Archive | April, 2008

Dies und das

Wenig los heute, daher heute nur kurz:

- Schöner Artikel bei Sponline über Jim Clark, der gestern vor 40 Jahren bei einem Formel 2 Rennen in Hockenheim ums Leben kam. Bis heute gilt der Schotte als einer der besten Rennfahrer, die jemals unterwegs waren. Seine Fahrzeugbeherrschung muss überirdrisch gewesen sein.

- Bei der NASCAR macht man sich langsam Sorgen über das kleiner werdende Starterfeld. Zum Rennen in Phoenix sind nur 45 Autos gemeldet, 43 dürfen starten. Wenn das so weiter geht erledigt sich zumindest die doofe “Go or go home” Regel. Tatsächlich fällt es in der momentanen wirtschaftlich schwierigen Lage in den USA, den Teams immer schwerer, einen potenten Geldgeber zu finden. Hier rächt sich jetzt auch ein wenig, dass die NASCAR zu wenig international unterwegs ist. Würde man in mehr Ländern ausgestrahlt, hätten die Teams auch mehr Möglichkeiten mehr Sponsoren zu finden, die global unterwegs sind. Ich geh da noch mal genauer drauf ein.

- Wie schon mal erwähnt, hat die News Corp. von Rupert Murdoch (wird von dessen Sohn geführt) die Anteile an Premiere so weit aufgestockt, dass man nun von allen Anteileigener die meisten Aktien besitzt. Im Frühsommer soll die Firma auch zwei Sitze im Aufsichtsrat bekommen, was die daraufhin deutet, dass die News Corp. den Sender aus dem Hintergrund wohl steuern will. Man fragt sich, was das bedeuten soll. Will Murdoch Geld in Premiere pumpen? Oder parkt er einfach ein paar Anteile, ohne groß etwas zu unternehmen? Und was bedeutet dies für das Programm? Besser kann Premiere nur werden, wenn man Geld reinstopft. Und zwar für Inhalte. Seit einiger Zeit baut der Sender vor allem im Sportbereich stark ab. Neue Sportarten sind nicht hinzu gekommen, alte Rechte wurden nicht verlängert, bzw. es wurde nicht mehr darum geboten. Das betrifft wie wir alle leidvoll erfahren haben, vor allem die US-Sportarten. Aber auch im Bereich Live-Fußball und Golf hat man wohl etliche Sendeminuten gestrichen. Wird interesant zu beobachten sein, was Premiere so vor hat. Dass man die Tage angedeutete, man wolle Sat.1 erwerben, ist auch so eine merkwürdige Sache. Sat.1 gehört zwei Heuschrecken Firmen (Permira und Kohlberg Kravis Roberts & Co) die die ProSiebenSat1 Media erst 2006 für knapp 3 Milliarden Euro übernommen hatten. Interessanterweise war Permira bis November 2006 einer der Teilhaber von Premiere. Man kennt sich also prinzipiell. Was Premiere mit einem Free-TV Sender will? Zum Beispiel könnte man bei Rechteverhandlungen ein Komplettangebot machen. Statt nur auf die Pay-TV Rechte zu bieten, könnte man auch die Free-TV Rechte mit einbringen. Das macht Sinn bei komplett Übernahme von Fußballrechten, weil die EU und der Bund hier auf eine teilweise Übertragung der Spiele im Free-TV drängt (Siehe Champions-League). Auch im bei Filmrechten macht das durchaus Sinn. Die Frage ist allerdings, wo Premiere das Geld hernehmen will. Man muss dieses Jahr die Bundesligarechte erwerben und man wird die Verschlüsselung umstellen. Unter einer Milliarde Euro wird man Sat.1 wohl auch nicht bekommen, die immerhin noch rund 9,6% Marktanteil in Deutschland haben. Hier schließt sich dann der Kreis ein wenig mit Murdoch, der das Geld zwar auch nicht aus dem Ärmel schütteln kann, aber plötzlich hätte er genau die zwei Standbeine, die er für den modernen TV-Markt braucht.

Und sonst
Das TV Programm für das kommende Wochenende ist online. Die NASCAR veranstaltet mal wieder ein Nachtrennen mit einem sehr ungewohnten Zeitplan.

09.04.2008

Aufz. 13:00 Uhr   NASCAR SC   Texas   Premiere
Aufz. 13:05 Uhr British F3 Oulton Park MotorsTV
Aufz. 14:00 Uhr   Porsche Cup   Bahrain 2. Lauf   Premiere
Aufz. 19:10 Uhr   LMS   Barcelona   MotorsTV
Aufz. 22:45 Uhr British F3 Oulton Park MotorsTV
Aufz. 23:35 Uhr British GT Oulton Park MotorsTV

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Rennen vom Wochenende 04.-06.04.08

WTCC – Mexiko
Die offenen Seat Meisterschaften gewann – ein Seat. Die WTCC ist in ihrer momentanen Situation einfach kaum eine Betrachtung wert. Verglichen mit der BTCC bietet sie für den Fan nicht ernsthaft guten Sport. Was nicht mal daran liegt, dass nur drei Marken unterwegs sind. Aber warum müssen alle Wagen gleich aussehen? Sechs gelbe, sechs weiße und drei blaue Autos rumfahren zu sehen macht kaum Spaß, zu mal man nicht mal erkennen kann, welcher Fahrer in welchem Wagen sitzt. Die Fixierung der WTCC auf die Hersteller anstatt auf Teams und Fahrer geht einfach zu weit. Gestern hätte man sich auch ein beliebiges Rennen des Seat Leon Markenpokals anschauen können und ich vermute mal, dass man dabei auch mehr Spaß gehabt hätte. Sechs Seats vorne rum fahren zu sehen, die sich gegenseitig nicht weh tun, sondern nur die Konkurrenz nach hinten schieben ist langweilig. Dazu die extrem kurzen Rennen. Der zweite Lauf passte ja fast von der Länge her in die Werbepause eines NASCAR Rennens. Ich bleibe dabei – das ist einer Weltmeisterschaft einfach nicht würdig.

ALMS – St. Petersburg
Leider hat MotorsTV gestern nur eine sehr kondensierte Version des Rennens gezeigt, was den Rennverlauf nicht so richtig zeigte. Offensichtlich war es wohl so, dass Porsche und Audi während des gesamten Rennens ziemlich eng zusammen waren. Was auch an der fantastischen Quali-Runde von Marco Werner lag, der den R10 auf die Pole gestellt hatte. Während man nach dem Start im Mittelfeld verzweifelt versuchte nach vorne zu kommen, konnte man an der Spitze ein gutes Tempo anschlagen. Aber der Kurs liegt den Audis durchaus, denn schon im letzten Jahr konnte man hier gewinnen. Auf den langen Geraden haben die TDIs ihre Vorteile, in den engen Kurven kommt der Porsche zwar ran, aber nicht vorbei. Soweit ich das sehen konnte, war es ein abwechslungsreiches und bis zur letzten Kurve spannendes Rennen. Mal sehen, was die Vollaufzeichnung so bringt.

LMS – Barcelona
Das die Peugeot schneller als die R10 sind, wusste man spätestens seit dem Rennen in Sebring. Mittlerweile sind die Franzosen aber auch technisch so gut, dass die Wagen relativ gut durchhalten. Zwar verlor man gestern auch wieder ein Einsatzfahrzeug, aber der andere lief dafür in einer irrsinnigen Pace wie ein Uhrwerk. Audi sah überhaupt kein Land und man musste sogar auch noch aufpassen, dass man von dem brandneuen Lola mit dem Aston Martin Motor nicht aufgeschnupft wurde. Stefan Mücke (Gerade Vater geworden – Glückwunsch!) blieb lange in der Spitzengruppe und konnte man Ende den dritten Platz sichern. Nur zwei Runden hinter dem Audi, und drei hinter dem Peugeot. Das ist für ein Wagen, der vorher noch nie einen Renneinstatz erlebt hatte, scho sehr erstaunlich. Wenn es dem Lola Team gelingt, den Wagen bis zu den 24 H von Le Mans noch ein wenig zu verbessern, dann gibt es in der LMP1 einen echten Konkurrenten für die Diesel-Fahrzeuge. Am Speed mangelt es dem Lola auf jeden Fall nicht. Auffällig ist allerdings, dass Audi in Sebring wie in Barcelona mit Defekten zu kämpfen hatte. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass gerade die Standfestigkeit der R10 der große Pluspunkt sei. Nach dem Motto: “Lass die anderen schnell sein, wir fahren länger und gleichmäßiger.” Aber das scheint so nicht mehr zu stimmen. Weil der Peugeot so schnell ist, muss man bei Audi wohl auch mehr an die Grenzen gehen, was das Material angeht.
Das Rennen selber war eher mittelmäßig, aber diese wenigen 1000 KM Rennen sind eh nur was für hartgesottene Beobachter, die schon vor Le Mans wissen wollen, wo die einzelnen Bewerber stehen.

NASCAR – Texas
Das war mal wieder eines der Rennen, die man unter “Schnell vergessen” ablegen muss. Texas ist ein hübsches Oval, aber ähnlich wie bei anderen 1.5 Meilen Ovalen (Michigan, Atlanta) ist das Streckenlayout eher für die Langstrecke gedacht. Und da kann man auch noch recht dankbar für sein, denn das Rennen dauerte gestern schonn knapp vier Stunden. Nicht auszudenken wie lange man da sitzen würde, wenn es auch noch 15 Unterbrechnungen geben würde. Dazu kommt auch, dass die Saison sich so langsam im Rhythmus befindet. Der April gehört, ähnlich wie der Juni, zu den Monaten, in denen es vor allem darum geht, mächtig Punkte zu sammeln. Die Kür kommt im Mai (Lowes, Darlington) und im August, wenn es in den Chase geht. Also versuchen die Teams dementsprechend ruhig unterwegs zu sein.Das gilt natürlich nicht für diejenigen, die um den Sieg mitfahren. Hendrick zum Beispiel. Die würden gerne mal wieder gewinnen. Der letzte Sieg in einem Cup Rennen datiert auf den 11.11.07 in Phoenix, wenn man mal vom brotlosen Gewinn des einen Gatorade Duel durch Junior absieht. Man ist zwar immer irgendwie dran, aber eben nur fast. Junior bastelte gestern die ganze Zeit an seinem Wagen rum. Ich dachte mir schon beim ersten Boxenstopp, dass er nicht würde gewinnen können. Wer nach wenigen Runden schon an der Trackbar rumfummelt, hat größere Probleme. Und so kam es dann auch. Zehn Runden ging der Wagen gut, dann fiel er wie ein Stein durch die Wertung nach hinten. Am Ende wurde er gar überrundet. Damit hatte er allerdings einen weitaus besseren Nachmittag als Jeff Gordon, der gar nicht zurecht kam. Nach einem kleinen Einschlag in die Mauer wurde er am Ende nur letzter, was auch auch erst das zweitemal in seiner Karriere passierte. Er und sein Team hatten keine Ahnung, warum es nicht lief. Was erstaunlich ist, denn sein Partner Jimmie Johnson wurde immerhin zweiter. Ich dachte, die teilen alle Informationen? Aber da kann man mal sehen, wie nahe Erfolg und Misserfolg selbst bei einem perfekten Team wie Hendrick liegen. Wer hätte vor der Saison gedacht, dass Hendrick so erfolglos sein würde?

Stattdessen fährt ihnen und allen anderen das Roush/Fenway Team um die Ohren, ganz besonders Carl Edwards, der trotz seiner 100 Punkte Strafe seit gestern wieder in die Top 12 gesprungen ist. Offensichtlich muss man Edwards dieses Jahr auf dem Zettel haben, wenn es um die Meisterschaft geht. Er hat in Las Vegas und Fontana gewonnen. Ähnliche Strecken sind: Darlington, Lowes, Dover, Michigan und Chicagoland. Da sollte Edwards überall gut Chancen haben.
Toyota sah gestern dagegen nicht so gut aus. Auf den Shortruns ist vor allem Kyle Busch gut, aber bei den Longruns sieht es eher mau aus. Trotzdem ist es weiterhin erstaunlich, was für einen großen Schritt Toyota mit Joe Gibbs gemacht hat. Die anderen Toyota Teams sehen dieses Jahr zwar etwas besser aus, sind aber weit von den Leistungen des Gibbs Teams entfernt. Nicht vergessen sollte man das RCR Team. Die fahren recht unauffällig, aber in der Meisterschaft liegt man auf Platz 1 (Jeff Burton), 2 (Kevin Harvick) und 12 (Clint Bowyer). Man ist also sehr gut positioniert und mit dem Rennen in Phoenix nächste Woche kommt wieder ein Kurs, der den RCR Wagen liegen sollte.

Nachtrag: Ryan Newman (Platz vier) ist durch die Post-Inspektion gefallen. Sein Wagen war hinten rechts rund einachtel Inch (1 Inch = 2.4 cm) zu hoch.

IRL – St. Petersburg
Das mit Abstand beste Rennen lieferte gestern die IRL ab. Gut – das lag zu einem Teil auch am Wetter. Man startete im strömenden Regen, dann wurde es trocken, aber zwischendrin nieselte es immer mal wieder. Trotzdem gab es erstaunlich wenig Kleinholz auf der engen Strecke. Stattdessen gab es enge und gute Zweikämpfe von der Art, die man sich auch in der Formel Eins wünschen würde. Jemand meinte gestern im Chat, dass die IRL in vier Runden mehr zeigen würde, als die Formel Eins in einem ganzen Rennen. Das stimmt zumindst für das gestrige Rennen, aber der Regen und der Kurs machten das auch etwas einfacher, als der klinische Kurs in der Wüste. Zwischen den Gelblichtphasen und Regenwolken war es gestern schon fast schwer, den Rennverlauf im Auge zu halten. Manche fuhren die Regenreifen bis zum geht nicht mehr runter, manche nahmen schon Slicks, als es noch feucht war. Je nach dem wie man seinen Boxenstopp legte, konnte man von einen Top Drei Platz bis ans Ende des Feldes zurückfallen. Ach nee, nicht ganz am Ende, da rutschte Ed Carpenter rum, der weder mit dem Regen, noch mit der Strecke klar kam.

Schon im Training war klar, dass die ehemaligen CC Teams auf dem Stadtkurs ein Wörtchen mitreden würden. Das man auf den Ovalen nicht klar kommt – ok. Hier fehlt einfach die Abstimmungserfahrung. Aber ein Dallara auf einem Straßenkurs ist von der Abstimmung her offenbar nicht so unterschiedlich wie der Panoz. Und so mischten eigentlich alle CC Teams während des Rennens fröhlich vorne mit. Zweiweise lag sogar das Ex-Minardi USA Team (HVM Racing) mit Ernesto Viso in Front, der seine ganze Erfahrung aus diversen Formel Serien (British F3, GP2) einbringen konnte. Aber dann schlug am Ende hat die Stunde der Boxenstrategen und plötzlich lag Graham Rahel in Front, der sich während des Rennens noch gedreht hatte, und das halbe Feld an sich vorbei ziehen lassen musste. Der junge Rahal fuhr ein beeindruckendes Rennen. Bis auf den Dreher, bei dem er “Hilfe” hatte, sauber, schnell und fehlerlos, selbst als es wieder feucht wurde. Während das zweite US Supertalent Marco Andretti seinen Wagen direkt zu Beginn des Rennens versenkte, blob Rahal ruhig und fuhr am Ende den Sieg ein. Sein Vater Bobby “Ich lache nicht” Rahal, dessen Fahrer Ryan Hunter-Reay eh nur unter “ferner liefen” unterwegs war, freute sich sehr für das Konkurrenzteam von Newman/Haas/Lanigan, die damit ihren ersten Sieg einfahren konnten.
Den IRL Verantwortlichen wird mit dem Sieg von Rahal ein ganzer Steinbruch vom Herzen gefallen sein. Zum einen weil ein neues Team gewonnen hat, zum anderen, weil auch mal wieder ein US Bürger auf Treppchen ganz oben steht. So kann es gerne weitergehen.

Und sonst?
Uwe Alzen hat zwar beide Rennen der wirklich sehr sehenswerten Speedcar Serie gewonnen, aber leider nur bis zur Siegerehrung. Nach dem ersten Rennen stellte irgendjemand fest, dass Alzen ohne HANS System unterwegs war. Und zack – disqualifiziert. Nach dem zweiten Rennen fiel jemanden auf, dass Alzen beim Überholmanöver an Morbidelli eine sehr kreative Linie zum Überholen gefunden hatte. Anders ausgedrückt – er hatte leicht abgekürzt. Und zack – 10 Sekunden Strafe, die ihm gerade noch Platz zwei ließ. Die erste Strafe kann ich ja noch verstehen, die zweite nicht. Ok – die Kommentatoren brachen schon beim Überholmanöver in schallendes Gelächter aus, aber auf der anderen Seite war das halt ein echter “Alzen”. Sollte man in einer “Spaßserie” wie dieser nicht besser etwas, ich sag mal, lässiger in solchen Sachen sein? Wenn die NASCAR so wäre, hätte es niemals den “Pass on the grass” gegeben. In Sachen “Legendenbildung” gibt es da noch viel Nachholbedarf. Und im übrigen bin ich dafür, dass die Speedcars das ganze Jahr parallel zu F1 fahren. Die Serie zeigt deutlich, wieviel Spaß Autorennsport machen kann, wenn man auf die Technik und den ganzen aerodynamischen Quatsch verzichtet. V8, vier Gänge, viel Sicherheit und die Möglichkeit, dass man auch bei jemanden “anklopfen kann”. ohne dass ein Flügelchen abfliegt.

08.04.2008

Aufz. 09:35 Uhr ALMS St. Petersburg MotorsTV
Aufz. 17:00 Uhr LMS Barcelona Euro 2
Aufz. 17:30 Uhr Formel Eins Bahrain DSF
Aufz. 18:30 Uhr Porsche Cup Bahrain 2. Lauf Premiere
Aufz. 22:45 Uhr LMS Barcelona MotorsTV
Aufz. 00:00 Uhr LMS Barcelona Euro

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F1 – Rennen Bahrain

Wie befürchtet war das Rennen in Bahrain kein sonderlicher Strassenfeger. Zu viele schnelle Kurven, zu wenig Überholmöglichkeiten. Man merkte, dass die Piloten teilweise verzweifelten und Sachen versuchten, die halt meistens in die Hose gingen. Schönes Beispiel: Der Überholversuch von Button, als er an Coulthard vorbei wollte. Er war schneller, aber er hatte keine Chance. Anderes Beispiel: Alonso vs. Glock. Der Deutsche musste nur seine Linie verteidigen, da konnte Alonso nichts machen. Andererseits ging es dem Spanier genauso, als gegen Ende Barrichello von hinten drückten. Auch bei den Rahmenrennen sah man die Probleme – im Porsche Supercup kam man auch nur vorbei, wenn man dem Gegner fröhlich auf die Ecke fuhr.

Das Ferrari einen Doppelsieg landen würde, war schon vor dem Start ziemlich klar. Spannend war allein der ziemlich verbissen geführte Kampf zwischen Massa und Raikkönen. Zum ersten Mal seit Jahren hatte ich das Gefühl, dass Ferrari seine Fahrer zumindest bis nach dem zweiten Stopp komplett frei fahren ließ. Aber das war auch schon das Highlight des Rennens. Dass BMW während des Rennens so gut dran bleiben konnte, war dann schon überraschend. Immerhin hatte Ferrari im Winter in Bahrain exzessiv getestet. BMW ist noch nicht ganz dran, aber sie sind auch nicht mehr weit weg. Den Heckflügel kann man schon mal sehen. Und BMW ist höchst motiviert. Es gibt Stimme, die davon ausgehen, dass BMW im Laufe des Jahres den Anschluss verlieren wirde. Das glaube ich nicht. Man arbeitet ziemlich konstant und vor allem ist man das einzige Team in diesem Jahr, dass auf allen drei Strecken vorne mitmischen konnte. Es fehlen nur noch die kurzen, engen Strecken, auf denen man zeigen muss, was man kann. Aber jetzt folgen erst einmal mit Barcelona und der Türkei zwei Kurse, die dem BMW sehr liegen sollte.

McLaren hat dagegen in meinen Augen ein größeres Problem. Man war in Malyasia nicht gut aufgestellt und in Bahrain sah man auch kein Land. Mal abgesehen davon, dass Lewis Hamilton einen schlechten Tag erwischte, war auch Heikki Kovalainen nicht besonders auffällig schnell. Das kann allerdings auch etwas mit der Hitze zu tun haben, denn insgesamt fuhr Kova interessanterweise die schnellste Runde. Nico Rosberg meinte im Interview mit Premiere, dass ihm aufgefallen sei, dass seine Reifen in dem Moment besser funktionierten, als gegen Ende des Rennens Wolken am Himmel standen und die Asphalttempertur sank. Und Kovalainen fuhr in der Zeit plötzlich auch seine schnellste Runden. Eventuell kann es da einen Zusammenhang geben, der auch McLaren betrifft. Die Physik zwischen Reifen und Asphalt ist eine Wissenschaft für sich. Könnte also gut sein, dass McLaren in Barcelona schon wieder ganz anders aussieht. Trotzdem muss man sich zusammensetzen, denn auch die Leistung von Hamilton war nicht wirklich gut. Da werden sich die Skeptiker schon zufrieden zurücklehnen und sagen, man habe ja immer gesagt, dass Hamilton nur so lange stark war, wie er sich an Alonso reiben konnte. In der Tat fiel er heute wieder in ein Verhalten zurück, die man von ihm aus seiner F3 Euro und GP2 kennt. Wenn er Mist baut wird er hektisch und macht noch mehr Fehler. Wäre er ruhig geblieben und hätte Alonso einfach in Ruhe ausgebremst, wären Punkte drin gewesen.

Das Toyota so gut war, konnte man ein wenig erwarten, da man im Winter ja zusammen mit Ferrari hier getestet hatte. Dafür sieht es bei Renault richtig übel aus. Alonso hatte nicht den Hauch einer Chance gegen Webber und Rosberg und Glock konnte er am Ende auch nicht halten. Bei Piquet verabschiedete sich mal wieder die Technik und machte ein Desaster komplett, dass ohne Alonso und seinen guten Startplatz noch schlimmer ausgefallen wäre. Im Rennspeed war man glatte zwei Sekunden hinter der Spitze. Selbst Fisichella legte eine schnellere Runde hin. Und von hinten scheint Honda langsam aufzuholen. Mehr muss man wohl kaum sagen.

Ein sehr durchwachsenes Rennen, das seine Spannung nur dadurch halten konnte, wenn man zeitgleich den Zeitenmonitor im Auge behielt. Wofür man ja auch genügend Zeit hatte, denn an Zweikämpfen gab es nun kaum was zu sehen. Auf der anderen Seite hat sich die WM sehr zusammengeschoben. Mittlerweile liegen sechs Fahrer gut in den Punkten und wenn das Wechselspiel zwischen BMW, Ferrari und McLaren so weiter geht, dann haben wir bald eine sehr spannende WM, die auch solche Rennen verzeiht.

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F1 Bahrain / ALMS & IRL St. Petersburg / LMS Barcelona / NASCAR Texas

Update: 05.04., 17:53 Uhr: Uwe Alzen wurde der Sieg beim Speedcarrennen von heute morgen nachträglich aberkannt, da er während des Rennens sein HANS System nicht angelegt hatte.

Update 04.04., 23:25 Uhr: Schwerer Unfall von NASCAR Rookie Michael McDowell im während des Cup Qualis. McDowell verlor der Wagen am Eingang in Turn 1 bei Tempo 190 mph, weil dort noch eine dünne Schicht Ölbindemittel lag. Der Wagen drehte sich sofort in Richtung Safer Wall und schlug ungebremst ein. Danach drehte er sich, schlug noch einmal ein. Da dachte man schon, dass das schlimmste überstanden sei, aber der Wagen verlor einfach keine Geschwindigkeit und überschlug sich seitlich mehrfach in der Luft, knallte dabei aufs Dach, bis er nach einer gefühlten Ewigkeit endlich stehen blieb. Man musste wirklich das Schlimmste befürchten, zumal der Wagen vorne auch noch Feuer gefangen hatte. Die Speed-Kommentatoren waren völlig geschockt. Aber kaum 20 Sekunden nach dem Unfall stieg McDowell aus dem Wagen und gab Zeichen, dass er ok war. Kaum zu glauben, nach diesem Unfall und wenn man danach den total zerstörten Wagen gesehen hat, der man nicht mal mehr ansah, welcher Marke er gehört. Ich hab wirklich schon lange keinen solchen Unfall mehr gesehen. Tony Stewart meint gerade im Interview, dass dies der schlimmste Einschlag in einem NASCAR Rennen gewesen sein, den er jemals gesehen hat.

Quali ist im Moment unterbrochen, da der Aufprall die Safer Wall um einen halben Meter nach hinten geschoben hat und man nun erst einmal versucht die Sicherheitsbarriere zu reparieren.

McDowell ist mittlerweile aus dem Hospital an der Strecke entlassen worden und wird morgen mit dem Backup Wagen im Rennen starten.

Update 04.04., 22:05 Uhr:

Kyle Petty wird am Wochenende durch Chad McCumbee ersetzt. Petty ist nicht besonders erfreut über die Tatsache, zumindest zeitweise aus dem Team seines Vaters geworfen zu werden. Ob es Richard Petty selber war, der seinen Sohn freigestellt hat, ist nicht klar.

Update 04.04., 20:41 Uhr:

- Überraschung: Justin Wilson vom Newman/Haas/Lanigan Team war im freien Training der IRL in St. Peterburg schnellster vor allem etablierten IRL Teams.

- Peugeot hat die Fahrerpaarung für das 24 Stunden Rennen in Le Mans bekannt gegeben:

Wagen #7:  Marc Gene, Nicolas Minassian, Jacques Villeneuve

Wagen #8: Pedro Lamy, Stephane Sarrazin, Alexander Wurz

—schnipp—

Heute im Fast-Foward Modus, aber das ist hier ja auch ein “Racing” und kein “Langsam Schreiten” Blog. Außerdem möchte ich die Arbeitswoche beenden und Bier trinken.

F1 – Bahrain Freies Training
Das, was ich aufschnappen konnte, sieht offenbar nach einer vorbestimmten Ferrari Doppelsieg aus. In der zweiten Session fummelt man ja mit der Spritrennmenge rum, und da sah das Ergebnis schlimm aus. Vermutlich kann man sich darauf einstellen, dass die beiden Ferrari vorne weggondeln und dahinter eventuell ein Rennen los geht. Könnte. Williams sieht wieder besser aus, BMW knabbert am Vorsprung von McLaren. Auf Grund des Layout des Kurses wird es eng werden, aber vermutlich wird das Rennen dann eher an der Box entschieden. Aber ich lass mich gerne überraschen.

ALMS & IRL – St. Petersburg
Doppelheader in den USA. Wie schon im letzten Jahr fahren die ALMS und die IRL zusammen auf einen Kurs, was für den Zuschauer natürlich mal ein gute Sache ist, denn zweimal hochkrarätigen Motorsport an zwei Tagen für einen Eintrittspreis ist schon nicht schlecht. Obwohl es ein Stadtkurs ist, gestaltet sich St. Petersburg höllisch schnell. Die Kurve, auf die es am meisten ankommt, ist dann auch die erste Rechtskurve. Man kommt von einer Ultrabreiten Geraden (Flugplatz) und muss sich in den Stadtkurs einsortieren. Die meisten Fahrfehler sieht man hier. Sei es, weil man den Bremspunkt verpennt, sei es, weil man einfach die Linie falsch wählt, sei es, weil man eine Lücke sieht, die einfach nicht da ist.
In der ALMS wird Audi sich wieder alleine mit den Porsche und Acura rumschlagen müssen, da Peugeot nicht antritt.

Bei der IRL bin ich mal gespannt, wie die CC Teams auf den Stadtkurs klar kommen. Nach dem letzten Wochenende ist es offensichtlich, dass man noch Monate benötigen wird, bis man einigermaßen mithalten kann. Auf Stadtkursen könnte es anders aussehen. Hier geht es ein wenig mehr um den Fahrer und auch die aerodynamische Abstimmung spielt normalerweise nicht die gro0ße Rolle. Wie erwähnt ist St. Petersburg allerdings ein sehr flüssiger und schneller Kurs, so dass die CC Teams hier wohl nicht auftrumpfen werden.
Tony Kanaan wird für seine Aktion, auf nur drei Rädern ins Ziel humpeln zu wollen, bestraft: Er bekommt 30 Minuten Streckenzeit im freien Training abgezogen.

LMS – Barcelona
Volles Haus in der Le Mans Serie. Was letztes Jahr noch eine Serie war, die so nebenbei lief, startet man dieses Jahr wirklich richtig durch. Das liegt mit Sicherheit auch an der Entscheidung von Audi, sich dem Duell mit Peugeot zu stellen. Aber nicht die mur die beiden Diesel sollte man im Auge habe. Anders als in der ALMS starten in der LMS 17 wagen in der großen Prototypen Klasse. Aber auch in der LM P2 geht es eng zu, denn da tauchen die immer mehr Porsche RS Syder auf, die sich hart duellieren werden. Eine komplette Entry List gibt es hier. Das Rennen geht über 1000 KM und läuft leider parallel zu der F1, aber ein wenig hin und her zappen sollte sich lohnen.

NASCAR – Texas
Nach den langen und langsamen Rennen auf den Shortracks, geht es jetzt wieder mit 200 mph in ein Oval. Texas ist ein klassisches 1.5 Meilen Oval mit 24 Grad Banking. Das macht den Kurs irrsinnig schnell. Die schnellste Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei 196 mph, also knapp 320 km/h. Wie gesagt: im Durchschnitt. Eigentlich verfügt Texas über einen guten Asphalt, der jede Menge Grip bietet, doch nach den Problemen von Goodyear auf den anderen 1.5 Meilen Kursen in Las Vegas und Fontana, muss man mal abwarten, wie der Reifen ist, den man mitgebracht hat. Die Fahrer haben Goodyear nach dem Rennen in Atlanta noch einmal mächtig unter Druck gesetzt und noch so einen PR-Gau kann sich der US-Reifenhersteller nicht leisten.Wen kann man vorne erwarten? Offensichtlich sollte Joe Gibbs mit den Toyota eines der Teams sein, die es zu schlagen gilt. Auch Roush sollte nach seinem kleinen und überraschenden Einbruch auf den Shorttracks mit Carl Edwards wieder vorne dabei sein. Bei Hendrick bin ich mir nicht so sicher. Junior könnte ein Siegkanadidat sein, aber wann war er dass in diesem Jahr noch nicht? Gordon und Johnson würden sicher auch gerne gegen Gibbs kämpfen, aber bisher sahen beide auf den schnellen Ovalen nicht gut aus. RCR sehe ich nicht in den Top 5. Man hat selber schon zugegeben, dass einem noch der Speed fehlt. Gleiches gilt für die Dodge, zumindest die von Ganassi. Die Penske Fahrer sollte man in Texas weiter vorne sehen.

Wer sich fragt, wo die Übertragungen der NW Serie sind – das erste Trainung der NW war schon gestern Abend und wird dieses Wochenende von ESPN 2 übertragen – und die haben sich entschlossen am Freitag nichts zu übertragen. Cup läuft wie gewohnt auf Speed.

Und sonst?
WTCC startet in Puebla, da schreib ich morgen noch was zu.

Eurosport hat erkannt, dass die Speedcarseries ziemlich guten Motorsport bietet und überträgt die Serie ab sofort. (Sind ja leider nur noch zwei Veranstaltungen). Dieses Wochenende sieht man neben Johnny Herbert, Jean Alesi, Uwe Alzen und anderen Stars, auch Jacques Villeneuve und Heinz Harald Frentzen.

05.04.2008

LIVE 08:30 Uhr Speedcar Bahrain 1. Lauf Eurosport 2
LIVE 09:55 Uhr Formel Eins Bahrain 3. FT Premiere Wdh: 11:30 Uhr
LIVE 11:30 Uhr Porsche SC Bahrain 1. Lauf Eurosport
LIVE 12:45 Uhr Formel Eins Bahrain Quali Premiere, RTL Wdh: 23:00 Uhr
Aufz. 13:15 Uhr Porsche SC Bahrain 1. Lauf Eurosport 2
LIVE 14:45 Uhr GP2 Asia Bahrain 1. Lauf Euro 2
Aufz. 17:00 Uhr Formel Eins Bahrain Quali DSF
Aufz. 17:05 Uhr British F3 Oulton Park MotorsTV
Aufz. 17:55 Uhr British GT Oulton Park MotorsTV
LIVE 18:00 Uhr NASCAR SC Texas Training SpeedTV
LIVE 19:30 Uhr ALMS St.Petersburg ABC (!)
Aufz. 20:00 Uhr Formel Eins Bahrain Quali DSF
LIVE 21:00 Uhr NASCAR NW Texas ESPN 2 (!)
Aufz. 22:45 Uhr British F3 Oulton Park MotorsTV
LIVE 23:00 Uhr WTCC Puebla Quali Euro 2
Aufz. 23:35 Uhr British GT Oulton Park MotorsTV

06.04.2008

LIVE 08:30 Uhr Speedcar Bahrain 2. Lauf Eurosport 2
LIVE 10:30 Uhr Porsche SC Bahrain 1. Lauf Premiere, Euro 2
LIVE 11:15 Uhr LMS Barcelona Eurosport, MotorsTV
LIVE 12:00 Uhr GP2 Asia Bahrain 2. Lauf Euro 2
LIVE 12:45 Uhr Formel Eins Bahrain Premiere, RTL
LIVE 16:00 Uhr WTCC Puebla Warm Up Euro 2
LIVE 17:30 Uhr NASCAR SC Texas Raceday SpeedTV
Aufz. 17:45 Uhr ALMS St. Petersburg MotorsTV
Aufz. 18:00 Uhr Formel Eins Bahrain DSF
LIVE 19:00 Uhr WTCC Puebla 1. Lauf Eurosport
LIVE 19:30 Uhr NASCAR SC Texas Fox
Aufz. 19:45 Uhr British F3 Oulton Park MotorsTV
LIVE 20:30 Uhr IRL St. Petersburg Premiere, ESPN
LIVE 22:00 Uhr WTCC Puebla 2. Lauf Eurosport

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F1 – Bahrain Vorschau

Weiterhin etwas verkürzt wegen der Konferenz. TV Termine findet man hier.

Bahrain ist ein schrecklicher Kurs. Langweilig, bis auf vielleicht zwei Stellen, aber immerhin gibt es zwei gute Stellen zum Überholen. Zum einen die enge Kurve nach der Start/Zielgerade, zum anderen die nach außen fallende Bergab-Links Haarnadel (Turn 10), die immer wieder zu Fehlern einlädt. Besonders in diesem Jahr, wo Traktionskontrolle weggefallen ist. Traktion wird überhaupt das Thema sein, denn auf die Strecke wird konstant Sand geweht. Wer neben der Ideallinie überholen und ausbremsen muss, der hat ein Problem, denn nun gibt es keine TK mehr, die ein Blockieren der hinteren Reifen unterbindet. Obwohl der Kurs also eher langweilig ist, könnten die Umstände das Rennen wieder spannend machen. Kann aber auch gut sein, dass es eine öde D-Zug Nummer wird,

Für zwei Teams wird Bahrain besonders interessant: BMW und Williams. Die Engländer hatten in Malaysia ein Katastrophenwochenende und sind unsicher, was den Wagen angeht. Lag die schwache Performance an den harten Reifen, oder doch an der Aerodynamik? Bahrain wird die Antwort bringen. Bei BMW wird sich zeigen, wie gut man tatschlich ist. Kommt man an Ferrari und McLaren ran, oder fährt man relativ alleine zwischen den Spitzenteams und den dem riesigen Mittelfeld? Da wiederum möchte ich mich nicht aus dem Fenster lehnen, wer denn da vorne sein könnte. Toyota? Renault? Red Bull? Da wird wohl wieder um Tausendstel gehen.

Das Rennen verblasst aber leider hinter der Mosley-Affäre. Nach der Veröffentlichung der Bilder in einem britischen Boulevardblatt trudeln so langsam die Reaktionen aus dem Lager der Teams ein. Toyota, Honda, BMW und Mercedes (interessanterweise nicht McLaren) haben schon klar gemacht, dass sie einen Rücktritt von Mosley jetzt nicht als großen Schock empfinden würden. Renault und Ferrari haben sich nicht geäußert. Gleichzeitig meinte Mario Theissen auf der Donnerstags PK, dass die ganze Sache schwer nach einer Falle riechen würde. Irgendjemand will Mosely schaden, die Frage ist nur: wer? Besonders gelungen finde ich es von den Teams nicht, jetzt auch noch öffentlich Öl ins Pressefeuer zu giessen. Ansonsten ist man ja auch in Lage Dinge diskret besprechen zu können. Der Hintergrund für die Handlungsweise der Teams ist wohl noch im verlorenen Zweikampf der Hersteller mit der FIA und Bernie Ecclestone zu sehen. Die Hersteller wollten ja ein größeres Stück der Einnahmen und vor allem mehr Mitspracherecht bei den technischen Regularien. Den Kapf verloren die Hersteller gegen die Achse Mosley/Ecclestone und offenbar ist wohl auch eine Wunde, die durchaus noch schmerzt. Schön finde ich die Art und Weise der Hersteller aber nicht. Ich würde gerne wissen, wie Mercedes reagieren würde, wenn der Fall umgekehrt wäre und ein leitendender Angestellter auf solchen Bildern zu sehen wäre. Vermutlich würde man jedwege Einmischung ablehnen und die Sache als “Privat” deklarieren.

Es geht meiner Meinung nach um mehr, als nur die Demontage eines FIA Präsidenten. Die Hersteller würden gerne jemanden an der Spitze der FIA sehen, der mehr ihren Interessen entsprechen würde. Der Schuss könnte allerdings schnell nach hinten los gehen, denn die FIA ist eine französiche Angelegenheit und es gibt jetzt schon Gerüchte, dass Jean Todt ein Nachfolger von Mosley sein könnte. Der hat ein Interesse an einer FIA Präsidentschaft auch nie ausdrücklich abgelehnt. Da würde sich Mercedes aber freuen. Aber das hat man dann halt davon.

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WTCC – Neue Bilder des Lada / ChampCar – Stars zum Abschied / DTM TV

Kurze Meldungen heute, weil ich ja noch auf der Konferenz bin.

- Es gibt neue Bilder des WTCC Lada aus Russland. Angeblich ist es der Lada. Ich bin mir da nicht so sicher. Zum einen, weil ich das Russisch darunter nicht verstehe, zum anderen sieht die Garage nicht so aus, wie man sich das bei bei einem professionellen WTCC Team vorstellen. Außerdem kann man bisher recht wenig vom Wagen erkennen. Wenn der in sechs Wochen schon starten soll…naja.

- Jimmy Vasser, Urgestein der US-Monopostoserien, setzt sich noch mal in einen Wagen. Zum Abschiedsrennen der ChampCar Serie beim Rennen in Long Beach wird er für KV Racing einen dritten Wagen fahren. Klar – den Sieg im allerletzten Rennen möchte jeder gerne haben.

- Rupert Murdoch hat angekündigt seinen Anteil bei Premiere um weitere 3.1 % auf 23% zu erhöhen. Damit ist er dann derjenige, der die meisten Anteile am Sender hält. Der Rest ist in Streubesitz. Murdoch, bzw. ein Vertreter der News Corp. soll auch einen Sitz im Aufsichtsrat bekommen. Von dort aus kann er als Mehrheitseigner des Senders auch Einfluss auf die Steuerung des Senders nehmen. Gleichzeitig bemüht er sich weiterhin einen deutschen Ableger seines FOX-Senders durch zu bekommen. Mal sehen, was sich da auch in Sachen NASCAR bewegt.

- Die ITR hat dtm.tv gestartet. Dort sollen auch die freien Trainingssessions im Netz gestreamt werden.

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Updates die nächsten Tage / F1 News / NASCAR News

Ich bin ab morgen auf der re:publica 08. Da gibt es zwar WLAN, aber ich muss mal sehen, wie ich mit den Updates hier voran komme. Wegen der Konferenz fällt wohl auch die Analyse der Bahrain Quali weg.

F1 News
- Ferrari packt in Bahrain ein neues Aeropaket auf den Wagen. Vor allem wird wohl die Heckpartie weiter zerklüftet. Nicht dabei ist der mit Spannung erwartete neue Frontflügel, der besagtes 70er Jahre Loch haben soll. Offenbar ist der noch nicht so ganz ausgereift. Fotos davon sind leider noch nicht aufgetaucht.

- Felippe Massa ist nach seinen beiden Fahrfehlern in Italien derartig angeschlagen, dass Luca di Montezemolo persönlich dem Brasilianer den Rücken stärken muss. Klar ist: wenn sich Massa am Wochenende erneut von Raikkönen bügeln lässt, wird er wohl so lange die Nummer Zwei sein, bis er den Finnen punktemässig eingeholt hat. Was wohl nur passiert, wenn Räikkönen ein paar mal ausfällt. Noch so einen Ausrutscher, eine Kollision oder sonstiges kann sich Massa nicht leisten.

- Bei Renault hat Alonso wohl freiwillig angeboten, dass er seine Abstimmungsdaten mit Piquet jr. teilt. Offenbar ist die Stimmung besser als der Wagen.

NASCAR News
- Die Overnight Ratings für das Martinsville Rennen haben sich im Vergleich zum letzten Jahr nicht verändert. Damit hält die NASCAR in diesem Jahr noch Kurs. Nun ist ein Shorttrack Rennen auch in den USA nicht jedermanns Sache. Bin mal gespannt, wie die Rating in Texas sind.

- Die Angelegenheit zwischen Jack Roush und Michael Waltrip ist zumindest nach außen erledigt. Die NASCAR hat entschieden, dass der Diebstahl (Roush) bzw. die Verwechslung (Waltrip) Sache der Teams ist. Tatsächlich gibt es viele Stimmen aus dem Fahrerlager, die sagen, dass eine Verwechlsung von Einzelteilen schnell passieren kann. Die Teams sitzen ja nicht wie in der Formel Eins in abgeschotteten Boxen, sondern nebeneinander in teilweise großen Hallen zu denen fast jeder Zutritt hat. Was allerdings kritisch angemerkt wird, ist die Tatsache, dass das Teil vier Monate im Waltrip Shop rumlag. Michael Waltrip selber hat eh nicht den allerbesten Ruf in Sachen “Schummeln”.

- Hendrick Motorsport und insbesonderer Junior wollen endlich den ersten Sieg in der Saison. Earnhardt wird nächste Woche sogar am Nationwide Rennen teilnehmen um mehr Infos für das Cup Rennen zu haben.

- Meine Top Fahrer der Woche:
Jeff Burton – Zumindest auf den Shorttracks hat RCR was gefunden. Burton führt die Meisterschaft an.
Dale Earnhardt jr. – Reihenweise Top 5 Ergebnisse in diesem Jahr.
Danny Hamlin – Aus dem Nichts auf Platz Eins. Saubere Leistung

- Flop Fahrer der Woche:
Michael Waltrip – Falsche Sway bar eingebaut, oder warum geht es nicht so richtig nach vorne?
Matt Kenseth – Revanchefoul und schlechtes Rennen sind eine schlechte Kombi.
Kurt Busch – Was ist denn mit dem los?

- Team der Stunde
RCR – Nach dem schlechten Start nun ganz vorne in allen Wertungen

- Team mit Problemen
DEI – Die hoffen wohl darauf, dass die schnellen Ovale wiederkommen.

Und sonst?
- Die IRL hat Coca-Cola als Hauptsponsor der Serie für die nächsten Jahren gewinnen können. Das dürfte der Serie einiges an Popularität im Sinne von Markenbewußtsein bringen.

Der Vermarkter der MotoGP, die Dorna, macht ernst mit dem Versuch, Eurosport los zu werden. Mit der BBC hat man schon einen Vertrag bis 2013 geschlossen, also ist Eurosport aus einem Kernmarkt schon mal raus. In Deutschand halten sich die Gerüchte, dass ARD und/oder ZDF mit der Dorna verhandeln.

02.04.2008

Aufz. 11:20 Uhr   French GT   Nogaro   MotorsTV
Aufz. 12:10 Uhr   ARCA   Talladega 2007   MotorsTV
Aufz. 19:30 Uhr   NASCAR SC   Martinsville   Premiere

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