Archive for Mai, 2008

Montoya zu Gibbs?

Posted 30 Mai 2008 — by DonDahlmann
Category NASCAR

Seit dem Tony Stewart ganz offen damit flirtet, seinen Vertrag bei Gibbs frühzeitig zu beenden, ist die “Silly Season” in der NASCAR richtig in Schwung gekommen. Nachdem man lange Greg Biffle bei Gibbs sah, heißt es jetzt, dass Biffle ziemlich sicher noch eine Saison bei Roush/Fenway dranhängen wird. Die guten Runs der letzten Rennen waren da sicher ein feines Argument. Gestern tauchte in der Chicago Tribune die Meldung auf, dass Juan Pablo Montoya der Nachrücker für Tony Stewart sein könnte. Montoya ist wohl sehr unzufrieden über den Status quo im Ganassi NASCAR Team. In der Tat geht da gerade gar nichts zusammen. Der Laden gleicht einem Hühnerhaufen in dem Crewchiefs getauscht und entlassen werden. Das Jimmy Elledge kurz nach seinem erzwungenen Wechsel zu Montoya rausgeworfen wurde, hat die gesamte Branche überrascht. Es gibt Gerüchte, dass Elledge und Ganassi massiv aneinander gerasselt sind, weil man sich nicht über Ausrichtung des Teams einigen wollte. Elledge wollte, dass man sich auf Montoya konzentriert, der immerhin noch ein paar Chancen hat, in den Chase zu kommen. Ganassi soll das abgelehnt haben, weil er die Sponsoren von Reed Sorenson (Target) nicht verärgern kann und/oder will. Gleichzeitig kommt Dario Franchitti nicht so richtig von der Stelle, obwohl er zwischendurch immer mal wieder gute Rennen zeigt. Ich hab mich angesichts der letzten Rennen auch schon gefragt, wann Montoya die Geduld ausgeht und offenbar ist das schon passiert.

Laut der “Tribune” hat es kurz vor dem Indy 500 ein Treffen zwischen ihm und Chip Ganassi gegeben, für das Ganassi sogar extra von Indianapolis nach Charlotte geflogen ist. Das bemerkenswerte daran: es war nicht umgekehrt. Montoya hätte als ehemaliger Sieger des Indy 500 auch durchaus mal kurz dort auftauchen und man hätte ein Treffen völlig unbemerkt abhalten können. Offensichtlich ist der Kolumbianer derartig genervt, dass Ganassi sich genötigt sah, in Indianapolis alles stehen und liegen zu lassen, um Montoya zu beruhigen. Das Treffen soll am Samstag vor dem Indy 500 stattgefunden haben, also nach der Quali für das Coca Cola 600, bei der Montoya nur 42 wurde. Verärgert ist Montoya wohl auch deshalb, weil er die guten Ergebnisse von Kasey Kahne sieht. Während er mit seinem Dodge hinten rum kurvt, fahren andere Dodge um den Sieg mit. Zudem war Montoya wohl sehr verärgert über die Entlassung von Elledge, mit dem er gut klar kam.

Wie man von Montoya ja nun aus seiner F1 Zeit weiß, gehört er nicht zu den geduldigsten Menschen auf der Welt. Der Wechsel zu Gibbs macht auch durchaus Sinn. Montoya mag noch nicht auf allen Ovalen gut sein, aber dass vorne mitfahren kann, hat er bewiesen. Für Gibbs wäre Montoya ein schwieriger, aber kein schlechter Ersatz für Stewart. Die Kombi Kyle Busch/Montoya dürfte allerdings nicht leicht zu kontrollieren sein. Auch der NASCAR täte ein Montoya, der vorne mitfährt, gut. Montoya selber dürfte es völlig egal sein, ob er in einem Dodge oder einem Toyota sitzt. Schwieriger dürfte allerdings die Sponsorenfrage sein. Texaco/Havoline ist ebenso wie Wrigleys an Ganassi gebunden, was mit Home Depot bei Gibbs geschieht, wenn Stewart geht, ist unklar.

Wie dem auch sei: Montoya soll Ganassi ein Ultimatum gestellt haben. Entweder die Ergebnisse kommen und das Team wird wieder unter eine vernünftige Leitung gestellt, oder er sucht sich halt was anderes. So weit ich weiß, läuft sein Vertrag zwar erst Ende 2009 aus, aber wie man ja in den letzten Jahren immer wieder gesehen hat, sind Verträge nicht unkündbar.

NASCAR – Dover / WTCC & F3 – Pau / BTCC – Croft / IRL – Milwaukee

Posted 29 Mai 2008 — by DonDahlmann
Category BTCC, F3 Euro, IRL, Motorsport, NASCAR, WTCC

Kurze Vorschau aufs kommende Wochenende, dass ich komplett nicht begleiten kann, da ich zusammen mit meiner Freundin nach Albuquerque fliege. Wir haben dort Bekannte, die wir besuchen und wegen der Entfernung halt nur sehr selten sehen können. Ansonsten alles frisch hier, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Während ihr nämlich bei 30 Grad schwitzt sind es hier gerade mal 20 Grad. Dementsprechend kühl ist es, sobald die Sonne weg ist. Das hat uns allerdings nicht davon abgehalten vorgestern zum Konzert von “The Police” im legendären Hollywood Bowl zu gehen. (Sehr, sehr geil)

NASCAR – Dover
Dover ist eines jener Ovale, die schon sehr merkwürdig sind. Gerade einmal eine Meile lang fällt es eher unter die “Short Tracks”, aber 24° Banking machen die Sache dann doch wieder etwas flotter. Knapp 130 mph ist man im Schnitt schnell. Der Kurs hat aber eine sehr große Besonderheit: er besteht aus Beton. Das macht die Sache nicht eben leichter, was die Abstimmung angeht. Zudem ist der Kurs in den ersten Tagen ziemlich rutschig. Eine sehr große Rolle spielen die Boxenstopps. Die Pitlane ist sehr eng, die Crews haben kaum Platz und es kommt häufig vor, dass ein Fahrer einen anderen zuparkt, weil er einfach nicht vernünftig in seine Box reinkommt. Hier kann man ein Rennen gewinnen oder verlieren und daher ist die Strategie sehr, sehr wichtig. Während auf anderen Strecken die Regel gilt, dass man halt immer mit dem Führenden rein kommt, kann man hier durchaus auch mal “off synch” gehen. Cautions in zweistelliger Höhe kommen häufig vor, sind aber nicht Regel. 2004 gewann Ryan Newman ein Rennen, dass gerade mal fünf Unterbrechnungen hatte.
Tradiotionell stark sind ist hier Ford, aber in diesem Jahr ist ja alles ein wenig anders. Nachdem Toyota gezeigt hat, dass man auch auf den Kurzstrecken sehr schnell ist, und sich das Problem mit dem mangelnden Drehmoment wohl erledigt hat, sollte die Gibbs Truppe auch hier stark sein. Schwer zu sagen, wie Hendrick aussehen wird. Die haben wohl einen Schritt nach vorne gemacht, sind aber weiter von der Topform der letzten Jahre entfernt.

Ansonsten gibt es wenig Neuigkeiten aus der NASCAR. Im Moment wartet auf die Entscheidung von Tony Stewart, die wohl näher rückt. Es kristallisiert sich heraus, dass er Gibbs verlassen will. Nicht nur, weil er sein eigenes Team aufmachen möchte, sondern auch, weil er mit dem Gedanken spielt, noch mal einen Versuch in der IRL zu starten. Für den Moment hat er einen langfristigen Wechsel ausgeschlossen, aber eine Hintertür hat er sich immer noch offen gehalten. Und die könnte weiter aufgehen, wenn er erst einmal sein eigener Herr ist. Gleichzeitig diskutiert man schon darüber, wer für Stewart ins Team kommen könnte. Immer wieder fällt der Name von Joey Logano, einem gerade mal 18jährigen Fahrer aus dem Förderprogramm von Joe Gibbs. Logano wird schon seit einem Jahr als “der” neue Star der NASCAR aufgebaut. Obwohl er noch nicht mal ein Nationwide Rennen gefahren ist (das erste kommt jetzt) sehen ihn viele Kommentatoren schon in einem Cup Wagen. Es gibt sogar schon Werbespots der NASCAR, in denen Logano die Hauptrolle spielt. Mark Martin födert Logano ebenfalls und sagte über ihn: “I am high on Joey Logano because I am absolutely, 100-percent positive, without a doubt that he can be one of the greatest that ever raced in NASCAR. I’m positive. There’s no doubt in mind.” Tatsächlich fährt Logano alles in Grund und Boden. Er gewann als 17jähriger im letzten Jahr die NASCAR Camping World East Series, die höchste regionale Nachwuchsserie, bevor es in NW und Cup Rennen geht. Aber er wird mindestens noch ein gesamtes Jahr in der NW Serie benötigen, bevor er “Cup” reif ist. Zudem bin ich mir nicht sicher, ob Joe Gibbs noch einen jungen Fahrer in seinem Team haben will.

Mit dem Rennen in Dover verabschiedet sich leider auch “FOX” und damit die wohl besten Kommentatoren der NASCAR für dieses Jahr von der Bühne. Mike Joy und Darrell Waltrip wird man nicht mehr sehen oder hören, Larry McReynolds wird bei TNT als Experte noch auftreten. Es wird schwer werden, auf die FOX Leute zu verzichten. TNT ist nun wirklich kein Motorsportsender, aber man hat mit Bill Webber, Wally Dallenbach und Kyle Petty wenigstens ganz gute Leute als Kommentatoren. Bei den Bildern wird sich nichts ändern, die kommen eh von der NASCAR und die zusätzliche Technik vor Ort wird weiter von FOX gestellt. Also – ein letztes Mal für dieses Jahr: Boogity, Boogity, Boogity!

WTCC & F3 – Pau
Ein schönes Rennwochenende steht der WTCC ins Haus. Der Stadtkurs in Pau ist zwar eine Katastrophe in Sachen “Überholen”, aber dafür ist er wenigstens nett anzusehen. Da kann selbst die WTCC nichts falsch machen. Pau ist eng, kurvenreich und teilweise richtig schnell. Eine nicht ganz ungefährliche Kombination, wie im letzen Jahr Augusto Farfus erleben konnte, als er seinen BMW auf einem der meterhohen Curbs verlor, der Wagen sich überschlug und fröhlich Richtung Leitplanke flog, wo er mit viel Glück dann hängen blieb. Normalerweise ist der Hotspot in Sachen Crash aber die schnelle Rechts nach Start/Ziel und die darauf folgende enge Rechtskurve. Hier kracht es eigentlich immer. Auf der Strecke sollten die BMW mal wieder etwas besser aussehen, aber irgendwie hab ich das Gefühl, dass man bei BMW in diesem Jahr wegen des Hin und Her mit dem Dieselmotor irgendwie den Faden verloren hat. Chevy scheint besser sortiert zu sein. Die Seats werden es wohl schwerer haben. Die Drehzahlbegrenzung wird vor allem auf den bergauf Passagen richtig weh tun.

Die Formel Drei ist auch unterwegs, aber hier ist der Sieg wohl eher Glücksache. Oder anderes gesagt: wer in der Quali vorne ist und wer sich von allen Leitplanken fernhalten kann, der wird am Ende vorne sein. Das sollte eigentlich Nico Hülkenberg gelingen, dem so Kurse durchaus liegen. Er könnte hier dann auch die Spitze der Wertung übernehmen, denn im Moment liegt er noch fünf Punkte hinter dem überraschend starken Mika Mäki.

BTCC – Croft
Die britischen Tourenwagenhelden machen in Croft Station, einer teils sehr schnellen, teils sehr engen Strecke, die einige Passagen hat, wo man richtig viel Mut braucht um schnell zu sein. Aber daran mangelt es den meisten Piloten in der BTCC ja nicht. Man kann auf den drei Kilometer langem Kurs relativ gut überholen, da die meisten Kurven Platz genug bieten. Spaß macht er auf jeden Fall und nachdem die Vauxhall in Thruxton so schnell waren, werden die auch hier mitreden wollen. Dahinter sollten die Seat liegen, dann die Honda Civic. BMW kommt wie in der WTCC erst später, denn auch hier haben die neuen Modell Schwierigkeiten. Auf jeden Fall ein sehr schönes Rennwochenende mit den üblichen Rahmenrennen, die für jede Menge Spaß sorgen werden.

IRL – Milwaukee
Die “Monster Mile” in Milwaukee – die Amis lieben das Ding. Das hat weniger was mit dem, für moderne Verhältnisse, eher bescheidenen Layout zu tun (1 Meile, 9° Banking), sondern mehr damit, dass es das älteste Oval ist, dass in den USA betrieben wird. Die Inhaber des Ovals meinen, dass hier schon 1903 Rennen gefahren wurden, Tatsache ist aber, dass die Strecke 1954 asphaltiert wurde. Für US Verhältnisse relativ früh. Da die Strecke aber sehr viel Tradition besitzt, liest sich die Siegerliste wie ein “Who is who” der besten Fahrer der USA. Selbst Jim Clark hat hier mal in einem Lotus gewonnen.

Die Realität der modernen Rennen sieht aber leider etwas anders aus. Auf Grund der flachen Kurven und der kurzen Geraden ist Überholen hier so eine Sache. Meint eiern die Wagen hier wie an der Perlenschnur aufgezogen rum und die Sprit-Strategie spielt eine wichtige Rolle. Auf der anderen Seite fährt sich die Meile eher wie ein Rundkurs und ist bei weitem nicht so schnell wie Indianapolis. Hier könnten die CC-Teams durchaus eine Chance haben. Viel würde ich von dem Rennen aber nicht erwarten.

Und sonst?
BTCC – sollte der Stream gehen, wird der vermutlich erst nach dem MotoGP Rennen in Italien zu ITV4 rüber schalten. Das sollte rechtzeitig zum zweiten Rennen der BTCC sein, dass um 15.35 startet. Einen genauen Ablauf des Rennsonntages gibt es hier (pdf)

30.05.2008

LIVE   16:00 Uhr   NASCAR CTS   Dover Quali   SpeedTV
LIVE   17:30 Uhr   NASCAR SC   Dover Training   SpeedTV
LIVE   20:30 Uhr   NASCAR NW   Dover Training   ESPN 2
LIVE   21:00 Uhr   NASCAR SC   Dover Quali   SpeedTV

31.05.2008

LIVE   02:00 Uhr   NASCAR CTS   Dover   SpeedTV
LIVE   12:15 Uhr   Formel Master   Pau 1   Euro 2
LIVE   14:00 Uhr   F3 Euro   Pau 1   Premiere
LIVE   15:00 Uhr   WTCC   Pau Quali   Euro 2
LIVE   16:15 Uhr   Seat Cup   Pau 1   Euro 2
LIVE   16:30 Uhr   NASCAR NW   Dover Training   ESPN 2
LIVE   18:00 Uhr   NASCAR SC   Dover Training   SpeedTV
Aufz. 19:00 Uhr   F3 Euro   Pau 1   DSF
LIVE   21:00 Uhr   NASCAR NW   Dover   ESPN 2

01.06.2008

LIVE   08:30 Uhr   WTCC   Pau Warmup   Euro
LIVE   11:45 Uhr   WTCC   Pau 1   Euro 2
Aufz. 12:10 Uhr   Indy Lights   Kansas   MotorsTV
LIVE   14:00 Uhr   Formel Master   Pau 2   Euro 2
LIVE   15:00 Uhr   BTCC   Croft   ITV4
LIVE   15:00 Uhr   WTCC   Pau 2   Euro
LIVE   17:00 Uhr   F3 Euro   Pau 2   Premiere
LIVE   17:30 Uhr   NASCAR SC  Dover Raceday  SpeedTV
LIVE   18:00 Uhr   Seat Cup   Pau 2   Euro 2
Aufz. 19:00 Uhr   F3 Euro   Pau 2   DSF
LIVE   19:30 Uhr   NASCAR SC   Dover   FOX
LIVE   22:00 Uhr   IRL   Milwaukee   Premiere

Kurzanalyse Indy 500 / NASCAR Coca Cola 600

Posted 27 Mai 2008 — by DonDahlmann
Category Motorsport

Ah – endlich mal tagsüber US-Rennen schauen. Dank der Zeitverschiebung hier, fing das Indy 500 morgens um 10 an und das NASCAR Rennen war netterweise um kurz nach 19.00 Uhr zu Ende, so dass man danach noch gemütlich essen konnte. Das F1 Rennen hab ich allerdings verpasst, denn das fing hier um 04.00 Uhr an. Auf die Aufzeichnung kann man sich aber offensichtlich wohl freuen.

Indy 500
Da muss man ehrlich sein – besonders spannend war es dieses Jahr nicht. Erst als Vito Meira aus dem ziemlich unterfinanzierten Panther Team vorne auftauchte, kam etwas Leben in die Bude. Die Runden zuvor, als das Ganassi und Andretti Team vorne rumkurvte waren alles andere als spannend oder gar abwechslungsreich. Schuld daran ist aber in gewisser Weise auch Marco Andretti, der seinen Teamkollegen Tony Kanaan überflüssigerweise in die Mauer schickte. Kanaan schien der einzige zu sein, dem zwischendrin langweilig wurde, und der in der Lage war, die Ganassi Truppe zu jagen. Das gesamte restliche Feld bestand aus Statisten, auch wenn man die feine Leistung zum Beispiel von Ryan Hunter Ray nicht vergessen sollte.
Das man nicht mehr vom Rennen mitbekam, lag aber auch an ABC/ESPN. Die Übertragung war gelinde gesagt großer Mist. Die Emotionen der Kommentatoren (darunter Scott Goodyear und Eddie Cheever) lagen nahe des Gefrierpunktes, die Kamera blieb stur auf den vorderen fünf und selbst wenn die Kommentatoren bemerkten, dass im hinteren Drittel des Feldes der Teufel los war, sah man davon nichts. Dazu kamen unendlich viele Unterbrechungen. Nicht mal die letzten 15 Runden zeigte man am Stück. Die Übertragung läßt Böses für die kommende NASCAR Saison auf ESPN/ABC ahnen.

Aber ein paar Dramen gab es ja dann doch. Die Kollision zwischen Briscoe und Patrick, der Abflug von Alex Lloyd in die Boxengasse, das Duell zwischen Kanaan und Andretti, dass ABC, obwohl mal gerade nicht in der Werbung, grandios verpennte. Aber diese wenige Highlights können die restliche Langeweile leider nicht aufheben. Hoffentlich wird es nächstes Jahr besser, wenn die ehemaligen CC-Teams aufgeschlossen haben sollten.

NASCAR – Coca Cola 600
Im Gegensatz zum Rennen in Indianapolis fand ich das NASCAR Rennen richtig gut. Für ein Langstreckenrennen tat sich unglaublich viel und es war richtig viel Bewegung im Feld. Normalerweise ist so ein Rennen zwischen der 50 und 350 Runde von gepflegter Langerweile geprägt. Man wartet ab, man schaut, was passiert, und sieht zu, dass man seinen Wagen einigermaßen vernünftig auf die sich veränderten Streckenverhältnisse anpaßt. In diesem Jahr tat sich deutlich mehr, was wohl auch daran lag, dass die Teams massive Schwierigkeiten hatten, sich auf die Strecke einstellen zu können. Einzig Kyle Busch und Junior schienen am besten mit dem langen Rennen klar zu kommen, wobei Kyle massive Probleme mit seiner Lichtmaschine hatte, die für die Hochleistungszündung nicht genügend Saft lieferte. Gleich zweimal wurde seine Batterie ausgetauscht, gleich zweimal musste er sich durch das gesamte Feld kämpfen um am Ende wieder vorne zu sein. Das er am Ende nicht gewinnen konnte, was schon fast tragisch.

Aber an tragischen Helden mangelte es in diesem Rennen sowieso nicht. Junior hatte alle Trümpfe in der Hand, als er 100 Runden vor Schluss in die Mauer rutschte. Der Grund war nicht ganz klar. Die Kommentatoren gingen von einem Fahrfehler aus, Junior meinte nach dem Rennen, dass ein schleichender Plattfuss schuld gewesen sei. Jimmie Johnson schien ebenfalls ein siegfähiges Paket zu haben, doch ihm platzte kurz vor Schluss der Motor. Eine Seltenheit bei Hendrick Motorsport. Und dann war da noch Tony Stewart, dem zwei Runden vor Schluss ein Reifen um die Ohren flog. Nach 597 Meilen. Nutznießer war dann mal wieder Kasey Kahne, dem der “Sweep” in Charlotte gelang, also All-Star und Coca Cola 600 zu gewinnen. Kahne ist sicher kein unverdienter Sieger, aber wer ist das nach so einem langen Rennen nicht? Die Fans waren zumindest zufrieden. Aufgefallen ist mir noch das fabelhafte Rennen von Bobby Labonte im etwas unterfinanzierten Rennstall von Richard Petty. Sicher – eine echte Siegchance hatte man nicht, aber Labonte fuhr konstant um Platz 10 rum und zeigte, was ein kleines Team in der NASCAR heute noch erreichen kann. Eine riesige Enttäuschung war dagegen das Ganassi Team. Montoya fiel nur zweimal auf. Einmal, als er sich mit Stewart ein beinhartes Duell auf der Gegengerade lieferte, ein anderes Mal, als er auf die Wiese geschickt wurde. Die permanenten Umbauarbeiten tun dem Team wahrlich gut und dass Montoya schon mit dem dritten Crewchief innerhalb von vier Wochen arbeiten muss, wird ihm nicht helfen. Von Reed Sorenson sah man auch nichts und das in einem Rennen, in dem die Dodge ganz offensichtlich gut sortiert waren.

Nächste Woche gibt es (für deutsche Verhältnisse) endlich mal wieder ein vernünftiges Sonntagabendrennen. Die Betonmeile in Dover steht auf dem Programm. In Dover heißt es auch Abschied nehmen von Fox, deren Übertragungsstrecke für dieses Jahr nach dem Rennen endet.

Und sonst?
TV-Vorschau gibt es irgendwann die Woche. Ansonsten erhole ich mich prächtig. Zwischendurch hab ich mal das “Petersen Automuseum” besucht, in dem einige nette Wagen rumstanden. Fotos folgen wenn ich wieder da bin.

Wie ich gesehen habe, amüsiert Ihr Euch im Chat weiterhin gut :)

Vorschau Wochenende / F1 Monaco / Indy 500 / NASCAR Charlotte / 24 H Nürburgring

Posted 19 Mai 2008 — by DonDahlmann
Category F1, GP2, Indy 500, IRL, Mercedes, Motorsport, NASCAR, Toyota, TV Programm

Die Vorschau aufs Wochenende inkl. Termine gibt schon mal heute, da ich morgen ins Flugzeug steige und in die USA entschwinde. Ich gönne mir mal drei Wochen Urlaub. Und damit ist das auch ein Urlaub bleibt, werde ich auf die täglichen Updates wohl größtenteils verzichten. Ob ich die Wochenendvorschauen hinbekomme, weiß ich noch nicht, das hängt vom Wetter und den Unternehmungen ab, die ich so vorhab. Dooferweise ist die NASCAR mal wieder nicht da, wo ich gerade bin, aber um wenigstens ein bißchen US-Sport zu bekommen, werde ich mir wohl ein Baseball Spiel ansehen.

F1 – Monaco
Der Grand Prix der Superlative. Nirgendwo ist es enger, nirgendwo zerhaut man sich das Auto schneller, nirgendwo kann man noch weniger Überholen, nirgendwo ist es so gefährlich, nirgendwo gibt es mehr Prominenz. Der GP von Monaco ist ein Anachronismus. Man weiß schon vorher, dass es ein vermutlich sehr ereignisarmes Rennen werden wird, aber irgendetwas merkwürdiges passiert dann doch. Und es gibt kaum einen GP, der so viel Geschichten geliefert hat, wie der von Monaco. Schumacher vs. Montoya im Tunnel, Senna, der den Wagen wegwirft, Oliver Panis, der als völlig überraschend gewinnt, Stefan Bellof, der das Formel Eins Rennen seines leider sehr kurzen Lebens fährt, die legendären Abstürze des halben Fahrerfeldes, wenn James Hunt in den 70er in der “TipTop-Bar” feierte und, und und. Man könnte seitenweise schreiben.

Dieses Wochenende also ein neues Kapitel – und keiner weiß, wer am Ende vorne sein wird. Die Ferrari schwächeln etwas in der Quali, bei McLaren weiß man nicht, ob man aus den Kurven gut rauskommt, die Renault sind beim quasi Heim GP nicht zu unterschätzen, BMW sagt laut, dass man in diesem Jahr entweder hier oder in Montreal gewinnen kann, Williams und Red Bull liegen auf der Lauer. Das Feld ist so eng zusammen, dass man absolut nichts sagen. Aber es gibt vier Fahrer, denen der Kurs besonders liegen sollte: Raikkönen, Alonso, Heidfeld und Rosberg. Alle vier zeichnet eine ziemlich ruhige und sehr gleichmäßige Fahrt aus, und damit haben sie gegenüber einem Hamilton oder einem Kubica, die dazu neigen, den Wagen in die Kurve zu wuchten, einen leichten Vorteil. Klar ist – die Quali ist der wichtigste Teil des gesamten Wochenendes. Man fährt hier nicht von Platz 12 auf Platz 1, es sei denn, es regnet.

Das Rennen in Monaco ist mit Sicherheit der Höhepunkt der Saison. Schräger, gefährlicher und aufregender wird es nicht mehr werden.
Nicht vergessen: Das Freie Training ist schon am Donnerstag!

Indy 500
Und noch ein Klassiker, der gleich hinter kommt. Das Indy 500 ist als Rennen noch älter als der GP von Monaco und für die Amis ist ja normalerweise alles “alt” was zehn Jahre auf dem Buckel hat. Dieses Jahr gibt es aber schon die 92ste Ausgabe der Rennschlacht auf dem “Brickyard”. Dementsprechend ist alles, wirklich alles Tradition. Ein Rennen ohne einen Foyt, Andretti oder Unser? Undenkbar. Der riesige Pokal, den man nicht mitnehmen darf. Die Milch nach dem Rennen für den Sieger. Die wahnsinnigen Unfälle. Die völlig abgedrehte Geschwindigkeit.

Dabei fährt man in Indy nicht mal “flat out”. Wenn der Wagen vollbetankt ist und die Strecke frisch, muss man lupfen. Manche Fahrer schalten sogar einen Gang runter, damit die Drehzahl nicht zu sehr in den Keller fällt. Der Rundenschnitt liegt so bei 215 bis 220 mp/h, was ca. 350 km/h sind. Und das 500 Meilen lang. Ein winziger Fehler am Lenkrad, ein kleines Teil auf der Strecke, ein Reifen, der minimal Luft verliert – und schon geht es ab in die Mauer. Die haben zwar auch die “Safer Wall”, aber nicht um den ganzen Kurs rum, was ich gerade in Indy absolut nicht verstehe. Wenn die Wagen in die Mauer krachen, machen sie das meist nicht nur einmal. Manchmal drehen sich noch mal rein, manchmal schlagen sie mehrere hundert Meter an der Wand entlang. Einen wirklich schweren Unfall hat es in Indy länger nicht mehr gegeben, aber ernsthaft – das war reines Glück. HANS System hin, besseres Monocoque her – Verletzte sind beim Rennen eigentlich einkalkuliert und die IRL schrammte im letzten Jahr mehrfach an massiven Katastrophen vorbei. Aber wir wollen das Beste hoffen. Und vor allem, dass das Rennen auch die 500 Meilen erlebt und nicht wegen Regens oder anderer Dinge verkürzt wird.

In der ellenlangen Quali war schnell klar, dass die Ganassi Piloten dieses Jahr ziemlich gut aussehen. Obwohl man bei so einem langen und schnellen Rennen meinen sollte, dass Überholen hier kein Problem ist, ist es genau die Geschwindigkeit, die das Überholen so schwer macht. Die Kurven haben mit 9° einfach zu wenig Überhöhung um dort auf zwei Linien gleichwertig unterwegs zu sein und die Wagen selber sind meist relativ gleichschnell. Man kommt nur vorbei, wenn man sich vor Turn 1 oder Turn 3 auf die Innenlinie gesetzt hat und auf gleicher Höhe ist. Alles andere kann man vergessen. Kein Wunder, dass der größte Teil der bisherigen Sieger aus den ersten beiden Startreihen kam. Und da beide Ganassi vorne sind, kann man sich deren Gewinnchancen ausrechnen. Aber das Rennen ist lang, Fehler passieren schnell und oft ist es am Ende ein reines Lotteriespiel mit dem Sprit. Es gab schon Fahrer, denen in den letzten zwei Runden der Spirt ausgegangen ist, es gab Fahrer, die unglücklich beim Überrunden abgeschossen wurden, es gab auch welche, die erst 200 Meter vor der Zíellinie überholt wurden.

NASCAR – Coca Cola 600
Zweites Rennen der NASCAR auf dem Lowe`s Speedway und zu dem das längste des gesamten Jahres. Weil man in Indy am gleichen Tag 500 Meilen fährt, hat man sich bei der NASCAR schon vor längerer Zeit gedacht, dass man das toppen müsse. Also geht es 600 Meilen lang im Kreis. Ganz ehrlich – das ist zu viel. Ich hab noch kein 600er Rennen gesehen, dass zwischen der 100 und der 350 Runde nicht öde gewesen wäre und wo nichts passierte. Warum auch – das Rennen wird in den letzten 50 Runden entschieden, vielleicht, wenn die Cautions ausblieben, etwas früher. Daher gilt hier die alte Weisheit: Rennposition ist alles. Wer in den Top 10 ist, kann dass Rennen bis zum Ende gemütlich nach Hause schaukeln. Also Spirt sparen, Reifen und Motor schonen so gut es geht. Keine Komponenten, die ein Rennen spannend machen. Dazu kommt, dass das CoT stabiler zu fahren ist und der relativ neue Belag der Strecke mehr Grip bietet. Selbst im All-Star Rennen gab es nicht eine einzige Caution, dabei gilt das kurze Rennen eigentlich als Crash-Magnet. Der Rekord für Gelblichtphasen stammt aus dem Jahr 2004, als man 22 mal Gelb warf und von den 400 Runden rund 100 hinter dem Pacecar rum schlich. Wie auch immer – nach dem GP von Monaco und dem Indy 500 folgen also noch mal gut und gerne vier Stunden Rennen. Manchmal auch fünf.

Das All-Star Rennen hat dann auch schon mal gezeigt, wen man vorne sehen wird. Roush/Fenway mit Edwards und vor allem Biffle, die gesamte Gibbs Mannschaft, Junior, und vielleicht auch den ein oder anderen Dodge, obwohl ich die, trotz des Sieges von Kasey Kahn, nicht so wirklich vorne sehe. Wichtig fürs Rennen: die Strategie. Der Rennausgang hängt massiv davon ab, wie gegen Ende die Cautions kommen. Gibt es in den 50 Runden nur eine, ist eh wurscht, kommt aber sechs Runden vor Schluss noch eine, dann ist die Frage, was man macht. Alle Reifen? Zwei Reifen? Keine Reifen? Nach dem All-Star würde man dazu neigen, gegen Ende keine neuen Reifen mehr zu nehmen, weil man offensichtlich gut und gerne 50 Runden fahren kann, ohne dass man viel Grip verliert. Beide Rennen sollten ungefähr zur gleichen Zeit zu Ende gehen, aber wenn das Rennen gut läuft, könnte es auch sein, dass man eine halbe Stunde früher fertig ist. Und was eine halbe Stunde in Sachen Streckentemperatur, Reifendruck usw. anstellen kann, hat man bei Greg Biffle gesehen. Innerhalb von 20 Minuten ging bei ihm nichts mehr, wo er vorher noch die schnellsten Runden abgeliefert hatte.

Es wird also ein eher anstrengendes Rennen in Charlotte. Eins, für dass Fahrer und Zuschauer viiieeel Geduld benötigen.
Nicht vergessen: Das Freie Training ist auch bei der NASCAR schon am Donnerstag!

24 H Nürburgring
Eigentlich wollte ich dieses Jahr mal wieder am Ring sein – aber gegen Urlaub wehre ich mich auch nicht. Dabei sind die 24 H am Ring etwas ganz besonderes. Es gibt wohl, vielleicht mal abgesehen vom Rennen in Spa, keins, was atmosphärisch derartig dicht ist, wo man so viel Spaß haben kann und wo man ohne viel nachzudenken einfach mal Fan sein darf. 200.000 Menschen an der Strecke, Grillwürstchen, viel Bier und ein Starterfeld, das es so nur einmal gibt. Klar – vorne blasen die Favoriten rum, aber um die geht es doch eigentlich nicht. Es geht um die kleinen Teams und vor allem die Exoten. Neben unzähligen Porsche und BMWs findet man in der Starterliste (pdf) einen Audi R8, einen Holden Commodore aus der australischen V8 Supercar Serie, einen Volvo S60, zwei Gallardo, einen steinalten Mercedes 190 Evo II, den üblichen Opel Manta, einen neuen Fiat 500 und einen Ford Mustang GT. Es wird also laut, sehr sehr laut am Ring.

Das Rennen selber ist dabei allerdings nicht ungefährlich. Die Tücken der Nordschleife sind bekannt, aber es sind vor allem die enormen Geschwindigkeitsunterschiede zwischen den Porsche, Aston Martin und BMW Z4 zu den Suzuki Swifts, Fiestas usw. die vor allem bei Dunkelheit brandgefährlich sind. Es gab in den letzten Jahren nur wenig schwere Unfälle, auch weil man wohl das Fahrerbriefing verschärft hat, und die Teams die Heckscheibe nicht komplett zukleben dürfen, wie das noch bis vor ein paar Jahren der Fall war. Die Überrundungsmanäver sind für vor allem für die mittelschnellen Teams mächtiger Stress. Wer vorne wegblasen kann, muss nicht nach hinten schauen, wer in einem Fiesta sitzt wohl weniger nach vorne. Aber die Astras und vielen BMWs aus der Mittelklasse müssen andauernd alles im Auge behalten. Keine leichte Sache.

Ein ganz, ganz großes Kompliment muss man dem ADAC schon mal vorweg machen. Nachdem man im letzten Jahr ziemlich überraschend einen Livestream ins Netz stellte, der 24 Stunden lang Livebilder sendete und die Zuschauer über den Streckenkommentar unterhielt, hat man in diesem Jahr noch eine Schippe drauf gelegt. Obwohl 2007 kaum angekündigt, brach der Stream ziemlich flott zusammen, weil die halbe Welt zuschauen wollte. In diesem Jahr hat man wieder zwei Streams. Einen “normalen” und einen, der offenbar an einer armdicken Leitung hängt. Der “Premiumstream” soll nur abrufbar sein, wenn man über eine DSL Verbindung verfügt, die mindestens (!) 2 MB hat. Es dürfen dann wohl gerne 6 MB sein, damit man nebenbei noch was anderes machen kann. Ob der “Premiumstream” kostenlos ist, kann ich nicht sagen. Alle Infos gibt es auf der HP vom Rennen unter http://adac.24h-rennen.de.

Und sonst?
Im Rahmenprogramm der F1 sind unterwegs: GP2, Porsche Supercup. GP2 fährt wohl schon am Freitag, wenn ich das richtig verstanden habe.

Ich wünsche allen viel Spaß mit einem der schönsten Rennsportwochenenden des Jahres.

22.05.2008

LIVE 09:55 Uhr Formel Eins Monaco 1. FT Premiere, DSF Wdh: 12:25, 19:00 h
LIVE 13:55 Uhr Formel Eins Monaco 2. FT Premiere, DSF Wdh: 19:30 h
LIVE 19:00 Uhr   NASCAR NW   Lowe’s Training   SpeedTV
Aufz. 20:00 Uhr Formel Eins Monaco FT DSF
LIVE 21:00 Uhr   NASCAR SC   Lowe’s Training   SpeedTV
LIVE 00:00 Uhr   NASCAR NW   Lowe’s Training   SpeedTV

23.05.2008

LIVE 01:00 Uhr   NASCAR SC   Lowe’s Quali   SpeedTV
Aufz. 10:00 Uhr Formel Eins Monaco 1. FT Premiere
Aufz. 13:40 Uhr Formel Eins Monaco 2. FT Premiere
LIVE 17:00 Uhr   IRL   Indy 500   ESPN 2 Pit Crew Challenge, Indy Light
LIVE 18:30 Uhr 24 H Nürburgring FT DSF
LIVE 22:30 Uhr 24 H Nürburgring FT DSF

24.05.2008

LIVE 10:55 Uhr Formel Eins Monaco 3. FT Premiere Wdh: 12:45 h
LIVE 13:45 Uhr Formel Eins Monaco Quali Premiere, RTL Wdh: 17:20 h
LIVE 14:30 Uhr 24 H Nürburgring DSF
Aufz. 15:25 Uhr GP2 Monaco 1 Premiere
LIVE 15:55 Uhr GP2 Monaco 2 Premiere Wdh: 18:45 h
LIVE 19:00 Uhr   NASCAR CTS   Mansfield   SpeedTV
LIVE 18:30 Uhr 24 H Nürburgring DSF

25.05.2008

LIVE 01:30 Uhr   NASCAR NW   Lowe’s   ESPN 2
LIVE 08:45 Uhr 24 H Nürburgring DSF
LIVE 09:40 Uhr Porsche Supercup Monaco Premiere
LIVE 11:00 Uhr 24 H Nürburgring DSF Bis zum Schluß
LIVE 12:30 Uhr Formel Eins Monaco Premiere, RTL
LIVE 17:45 Uhr   Indy 500   Indianapolis   Premiere, ABC
Aufz. 18:00 Uhr Formel Eins Monaco DSF
LIVE 21:00 Uhr   NASCAR Raceday   Lowe’s   SpeedTV
Aufz. 21:30 Uhr Formel Eins Monaco FT DSF
LIVE 23:00 Uhr   NASCAR SC   Lowe’s   FOX

Rennanalysen vom Wochenende

Posted 19 Mai 2008 — by DonDahlmann
Category Motorsport

NASCAR – All Star
Es war ein langer und teilweise zäher Riemen, den die NASCAR da ablieferte. Von Mitternacht bis morgens um 5 Uhr gab es eine ebenso sinnlose wie heitere “Burnout Challenge” und zwei Rennen, die beide nicht ganz das versprachen, was das Reglement eigentlich versprochen hatte. Knackige 2 x 20 Runden ging das Quali Rennen zum All-Star und eigentlich hätte man jede Menge Action erwartet, aber vorne passierte nur wenig, außer dass der erstaunliche Sam Hornish jr. mit einem völlig wild abgestimmten Fahrzeug, dass auf der Gerade tatsächlich leicht seitwärts fuhr, damit man in den Kurven besser klar kommt, um ein Haar noch den ebenfalls überraschend starken AJ Allmendinger kurz vor dem Ziel abgefangen hätte, obwohl Hornish zwischendrin irgendwie ins Mittelfeld gerutscht war. Ansonsten tat sich da vorne wenig, aber war ja nicht so schlimm, denn die 4 x 25 Runden des All-Star sollten ja noch kommen.

Man kann nicht behaupten, dass das Rennen wriklich eintönig war. Jedes Segment sah einen anderen Sieger. Wer eben noch unschlagbar schien, kam im nächsten Segment nicht mehr von der Stelle. Allerdings – Kyle Busch sah mal wieder sehr stark aus. Das lag wohl auch daran, dass Toyota einen neuen Motor mitgebracht hatte, bei dem was Neues ausprobierte. Offenbar setzte dieses Experiment jede Menge Leistung frei, denn die Art und Weise, wie Busch am Start sofort allen andren drei bis vier Längen abnahm, war schon beunruhigend. Dann haute er vorne auf zwei Sekunden ab und kontrollierte danach den Abstand. Wäre ihm der Motor nicht (wie bei Danny Hamlin auch) um die Ohren geflogen – vermutlich wäre es sehr schwer gewesen Kyle Busch zu schlagen.

Es versuchten einige Fahrer, vorne ein Wörtchen mitzureden. Greg Biffle sah nach de Aufall von Busch wie der sichere Sieger aus, zwischen drin tauchte auch mal Dale Earnhardt jr. auf und auch Jimmie Johnson schien gute Karten in der Hand zu haben. Am Ende verzockten sich alle. Hieß es vor dem Rennen noch, dass man niemals im letzten Segment mit alten Reifen das Rennen angehen sollte, weil die anderen mit zwei neuen Reifen Kreise um einen fahren würden, zeigte die Mannschaft von Kasey Kahne genau das Gegenteil. Man ließ die alten Reifen einfach drauf und fuhr als erster aus der Box. “Netter Versuch” sagten die Kommentatoren. Drei, vielleicht fünf Runden würde das gut gehen, dass seinen die anderen mit ihren neuen Reifen überlegen. Junior hätte demzufolge durch das Feld pflügen müssen, denn er hatte sogar vier neue Reifen genommen. Aber das geschah alles nicht. Kahne fuhr vorne sicher und am Ende locker seinen Sieg nach Hause. Am Ende erklärte man sich die Haltbarkeit der Reifen mit den kühlen Temperaturen.

Kasey Kahne ist mit Sicherheit kein schlechter Sieger. Er gehört zu den Nachwuchsfahrern, die man 2006 ganz oben auf der Rechnung hatte. 2007 gelang ihm und seinem Team allerdings überhaupt nichts und man kam nicht mal in den Chase. Dass das Evernham Team nun wieder zurück auf der Siegerstrasse ist, wird nicht nur die Inhaber, sondern auch Budweiser freuen, denen man zwischendurch schon eine gewisse Unmut über die Ergebnisse nachsagte. Es gibt in der NASCAR pro Saison nur drei Rennen, die man sehr prestige-trächtig sind. Daytona 500, Indy 400 und das All-Star. Eins davon zu gewinnen reicht aus, um die Sponsoren mindestens ein Jahr ruhig zu stellen.

SpeedTV war für die komplette Übertragung des Wochenendes zuständig, was dazu führte, dass man geschlagene zehn Stunden am Stück über ein und dasselbe Rennen sprach. Man muss dem Sender allerdings mal wieder ein großes Kompliment machen. Verglichen mit den langatmigen Übertragungen von RTL oder Premiere vor jedem Rennen, kann man sich die Vorberichterstattung von Speed immer ansehen. Was zum großen Teil an Kenny Wallace, Jimmy Spencer und John Roberts sind einfach ein Traum-Trio, das genau die richtige Mischung aus Spaß und auch durchaus harter Kritik bietet. Die fünf Stunden Pre-Race waren teilweise kurzweiliger und amüsanter als die beiden Rennen. Es zeigt auch, was man aus einem Sport machen kann. Die NASCAR ist nicht weniger professionell als die Formel Eins, auch wenn es hier nicht ganz so viel Geld aus dem Fenster geschmissen wird. Aber der Spaß am Motorsport hat hier einen ganz anderen Stellenwert. Die “Burnout Challenge” mag sinnlos gewesen sein, aber allein, dass man die Regeln vorher auf einer Papierserviette zusammengedengelt hatte, zeigt, wie hemdsärmelig man so Sachen zumindest nach außen verkauft. Da können die deutschen Sender und die Formel Eins insbesondere eine Menge lernen.

DTM – Eurospeedway
Was soll man da sagen, außer, dass selbst die Rennen der WTCC spannender waren.

ALMS – Salt Lake City
Wie erwartet war das Rennen nicht sonderlich gut, obwohl man dieses Jahr eine kürzere und damit schnellere Variante des Kurses in Salt Lake City fuhr. Ich muss aber auch mal sagen, dass die mangelnde Spannung auch etwas mit der deutschen Moderation zu tun hatte. So gut Stefan Heinrich und Stefan Moser sein mögen – ich kann es nicht mehr hören, dass Volker Weidler ja nun halbtaub ist, weil er ja mal in einem Mazda in Le Mans… usw. Beide, plus Gastkommentator Rene de Boer, schafften es grandios über sämtliche Vorfälle im Rennen hinweg zu quatschen. Und das inkl. der Interviews. Da mir das irgendwann zu blöd wurde habe ich zu Speed gewechselt und siehe da – man bekam vom Rennen tatsächlich etwas mit. Das Duo Heinrich/Moser gehört sicher zu den besseren Kommentatoren in Deutschland, aber sie werden bei MotorsTV auch für jeden Mist eingesetzt. Das kann auf Dauer einfach nicht gut gehen. Wer so viel kommentieren muss, der verliert auch die Frische. Das Rennen war also an sich nicht so schlecht, zu mal sich vorne sehr lange viel tat. Die Porsche, Acura und Audis gaben es sich ziemlich heftig und die Piloten mussten die ganze Zeit alles geben, um ihren Teams einen Sieg zu ermöglichen. Audi hatte dann am Ende richtig Pech, als ein Wagen sich einen Plattfuß einhandelte und der andere beim Überrunden rausgekegelt wurde. Die Acura standen sich ein wenig selbst im Weg, waren aber lange ein echter Gegner. Damit wäre aber die langweiligste Strecke des Jahres abgehakt. Es kann nur besser werden.

BTCC – Thruxton
Drei schöne Rennen der BTCC, die mal wieder zeigte, wieviel Spaß Tourenwagensport machen kann. Und irgendwie haben die Briten es geschafft, die Werks-Seat im Zaum zu halten. Ich hatte wirklich damit gerechnet, dass die gerade auf der Vollgasstrecke in Thruxton alles n Grund und Boden fahren würden. Aber nichts dergleichen. Nur mit ein wenig Glück konnte Jason Plato das dritte Rennen für sich entscheiden. Wie gut das Reglement der BTCC ist, zeigte sich genau in diesem Rennen. Andrew Jordan stand mit einem privat eingestetzten Honda Accord auf dem zweiten Startplatz. Er fiel auf Platz drei zurück, auf dem er sich aber bis zwei Runden vor Schluß halten konnte, bis irgendwas an seinem Wagen kaputt ging. Ein Privatwagen auf Platz drei. So etwas würde man in der Hersteller WM niemals sehen, weil das eine zu große Peinlichkeit für die Hersteller wäre. In der BTCC ist das zwar auch nicht normal, aber die Semi-Werksunterstützten Teams schlucken das und nehmen sich halt vor, beim nächsten Rennen besser zu sein.

WTCC – Valencia
Zwei wirklich erstaunlich gute Rennen der WTCC in Valencia. Ausgerechnet dort, wo man angeblich nicht überholen kann. Wo ich die FIA in den letzten Wochen immer wieder kritisiert habe – jetzt muss ich sie auch mal loben. Die Beschränkung der Drehzahle der Seat hat wohl doch was gebracht. Nicht für die BMW, die weiter Probleme haben, aber immerhin zeigten die Chevy, was geht. Offenbar nimmt die niedrigere Drehzahl den Seat auch etwas Drehmoment ab, denn Chevy konnte da fast problemlos mithalten. Auch ansonsten wurde hart, aber meist fair gekämpft. Ich hab im ersten Rennen, als BTCC und WTCC gleichzeitig liegen, gar nicht gewußt, wo ich zu erst hinschaue soll, so gut war das Rennen der WTCC. Wenn die FIA jetzt noch hingeht und die Rennen etwas verlängert, wäre man einer Weltmeisterschaft wieder etwas näher gekommen.

Und sonst?
Keine Vorschau heute. Grund folgt später in einem weiteren Posting.

Silly Season I / Max Mosley und die Politik / Qualis

Posted 17 Mai 2008 — by DonDahlmann
Category DTM, F1, FIA GT, NASCAR, Toyota

- So – mit der folgenden Meldung ist die “Silly Season” wohl offiziell eröffnet. Es gab zwar vor ein paar Wochen schon mal die Meldung, dass Sebastian Vettel im nächsten Jahr zu Red Bull wechselt, aber das scheint eher eine beschlossene Sache zu sein. Nicht mal Vettel dementierte das so richtig. Die folgende Meldung ist aber eher schon in die Kategorie “silly” zu sortieren, denn crash.net meldet unter Berufung auf ein französisches Blatt, dass man bei Renault überlegt den etwas glücklosen Nelson Piquet jr. gegen Takuma Sato auszutauschen. Ja. Damit hat crash.net die Meßlatte für die kommende Saison schon ziemlich weit nach oben gelegt, denn noch abwegiger geht es wohl kaum. Allerdings – ein mittleres Fahrerproblem könnte auf Renault zukommen, wenn Alonso am Ende des Jahres das Team verlassen sollte. Daher ist es durchaus nicht verwunderlich, dass man wohl mit dem Management von Robert Kubica Kontakt aufgenommen hat. Man hat mit Romain Grosjan aber einen absoluten Rohdiamanten in der Hinterhand, der 2009 schon in einem Renault sitzen könnte.

- Zweite Meldung mit “Hammer” Charakter: Kyle Busch testet einen Toyota F1. Das ist sogar eine echte Meldung und kein Witz. Toyota hat für Ende des Jahres ein Treffen aller Topfahrer der Marke in Japan geplant, weswegen man auch einen Toyota aus der NASCAR nach Japan karrt. Offenbar sollen die Piloten zu Showzwecken die verschiedenen Fahrzeuge mal ausprobieren dürfen. Nach dem Meldung gab es dann natürlich direkt Gerüchte, dass Busch vielleicht… man weiß ja nie… usw. Busch hat die Sache aber schon relativiert:

“It seems as though the racing isn’t all that great,” he said. “They get stuck in line, the aero takes over everything and Toyota is not necessarily one of those companies at the moment that’s like Ferrari or McLaren, or like Renault was a couple of years ago.”

- Max Mosley kämpft an allen Fronten, damit er die am 3.06. stattfindende Abstimmung über seine Zukunft überlebt. Jetzt ist ein Brief aufgetaucht, in dem er den FIA Club Präsidenten darlegt, dass die FIA Gefahr läuft die Kontrolle über die Formel Eins zu verlieren, wenn er aus dem Amt gekegelt werden sollte. Was im ersten Moment nach einem verzweiflten Versuch klingt, hat durchaus einen ernsten Hintergrund. Die Hersteller, die den ganzen Trubel schließlich bezahlen, sind unzufrieden mit der Entwicklung beim technischen Regelement und mit der Verteilung der eingenommen Geldern. Es ist ja nicht so, dass die Teams gar nichts an der Sache verdienen. Die Streitigkeiten ums Reglement und Geld laufen schon seit 1981, als damals pikanterweiser Bernie Ecclestone drauf und dran war eine eigene Serie auf die Beine zu stellen. Seit Anfang der 90er Jahre, als Max Mosley FIA Präsident wurde, war eher Ruhe an der Front, weil Ecclestone und Mosley quasi eine Einheitsfront bilden. Es gibt also wenig Luft für die Hersteller, mittles Lobbyarbeit zum Beispiel auf der Seite der FIA, die Macht von Ecclestone auszuhebeln. Weswegen sie ja bis 2006 überlegt haben, eine eigene Serie auf die Beine zu stellen, was scheiterte, weil sie nur aus Toyota, Honda, BMW und Mercedes bestanden hätte.
Würde Mosley aus dem Amt gewählt werden und könnte man dann einen eigenen Kandidaten installieren, hätte man gegenüber Ecclestone einen ziemlich großen Vorteil. Vor allem Mercedes und BMW wären darüber nicht besonders ünglücklich. Deswegen versucht Ecclestone wohl im Hintergrund Jean Todt als möglichen Mosley Nachfolger in Stellung zu bringen, was die Deutschen wahrlich nicht glücklich machen würde. So ganz falsch sind die Argumente von Mosley also nicht, wenn man es aus der Sicht der FIA betrachtet. Die Gefahr, dass ein klassischer Funktionär, der nur wenig praktische Erfahrung in der Formel Eins hat, zum Spielball zwischen Hersteller und Ecclestone wird, ist durchaus gegeben. Das es in den letzten Jahren verhältnismäßig ruhig in der F1 zu ging, lag zum großen Teil auch daran, dass Ecclestone und Mosley den Laden, wie sie selber zugegeben haben, diktatorisch führen. Ein schwacher FIA Präsident wäre Gift für die Serie.

- Qualis
DTM war recht abwechslungsreich, aber die Audi sind doch ein gutes Stück weiter von der Mercedes entfernt, als ich vorher dachte. Morgen könnte es aber mit ein wenig Glück ein Regenrennen geben, was die Sache deutlich spannender machen würde.

In WTCC gehen die offenen Seat Meisterschaften in die nächste Runde. Die erste Startreihe belegen auch im Regen zwei Seat. Dann kommen die Chevy, erst dann folgen die ersten BMW. Es war auch nicht zu erwarten, dass man die Seat ausgerechnet beim Heimrennen so einbremsen würde, dass die nicht um den Sieg fahren können.

In der BTCC waren die Seats überraschenderweise nicht vorne. Allerdings war das auch nur das erste freie Training. Schnellster war Giovanardi im Vauxhall. Darren Turner war der schnellste Seat auf dem vierten Platz.

Die NASCAR Quali war lustig und wenn es nach mir geht, könnte man dass immer so machen. Auf der anderen Seite hat es an der Startaufstellung auch wenig verändert, denn vorne steht heute Abend Kyle Busch. Der hätte auch das CTS Rennen gewonnen, wenn er nicht versehentlich in einem Unfall verwickelt worden wäre.

Bzgl. Regenrennen: In Monza, wo die FIA GT und die britische F3 unterwegs ist, regnet es aus Eimern, ebenso in Valencia. Das soll sich auch morgen nicht ändern. Bei der BTCC sieht etwas besser aus, da kann es morgen aber auch mal einen Schauer geben. Das All-Star-Rennen ist nicht in Gefahr, da soll es heute richtig schön sein.

NASCAR – All-Star / DTM – Eurospeedway / FIA GT – Monza / ALMS – Salt Lake / BTCC – Thruxton / WTCC – Valencia

Posted 16 Mai 2008 — by DonDahlmann
Category ALMS, Audi, BTCC, DTM, FIA GT, Indy 500, Mercedes, Motorsport, MotorsTV, NASCAR, TV Programm, WTCC

NASCAR – All Star
Das 24. All-Star-Race, früher mal unter dem Namen “The Winston” bekannt, steht vor der Tür. Wie der Name schon andeutet, sind bei diesem Rennen nicht alle Fahrer des Sprint Cups startberichtigt. Die 24 Startplätze in diesem Jahr, setzen sich wie folgt zusammen: Man muss in diesem oder im letzten Jahr einen Sieg errungen haben, oder in den letzten 10 Jahren das All-Star gewonnen haben, oder ein Cup Champion in den letzten 10 Jahren gewesen sein. Dazu kommen noch zwei Starter, die im Qualifikationsrennen (Sprint Open) die beiden ersten Plätze belege plus ein weiterer, der von den Fans in das Rennen per Abstimmung gewählt wird. In den letzten Jahren war das eigentlich immer. Das ergibt dann folgende Startetliste:

#29-Kevin Harvick
#17-Matt Kenseth
#48-Jimmie Johnson
#18-Kyle Busch
#31-Jeff Burton
#24-Jeff Gordon
#5-Casey Mears
#1-Martin Truex Jr
#99-Carl Edwards
#42-Juan Pablo Montoya
#11-Denny Hamlin
#26-Jamie McMurray
#20-Tony Stewart
#2-Kurt Busch
#07-Clint Bowyer
#16-Greg Biffle
#12-Ryan Newman
#43-Bobby Labonte
#44-Dale Jarrett
#8-Mark Martin
#88-Dale Earnhardt Jr.

+ 2 aus der Quali + 1 Fanvote

Die Quali für das Rennen ist aber an diesem Wochenende etwas anders. Und zwar kompliziert. Es gibt im Prinzip zwei Qualis und ein Quali Rennen. Die nicht gesetzten Fahrer sind in der normalen Quali unterwegs. Zwei Runden, schnellste Zeit, Feierabend. Das ist aber nur deren Quali für das Quali-Rennen, was rund 90 Minuten vor dem All-Star-Rennen stattfindet. Es besteht aus zwei Segementen á 20 Runden. Wer hier dann die beiden ersten Plätze belegt, der darf im All-Star-Rennen mitfahren. Der Rest muss zuschauen. Die Top35 Regel gilt hier nicht!

Die Quali der gesetzten Fahrer funktioniert anders als sonst. Man fährt drei Runden und muss einen Boxenstopp einlegen, bei dem alle vier Reifen gewechselt werden. Es zählt dann die Gesamtzeit der ganzen Sache. Wer die Pole holt, gewinnt 50.000 Dollar.

Irgendwann gibt es dann auch mal ein Rennen, das am Samstagabend (bzw. hier Sonntagnacht) stattfindet. Ähnlich wie beim Budweiser Shootout in Daytona, ist das Rennen in vier Segmente unterteilt, die jeweils 25 Runden lang sind. Zwischen Segement 1 und 2 gibt es Caution, die von den Teams für einen Boxenstopp genutzt werden kann, aber nicht muss. Zwischen 2 und 3 gibt es eine 10minütige Pause, in der die Teams am Auto arbeiten können. Zwischen 3 und 4 gibt es einen Pflichtboxenstopp, also einen “Splash ‘n dash”. Am Ende hat einer gewonnen und ist um die freundliche Summe von 1 Millionen Dollar reicher.

Zum Speedway:
Das Lowe’s Motorspeedway (früher mal Charlotte Motor Speedway) ist ein schönes 1.5 Meilen Oval mit 24° Banking. Irgendwie laufen die Rennen hier immer etwas anders, als auf den anderen 1.5 Meilen Ovalen, für die die Strecke in Charlotte Pate stand. Das mag am etwas ruppigen Übergang der Kurven auf die Gerade liegen, die nur 5° überhöht sind. Wie in Darlington ist hier die Mauer der beste Freund der Fahrer. Die Schüssel ist zu dem riesig. Knapp 170.000 Zuschauer passen auf die Tribünen, dazu noch einmal 50.000 ins Infield. An den kommenden beiden Rennwochenden (das Coca-Cola 600 findet hier in 10 Tagen statt) quetschen sich also fast eine halbe Millionen Menschen ins Oval.

Das letztjährige All-Star-Rennen war abwechslungsreich. Die Fahrer kennen spätestens ab dem dritten Segment keine Verwandten mehr, was die Busch Brüder 2007 eindrucksvoll unter Beweis stellten, als sie sich gegenseitig abschossen. In den letzten Jahren waren Jeff Gordon und Jimmie Johnson hier ziemlich überlegen, aber in diesem Jahr sieht es bekanntermaßen etwas anders aus. Nach dem Rennen am letzten Wochenende muss man Kyle Busch, Tony Stewart, Danny Hamlin, Carl Edwards, Greg Biffle und eventuell Junior auf der Rechnung haben. Aber das All-Star-Rennen hat eigene Gesetze, weil es nur 100 Runden lang ist und dementsprechend geholzt wird.

Das gesamte Wochenende, inkl. dem CTS Rennen, wird von Speed übertragen und es beginnt heute schon um 15.00 Uhr! Am Samstag geht es von 20.00 Uhr durchgehend bis morgens um 05.00 Uhr. Also vieeeel Popcorn bereit legen.

DTM – Eurospeedway
Der Kurs am Eurospeedway ist gar nicht mal so schlecht. Nachdem man das Infield über Jahre immer mal wieder veränderte, hat man jetzt eine sehr abwechslungsreiche Strecke, die mindestens zwei gut Überholmöglichkeiten bietet. Das wäre zum einen die Links nach Start und Ziel, zum anderen der Ausgang auf die Gegengerade und die nachfolgende Links. In diesem Jahr hat man den Kurs noch mal verändert, weil man den Boxeneingang verlegt hat. Die Fahrer biegen jetzt auf der Geraden in die Boxen ab und kürzen somit nicht mehr die merkwürdige Schikane ab. Aufgrund des Streckenlayouts ist es etwas schwer, einen Favoriten auszumachen. Einerseits geht es recht flott zu Sache, was wohl eher die Mercedes bevorteilt, andererseits gibt es ein paar enge und langsame Ecken, die den Audi wohl gut tun. Das könnte an diesem Wochenende, wo nach den bisherigen Rennen, die Gewichte in den Top-Wagen schön gleichmäßig verteilt sind, eine echt spannende Angelegenheit werden.

Im Rahmenprogramm: Seat- und Porsche Cup, keine F3 Euro. Dafür ein Kartrennen (!). Das Rahmenprogramm der DTM ist echt ein Witz.

FIA GT – Monza
Ein Rennen, auf das ich mich schon sehr freue. Monza ist eine tolle Strecke, die GT Fahrzeuge dort zu sehen ist ein großer Spaß. Auf den langen Geraden wird es schwer werden, die Maserati im Zaum zu halten, aber hoffe doch sehr, dass die Konkurrenz die Sache wieder schön eng macht. Nach dem sehr abwechslungsreichen Rennen in Silverstone, wird es auch wieder richtig zur Sache gehen. Die Serie bietet weiterhin guten und spannenden Motorsport und das DSF überträgt mal wieder live. Beim letzten Rennen überraschte mich der Sender damit, dass man nur wenig Unterbrechnungen reinbrachte und das Rennen so einen schönen Fluss hatte. Ebenfalls unterwegs sind die GT3 und GT4 Wagen, da wird man aber auf die Aufzeichnung bei MotorsTV warten müssen. Weil das FIA GT Rennen zeitgleich mit dem DTM Rennen läuft noch mal der Hinweis auf “Zattoo”. Die haben sowohl das DSF als auch die ARD im Programm.

ALMS – Salt Lake City
Der Miller Motorsport Park ist eine Retortenstrecke, die man mitten in die Wüste von Salt Lake gesetzt hat. Um es gleich zu sagen: der Kurs ist die Hölle. Ein sieben Kilometer langes Geschlängel, flach wie ein Brett, ohne Anhaltspunkte am Streckenrand oder am Horizont. Die Kurven sehen teilweise alle dermaßen gleich aus, dass selbst die Fahrer schon geklagt haben, dass sie sich jede Runde voll konzentrieren müssten, weil sie sonst die Orientierung auf dem Kurs verlieren könnten. Ich bin das Ding mal in einer Simulation gefahren und habe Ewigkeiten gebraucht, um mir die Strecke zu merken. Anders ausgedrückt: Langweiig. Dazu kommt, dass der Kurs dauernd mit Sand bedeckt wird, was die Sache auch nicht eben einfacher macht. Da kann man sich bei der ALMS schon fast bedanken, dass die Rennen nur zwei Stunden lang sind. Die Audi wurden im letzten Jahr von den Porsche gebügelt, aber wie man beim Rennen in St. Petersburg schon gesehen hat, wird das dieses Jahr nicht so einfach. Das könnte an der Spitze also spannend werden zumal die Acura so langsam richtig in Fahrt gekommen sind und in diesem Jahr einfach viel Pech hatten. Das Rennen findet am Sonntagabend statt und wird live von MotorsTV übertragen. Ein gemütlicher Abschluss zum Wochenende.

BTCC – Thruxton
Meine Lieblingsserie auf einer jener Strecken in England, wo man sich fragt:” Hallo?” Eigentlich ist Thruxton ein flaches Oval, dass man mit zwei Schikanen entschäft hat. Das, was im hinteren Teil wie ein Geschlängel aussieht, ist in Wahrheit alles Vollgas. Einfach ist die Strecke aber deswegen nicht. Man muss die Kurven schon ziemlich genau treffen, sonst geht es ab in die Wiese. Wegen des hohen Vollgasanteils ist die Strecke auch nicht ungefährlich. Im letzten Jahr flog ein Porsche im Cuprennen über die Leiplanken und verfehlte zwei höchst überraschte Spaziergänger nur knapp. Es gibt zwei Stellen, an denen es regelmäßig rummst und das sind, wie sollte es auch anders sein, die beiden Schikanen. Einfach mal schon bei der Anfahrt der Wagen auf die Linie achten. Man kann das kommende Desaster schon sehr früh erkennen. Es ist zu erwarten, dass die Seats hier zumindest im ersten Rennen im Formationsflug unterwegs sein werden. Danach bekommen sie eh 47kg ins Auto geladen und die Sache sollte ausgeglichener sein. Das dritter Rennen ist dann das spaßige, wegen “reverse grid”.

WTCC – Valencia
Tja. Die fahren auch. Valencia ist an sich keine schlechte Strecke. Abwechslungsreich, aber leider auch ohne echte Überholmöglichkeiten. Die Piloten greifen dann meist zum Holzhammer, was dementsprechend endet. Und es wieder mal ein Kurs, der den Seats liegen sollte. Die FIA hat nach viel hin und her die Höchstdrehzahl der Diesel auf 4.100 U/min runtergeschraubt, aber bei Chevy und BMW hat man schon enttäuscht abgewunken. Die niedrigere Drehzahl kappt die Höchstgeschwindigkeit, aber nicht die Beschleunigung. Und genau darum geht es in Valencia, wenn man aus den langsamen Ecken raus kommt. Ich erwarte wenig bis gar nichts von den Rennen.

Und sonst?
Beim Indy 500 gibt es am Wochenende den dritten Teil der Quali und am Sonntag den “Bump Day”.

Speed zeigt am Sonntag ab 18.00 Uhr das GrandAM Rennen aus Laguna Seca.

Wegen BTCC Stream – bin mir nicht sicher, wo der zu haben ist. Bitte am Sonntag mal in den Chat schauen. Aber es ist eh ein unfassbarer voller Sonntag mit den Rennen der WTCC, der DTM, der BTCC und der FIA GT, die teilweise alle zwischen 13.00 und 15.00 Uhr laufen.

Indy 500 Quali und Bump Day auf indy500.com

16.05.2008

LIVE 15:00 Uhr   NASCAR CTS   Lowe’s Training   SpeedTV
LIVE 18:00 Uhr   NASCAR SC   Lowe’s Training   SpeedTV
LIVE 21:30 Uhr   NASCAR CTS   Lowe’s Quali   SpeedTV
LIVE 23:00 Uhr   NASCAR SC   Lowe’s Quali   SpeedTV

17.05.2008

LIVE 02:00 Uhr   NASCAR CTS   Lowe’s   SpeedTV
LIVE 12:15 Uhr   Formel Master   Valencia 1   Euro
LIVE 13:30 Uhr   DTM   Eurospeedway Quali   ARD
Aufz. 15:25 Uhr   Seat Leon Cup   Eurospeedway   Premiere
Aufz. 15:45 Uhr   Belcar   Dijon   MotorsTV
Aufz. 16:00 Uhr   WTCC Quali   Valencia  Euro
Aufz. 17:30 Uhr   French GT   Dijon   MotorsTV
LIVE 20:00 Uhr   Indy 500   Indy Quali 3   ESPN 2
Aufz. 19:00 Uhr   Polo Cup   Eurospeedway 1   Premiere
Aufz. 19:30 Uhr   Seat Leon Cup   Eurospeedway 1   Premiere
LIVE 20:00 Uhr   NASCAR SC   Lowe’s   SpeedTV Start ca. 00.30h
Aufz. 22:45 Uhr   LMS   Spa   MotorsTV

18.05.2008

LIVE 09:00 Uhr   WTCC Warm Up  Valencia   Euro
LIVE 10:00 Uhr   Porsche Cup   Eurospeedway   Premiere 12:50 H
LIVE 10:00 Uhr   Seat Euro Cup   Valencia   Euro 2
LIVE 11:45 Uhr   WTCC   Valencia 1  Euro 2
LIVE 13:30 Uhr   FIA GT   Monza   DSF
LIVE 13:30 Uhr   BTCC   Truxton   ITV4
LIVE 13:45 Uhr   DTM   Eurospeedway   ARD
Aufz. 13:35 Uhr   Seat Leon Cup   Eurospeedway 2   Premiere 19:30 h
LIVE 14:00 Uhr   Formel Master   Valencia 2   Euro 2
Aufz. 14:00 Uhr   Belcar   Dijon   MotorsTV
Aufz. 14:10 Uhr   ADAC GT Master   Oschersleben   Premiere
LIVE 15:00 Uhr   WTCC   Valencia 2   Euro
Aufz. 15:00 Uhr   GT Open   Valencia   Euro 2
Aufz. 18:00 Uhr   GrandAM   Laguna Seca   Speed
Aufz. 20:00 Uhr   Polo Cup   Eurospeedway   Premiere
LIVE 20:00 Uhr   Indy 500   Indy Bump Day   ABC/ESPN 2
LIVE 21:00 Uhr   ALMS   Salt Lake   MotorsTV, Speed

NASCAR – News

Posted 14 Mai 2008 — by DonDahlmann
Category NASCAR

- Greg Biffle wird mit Joe Gibbs in Verbindung gebracht. Es ist wohl so, dass Biffle sehr verstärkt nach einer neuen Bleibe sucht, während Stewart mit Chevy verhandelt, wo er denn nun sein eigenes Team aufmachen könnte. Biffle wäre kein schlechter Ersatz, aber ich bin mir nicht so ganz sicher, ob er ins Gibbs Team passen würde. Es gibt auch Gerüchte, dass Truex jr. schon bei Gibbs angeklopft hat, was für Biffle einen Platz bei DEI frei machen würde.

- Jeff Gordon sieht Hendrick Motorsports in diesem Jahr nur auf Platz drei. Hinter Gibbs (das ist klar) aber auch hinter Roush/Fenway, was mich jetzt ein wenig überrascht. Sicher, Edwards hat schon zweimal gewonnen dieses Jahr, aber die Leistungen von Ford sind noch nicht so konstant, dass ich die wirklich vor Hendrick sehen würde. Dafür ist Junior einfach zu gut unterwegs, auch wenn dem noch der Sieg fehlt. Aber er wird es wohl besser wissen.

- Das All-Star-Wochenende geht schon morgen mit der “Pit-Crew-Challenge” los. Speed zeigt die Sache nur als Aufzeichnung in der Nacht von Donnerstag auf Freitag um 3.00 Uhr. *gähn* Auf das nicht unkomplizierte Prozedere des All-Star-Rennens gehe ich morgen noch mal genau ein.

- Die Ratings der NASCAR entwickeln sich erfreulich. Darlington sah ein plus von 8% in der Zuschauerschaft. Schuld daran dürfte auch Kyle Busch sein.

- Beim All-Star-Rennen werden viele Wagen mit einer besonderen Lackierung unterwegs sein. Bin auch mal gespannt, ob man die Mauer an der Strecke wieder in diesem augenentzündenden Gelb gestrichen hat.

- Ken Schrader wird beim Coca-Cola 600 in 10 Tagen den vierten Wagen von RCR steuern.

- Terry Labonte, Meister von ’84 und ’96 und immerhin auch schon 51 Jahre alt, wird für Kyle Petty ab dem Rennen in Pocono bis zum Rennen in Indianapolis in der #45 sitzen. Grund: Ab Pocono sind die schönen “Fox” Zeiten vorbei und TNT übernimmt die Übertragungen der Rennen bis Indy. Petty wird wieder als Kommentator bei TNT anheuern. Offenbar verdient man da mehr, als mit NASCAR Rennen.

Und sonst?
Die EU Kommision hat ein Auge auf die faktische Übernahme von Premiere durch die News Corp. von Rupert Murdoch geworfen. Wirklich Probleme sollte das aber nicht verursachen, da Murdoch selber in Europa kein Monopolist ist. Er hat zwar mit Sky UK, Sky Italia und Premiere dann drei TV Sender in der Hand, aber eine Marktmacht ist das noch nicht, zu mal Premiere offenbar nicht ins “Sky” Imperium eingegliedert wird, sondern eigenständig operieren wird. Das gilt dann auch für TV-Rechte, die Premiere dann selbst erwerben müsste. Eine kleine Variable dürften vielleicht die Rechte der britischen Premier League sein, die bei Premiere ebenfalls (teilweise) ausgestrahlt wird. Aber im Grunde sollte das aus oben genannten Gründen nichts machen. Ich bin mal gespannt, was sich bei Premiere ändert, wenn Murdoch in den Vorstand einzieht. Schlimmer kann es ja so langsam nicht mehr werden – halt – kann es doch. Sky Sports unterbricht zum Beispiel die NASCAR Übertragungen auch für eigene Werbung.

15.05.2008

Aufz. 09:10 Uhr   French GT   Dijon   MotorsTV
Aufz. 12:05 Uhr V8 Supercars Barbagallo MotorsTV
Aufz. 13:10 Uhr F1 Türkei Premiere
Aufz. 17:30 Uhr LMS Spa Euro 2
Aufz. 19:10 Uhr V8 Supercars Barbagallo MotorsTV

News / TV Rechte NASCAR

Posted 13 Mai 2008 — by DonDahlmann
Category F1, Motorsport, NASCAR, Premiere, TV Programm, TV-Rechte

- Nachdem ich gestern mal laut drüber nachgedacht habe, ob BMW mit der richtigen Fahrerpaarung unterwegs ist, taucht passend dazu heute das Gerücht auf, dass man den Vertrag mit Robert Kubica um ein weiteres Jahr bis Ende 2009 verlängern will. Bei Heidfeld tut sich allerdings in Sachen Vertrag noch nichts. Angeblich gibt es bisher auch noch keine Gespräche.

- Greg Biffle mag in den letzten Rennen gut unterwegs gewesen sein, einen neuen Vertrag hat er noch nicht. Es gibt sehr laute Gerüchte, dass Rousch/Fenway ihn los werden will. Warum auch immer. Biffle äußerste sich nach seinem Rennen auch höchst kritisch über die Fehleranfälligkeit seines Teams. Da ist wohl gerade nicht so gute Stimmung. Mag daran liegen, dass man im Moment offenbar alle Karten auf Carl Edwards setzt. Darunter leiden offenbar große Teile des Teams, wie man auch bei Matt Kenseth sehen kann, der nur noch hinterher fährt und mittlerweile schon einen echt guten Sommer braucht, um noch in den Chase zu komme. Wohin Biffle sich bewegen könnte, ist ungeklärt, da Bewegung im Markt ist. RCR macht ein viertes Team auf, ebenso spielt Penske mit dem Gedanken sich zu vergrößern. Aber alles wartet im Moment sowieso auf die Entscheidung von Tony Stewart.

- In Sachen NASCAR im deutschen Fernsehen gibt es weiterhin keine Bewegung. Es ist auch unwahrscheinlich, dass sich da in diesem Jahr noch etwas tun wird. Premiere könnte jederzeit wieder einsteigen, aber man will das offenbar nicht. Stattdessen setzt man auf noch mehr Fußball und wird ab der nächsten Saison auch den DFB Pokal übertragen. Wer darauf gehofft hat, dass der gerade gestartete deutsche Ableger von “Fox” mit der NASCAR rüberkommt, wird auch enttäuscht werden. Die richten das gesamte Senderprofil nicht auf Sport, sondern auf Serien aus. Eine winzige Chance gibt es noch ab dem Spätsommer, also September. Dann soll endlich das Rebranding von NASN zu ESPN Europe über die Bühne gehen und vielleicht (sehr, sehr großes vielleicht) geht da was mit dem Chase. Ich hab zwischendrin mal mit einem Kollegen gesprochen, der in einer Redaktion für die Berichterstattung in Sachen NASCAR zuständig ist. Auch er versteht nicht, was los ist. Es gab wohl unzählige Mail mit Anfragen, warum Premiere aus der Berichterstattung ausgestiegen ist. Selbst hier laufen immer noch täglich Google Anfragen zum Thema auf und ab und kommt eine Mail mit der Bitte um Aufklärung. Profitiert haben von der Entscheidung nur die kostenpflichtige Streamangebote, allen voran ein bekannter, dessen Namen mir leider gerade entfallen musste, weil er auch Premiere Streams anbietet. Es ist aber schon erstaunlich, wie schnell sich das Streamangebot in den letzten 12 Monaten entwickelt hat. Letztes Jahr war es noch eine schreckliche Odysee, wollte man ein Rennen von unterwegs sehen, dieses Jahr gibt Streams en masse. Die Angelegenheit ist ein schönes Beispiel für die Entwicklung des Webs. Der Bedarf ist da, er wird nicht erkannt, also setzen Fans auf Eigeninitiative und organisieren sich eben selber. So hat p2p angefangen, so wird es auch mit den Stream weitergehen.

Etwas positives zu Premiere: die zeigen demnächst Ausschnitte der ADAC GT Masters Serien.

Und sonst?
Den Spot mit Danny Hamlin kannte ich ja noch gar nicht.

14.05.2008

Aufz. 12:00 Uhr GP2 Türkei Premiere
Aufz. 12:45 Uhr Porsche Supercup Türkei Premiere
Aufz. 17:00 Uhr F1 Türkei Premiere
Aufz. 18:20 Uhr   Dutch Supercar   Nürburgring   MotorsTV
Aufz. 19:15 Uhr   French GT   Dijon   MotorsTV
Aufz. 19:15 Uhr GP2 Türkei Premiere
Aufz. 22:45 Uhr   British F3   Croft   MotorsTV

F1 – Rennanalyse / NASCAR – Busch-Show / LMS – Spa / A1 – Bild vom neuen Wagen

Posted 12 Mai 2008 — by DonDahlmann
Category A1 GP, Audi, Indy 500, Mercedes, Motorsport, NASCAR, Toyota, TV Programm

Wie erwartet legte die F1 in der Türkei keinen Klassiker hin, aber schlecht war das Rennen nicht. Die Kollegen bei Spiegel und Stern sprachen von einem “Langweiler”, aber das würde ich in keinem Fall unterschreiben. Dazu war das Rennen wegen der unterschiedlichen Strategien vorne, aber auch im Mittelfeld einfach zu dich zusammen. Wann hat man in letzter Zeit einen Führungswechsel aufgrund eines Überholmanövers gesehen? Das muss sehr lange her sein.

Lewis Hamilton Die Idee von Mercedes, mal was ganz verrücktes zu machen und eine Drei-Stoppstrategie zu fahren, war zwar etwas vor allem für den Rennstall etwas überraschend, aber ein wenig naheliegend war es schon. Es gibt neben der Türkei nur noch Magny Cours und vielleicht noch Kanada, wo sich eine solche Strategie lohnt, weil man hier sowohl bei der Ein- als auch bei der Ausfahrt in die Box nur sehr wenig Zeit auf die anderen Wagen auf der Strecke verliert. Man kann es also versuchen und die Sache wäre aufgegangen, wenn Hamilton nicht in der Quali Mist gebaut hätte. Er war auf die Pole angesetzt um als erster aus der Startrunde zu kommen, damit die Idee auch umgesetzt werden konnte. Nur wenn er eine Führung rausfahren hätte… usw. Auf der anderen Seite war McLaren aber dichter an Ferrari dran, als ich es vor dem GP Wochenende erwartet hätte. Barcelona war man noch drei Zehntel von den Italienern weg, in der Türkei war man auf Augenhöhe. Mag an der Strecke gelegen haben, oder an den niedrigen Temperaturen. Kann aber auch einfach sein, dass McLaren was gefunden hat. Offenbar bereitet man ein größeres Aero-Update an, das verriet zumindest Ron Dennis. Meist tauchen aber ein paar Sachen schon vorher am Wagen auf. Wenn McLaren den Schritt gemacht hat, den man sich erhofft, dann wird die WM noch richtig spannend.

BMW hängt dagegen weiter die drei Zehntel dahinter, die man schon seit Bahrain mit sich rumschleppt. Es scheint so, dass die Deutsch/Schweizer die Schlagzahl in Sachen Weiterentwicklung halten können, aber erhöhen können sie sie auch nicht. 2008 Turkish Grand Prix Allerdings braucht man bei drei Zehntel nur mal eine wichtige Entdeckung machen und schon ist man dran. Am Wochenende habe ich mir auch mal die Frage gestellt, ob BMW noch die richtigen Fahrer hat. Heidfeld hat Probleme in der Quali und rutscht immer nur gerade so rein, Kubica kommt im Rennen nicht von der Stelle, wobei man ehrlicherweise sagen muss, dass der Pole mit seinen vierten Plätzen schon alles rausholt. Interessanterweise liegt Heidfeld, der immer zwei oder noch mehr Plätze hinter Kubica startet, dann im Rennen hinter seinem Kollegen. Alles gut und schön – aber richtig aufregend ist das nun auch nicht. Würde mich interessieren, was Alonso aus dem BMW rausholen würde. Ich bin mir ziemlich sicher, dass BMW einen neuen Fahrer benötigt, um den letzten Schritt nach vorne zu machen.

Hinter den Top-Drei rückt das Feld immer weiter zusammen. Red Bull, Renault, Williams, Honda und Toyota sind alle auf einem fast identischen Leistungsstand. Honda braucht vielleicht noch etwas, aber je nach Strecke werden sie auch wieder weiter vorne sein. Wie eng man zusammen ist, zeigt ein Vergleich der besten Rundenzeiten (ich hab die jeweils schnellsten Fahrer genommen)

Alonso: 1:27,280
Webber: 1:27,630
Rosberg: 1:27,795
Trulli: 1:27,926
Button: 1:27,998

Die Zeit von Alonso sticht etwas raus, wenn man Piquets Zeit nimmt (1:27,867) sieht die Sache schon wieder anders aus. Ab Monoca hat Torro Rosso auch den neuen Wagen, die werden ebenfalls in dem Verein mitmischen. Das sind schon erstaunliche Zahlen und das Paket Webber, Rosberg, Coulthard, Trulli trennten nach 300 km Renndistanz gerade mal 12 Sekunden.

Zusammengefasst: vorne wird es enger, im Mittelfeld ist die Hölle los und in der WM haben noch fünf Fahrer zumindest gute Aussichten auf dem WM-Titel – keine Ahnung, warum das nicht spannend sein soll.

NASCAR – Darlington
Kyle Busch Die offenen Kyle Busch Meisterschaften gehen weiter. Mehr kann man zu dem durchaus sehenswerten Rennen des Sprint Cups vom Wochenende eigentlich nicht sagen, denn Kyle Busch hat im Moment einen richtigen Lauf, auch wenn der Ausfall von Greg Biffle seinen Sieg begünstigt hat. Das liegt nicht mal nur am bärenstarken Toyota Motor, denn wie man sehen konnte hat Teamkollege Hamlin mit dem Wagen durchaus schon mal so seine Probleme. Offenbar ist es so, dass die Busch das CoT einfach besser liegt. Das er im letzten Jahr das Rennen mit dem CoT in Bristol gewinnen konnte, war kein Zufall. Man kann das CoT, wohl deutlich brutaler rannehmen, als das alte Chassis. Durch den Heckflügel verzeiht der Wagen mehr, also kann man auch mehr Übersteuern in den Wagen bringen. Und damit kommt Busch einfach grandios zurecht. An den Kurvenausgängen sieht man kaum einen Fahrer so sehr im Slide wie Kyle. Obwohl man normalerweise sagt, dass so etwas Zeit kostet – bei Busch offenbar nicht. Auch interessant: während Buschs Wagen nach dem Rennen aussah, als hätte er einen mittelschweren Unfall gehabt, war zum Beispiel der Wagen von Gordon fast unberührt. So oft und heftig wie Busch in der Mauer war hätte der Wagen eigentlich komplett verzogen sein müssen. “He’s Houdini man,” sagte Jeff Gordon später, “I can’t tell you how many times he tried to put his car through the wall.”. Selbst wenn sein Spotter und seine Crew ihn anflehen langsamer zu machen – es interessiert ihn nicht.

Sein Auftritt in Darlington war dementsprechend. In der Vorberichterstattung (ich glaub es war Jimmy Spencer, bin mir aber nicht sicher), meinte jemand, das Busch vor lauter Arroganz bald platzen würde. Jeff Gordon meinte in einem Interview, dass er eine andere Seite von Busch kennen würde, die nichts mit der provokanten Art und Weise zu tun habe, die Kyle im Moment an den Tag legen würde. Er sei auch etwas überrascht. Wie sicher er sich fühlt, zeigte er auf der Fahrerpräsentationsrunde. Als er (natürlich) ausgebuht wurde, nahm er die Sonnenbrille ab und wischte sich ein paar imaginäre Tränen ab. Nach dem Motto: “Heult doch das ich euren Junior rausgekickt hab’.”

“Overconfident” – so nennt man das in Englischen und es gibt kein deutsches Wort, mit dem es übersetzen könnte, denn “overconfident” bedeutet auch, dass jemand dabei ist, es zu übertreiben. Die anderen Fahrer sehen Kyle Busch durchaus als das Talent, dass er ist, aber mit 23 ist er auch dementsprechend jung und was wohl einigen Fahrerkollegen so langsam auf die Nerven geht, ist seine sehr überhebliche Art. Letzte Woche geriet er nicht nur mit Junior aneinander, sondern auch mit Steven Wallace, dem er nach dem Rennen ein paar deutliche Worte sagte. Dieses Wochenende war es ausgerechnet Brad Kesolowski aus Juniors Team, mit dem er in einen unglücklichen Crash geriet. Nach dem Rennen meinte er “Next time I’m a lap down and I’ve got damage I’m going to race him like an SOB and wreck him, too.” Wenn einer austeilt, aber nicht einstecken kann, kommt das bei den Kollegen nicht gut an. Jeff Gordon, als mehrfacher Meister der Leithammel der NASCAR Herde, meinte dann auch schon: “He just gets himself into situations, you know, that just follow him. He just needs to accept it.” Keine Drohnung, aber eine Ansage, dass sich was ändern muss. Denn wenn einer zu arrogant durch die Gegend läuft und sich zu viel Feinde auf der Strecke macht, dann bekommt er das meist schnell zu spüren. Im letzten Jahr lief Montoya wie ein aufgeblasener Gockel rum – was zur Folge hatte, dass er auf der Strecke entweder keine Hilfe bei den bump drafts bekam oder einfach in die Mauer geschickt wurde. Ich vermute mal, dass im Fahrerlager die Zahl derjenigen, die darauf warten, Kyle Busch “aus Versehen” mal hinten hinten links oder rechts auf den Kotflügel zu fahren, in den letzten zwei Wochen dramatisch angestiegen ist.

Auf der anderen Seite – Endlich mal nach zwei Hendrick Jahren wieder ein Team, dass Gordon und Johnson den Schneid abkaufen. Endlich mal wieder eine Figur, an der man sich reiben kann. Busch zeigt auch, was der NASCAR in den letzten Jahren gefehlt hat: große Rivalitäten zwischen Teams und Fahrer. Die etwas glattgebügelten Spitzenkräfte wie Gordon, Johnson, Edwards, Kenseth, Harvick und Hamlin waren nicht in der Lage sich so weit aus dem Fenster zu lehnen. Junior hält sich zum Unverständnis vieler Fans auch zurück. Und eigentlich ist es schade, dass Tony Stewart im gleichen Team ist und Montoya im Moment im Dodge wenig Chancen hat. Würde ich gerne mal sehen, wenn Montoya auf Kyle Busch trifft.

LMS – Spa
Kein sonderlich schlechtes Rennen der LMS in Spa, aber weitaus weniger spannend, als ich mir das erhofft hatte. Was einfach daran lag, dass sowohl Peugeot als auch Audi schnell einen Wagen verloren, und auch der Lola-Aston Martin in Probleme geriet. Was beim Audi von Capello los war, weiß ich nicht genau (irgendwas technisches), der zweite Peugeot wurde mit Alex Wurz am Steuer bei einer Überrundung abgeschossen und ziemlich zerstört. Leider war im TV nicht zu sehen, was genau passiert ist. Dr. Ulrich berichtete im Interview, dass Capello ihm erzählt habe, dass er und Wurz an einem Spyker vorbei wollten. Der Audi kam vorbei, der Peugeot nicht. Schade für Alex Wurz, für den das ein guter Test für Le Mans gewesen wäre.

Ansonsten hat sich an der Spitze nur wenig verändert. Die 908 sind einfach deutlich schneller als der R10. MotorsTV Moderator Stefan Heinrich ließ durchblicken, dass man seitens Audi die Franzosen wohl zunächst unterschätzt hatte. Im letzten Herbst/Winter konzentrierte man sich auf den neuen A4 für die DTM und hatte nicht die Zeit für den R10, die man hätte reinstecken müssen. An der Motorleistung liegt es wohl nicht, es ist wohl die ungünstige Gewichtsverteilung, die dem R10 zu schaffen macht. Auf in Sachen Aerodynamik ist der Peugeot besser, aber da darf man auch nicht vergessen, dass der R10 eine Entwicklung aus dem Jahr 2005 ist. Mit einem aufgebohrten 05er Wagen würde man in der Formel Eins auch kein Land sehen. Seitens Audi hoffte man halt, dass die Standfestigkeit es schon richten würde, aber genau daran hapert es bei Audi im Moment auch. Kein Rennen, bei dem nicht ein R10 bisher Probleme gemacht hätte und bei den Franzosen hat man die letzten Kinderkrankheiten wohl mittlerweile im Griff. Le Mans wird noch mal eine andere Sache, aber da geht man auch mit drei Wagen an den Start. Es rächt sich jetzt ein wenig, dass man bei Audi etwas zu sehr gespart hat, aber jetzt kann Audi auch mal zeigen, wie sie mit Konkurrenz umgehen können, nachdem sie in diesem Jahrtausend ja mehr oder weniger allein auf den Strecken unterwegs waren. Kleiner Trost für Audi: in der Herstellerwertung führen sie.

Spannend war es in der LMP2, was leider in der Übertragung etwas unterging. Die Teams von Horag und Van Merksteijn gaben es sich mit den Porsche RS Spyder aber mal so richtig und die Führung wechselte andauernd. Am Ende hatten die Holländer die Nase vor den Schweizern, die aber immer besser in Schwung kommen. Leider ist Horag nicht in Le Mans.

Das gestrige Rennen in Spa war das letzte offizielle Rennen vor den 24 H von Le Mans. Peugeot und Audi werden aber vorher sicher noch mal ausgiebige Tests unternehmen.

Andere Serien
Was war sonst so los?

- Rahmenrennen F1
Die waren eher mehr als weniger langweilig. Die Sache mit dem Hund und Bruno Senna hat mir am Sonntag sowieso das Frühstück verdorben.

- IRL
Pole Day Zwei ist abgesagt worden. Da man weder heute noch morgen fährt, werden die restlichen Pätze am kommenden Wochenende ausgefahren. Die Ex-Champcar Teams sind darüber verstimmt, weil sie sowieso kaum Abstimmungsdaten haben und hinterher fahren.

-A1 GP
Es ist eine erste digitale Version des neuen A1 Wagen seitens der Organisatoren veröffentlicht worden. Und ich muss sagen: ich bin ein wenig enttäuscht. Der alte Wagen war in seiner Wuchtigkeit vielleicht etwas altmodisch, aber er war gut als A1 zu erkennen. Der neue Wagen sieht dagegen halt aus wie ein GP2 Wagen. Man sollte aber auch erwähnen, dass man hier noch nicht das endgültige Design des Wagens sieht, sondern nur einen fast fertigen Entwurf. Vielleicht ändert sich da noch was.

Und sonst?
Wie wahrscheinlich schon bemerkt, habe ich seit heute die Fotos anders eingebunden. Das kleine Javascript, dass die Fotos im Layout groß gemacht hat, verursachte immer mehr Ärger, da es nicht mehr weiterentwickelt wird und mit der 2.5er Version von WordPress nicht so richtig klar kommt. Dafür sind die Fotos jetzt auch etwas größer. Ich kann die Bilder in einem Tab aufgehen lassen (siehe erstes Bild) oder im gleichen Fenster. Sagt mal, was Euch lieber ist. Ich persönlich finde die Variante im gleichen Fenster angenehmer, da man mit dem MouseGestures schnell wieder zurück ist, während man bei einem neuen Tab dies extra schließen muss. Getestet mit Opera 9.5 Beta 2, Firefox 2 und 3 Beta 5, IE 7. Opera und FF gehen mit den Fotos besser um als der IE, der die Bilder in die linke obere Ecke klatscht. Kann ich leider nicht ändern. Safari hab ich noch nicht probiert.

Vorschau aufs kommende Wochenende: NASCAR All-Star Rennen am Samstag, die WTCC wird vermutlich in Valencia langweilen, dafür fährt die DTM auf dem Eurospeedway, die FIA GT in Monza und die ALMS auf dem topfebenen Wüstenkurs in Salt Lake. Und dann fährt noch die BTCC in Thruxton.

12.05.2008

Aufz. 19:15 Uhr   British F3   Croft   MotorsTV
Aufz. 19:15 Uhr   NASCAR SC   Darlington   Premiere
Aufz. 20:05 Uhr   Dutch Supercar   Nürburgring   MotorsTV
Aufz. 20:15 Uhr F1 Türkei Premiere
Aufz. 23:15 Uhr GP2 Türkei Premiere

13.05.2008

Aufz. 11:55 Uhr GP2 Türkei Premiere
Aufz. 14:00 Uhr   British F3   Croft   MotorsTV
Aufz. 17:00 Uhr LMS Spa Euro 2
Aufz. 18:00 Uhr F1 Türkei Premiere
Aufz. 19:10 Uhr LMS Spa MotorsTV
Aufz. 20:00 Uhr IRL Kansas Premiere
Aufz. 20:45 Uhr F1 Türkei DSF
Aufz. 22:45 Uhr V8 Supercars Barbagallo MotorsTV