst?
Eher ruhiges Wochenende, dazu kommt, dass sowohl das Wetter in Richmond, als auch in New Hampshire unsicher ist. Hab mir aber sagen lassen, dass am Sonntagabend irgendein Fußballspiel ist mit dem man sich eine eventuelle Regenverzögerung ja verkürzen kann ;)

28.06.2008

LIVE 11:40 Uhr F3 Euro Norisring 1 Premiere Wdh: 20:00
LIVE 13:30 Uhr DTM Norisring Quali ARD
Aufz. 14:50 Uhr   Porsche Supercup   Magny Cours   MotorsTV
LIVE 15:00 Uhr   NASCAR SC   NH Training   SpeedTV
Aufz. 15:05 Uhr   Formel BMW   Montreal   MotorsTV
Aufz. 15:20 Uhr   International GT   Spa   MotorsTV
LIVE 16:00 Uhr   NASCAR NW   NH Quali   SpeedTV
Aufz. 16:10 Uhr   Belgian GT   Zolder   MotorsTV
LIVE 17:30 Uhr   NASCAR SC   NH Training   SpeedTV
Aufz. 18:30 Uhr   F3 Euro   Norisring 1   DSF
LIVE 21:00 Uhr   NASCAR NW   NH   ABC
LIVE 00:00 Uhr   NASCAR CTS   Memphis Quali   SpeedTV

29.06.2008

LIVE 02:00 Uhr   IRL   Richmond   Premiere, ESPN
LIVE 03:00 Uhr   NASCAR CTS   Memphis   SpeedTV
Aufz. 10:10 Uhr   Seat Leon   Norisring 1   Premiere
LIVE 10:45 Uhr F3 Euro Norisring 2 Premiere
LIVE 13:45 Uhr DTM Norisring ARD
LIVE 16:30 Uhr   NASCAR SC   NH Raceday   SpeedTV
Aufz. 17:00 Uhr   VW Polo Cup   Norisring 1   Premiere
Aufz. 17:35 Uhr   Seat Leon   Norisring 2   Premiere
Aufz. 18:00 Uhr   DTM   Norisring   DSF
Aufz. 18:10 Uhr   Porsche Cup   Norisring   Premiere
LIVE 18:30 Uhr   NASCAR SC   NH Vorberichte   TNT
Aufz. 19:00 Uhr   IRL   Richmond   Premiere
LIVE 20:00 Uhr   NASCAR SC   NH   TNT

Kein MotoGP mehr auf Eurosport

Posted 27 Jun 2008 — by DonDahlmann
Category Motorsport

Es hatte sich über das gesamte Jahr schon angekündigt, aber seit heute ist es offiziell: Eurosport, seit gefühlten 50 Jahren Partner der Motorrad WM, verliert die europaweiten Übertragungsrechte. Die “Dorna” hält seit 1992 die internationalen Werbe- und TV-Rechte der gesamten Weltmeisterschaft. Bisher war man mit Eurosport als langjähriger Partner verbunden, doch schon seit letztem Jahr gab es Gerüchte, dass man Eurosport los werden wollte. Der Grund: die Dorna versucht die Rechte nicht mehr europaweit, sondern national zu vermarkten. Die Verantwortlichen versprechen sich dabei, dass man die Rechte einzeln teuerer verkaufen kann, als im Gesamtpaket zu Eurosport. Im Fall von England hat das auch schon mal geklappt, denn dort übernimmt die BBC die Übertragungen.

In Deutschland sieht es schlecht aus. Nach den vergeblichen Versuchen die MotoGP bei RTL zu etablieren, gibt es nicht viele Sender, die Interesse an den Rechten haben könnten. Eine zeitlang gab es das Gerücht, dass das ZDF sich für die Rechte interessieren würde, aber dem ist wohl nicht so. Die Dorna spricht davon, dass für Deutschland einen Privatsender mit “hoher Reichweite” gefunden hat. In Ermangelung von Sportsendern hierzulande ist die logistische Variante, dass das DSF die Rechte übernimmt. Ich glaube kaum, dass sich RTL noch mal die Finger verbrennt, oder SAT.1 einsteigt. Nicht auszuschliessen ist aber, dass Premiere im Hintergrund nach den Pay-TV Rechten angelt.

Wie groß der Verlust für Eurosport ist, läßt sich nur schwer sagen. Da der Sender aber sämtliche Trainigs/Quali Session live übertragen hat, scheint die Motorrad WM ein echtes Zugpferd gewesen sein. Es wird dem Sender schwer fallen, diese Lücke zu schließen. Die Fans werden auch nicht gerade glücklich sein. Zum einen fallen höchstwahrscheinlich die Übertragungen der Trainings und Qualisessions weg, zum anderen muss man mal abwarten, wo die Rechte tatsächlich landen. Sollte das DSF zuschlagen, dann wird man sich ziemlich umstellen müssen. Die Zusammenfassung des FIA-GT Rennens am letzten Sonntag ging so einigermaßen, aber es dauerte doch ziemlich lange, bis man die ersten Rennbilder sah (11 Minuten). Die Werbeunterbrechnungen hielten sich allerdings überraschenderweise in Grenzen. Deutschland ist aber ein wichtiger Markt und die Serie im DSF zu verstecken halte ich für keine gute Idee.

Man kann jetzt auch die Dorna schimpfen, aber die machen auch nicht viel ohne Rücksprache mit den Herstellern. Ich bin kein Experte in Sachen MotoGP und weiß nicht genau, was da hinter den Kulissen abläuft, aber man wechselt einen langjährigen Broadcaster nicht einfach mal so ohne Rücksprache mit Herstellern und Hauptsponsoren aus. Ob man sich am Ende nicht in eigene Fleisch schneidet? Ich bin mir nicht sicher, ob die MotoGP alleine dazu in der Lage ist, die gesamte Meisterschaft weltweit zu stützen, zu mal die Superbike Weltmeisterschaft jetzt auch nicht viel schlechter ist. Und die läuft weiter auf Eurosport.

NASCAR – New Hampshire

Posted 26 Jun 2008 — by DonDahlmann
Category Motorsport, NASCAR

Ganz schön viel Abwechslung bei der NASCAR in diesen Wochen. Nach dem ersten Rundstreckenkurs des Jahres folgt nun Auftritt Nummer Eins in New Hamsphire. Der Kurs fällt so gerade mit einer Länge von einer Meile zwar nicht mehr so ganz unter den Begriff Shorttrack, aber das kaum spürbare Banking von nur 12° Grad machen die Sache dann halt doch wieder zu etwas besonderen. Zudem ist das Banking progressiv, es wird also steiler, je höher man fährt. Er ist dem Kurs in Martinsville nicht ganz unähnlich, nur dass es hier eben etwas länger geradeaus geht und dadurch höhere Endgeschwindigkeiten erreicht werden können. Und genau das ist ein Problem in New Hampshire. Die Strecke (erst 1990 eröffnet) ist vor allem dadurch bekannt geworden, dass hier 2000 Adam Petty und Kenny Irwin jr. ihr Leben verloren. Aufgrund dieser Unfälle führte die NASCAR die “Safer Wall” ein. Das entschärfte das Sicherheitsproblem ein wenig, trotzdem blieb die Strecke anfällig für Unfälle, was dazu führte, dass man meist 10 bis 12 Cautions pro Rennen sah. Nachdem die Strecke dann vor ein paar Jahren neu asphaltiert wurde, änderte sich aber auch das. Die letzten beiden Rennen hatten sechs, bzw. sieben Cautions.

Durch die vielen Änderungen hat der Kurs an Schärfe verloren, was gut ist, aber auf der anderen Seite fordert er die Fahrer nicht mehr so stark. Wichtig bei diesem Rennen ist auf jeden Fall die Motor/Bremsen Kombi. Man braucht viel Drehmoment, um aus den engen Kurven rauszukommen, aber auch gute Bremsen, um wieder reinzufahren. Das spricht eigentlich alles für Ford, die auf solchen Strecken ein gutes Gesamtpaket haben. Natürlich darf man Toyota nicht vergessen, allen voran Kyle Busch, den man ja so langsam als ersten Titelanwärter nennen muss, da er auf allen Kursen schnell zu sein scheint. Es ist nicht mehr nur einen Lauf den er mal hat, er ist konstant schnell. Wer nicht nur im Frühjahr, sondern auch im Sommer schnell ist und siegt, der hat gute Chancen.

Wie die Dodge sich schlagen werden ist wohl auch eher unsicher. Die waren auf den engen Kursen in diesem Jahr nicht so gut, sondern eher auf den schnellen Ovalen stark. Aber wie man am letzten Wochenende gesehen hat, scheint man bei Dodge nicht nur was für die schnellen Langstreckenrennen gefunden zu haben. Bei Hendrick bin ich mir etwas unsicher. Jimmie Johnson hat in Phoenix gewonnen, also geht der Chevy auf solchen Kursen. Dazu kommt, dass New Hampshire als einer der Kurse gilt, auf denen sich Junior ganz fühlt. Da wäre also eine Überraschung durchaus möglich.

Aber in dieser Saison scheint es ja in Sachen Sieger nur eine Konstante zu geben. Und wenn Kyle Busch mal einen schlechten Tag erwischt, dann kann jeder aus den Top 15 in New Hampshire einen Sieg erlangen.

Wegen Fußball: Das Rennen startet praktischerweise so kurz nach 20.00 Uhr. Da wird man beides schauen müssen/können.

Und sonst?
Bei Abstimmung über den besten deutschen F1 Fahrer (siehe einen Eintrag weiter unten), hat Nick Heidfeld, dank einer hartnäckigen Aktion aus einem IP Bereich deutlich aufgeholt. Von BMW kamen die Stimmen aber nicht, das hab ich überprüft :)

Restliche Vorschau für die DTM kommt morgen Abend.

27.06.2008

LIVE 18:00 Uhr   NASCAR SC   NH Training   SpeedTV
LIVE 19:30 Uhr   NASCAR NW   NH Training   SpeedTV
LIVE 21:00 Uhr   NASCAR SC   NH Quali   SpeedTV

FIA vs. Ecclestone vs. den Rest der Welt / Bester deutscher F1 Pilot

Posted 25 Jun 2008 — by DonDahlmann
Category FIA, Motorsport

Es ist schon ein wenig merkwürdig, was sich im Moment hinter den Kulissen der Formel Eins tut. Und scheinbar entwickelt sich ein Machtkampf zwischen den Teams, Ecclestone und der FIA, in dem es um die Zukunft der Formel Eins geht und vor allem darum, wer das Sagen hat.

Das World Motor Sport Council hat heute getagt und ein paar interessante Beschlüsse gefasst. Erst einmal zu Erklärung: Das Council ist das wohl mächtigste Gremium der FIA. Die Mitglieder werden von der FIA Generalversammlung gewählt. Es ist eine Art Senat, der weitreichende Beschlüsse fassen kann. Präsident des Gremiums ist Max Mosely. Neben den Vertretern der Generalversammlung (die wiederum aus Vertretern der Automobilclubs der in der FIA vertretenen Ländern besteht), gibt es nur zwei Vertreter, die für Formel Eins sprechen. Für die Teams spricht Bernie Ecclestone, für die Konstrukteure spricht u.a. Jean Todt. Das ist ein wenig doppelt gemoppelt, aber die Aufteilung stammt noch aus einer Zeit, in der es kaum Werkteams gab. Die Stimmen werden einfach gezählt, also ist der Einfluss der beiden F1 Leute bei Abstimmungen relativ gering. In der Vergangenheit machte das nichts, denn das Gremium folgte eh den Vorgaben des Präsidenten (Mosley) der sich wiederum vorher meist mit Ecclestone abstimmte.

In letzter Zeit fasste das Council schon ein paar Entscheidungen, die den Teams nicht schmeckten. Da war zum Beispiel die Einfrierung der Motoren, die Einführung von KERS im nächsten Jahr und noch andere Dinge. Dazu kommt im Moment der Ärger um Mosley, der weiterhin an seinem Stuhl klebt, während nicht wenige Automobilclubs (sogar der französische) daran arbeiten, ihn los zu werden. Vor einigen Wochen kam schon mal das Gerücht auf, dass die Team an einer Art “Piratenserie” basteln. Der Kurs der FIA (Mosley) aus den letzten Jahren geht vielen Herstellern zu weit, die sich ein Reglement wünschen, dass auf der technischen Seite mehr Offenheit zuläßt. Man hat die Gerüchte erst einmal runter gespielt, aber vom Tisch sind sie bisher nicht. Dieses Spiel mit versteckten Drohungen ist nicht ungefährlich wie sich jetzt zeigt, denn die FIA, bzw. Mosley scheinen darauf mit Gegendruck zu antworten.

So beschloss man heute die Einführung einer neuen Formel Zwei. Ältere Leser werden sich noch daran erinnern, dass die F2 mal die Einstiegserie in die Formel Eins war, also jenen Stellenwert hatte, den heute die GP2 genießt. Nach dem Niedergang der F2 erfand man die Formel 3000, die allerdings einging, worauf Bernie Ecclestone und Falvio Briatore die GP2 an den Start brachte. Die ist zwar von der FIA sanktioniert, praktisch bestimmt aber Ecclestone was da los ist. Und nun droht die FIA also, der GP2 Konkurrenz zu machen. Bei den avisierten Kosten von rund 200.000 Euro pro Jahr wird man zwar kaum auf dem Niveau der GP2 fahren, aber merkwürdig ist das schon, da es an Formel Nachwuchsserien in Europa mit der F3, der Renault World Series, der Formula Master und der italienischen Formel 3000 ja nicht gerade mangelt.

Gleichzeitig gab man bekannt, dass man sich mit den F1 Teams an einen Tisch setzen möchte, um die zukünftigen Regularien des Sport zu besprechen. Wer die FIA Entscheidungen der letzten Jahre kennt, der weiß dass diese PR-Sprache nichts anderes ist, als ein Forderungskatalog an die Teams. Offenbar will die FIA (vulgo Mosley) die Teams enger an die FIA binden. Dabei geht es – wie sollte es anders sein – um Geld. Den Großteil der Einnahmen gehen wie gewohnt an Ecclestone, ein Teil landet bei der FIA, ein anderer Teil bei den Teams. Deren Anteil will die FIA, so vor ein paar Tagen gemeldet, erhöhen. Das klingt ein wenig nach Zuckerbrot und Peitsche, was noch dadurch verstärkt wird, dass man bei den Einschreibegebühren die Schrauben anziehen will. Statt der normalen knapp 309.000 Euro, kursieren Summen, die von bis zu 1.5 Millionen ausgehen. Das tut den Teams zwar nicht sonderlich weh, ist aber ärgerlich und riecht danach, dass sich die FIA eine Verhandlungsstrategie aufbaut. Nach dem Motto: das neue Concorde-Agreement macht ihr direkt mit uns (und nicht mehr mit Ecclestone zwischendrin) und dafür verzichten wir auf die Erhähung der Einschreibegebühren etc. pp.

Ich werde das Gefühl nicht los, dass sich hinter den Kulissen etwas zusammenbraut, was nicht gut für den Sport ist. Wenn die Politik von Egos getrieben wird und die Kontrolle übernimmt, dann hat das noch zu etwas vernünftigen geführt.

Wer ist der beste deutsche F1 Pilot
Sperro stellte die Frage in den Kommentaren und ich zieh sie mal in einen Eintrag. Zur Auswahl stehen im Moment:

Wer ist der beste deutsche F1 Fahrer?

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Wer will, der kann noch eine Begründung in den Kommentaren geben. Nico Hülkenberg ist nicht dabei, weil er “nur” Testfahrer ist und man bisher noch keinen direkten Vergleich ziehen kann.

Meine Wahl fiel auf Sebastian Vettel. Nico Rosberg ist sicher nicht schlechter, aber er macht auch mehr Fehler. Sutil halte ich weiterhin für überbewertet, zumindest so lange es nicht regnet, Heidfeld ist hier ausgiebig diskutiert worden und Glock ist nicht schlecht, aber nicht schnellste.

F1 – Heidfeld unter Druck / Ärger bei Williams

Posted 24 Jun 2008 — by DonDahlmann
Category F1

F1 – Teams unter Druck

- Bei BMW ist man eigentlich ganz froh. Erste Pole in diesem Jahr, erster Sieg, zweiter in der WM bei Fahrern und Konstrukteuren. Besser kann es kaum laufen, aber die bayerischen Schweizer können auch rechnen. Denn wenn man ganz vorne ein Wörtchen bei den Konstrukteuren mitreden will, dann braucht man zwei Fahrer, die einigermaßen gleich stark sind. Und genau das hat man nicht. Je stärker Kubica wird, desto größer wird die Krise, in die Heidfeld schlittert. Ich gehe nicht davon aus, dass Heidfeld das Fahren verlernt hat. Im letzten Jahr waren er und der Pole noch gleich auf, das wird sich von der fahrerischen Qualität sicher nicht so schnell geändert haben. Aber mental ist offenbar etwas passiert. Kubica hat im Winter hart an sich gearbeitet. Mehr als sieben Kilo nahm der ja nun auch nicht gerade füllige Mann ab, nur besser ins Cockpit zu passen und um eben sieben Kilo leichter zu sein, die vielleicht ein paar Tausendstel oder Hunderstel bringen. Dahinter steckt mehr als nur ein Gewichtsverlust. Das ist ein Statement in Sachen Disziplin, Willen und Bereichtschaft.

In einem so engen Duell sind es immer die Kleinigkeiten, die in einem Team für eine Verschiebung sorgen können. Man kennt das schon aus der Vergangenheit. Obwohl Alain Prost bei McLaren nicht minder erfolgreich war, hing die Liebe des Teams an Ayrton Senna. Michael Schumacher mag ein Ausnahmetalent gewesen sein, aber als er 1992 bei Benetton in einem englischem Team gegen den schnellen und etablierten Briten Martin Brundle antreten musste, hatte er das Team nach einem halben Jahr mit seinem Willen, seiner Disziplin und seiner Schnelligkeit überzeugt. Und da war da noch Fernando Alonso, der seinen nicht minder schnellen Teamkollegen Jarno Trulli innerhalb von wenigen Monaten völlig entnervte.

Alles Beispiele die zeigen, dass die Stimmung in einem Team schnell umschlagen kann, wenn man die richtigen Zeichen setzt. Nick Heidfeld hat noch das Glück, dass er in Teamchef Mario Theissen jemanden hat, der unbedingt an ihn glaubt. Immerhin opferte das Team einen Testtag neulich in Barcelona, damit er seine Probleme mit dem Wagen ausräumen konnte. Gebracht hat es ein bißchen was, aber nicht genug, damit er die zweite Quali-Hürde überspringen kann. Dabei sind seine mauen Ergebnisse nicht mal das eigentliche Problem. Im Rennen ist er meist mit einer ähnlichen Pace unterwegs wie der Pole, aber wer eben weit hinten startet, der hat auch keine Chancen nach vorne zu kommen. Der Rennen in Magny-Cours war sicher nicht das beste von BMW, aber es vor allem deswegen schmerzhaft, weil Heidfeld nicht in die Punkte gekommen ist. Statt der vier Punkte, die man erlangt hat, hätten es auch fünf, sechs oder mehr sein können, hätte Heidfeld weiter vorne gestanden. In Monaco das gleiche Spiel, ebenso in Spanien.

Das sind alles Dinge, die auch BMW in seine Überlegungen für das nächste Jahr mit einbeziehen wird. Kubica ist wohl für 2009 sicher, Heidfeld bei weitem nicht. Schon im letzten Winter hieß es unisono: Wenn BMW ganz nach vorne fahren möchte, dann brauchen sie auch einen Fahrer, der das kann. Offenbar kann der Pole das, auch wenn seine Rennpace mich immer noch nicht komplett überzeugt hat. Heidfeld kann es momentan nicht. Und auf dem Markt ist durchaus was los. Da lauert immer noch ein Alonso, der längst nicht bei Renault verlängert hat. Da ist ein Rosberg, der bei Williams zunehmend ungeduldig wird.

Ich vermute mal, dass man Heidfeld den Test in Barcelona nicht einfach so gegeben hat, sondern dass man ihn an ein Ultimum geknüpft hat. Entweder die Ergebnisse kommen bis Mitte/Ende Juli, oder der Vertrag wird nicht verlängert. Die fast depressive Miene von Heidfeld nach dem Rennen in Frankreich sprach jedenfalls Bände. Theissen mag an Heidfeld hängen, aber eine Nibelungen-Treue wird auch er nicht an den Tag legen. Im Endeffekt ist er Ingenieur – da zählt das Ergebnis.

Für Heidfeld wäre ein Rausschmiss natürlich mehr als unschön. Welches Topteam würde ihn, nach dem es bei Williams schon nicht so wirklich lief und er sich bei BMW im quasi eigenen Haus nicht durchsetzen konnte, schon nehmen?

- Ncht minder frustiert ist Nico Rosberg. Bei Williams läuft einfach wenig zusammen, dazu kommen seine eigenen Fehler, wie zum Beispiel in Kanada. Doch offenbar gibt es intern einige Reibereien. Man liest zumindest, dass die interne Struktur nicht so ganz intakt ist. Die Anzeichen sieht man auch auf der Strecke. Nakajima glänzt hier und da mit schnellen Runden, nur um dann wieder völlig abzusacken. Rosberg steht mal in Q3, mal schafft er mit Hängen und Würgen den Sprung in Q2. Das Grund liegt wohl unter anderem auch bei den Ingenieuren. Angeblich ist man sich intern auch nicht immer einig, mit welcher Abstimmung man am schnellsten unterwegs ist, und welche Taktik man wählen soll. In Frankreich tankte man Rosberg randvoll, in der Hoffnung, dass es ihn schon nach vorne spülen würde. Aber auf einer Strecke, auf der man schon gut 1.5 Sekunden schneller sein muss, wenn man überholen will, kreiste Rosberg wie eine fette Ente um den Kurs und hing hinter den Force India fest. Man hatte wohl übersehen, dass die Inder auch gerne in ihre Wagen bis zur Oberkante volltanken. Mit Mühe erreichte Rosberg einen Platz 16, sogar geschlagen von einem Honda. Da stimmte weder der Wagen, noch die Strategie. Rosberg wird langsam ungeduldig. Er sieht seine Felle wegschwimmen, denn als ewiges Talent macht man in der Formel Eins auch niemanden verrückt. Angeblich hat er einen wasserdichten Vertrag, aber selbst wenn er eine Ausstiegsklausel hätte, blieben ihm kaum Alternativen zu Williams. McLaren ist gut eindgedeckt, bei BMW würde man wohl eher Alonso nehmen und ob er mit einem Wechsel zu Renault nicht vom Regen in die Traufe käme, ist auch nicht ausgeschlossen. Keine bequeme Position für den Deutschen.

Und sonst?
Immer noch zu viel zu tun für die TV Vorschau. Es läuft aber auch wenig. Donnerstag geht wieder los.

Martin zu Hendrick / US.Army zu Toyota?

Posted 24 Jun 2008 — by DonDahlmann
Category Motorsport, NASCAR, Toyota

Normalerweise ist das mit den Gerüchten ja so eine Sache, aber in diesem Fall ballt sich wohl Unheil über DEI. Inc zusammen. Zum einen hört man, dass Dale Earnhardt jr. und Rick Hendrick daran arbeiten, Mark Martin als Vollzeitfahrer zu Hendrick Motorsport zu holen. Er soll dort den sehr unglücklich agierenden Casey Mears ersetzen, der im Titelkampf keine große Hilfe ist. Das Gerücht gibt es seit ein paar Wochen, in den USA wurde schon davon berichtet, aber so richtig glauben wollte ich es nicht. Zum einen hätte Hendrick dann nur “alte” Hasen im Kader und keinen Nachwuchsfahrer mehr, zum anderen hieß es auch mal, dass Brad Keselowski ab 2009 Mears ersetzen soll. Der fährt in der NW Serie für JR Motorsport, die ja wiederum von Hendrick Motoren und Chassis bekommen. Gleichzeitig will Martin ja eigentlich mal aufhören – irgendwann. Aber es wäre ja nicht der erste Rücktritt vom Rücktritt, zu mal er dieses Jahr gesehen hat, dass er mit gutem Material ausgestattet, immer noch um Siege und um den Chase fahren kann. Trotzdem – bis heute hielt ich das Gerücht für dünn.

Doch jetzt taucht die Meldung auf, dass sich der Sponsor von Mark Martin, die US.Army, von DEI. Inc zurückziehen möchte. Vermutlich, so heißt es in einer Meldund der meist nicht schlecht informieren Menschen der Seite Frontstretch” wird die Army zu Toyota wechseln, und dort bei Waltrip Racing andocken, die ja UPS verlieren. Eine weitere Möglichkeit ist das Bill Davis Team, da man dort Caterpillar an RCR verloren hat.

Jetzt die ist Frage: warum sollte die US Army DEI und Mark Martin verlassen wollen, wenn man dort einen der beliebtesten Fahrer unter Vertrag hat, der die Sache der Army auch glaubwürdig unterstützt? Die einzige Antwort: weil er DEI verlassen wird und bei Hendrick für die Army wegen der vielen anderen Sponsoren kein Platz ist. Das ist ein durchaus denkbares Szenario und da die Gerüchte unabhängig von einander enstanden sind, scheint auch was dran zu sein.

F1 Frankreich Analyse / Meldungen

Posted 23 Jun 2008 — by DonDahlmann
Category Motorsport

F1 – Franreich
Das spannendeste im gesamten Rennen passierte in der vorletzten Runde, als sich Jarno Trulli und Kovalainen in eimem herzerfrischenden Duell recht nahe kamen. Ansonsten war der GP in Frankreich so langweilig wie eine Moderation von Sascha Roos: langweilig. Gähnend langweilig. So langweilig, das Schulz und Surer quasi flehentlich um Regen baten, was ich schon ab der zehnten Runden gemacht habe, aber die Radarbilder wollten einfach nichts hergeben. Da habe ich dann nach dem Führungswechsel auch konsequent ein paar Runden verschlafen.

Das man in Magny-Cours kein Rennen der Extraklasse würde erwarten können, war eigentlich schon am Freitag klar. Ferrari war um Längen besser als der Rest der Welt. Immerhin eine halbe Sekunde nahm den McLaren ab, etwas acht Zehntel den BMW. Was soll da noch groß passieren. Das ganze Elend der, fahrerisch interessanten Strecke, sah man im Hinterfeld. Obwohl Hamilton in den Rundenzeiten selber noch mal sieben Zehntel schneller als die Renault war, biss er sich an den Renault die Zähne aus. Dazu kam dann noch die strittige Bestrafung. Ich will da gar nicht was bewerten. Auf den Bildern sah es so aus, als ob der Brite an Vettel vorbei gewesen sei, Vettel meinte nach dem Rennen erst, er sei überholt worden, um sich dann mit kecken Grinsen zu korrigieren: Hamilton sei aber nicht vorbei gewesen. Wie dem auch sei, die TV-Bilder gaben keinen Aufschluss, und wenn die Rennleitung andere Perpektiven zur Hand gehabt hätte, dann wäre es ungemein hilfreich gewesen, wenn man die auch mal gezeigt hätte. Sollten da keine anderen Bilder vorgelegen haben, ist die Strafe nicht Ordnung.

Damit hatte es sich auch schon an Aufregern. Und mehr fällt mir zu dem Rennen auch nicht ein. Außer vielleicht, dass man den Ferrari-Konsturkteuren ein Lob aussprechen muss. Das die ganzen Leitungen, die ein halben Rennen lang von den Auspuffgasen geschmort wurden, durchgehalten haben, ist aller Ehren wert. Und es sagt viel über die Konkurrenzsituation in Frankreich aus, wenn Raikkönen mit knapp 50 PS weniger Leistung noch entspannt auf einen zweiten Platz gondeln konnte.

Über BMW muss man nicht viel sagen, das war halt wieder die Realität, auch wenn der Toyota vor ihnen lag, was eher eine Glücksache war. Der Rest im üblichen Rahmen.

Dooferweise kommt mit Silverstone eine Strecke, die der von Magny-Cours nicht unähnlich ist. Spektakulär im ersten Drittel, öde in der Mitte, etwas besser im letzten Drittel. Allerdings – alle Teams schrauben schon nächste Woche riesige Aero-Updates an ihre Autos. Die Ingenieure hatten in den letzten vier Wochen viel Zeit zum tüfteln und nach dem Transport der Wagen nach und von Kanada, hat man jetzt wieder die Zeit, die Sachen zu testen. Vielleicht tut sich ja was an der Spitze, ansonsten sollte Silverstone wieder eine klare Ferarri-Angelegenheit werden.

NASCAR – Infinion
Kommt morgen, wenn ich das Rennen gesehen habe.

Und sonst?
- Hey, die neue Top Gear Saison ist los gegangen. Erste Folge lief gestern und ist vermutich bei den üblichen Stellen erhältlich.

- Wenn alles glatt geht, bin ich am 5. Juli beim FIA GT Training in Oschersleben.

- Die PR Abteilungen der Hersteller sind schon ganz aufgeregt. Schon seit einer Woche bekommen ich Ankündigungen für das DTM-Rennen am Norisring am kommenden Wochenende.

- Vorschau auf selbiges: DTM/F3 Norisring, IRL Richmond, NASCAR New Hampshire

- TV Vorschau kommt morgen wieder, heute keine Zeit.

NASCAR Sprint Cup live & for free

Posted 21 Jun 2008 — by DonDahlmann
Category NASCAR

Ich habe es gerade aus den Kommentaren gefischt, keine Ahnung, ob das in meiner Abwesenheit schon im Chat kommuniziert wurde. Jedenfalls, so wie ich das verstehe bietet die NASCAR in Zusammenarbeit mit TNT während deren Übertragungszeit die Rennen des Sprint Cup live im Netz an.

Zu finden unter: http://www.nascar.com/promos/tnt/

Warum die NASCAR das macht, wo man doch die Rechte ansonsten für Wahnsinnssummen verkauft? TNT ist ein Sender, der ausschließlich über Kabel verteilt wird. Da in den USA aber nicht jeder Kabel hat und auch nicht alle Kabelanbieter TNT einspeisen, bietet man die Rennen halt so an. Könnten Sie wegen mir immer so machen.

Danke an Sven für den Hinweis!

Kasey Kahne auf Pole

Posted 21 Jun 2008 — by DonDahlmann
Category NASCAR

Kasey Kahne Infionion Raceway 2008 Wow – damit hatte ich ja absolut nicht gerechnet. Kasey Kahne ist in Infinion auf Pole gefahren. Der Dodge-Pilot distanzierte Jimmie Johnson um eine knappe Zehntel. Von den klassischen Rundstreckenpiloten ist wenig zu sehen. Jeff Gordon, immerhin fünf Mal erfolgreich hier, hat es immerhin auf Platz 5 geschafft, Robby Gordon auf Platz acht. Große Freude bei den Wood Brothers: Marcus Ambrose fuhr auf Platz sieben und ist damit bester Ford. Miserabel sieht es dagegen bei Ganassi aus. Montoya kam nur auf Platz 21, Dario Franchitti schaffte die Quali nicht, was schon fast eine Sensation ist. Wie man ja noch aus der alten DTM weiß, gehört der Schotte eher zu schnelleren Tourenwagenfahrern. Das er sich selbst einem No-Name wie Brian Simo geschlagen geben muss und insgesamt nur die zweitlangsamste Zeit gefahren ist, zeigt die Probleme des Teams nur noch deutlicher. Unter “ferner liefen” auch die Toyota. Man schaffte es zwar, bis auf J.J. Yeley alle Wagen ins Rennen zu bekommen, aber der beste Toyota ist Danny Hamlin auf Platz 13, auf 16 folgt Dave Blaney, Vickers ist 26., auf 30. findet man Kyle Busch und Rundstreckenexperte Tony Stewart ist gar nur 39. Da die Startaufstellung ziemlich durcheinander gewürfelt ist, könnte das morgen Nacht ein spannendes Rennen geben.