Archive for April, 2008

NASCAR NW – Mexico / DTM – Oschersleben / DTM – Rahmenrennen

Posted 21 Apr 2008 — by DonDahlmann
Category Audi, Mercedes, Motorsport, NASCAR, Toyota, TV Programm

Wehe wenn sie losgelassen. So könnte man das Rennen der Nationwideserie am gestrigen Abend überschreiben. Oder auch: “Rechtskurven, halt.” Sage und schreibe drei Stunden brauchten die Piloten gestern, um 80 Runden zu absolvieren, was ohne Unterbrechungen locker in 120 Minuten hätte erledigt werden können. Aber zwei rote Flaggen und insgesamt sieben Cautions ließen das Rennen gestern zu einer Art zähen, alten Kaugummi werden. Schuld daran waren aber nicht mal die Piloten alleine, sondern vor allem die teilweise nicht nachvollziehbaren “full yellows”, wenn an einer Stelle der Strecke irgendwo ein Auto stand, oder irgendein Teil neben der Strecke lag. Immerhin riss man sich gegen Ende des Rennens zusammen und so konnten die letzten 20 Runden einigermaßen flott über die Bühne gebracht werden.

Dabei fing das Rennen noch gesittet an, denn überraschenderweise kamen alle Fahrer schadlos durch die erste Runde, was die Kommentatoren von ESPN auch überraschte. Doch nach vier Runden war Spaß vorbei, als Kertus Davis in der Parabolica in die Mauer rutschte und das provisorische Ding gleich mal um einen Meter verschob. Nach drei Runden hielt man das Feld dann komplett an und wartete 20 Minuten, bis der Schaden behoben war. Rote Flagge Nummero Zwo erschien in Runde 41, als jemand Öl auf der Strecke verteilte. Wieder dauerte es knapp 15 Minuten, bis die Sache erledigt war. Danach folgten noch einmal drei Cautions, darunter die überflüssigste Debris Caution seit langem, als irgendein Teil weit ab jeder Fahrlinie im Staub rumlag.

Die ganzen Unterbrechungen führten zu einiger Verwirrung was die Strategie anging, aber Ende fanden sich eh wieder die üblichen Verdächtigen vorne. Carl Edwards und Kyle Busch waren da zun finden, dazu die Rundkursexperten Scott Pruett, Marcus Ambrose und Patrick Carpentier. Vor allem Ambrose fuhr ein sehr beherztes Rennen. Während der ehemalige V8 Supercars Meister auf den Oval weiterhin nicht so richtig klar kommt, zeigte er in Mexiko was er leisten kann. Am Start wurde er nach hinten versetzt, weil er die Kupplung wechseln musste. Er war schnell unter den Top Ten, doch ein Fehler seiner Crew führte zu einer Durchfahrtsstrafe, die ihn wieder nach hinten warf. Ihm kamen die vielen Unterbrechungen natürlich zu Gute, aber auch sonst war er ziemlich deftig unterwegs und überholte auch gerne mal auf dem Gras. Leidtragender seiner stürmischen Fahrweise war dann in Runde 56 Boris Said, den er nach der ersten Rechts abschoss. Said, eher ein freundlicher Zeitgenosse, tobte und konnte nur mit Mühe davon abgehalten werden seinen Helm in Richtung Ambrose zu werfen. Am Ende kam für den Mann aus Tasmanien ein zweiter Platz raus. Seine beste Platzierung in einem NW Rennen.

Ganz vorne überraschte mich Kyle Busch. Und das gleich zweimal. Zum einen weil er sich den Sieg holen konnte. Bisher hatte ich ihn als Rundstreckenspezialist nicht so auf dem Schirm, aber die Meinung muss ich wohl ändern. Er war deutlich schneller als der Rest der Welt und leistete sich auf der staubigen Piste nicht einen Fehler. Er blieb auch dann geduldig, als er hinter Scott Pruett feststeckte, der beim letzten Restart vor ihm lag. Statt wie Montoya den Gegner abzuräumen, wartete er auf einen Fehler von Pruett, den dieser auch wegen seiner nachlassenden Reifen schnell machte. Danach musste er zwar noch den anstürmenden Ambrose auf Distanz halten, aber das gelang ihm relativ locker. Überrascht hat mich auch Toyota. Ich habe nicht erwartet, dass die auf einem Rundkurs so gut sein würden, aber vermutlich liegt es in dem Fall schon mehr am Gibbs Team. Wahrscheinlich könnte man einen alten Pontiac Motor reinbasteln und der Wagen wäre immer noch schnell.

Dass das Rennen ein eher zäher Knochen war, lag aber auch an ESPN. Für den zwischenzeitlichen Stromausfall konnten sie nun nichts, aber für die unzähligen Werbeunterbrechungen gerade am Anfang des Rennens schon. Wenn das Rennen schon andauernd von Yellows eingebremst wird, will man in den wenigen Runden, in denen mal gefahren wird, nicht auch noch Werbung sehen. Zum krönenden Abschluss verpennten sie auch noch das entscheidende Überholmanöver, als Busch an Pruett vorbei ging. Den Kommentatoren merkte man zudem an, dass sie sich auf der Rundstrecke nicht wohl fühlen. Rusty Wallace gilt zwar als Rundstreckenexperte, davon merkte man allerdings wenig. Im Grunde waren alle technischen Informationen kaum brauchbar und die Höhe war dann die Bemerkung, dass auf einem Rundkurs die Aerodynamik und der Abtrieb nicht so wichtig seien. Sicherlich ist die Aerodynamik auf einem Oval empfindlicher, aber die Aussage klang, als könne man auch mit einem nacktem Gitterrohrrahmen fahren und wäre immer noch schnell. Insgesamt hat sich ESPN nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

DTM – Oschersleben
Für Oschersleben war das DTM Rennen gar nicht mal schlecht. Die Kartbahn in der Nähe von Magdeburg ist fahrerisch gar nicht so schlecht und recht anspruchsvoll, nur leider ist sie viel zu schmal. Überholen geht nicht mal mit der Brechstange, weil man sich dabei den eigenen Wagen verbiegt. Es geht nur, wenn der Vordermann einen Fehler macht oder man auf Start/Ziel vor dieser elenden 90° Grad Ecke einen Tacken schneller ist. Aber wie gesagt – dafür war das Rennen dann nicht mal schlecht. Jedenfalls ab Platz sechs, also im Mittelfeld. Dort gab es man es sich relativ gut, da Ekström den ganzen Betrieb aufhielt und sogar Ralf Schumacher zeitweise in der Lage war, an den Punkten zu schnuppern. Es balgten sich also die Herren Ekström, Rockenfeller, Prémat, Kristensen, Paffett, Engel und Schneider. Und das machten sie sehr fair und es war trotzdem schön anzusehen, wie die Fahrer verzweifelt nach einer Lücke suchten. Vorne tat sich dagegen gar nichts. Timo Scheider hatte die Sache im Griff und Martin Tomczyk durfte mal wieder nicht kam nicht an ihn ran. Nein – ernsthaft: Scheider war das gesamte Wochenende unschlagbar und Tomczyk sah nie so aus, als könne er Scheider angreifen. Er hielt sich offenbar etwas zurück und dachte ans Punktekonto.
Mercedes sah zumindest im Rennen nicht so schlecht aus. Allerdings ist der 08er Wagen bisher nicht der große Wurf. Man ist eigentlich nicht viel schneller als der Jahreswagen, wie man im Zweikampf zwischen Schumacher und Schneider sehen konnte. Audi hat eben diesen Riesenschritt gemacht und ich glaube nicht, dass man die vier Zehntel die da fehlen so schnell wieder wird aufholen können. Da stellt sich sowieso die Frage, warum die DTM nicht auch zu Platzierungsgewichten greift. (Jaja, ich weiß. Hersteller, Marketing, Werbung, PR….). Mann des Rennens war allerdings Markus Winkelhock. Mit dem 07er Audi landete er auf Platz sechs und fuhr ein ruhiges und gutes Rennen. Er hielt sich aus allem raus und profitierte von den diversen Durchfahrtsstrafen der Konkurrenten. Am Ende nagte er sogar am Heck von Paul di Resta, aber da war kein Vorbeikommen.

Die Übertragung der ARD war mal wieder solala. Irgendwie wirkt Claus Lufen zunehmend gelangweilter und die Übertragungen werden dann gut, wenn das Duo Sohmer/Reuter übernimmt. Die sind wirrklich sehr aufmerksam und Reuter ist ein angenehm kompetenter Mensch ohne das ihm anmerken würde, einen Markenbezug zu haben. Abgewöhnen sollte sich die ARD auch endlich mal den Show/Musikteil am Ende des Rennens. So etwas macht vor einem Rennen Sinn, aber nicht nachher, wenn alle die Interviews und die Siegerehrung sehen wollen. Ein Blick in die USA könnte da helfen.

DTM – Rahmenrennen
Wenig spektakuläres gibt es von den Rahmenrennen zu berichten. Beide Rennen des Polos Cups kamen nicht an das Niveau der Rennen aus Hockenheim, was zugegebenerweise auch eher schwer ist. Aber hier wurden die Probleme der Strecke allzu deutlich. Wenn man nicht mal mit einem Polo überholen kann… was soll man da sagen. Das Rennen des Seat Cups war auch nicht allzu dolle, Nummer Zwo habe ich auch nicht gesehen. Der Porsche Cup war da schon etwas abwechslungsreicher, auch wenn es hier ebenso statisch zuging. Trotzdem war es faszinierend zu sehen, wie sich die Fahrer im Zentimeterabstand rundenlang belauerten und auf einen Fehler warteten. Daraus zog das Rennen dann auch seine Spannung, zumal Uwe Alzen leider schnell draußen war. Der überholt ja, wie wir wissen, gerne immer und überall.

Und sonst?
Fast vergessen: Das FIA GT Rennen. Lief irgendwie etwas an mir vorbei, weil ich das DTM Rennen gesehen habe und man beim DSF eh nicht viel sah. Das lag ausnahmsweise nicht an den Werbeschaltungen des DSF, sonderm am Nebel in Silverstone. Gegen Ende wurde das Rennen aber regelrecht dramatisch und kann jedem nur empfehlen, sich die Aufzeichnung anzusehen.

ALMS, IRL und ChampCar hab ich noch nicht gesehen, wird auch schwer die Woche, da ich viel unterwegs bin. V8 Supercars habe ich nur zur Hälfte gesehen, da ich tatsächlich dabei eingeschlafen bin, was schon wieder alles über das Rennen sagt :)

Vorschau auf das kommende Wochenende – volles Programm. F1, GP2 & Porsche Supercup auf der langweiligen Strecke von Barcelona, IRL fährt in Kansas, die ELMS in Monza und Sprint Cup nebst Nationwide sind in Talladega unterwegs.

Morgen kein Update, deswegen hier schon mal das Programm bis einschließlich Mittwoch.

21.04.2008

Aufz. 16:30 Uhr   Seat Cup   Oschersleben   Premiere
Aufz. 19:40 Uhr   ALMS   Long Beach   MotorsTV
Aufz. 20:45 Uhr   IRL   Motegi   Premiere
Aufz. 22:45 Uhr   V8 Supercars   Hamilton   MotorsTV
Aufz. 23:45 Uhr   Porsche Cup   Oschersleben   Premiere

22.04.2008

Aufz. 12:15 Uhr Formel Eins Bahrain Premiere
Aufz. 15:45 Uhr   V8 Supercars   Hamilton   MotorsTV

23.04.2008

Aufz. 09:35 Uhr British F3 Oulton Park MotorsTV
Aufz. 10:30 Uhr British GT Oulton Park MotorsTV
Aufz. 12:40 Uhr Belcar Zolder MotorsTV
Aufz. 19:10 Uhr   ALMS   Long Beach   MotorsTV
Aufz. 19:30 Uhr Formel Eins Bahrain Premiere
Aufz. 00:00 Uhr   Porsche Cup   Oschersleben   Premiere

IRL Rennen verschoben

Posted 19 Apr 2008 — by DonDahlmann
Category Motorsport

Das IRL Rennen in Motegi ist auf 04.00 Uhr Sonntagmorgen verschoben, weil es regnet. Das Wetter ist aber wirklich schlecht, und eine Absage ist nicht unmöglich. Solle es dazu kommen, wird das Rennen der ChampCars in Long Beach ebenfalls nicht gewertet.

Ansonsten gibt es nichts Neues, Vorschau auf die DTM schenke ich mir diese Woche, zu mal die Quali ja schon gelaufen ist und die Audi wieder haushoch überlegen waren. Eine Augenweide wird das Rennen morgen sicher nicht, dass gibt der Kurs in Oschersleben einfach nicht her.

Die beiden Rahmenrennen des Polo und Seat Cups waren eng, aber nicht überragend.

Im Moment bin ich leider auch mit 1000 anderen Sachen beschäftigt und mein Auto hat auch schlapp gemacht. Ein Neuer (Gebrauchter) musste also her. Da es für den Maserati GT oder den Aston Martin nicht ganz reichte, und ich ihn Berlin eh selten eins brauche, wurde es dann ein älterer Citroen Xantia. Wenn man schon nicht schnell fahren kann, dann wenigstens bequem.

NASCAR NW – Mexico / F1 Super Aguri News

Posted 17 Apr 2008 — by DonDahlmann
Category F1, Motorsport, NASCAR

Der Sprint Cup macht eine Woche Pause, bevor es nächste Woche nach Talladega geht. Diese Woche fährt deswegen nur die Nationwide Serie, die einen Abstecher nach Mexiko macht und zu dem auch noch den erten Rundstreckenkurs des Jahres absolviert. Der Kurs auf dem Autodromo Hermanos Rodrigues ist ja einigermaßen bekannt, da die A1 GP Serie hier regelmäßig startet. Bemerkenswert ist wohl die 1,2 Kilometer lange Gerade bei Start und Ziel. Letztes Jahr bretterten die NW Wagen auch das erste Mal ohne Schikane durch, ich hoffe, dass dies auch in diesem Jahr so ist. Die Jahre zuvor hatte man eine hässliche Ecke in die Gerade gebaut. Nicht sicher bin ich mir, ob die NW Serie die ebenso dämliche Schikane vor der Parabolica mitnimmt, oder sie wie im letzten Jahr auslässt.

Wenn Rundkurse anstehen, dann bleiben einige Fahrer auch gerne zu Hause, bzw. werden von den Teams durch Rundstreckenexperten ersetzt. Montoya hat dieses Jahr keine Lust auf Mexico, dafür findet man folgende Namen auf der Starterliste:

- Boris Said
Wer kennt ihn nicht. Boris Said, der Mann mit der sehr einprägsasmen Frisur, der eigentlich immer lacht. Er stammt aus einer Rennfahrerfamilie. Sein Vater, Bob Said, ist 1959 sogar mal bei einem Formel Eins Rennen in Sebring angetreten, fiel aber in der ersten Runde aus. Boris Said ist der klassische “road course ringer” also einer, den man fast ausschließlich dann holt, wenn es auch mal rechts rum geht. Gewonnen hat Said allerdings noch nie, allerdings war auch oft Pech im Spiel. Er ist im Übrigen eng mit Hans Joachim Stuck befreundet, mit dem er schon oft zusammen im Auto gesessen hat. 2005 konnte er zusammen mit Huisman, Lamy und Priaulx die 24 H vom Nürburgring gewinnen.

- Michel Jourdain Jr.
Der ist aus der ChampCar Serie und der letztjährigen WTCC bekannt. Eigentlich ein Open Wheeler Spezialist, der aber ab und an auch mal in der NASCAR vorbeischaut. Kein Supertalent, aber ein solider Fahrer, der sein Engagement vor allem einer Sache zu verdanken hat: Er stammt aus Mexiko.

- Ron Hornaday jr.
Den Namen kennen NASCAR Experten, weil er mit dreimal die NASCAR Truck Serie gewinnen konnte (96, 97. 07). Er ist einer der erfahrensten Piloten, da er seit 1992 in diversen NASCAR Serien unterwegs ist. Zwar ist er schon 49 Jahre alt, aber das ist ja in der NASCAR kein Alter.

- Scott Pruett
Auch einer der Tourenwagenspezialisten, der seine größten Erfolge allerdings in der GrandAm Serie feiern konnte. Immerhin gewann er zweimal die 24 H von Daytona(94, 07) und 2004 die Meisterschaft. Letztes Jahr lernte er dann die Fahrweise von Montoya kennen, als dieser ihn ein paar Runden vor Schluss beim Rennen in Mexiko von der Fahrbahn rempelte. Er nicht gerade glücklich und dürfte froh sein, dass der Kolumbianer dieses Jahr nicht antritt.,

- Max Papis
Auch kein unbekannter aus diversen Rennserien. Der Italiener, der für Footwork 1996 auch mal in der Formel Eins unterwegs war, hat sich nach vielen Wirrungen in seiner Karriere (F1, ChampCar, IRL, NASCAR) in den letzten Jahren auf den GT-Sport konzentriert, was ihm in der ALMS immerhin ein paar Siege einbrachte.

Das gesamte Wochenende wird leider nicht von SpeedTV, sondern von ESPN 2 übertragen. Bedeutet, dass man ausser dem Rennen wohl kaum etwas sehen wird.

F1 – Super Aguri vor Pleite
Ich hatte im gestrigen Eintrag ja schon vom überraschenden Rückzug der Investoren bei Super Aguri berichtet. So langsam kommt auch ein wenig Licht in die Sache. Interessanterweise scheint Honda dahinter zu stecken, dass die Magma Ltd. den Vermittlungsauftrag überhaupt erst bekommen hat. Honda Motorsportgeschäftsführer Nick Fry hat wohl nach viel hin und her Martin Leach beauftragt, das B-Team zu verscherbeln. Zuvor war Aguri Suzuki selbst unterwegs gewesen, aber seine Bemühungen führten zumindest soweit bekannt ist, zu keinem Ergebnis. Nun ist der Deal in letzter Sekunde geplatzt und alle stehen als Verlierer da. Leach, weil er seine vollmundigen Versprechungen aus dem März nicht halten konnte, Fry weil er sein Versprechen nicht einlösen konnte und Aguri Suzuki der sich mit dem Projekt total verhoben hat. Dazu komme natürlich die ganzen Angestellten im Leafield Technical Centre. Klar ist, dass Super Aguri nur dann den Betrieb aufrecht erhalten kann, wenn Honda noch mal Geld reinsteckt. Die Frage ist nur, was am Ende mehr bringt. Noch weiter Geld investieren, damit das Team wenigstens vor Ort ist, oder es einfach dicht machen, die Schulden abschreiben und hoffen, dass im Laufe des Jahres sich einer findet, der den Laden übernehmen möchte. Ewig Zeit hat man allerdings nicht, denn Aguri muss dringend investieren, damit man überhaupt in der Lage ist, ein eigenes Chassis zu entwickeln. Die Chance, dass das Team weitermachen kann, wird immer kleiner, je mehr Zeit vergeht. Es kann durchaus passieren, dass vom Rennen in Barcelona an nur noch 20 Wagen an den Start gehen werden. Das ist dann auch die Untergrenze für Bernie Ecclestone, der den Veranstaltern mindestens 20 Wagen am Start zusagt. Gleichzeitig wären gleich zwei Slots in der WM frei. Aber wenn man nicht mal einen wegbekommt…

Und sonst?
TV Programm ist hier zu finden

Vorschau auf die DTM, IRL, CC und die FIA GT kommt morgen, bzw. am Samstag, weil ich die ganze Zeit unterwegs bin.

NASCAR News / F1 – Aguri Deal weiter unsicher / DTM – Villeneuve ante portas

Posted 16 Apr 2008 — by DonDahlmann
Category DTM, F1, NASCAR

Update 16.04.08, 18:55 Uhr: Super Aguri Deal mit Magma/DIC ist endgültig geplatzt, nachdem sich der Investor aus Dubai zurückgezogen hat! Damit steht Aguri Suzuki wieder ganz am Anfang und muss dringend einen neuen Geldgeber suchen. Es ist völlig unklar, ob Super Aguri überhaupt beim Rennen in Barcelona wird antreten können. Die Vorzeichen sind denkbar schlecht, da bisher alle Verhandlungen über eine Übernahme des Teams gescheitert sind. Beim Blick in die Bücher haben bisher etliche Geldgeber abgewunken. Hintergrund ist wohl, dass Aguri bei Honda tief in der Kreide steht und der japanische Konzern bei einer möglichen Übernahme seine Verbindlichkeiten sofort zurück haben will. Ein Großteil der geforderten 80 bis 100 Millionen Euro würden also auf der Stelle wieder verschwinden. Dazu käme die Summe, die man alleine benötigen würde, um die Saison beenden zu können, was mit ca. 30 bis 50 Millionen Dollar veranschlagt wird. Dabei ist noch nicht mal die Neuentwicklung des Chassis miteingerechnet. Super Aguri braucht aber wegen der Regeländerungen ab 2009 ein neues Chassis und von Honda wird keins mehr kommen. Allein für diese Entwicklung müsste man noch eine zweistellige Millionensumme drauf buttern. Man sieht am Force India Team, dass man rund 80 Millionen als Gesamtbudget für ein Jahr benötigt.
Die Frage ist, was nun passiert. Angeblich soll es einen deutschen Investor geben, der Interesse gezeigt hat, aber es gibt auch das Szenario, dass man Aguri erst einmal Insolvenz anmelden wird. Das würde das Team zwar aus der WM treiben, auf der anderen Seite hätten Investoren eine bessere Verhandlungsbasis, da man die Höhe der Schulden verhandeln könnte. Es ist erstaunlich, dass ein durchaus erfolgfreiches Team wie Super Aguri (was die Medienpräsenz angeht) keine Geldgeber findet. Entweder hat der Schuldenberg Ausmaße wie weiland bei Arrows (traut sich Tom Walkinshaw eigentlich wieder nach England?), oder Honda spielt da die Bremse, weil man nicht jeden Investor ins Ex-B-Team lassen möchte. Ich hab da kein gutes Gefühl in Sachen Super Aguri.

—schnip—

- BAM Racing verwundert die NASCAR Beobachter. Erst wechselt man mit lautem Tamtam den Hersteller, dann geht plötzlich gar nichts mehr. Statt mit dem neuen Wagen wenigstens den Freitag mitzunehmen, hat man sich nun entschlossen den Rennbetrieb im Sprint Cup vorübergehend ganz einzustellen. Grund: ein Hauptsponsor hat wohl Probleme, das nötige Geld aufzutreiben und es sieht so aus, als würde man vor dem Herbst nicht mehr auf die Strecke gehen. Das würde auch bedeuten, dass der Einsatz von Klaus Graf auf dem Infinion Raceway gefährdet sein könnte. Das muss aber nicht sein, wenn BAM es schafft, für einzelne Rennen einen Deal zu bekommen. Gerade ein Einsatz auf einer Rundstrecke würde sich lohnen, da Graf es vermutlich schaffen würde den Wagen, der jetzt in Sachen Top35 chancenlos ist, zu qualifizieren. Wenn denn dieses Jahr noch was geht, dann wird es wohl auf einer der beiden Rundstreken sein.

- Mit dem Ausfall von BAM kommt auch Schwung auf den Transfermarkt, denn Ken Schrader steht ohne Cockpit da. Er wird aber schon mit der #70 des Haas CNC Racing Teams in Verbindung gebracht, wo man dringend einen erfahrenen Piloten, der den Wagen irgendwie in die Top 35 bringt, braucht. Letztes Wochenende saß noch Johnny Sauter in Cockpit, in Talladega könnte es schon Schrader sein.

- Es mehren sich die Gerüchte, dass man bei Penske eventuell Sam Hornish jr. wenn nicht ersetzen, so doch zumindest im Mai freistellen könnte, da Hornish wohl gerne das Indy 500 fahren würde. Wo er da ein Cockpit bekommt ist mir nicht bekannt, aber möglich sollte das für den dreifachen IRL Meister und Indy 500 Gewinner schon sein. Penske hat sich schon mal David Stremme als Testfahrer gehohlt, der ja zuvor im Wagen von Franchitti gesessen hatte.

- Chip Ganassi hat die Schnauze voll. Neulich hat er schon mal einen Warnschuss in Richtung seines NASCAR Teams abgeschossen, als sich Dario Franchitti nicht für das Rennen in Texas qualifizieren konnte. Er meinte, wenn ein gutes Team es nicht schaffen würde, wenigstens die Quali zu überstehen, dann müsse man wohl demnächst was ändern. Und das hat er jetzt auch gemacht, in dem er die Crew Chiefs von Montoya und Franchitti getauscht hat. Der Kolumbianer bekommt jetzt Jimmy Ellegde (btw. der Ehemann von Juniors Schwester und Managerin Kelly) der immerhin mal bei Casey Mears als dieser noch für Ganassi unterwegs war, einen guten Job gemacht hat. Franchitti bekommt dafür Donnie Wingo, der Montoya die Ovale beigebracht hat. Keine schlechte Idee, dies jetzt bei Franchitti zu machen, in der Hoffnung, dass Montoya genügend Erfahrung hat, auch mit Ellegde klar zu kommen. Überlicherweise ist ein solcher Wechsel aber der letzte Schachzug bevor es zu größeren Änderungen kommt.

- Kyle Busch hat es wohl ernsthaft auf die Nationwide Meisterschaft abgesehen, jedenfalls fährt er am Wochenende in Mexico. Ich bin sehr gespannt, wie sich Busch und der Toyota auf dem anspruchsvollen Kurs schlagen werden. Als Rundkursspezialist ist er mir noch nicht so richtig aufgefallen. Ebenfalls am Start sind Boris “the hair” Said, Scott Pruett, Max Papis und Ron Hornaday.

F1 – Aguri Deal unsicher
Eigentlich sollte der Deal zwischen Magma, Super Aguri und Honda schon am 31.03. über die Bühne gegangen sein. Tatsächlich passiert ist allerdings nicht viel. Man ist sich zwischen Aguri Suzuki und Magma zwar einig und auch Honda würde gerne raus dem Aguri Team, doch es geht wohl um das liebe Geld. GP.com berichtet dass es wohl um zwei Dinge geht. Zum einen würde sich Honda gerne ausbezahlen lassen, zum anderen möchte Magma, die wiederum den Investor DIC (Dubai International Capital) vertreten, das Geld lieber mehrheitlich erst einmal Aguri zufliessen lassen und Honda nach und nach ausbezahlen, was auch Sicht der Investoren ja auch Sinn macht und bei einer Übernahme auch nichts ungewöhnliches wäre. Gleichzeitig gibt es Gerüchte, dass sich DIC (über die ich hier schon mal was geschrieben hab) gerade etwas verzettelt, weil man gleichzeitig auch den Fußballclub FC Liverpool übernehme möchte, was sich als Faß ohne Boden darstellt. 100 Millionen mögen der DIC nicht fürchterlich weh tun, die eine Milliarde für Liverpool schon. Sicher ist, dass Aguri mittels kleiner Finanzspritzen am Leben erhalten wird, aber das bedeutet für das Team, dass man nicht vom Fleck kommt. Nachdem sich Magma Ltd. Gründer Martin Leach schon so weit aus dem PR-Fenster gelehnt hat, dass er offen als Käufer aufgetreten ist, wird er allerdings kaum einen Rückzieher machen wollen. Ich vermute mal, dass man sich kurz vor dem Rennen in Barcelona einigen wird.

DTM – Villeneuve vor DTM Einstieg?
Die Gerüchte verdichten sich, dass Jacques Villeneuve vor einem Einstieg in die DTM steht. Norbert Haug hat Villeneuve in Bahrain getroffen, wo er ihm wohl eine Testfahrt in einer C-Klasse angeboten hat. ITR Chef Hans Werner Aufrecht hat neulich bemerkt, dass ein Mann wie Villeneuve sich gut in den DTM machen würde. Das steht sicher außer Frage, dass der Kanadier ein absoluter Publikumsmagnet sein würde, auch wenn die deutschen Fans immer noch nicht so gut auf ihn zu sprechen sind, seit er sich die harten Duelle mit Michael Schumacher geleistet hat. Auch ist das DTM Feld mit 19 Piloten gerade nicht besonders üppig gefüllt. Auf der anderen Seite – wann soll der Kanadier einsteigen? Er ist bei Peugeot unter Vertrag, wo er im Mai beim 1000 KM Rennen in Spa und bei den 24 Stunden von Le Mans an den Start gehen wird. Beide Rennen benötigen ja nun doch etwas Vorbereitungszeit. Die Frage ist auch, ob es Sinn macht, mitten in der Saison einzusteigen. 2009 sieht das allerdins schon wieder anders aus.

Und sonst?
Nix.

17.04.2008

Aufz. 13:30 Uhr   Porsche Cup   H’heim   Premiere
Aufz. 14:15 Uhr   A1 GP   Shanghai   Premiere
Aufz. 17:00 Uhr   LMS   Barcelona   MotorsTV
Aufz. 19:10 Uhr   ALMS   St.Petersburg   MotorsTV
Aufz. 19:30 Uhr   NASCAR SC   Phoenix   Premiere

NASCAR NW / Speedcar & GP2 Asia Dubai / BTCC / A1 Shanghai

Posted 15 Apr 2008 — by DonDahlmann
Category A1 GP, F1, GP2 Asia, Motorsport, NASCAR, TV Programm

Premiere erfreute die NASCAR Fans gestern mal wieder mit einem ganz besonderen Service. Statt wie ausgezeichnet das Rennen aus Phoenix zu zeigen, wiederholte man ohne Angabe von Gründen einfach das Rennen aus Texas. Deswegen habe ich auch noch nichts gesehen, hoffe aber, dass Premiere beim heutigen Wiederholungstermin mittlerweile in der Lage ist, die Aufzeichung zu senden. Das Premiere nichts senden wollte kann eigentlich nur zwei Gründe haben. Entweder ist in solchen Fälle die Aufzeichnung zu spät raus gegangen, oder die Moderatoren standen nicht zur Verfügung. Auf der NASCAR Media Seite konnte ich sehen, dass die Aufzeichnung für TV Stationen am Sonntag fertig war, also kann es nicht daran gelegen haben. Naja, man ist das ja mittlerweile gewöhnt.

Das NW Rennen aus Phoenix lief gestern immerhin mal bei NASN, die das sonst auch schon mal gerne “vergessen” oder irgendwann in der Nacht versenden. Das Rennen war aber auch eher in der Kategorie “geht so” einzuordnen. Kyle Busch und Carl Edwards waren einfach zu dominant, als das ein richtig gutes Rennen hätte entstehen können, auch wenn es viele Zweikämpfe im hinteren Feld gab. Positiv aufgefallen ist mir mal wieder Brad Keselowski. Das Nachwuchstalent aus Juniors JR Team hatte die Pole gewonnen, und gehörte zu den wenigen, die im Feld der Sprint Cup Fahrer mithalten konnten. Da wächst auf jeden Fall einer ran, den wir bald auch im Sprint Cup sehen könnten. Ansonsten gibt es zum Phoenix Rennen wenig zu sagen. Ein Wort aber noch zu ESPN. Die machen in diesem Jahr einen deutlich besseren Job als noch im letzten Jahr. Die Kommentatoren (Marty Reid, Dale Jarrett, Andy Petree) gaben ein gutes Team ab und man merkt, dass ESPN aus den Fehlern im letzten Jahr gelernt hat. Man ist deutlich lockerer geworden und versucht etwas mehr “Fan-Nähe” zu zelebrieren. Selbst Tim Brewer im TechCenter machte mal einen Witz. Es bleibt zwar dabei, dass Fox weiterhin die meiner Meinung nach beste TV-Crew im Jahr hat, aber immerhin tut sich was bei ESPN.

Im Vorfeld des Sprint Cup Rennens gab es allerdings ziemlichen Ärger. Fox überträgt auch einige Baseballspiele und am Samstag spielten die New York Yankees gegen die Boston Red Sox. Wer sich da nicht so gut auskennt – das ist ein wenig vergleichbar mit einem Länderspiel Deutschland gegen England. Die Feindschaft zwischen beiden Clubs ist legendär und die Spiele echte Zuschauermagneten. Dooferweise hatte es in Boston geregnet, weswegen das Ende des Spiel um zwei Stunden verzögert wurde. Und das ausgerechnet vor dem letzten Inning beim Stand von 4:3 für Boston. Fox hatte also das Problem, zwei Top Ereignisse gleichzeitig zeigen zu müssen. Also verzichtete man auf die komplette Vorberichterstattung und ging nach Boston. Die NASCAR verschob sogar den Start um 15 Minuten, wollte aber nicht abwarten, bis das Spiel ganz vorbei war. Am Ende schaltete man wenige Pitches vor Ende des Spiel gerade rechtzeitig zum NASCAR Rennen – und handelte sich mächtig Ärger mit den Baseball und den NASCAR Fans ein. Die Baseball Fans wiesen nicht ganz zu Unrecht darauf hin, dass man die fünf Minuten ja auch noch hätte zeigen können, zu mal ja auch bis zur ersten Caution leicht delayed hätte übertragen können. Die NASCAR Fans wiederum meinten, dass die Yankees und die Sox dieses Jahr immerhin noch 15mal aufeinandertreffen würden, da kame es auf ein Spiel nicht an. Das Fox aber überhaupt vom Baseballspiel weggegangen ist, zeigt aber auch, wo die NASCAR im TV Ranking steht. Nämlich nach der NFL auf Platz 2 der beliebtesten Sportarten. Baseball folgt erst auf dem dritten Platz, was angesichts der Tatsache, dass Baseball immerhin “die” US Sportart ist, schon erstaunlich ist.

Nächste Woche hat man die Probleme nicht, das der Cup Pause macht und die NW Serie in Mexico unterwegs sein wird.

Nachtrag: Mittlerweile hat Premiere den leicht erkältet klingenden Jacques Schulz in Studio bekommen und eine Aufzeichnung gezeigt. Wie üblich zeigte die Zusammenfassung nur wenig von der Rennaction, aber immerhin blieb man die letzten Runden drauf und zeigte das Benzindrama in voller Länge. Mal wieder war es Chad Knaus, der Jimmie Johnson zum Sieg führte. Irgendwas haben Knaus und seine Jungs gefunden, dass sie immer wieder diese Benzin-Krimis gewinnen können.

Speedcar & GP2 Asia – Dubai
Um es kurz zu machen: Speedcar Serie war erstaunlich mau, verglichen mit den Rennen in den Wochen zuvor, dafür war zumindest das zweite Rennen der GP2 Asia ein echter Brenner. Im letzten Rennen der Saison gab man es richtig heftig und man überholte, wo es eben ging. Eine Safety Car Phase gegen Mitte des Rennens führte das Feld dann auch wieder schön zusammen, so dass der Spaß wieder von vorne los gehen konnte. Am Ende gewann mit Bonanomi mal ein anderer, was auch daran lag, das Seriensieger Grosjan einen schlechten Tag hatte, und das Auto wegwarf.

Insgesamt haben aber GP2 Asia und die Speedcarserie gezeigt, dass sie fantastischen Motorsport bieten können. Von der GP2 wusste man das ja schon aus den letzten Jahren und die Winterserie ist sowieso nur ein verlängerter Test der Hauptserie im Sommer. Bei der Speedcar Serie war das vorher nicht so klar und ich war auch sehr skeptisch, was die Serie angeht. Zumal man auch kaum Fahrer und Teams zusammen bekam. Das änderte sich allerdings im Laufe der kurzen Saison und die Idee, ein paar “Old-Stars” mit ein wenig Geld in die Serie zu holen, erwies sich als goldrichtige Entscheidung. Nicht nur wegen Namen wie Johnny Herbert, Stefan Johansson oder Klaus Ludwig, sondern weil die Herren sichtbar Spaß an der Sache hatten und es krachen ließen. Selbst ein eher zurückhaltender Fahrer wie Frentzen legte alle Rücksicht ab und kachelte um die Ecken. Schon drei Rennen dachte ich mir, dass die Serie eigentlich ins Rahmenprogramm der F1 gehört. Das die Speedcar guten Sport bieten bemerkte dann auch Eurosport und stieg immerhin mit dem zweiten Programm mitten der Saison ein. Und dann ist die Speedcar Serie eigentlich auch ein kleine Ohrfeige gegenüber anderen Tourenwagenserien. Da versenkt man viel Geld in Aerodynamik, Motoren und Getriebe, und dann kommt da eine Serie mit einem V8, vier Gängen, einem Heckspoiler der aussieht, als hätte man ihm von der heimischen Schrankwand abgebrochen und bietet packenden Sport. Das muss mancher Serie doch eigentlich zu denken geben.

BTCC – Rockingham
Das ist Internet ist schon eine tolle Sache, denn jetzt kann ich endlich mal wieder meine Lieblings Tourenwageserie sehen. Die BTCC ist zwar nur eine “kleine” Serie, und auch der Aufwand der dort betrieben wird, ist nach dem Rückzug der ganzen Hersteller zugunsten der WTCC deutlich geringer. Aber dafür liefert man weiterhin fantastischen Sport. Selbst auf einer so öden Rennstrecke, wie in Rockingham. Dabei sind Konzept und Regelement der BTCC gar nicht so weit von der WTCC entfernt. Seit diesem Jahr darf man auch die Super2000 aus der WTCC einsetzen, was einige Teams auch gerne machen. Auf der anderen Seite trauen sich mehr Hersteller rein. Honda hat zwei Civics am Start, die aussehen, als würden sie in jeder Kurve umfallen (was sie nicht tun), Vauxhall hat drei Astras, dazu die üblichen Verdächtigen von BMW und Seat. Und irgendwie gelingt der BTCC das Kunststück, die TDIs von Seat auch einbremsen zu können, während die FIA hier immer noch rumeiert. Was auch daran liegt, dass man mit Platzierungsgewichten während eines Wochenendes nicht gerade rumgeizt. Wer eins der drei Rennen am Wochenende gewinnt, der bekommt halt beim zweiten Renne bis zu 45 Kilo ins Auto gepackt. Das reicht auch den engen britischen Strecken dann aus um keine Überlegenheit aufkommen zu lassen. Natürlich – die Top-Teams haben alle eine gewisse Werksunterstützung. Das britische WTCC hilft den Kollegen aus der BTCC, Honda greift auch gerne ein, Vauxhall füttert das Team ebenfalls, ebenso die Lage bei Seat. Der Abstand zu den wirklichen Privatiers ist daher auch größer geworden, aber nicht so groß, dass die nicht mal vorne mitfahren könnten, wenn der Startplatz stimmt.
Die Fahrernamen dürften den meisten Deutschen aber kaum etwas sagen. Die ganz großen Namen, die man noch aus den 90er Jahren kennt (z.B John Cleland) sind weg, dafür gibt es aber Leute wie Jason Plato, Fabrizio Giovanardi, Matt Neal oder Darren Turner sind schon eingermaßen bekannt. Dazu kommen natürlich die einzigartigen Strecken. Thruxton, Croft, Snetterton, der drei Kurven Kurs von Knockhill und natürlich Oulton Park sind wundervolle Kurse. Keine zwanghaft in die Landschaft gedengelten Strecken, sondern alte Traditionskurse, die den Fahrern eine Menge abverlangen.

Die Mischung aus diesen Kursen, der Chancengleichheit und der britischen Fahrweise macht die Serie zu etwas sehr besonderen und zu einer der besten Tourenwagenserien der Welt. Bevor ich mir ein WTCC anschaue, bleibe ich lieber bei der BTCC.

A1GP – Shanghai
Auch hier nur kurz: Ein eher müdes Rennen auf einem Tielke Kurs. Da kann man einfach nichts machen. Wenn schon die A1 mit den Einheits-Chassis auf diesen Kursen nicht klar kommt, kann man sehen, was das bedeutet. Am Ende gewann immerhin mal die USA die Jonathan Summerton vor dem erstaunlich gut sortieren Team aus Portugal mit Felix Albuquerque. Michael Ammermüller hatte schon im Training verwachst und kam nur auf Platz 10. Vor dem letzten Rennen in Brands Hatch führt die Schweiz mit 29 Punkten Vorsprung auf Neuseeland. Das sollten die Schweizer in der Tasche haben, denn es gibt nur noch maximal 32 Punkte zu vergeben. Aber eine Restunsicherheit bleibt natürlich.

Und sonst?
In Barcelona testen die F1 Teams neue aerodynamische Kleinigkeiten. Leider gibt es noch keine Fotos in den Presseabteilungen der Hersteller, deswegen macht es keinen Sinn, darauf größer einzugehen. Nur so viel sei gesagt: Ferrari tauchte zum ersten Mal mit dem “Loch” im Frontbereich auf. Dabei handelt es sich aber nicht, wie ich vermutet hatte, um einen größeren Lufteinlass im vorderen Bereich des Flügels, sondern nur um einen Lufteinlass über der Vorderachse zwischen Frontflügel und Cockpit. Das ist zwar neu, sieht aber nicht wirklich spektakulär aus. Honda war wiederum mit einem Geweih der Marke BMW unterwegs und scheint da was kopieren zu wollen.
Ferrari und McLaren testen die neuen Slicks von Bridgestone und Massa war mal glatt drei Sekunden schneller. Die Fahrer freuten sich über das “mehr” an Grip, hatten aber auch mit einem schnellen Abfall der Performance zu kämpfen. Das ist aber nicht wirklich etwas Neues, denn die Slicks hatte auch schon früher einen schmalen Peak. Wenn man den “überfahren” hat, kam es sehr schnell zu Blistern, die die Fahrer zum Wahnsinn trieben.

15.04.2008

Aufz. 09:30 Uhr   A1 GP   Shanghai   Premiere
Aufz. 17:00 Uhr   NASCAR SC   Phoenix   Premiere
Aufz. 22:00 Uhr   NASCAR SC   Phoenix   Premiere
Aufz. 00:00 Uhr   A1 GP   Shanghai   Premiere

DTM – Analyse / DTM Rahmenrennen

Posted 14 Apr 2008 — by DonDahlmann
Category Audi, F3 Euro, Mercedes, Motorsport, TV Programm

Ich versuche die Rennen immer live zu sehen. Am Wochenende klappte das leider kaum und ich musste zum ersten Mal seit einiger Zeit auf die Aufzeichnung des DTM Wochenendes die das DSF liefert ausweichen. Und das war gestern eine Katastrophe. Man startete nicht mit der DTM, sondern mit den Rahmenrennen. Jedenfalls versuchte man damit zu starten. Aus irgendwelchen Gründen hatte man technische Probleme. Vom zweiten Rennen der F3 Euro Serie sah man daher nur wenig. So etwas kann passieren, das ist nicht schlimm. Ärgerlich waren jedoch zwei Dinge: Dass man eine halbe Stunde fast nur Werbung sah, weil man die Probleme nicht in Griff bekam und das man nicht mal in der Lage war, das Ergebnis des Rennens mittels eines Crawls einzublenden. So zeigte man zwei zerstückelte Minuten eines Rennens, ohne über das Ende zu informieren. Die anderen Rahmenrennen zeigte man in 60 Sekunden Zusammenfassungen. Das ist dann wirklich mehr als überflüssig. Auch die Werbebreaks waren nervig. Neben wirklich sehr langen Werbeunterbrechnungen, nervte das DSF mal wieder mit ellenlangen Eigenwerbungstrailern, kleinen “präsentiert von…” Spots und anderen Dingen. Das DTM Rennen zeigte man mit einer sehr langen Unterbrechung in der Mitte, so dass man Ende der Werbung fast komplett aus dem Rennen wieder raus war. Das hätte man besser machen können.

Das Rennen selber war eine ziemliche Demontage der Mercedes Armada. Hockenheim galt in den letzten Jahren immer als die Strecke, auf der Mercedes am schnellsten ist. Aber man hatte nicht den Hauch einer Chance. Drei Zehntel in der Quali waren schon ein ziemlicher Hammer und wenn Bruno Spengler am Ende nicht die Ruhe bewahrt hätte, dann wären alle vier neuen A4 auf den ersten vier Plätzen gelandet. Das ist nicht besonders schön. Weder für Mercedes, noch für den Fan. Das Rennen war eher dementsprechend mau, da sich die Audi Fahrer vorne auch nicht weh taten. Da kann man eine Teamorder verbieten wie man will – die Fahrer sind so gebrieft, dass nicht passieren wird. Ein Problem, das in der DTM ja bekannt ist. Da es in dem Sinne keine Privatteams gibt, fehlt der Konkurrenzdruck und damit auch der Druck auf der Strecke etwas zu unternehmen. Ein weiteres Problem scheint die immer ausgefeiltere Aerodynamik zu sein. Wie in der Formel Eins haben die Piloten mit “dirty air” zu kämpfen. Weniger in den Kurven, sondern interessanterweise mehr beim Anbremsen. Wenn vorne der Anpressdruck fehlt, kann man sich nicht so richtig ranbremsen, wie auch das Beispiel von Martin Tomzcyk in der vorletzten Runde gezeigt hat.

Bei Mercedes hat man zu dem Problem, dass man “nur” mit einem komplett überarbeiteten Wagen unterwegs ist, während Audi den ganzen Wagen neuentwickelt hat. Und die aerodynamischen Feinheiten am Audi sind schon sehr auffällig. Die Taille vor der Hinterachse die Luftein- und auslässe im vorderen Bereich sehen schon ziemlich gut aus. Wenn es stimmt, dass Audi erst 80% des Potenzials des Wagens erkannt hat, dann wird Mercedes sich warm anziehen müssen. Und uns steht eine einseitige Saison bevor. Allerdings ändert die ITR schnell mit Regeländerunge dabei um die Chancengleicheit zu wahren. Als ersten Schritt sollte man allerdings die 07er Wagen besser stellen. Im letzten Jahr war man zumindest zu Beginn der Saison auf Augenhöhe mit den neuen Rennwagen. Dieses Jahr sieht das deutlich anders aus, was den Rennen nicht gut tut. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die neue Boxenreglung wirklich so glücklich ist. Zwei Stopps in wenigen Runden machen einfach wenig Sinn. Vielleicht sollte man auf einen Stopp zurückgehen.

Aber alles in allem war der Start in die Saison brauchbar. Mal sehen was Oscherleben bringt.

DTM Rahmenrennen

- F3 Euro
Zwei gute Rennen mit zwei überraschenden Siegern. Ne, eigentlich drei. Jon Lancaster touchierte vor der Mercedes Tribüne das Hinterrad von Jean-Karl Vernay und überschlug sich in Zeitlupe. Er schlug sehr hart mit dem Überrollbügel auf dem Boden auf, behielt glücklicherweise seine Arme im Cockpit, rutschte über den Asphalt und über ein Kiesbett. Es dauerte Ewigkeiten bis man ihm aus dem Auto holen konnte. Aber er ist ok und hat wohl nur eine Prellung am Knie, die ihm aber vermutlich in Oschersleben vin einem Start abhält. Sieger des ersten Rennens wurde der Rookie Mika Mäki, der vom Pech des ART Team profitiere. Nico Hülkenberg fiel in der langen Gelblichtphase mit einem Motor/Getriebeschaden aus und war dementsprechend frustriert. Das Rennen selber lief dann ruhig und hatte viele gut Zweikämpfe.

Das zweite Rennen hab ich leider wegen der Probleme des DSF nicht richtig sehen können. Gewonnen wurde es von Roger van der Zande, der von der Pole gestartet war. Christian Vietoris wurde zweiter, während Hülkenberg nach großartiger Aufholjagd wieder ausfiel.

- Porsche Cup
Bestes Rennen des Wochenendes. Es macht einfach immer wieder Spaß zu sehen, wie sich die Fahrer mit den GT3 beharken. Da zeigt sich, wie gut ein Markenpokal sein kann, wenn das Reglement dementsprechend ist. Es ist schade, dass der Cup mehr oder weniger unter Ausschluss der TV Öffentlichkeit läuft. Er hätte durchaus mehr Aufmerksamkeit verdient, zumal hier auch wirklich gute Leute unterwegs sind.

- Seat Leon
Zwei schöne Rennen mit viel Action vor allem um die vorderen Positionen. Im Seat Cup fahren ja nicht so viele Rookies, sondern eher “alte Hasen”. Vorjahresmeister Thomas Marschall ist ja auch schon gut 44 Jahre alt. Beide Rennen wurde aber dann von Nikki Thiem gewonnen, der genauso wie sein Vater mal wieder ein wenig Dänisch in den Tourenwagensport bringt. Thiem war wirklich das ganze Wochenende gut unterwegs und distanzierte seine Gegner um die nötigen Zehntelsekunden. Auch beim Seat Cup gilt das, was ich zum Porsche Cup gesagt habe. Die Rennen beider Serien waren deutlich spannender als das der DTM.

Und sonst?
Hier liegen noch das Sprint Cup Rennen, beide Speedcar Rennen und alle drei BTCC Rennen. Kommt dann morgen.

Vorschau aufs kommende Wochenende: ALMS Long Beach, ChampCar Long Beach Abschiedsrennen, IRL Montegi, FIA GT Silverstone, DTM und Rahmenrennen Oschersleben, V8 Supercars Hamilton.

15.04.2008

Aufz. 12:00 Uhr   Porsche Cup   H’heim   Premiere
Aufz. 12:45 Uhr   A1 GP   Shanghai   Premiere
Aufz. 15:00 Uhr Speedcar Dubai 1. Lauf Euro 2
Aufz. 15:30 Uhr Speedcar Dubai 2. Lauf Euro 2
Aufz. 18:00 Uhr   NASCAR SC   Phoenix   Premiere
Aufz. 21:00 Uhr   Speedcar   Dubai 1. Lauf   Euro 2
Aufz. 21:30 Uhr   Speedcar   Dubai 2. Lauf   Euro 2
Aufz. 22:45 Uhr   British F3   Oulton Park   MotorsTV
Aufz. 23:35 Uhr   British GT   Oulton Park   MotorsTV  

Kurze Meldung

Posted 14 Apr 2008 — by DonDahlmann
Category Motorsport

Mal wieder etwas im Arbeitsstress und mir fehlen noch die Hälfte der Rennen vom Wochenende, die hier noch auf der Festplatte liegen. Da heute aber noch viel wiederholt wird, hier schnell noch die Tagesübersicht. Analyse folgt dann später.

14.04.2008

Aufz. 14:00 Uhr   Seat Leon Cup   H’heim   Premiere
Aufz. 14:30 Uhr   NASCAR NW   Phoenix   NASN
Aufz. 19:15 Uhr   NASCAR SC   Phoenix   Premiere
Aufz. 20:15 Uhr   A1 GP   Shanghai   Premiere
Aufz. 23:45 Uhr   Seat Leon Cup   H’heim   Premiere

NASCAR Phoenix / DTM Vorschau / F3 Euro Vorschau / A1 GP Shanghai

Posted 11 Apr 2008 — by DonDahlmann
Category A1 GP, DTM, F3 Euro, Motorsport, NASCAR, TV Programm

Der Sprint Cup fährt an diesem Wochenende nach einem etwas merkwürdigen Zeitplan. Die Quali war schon gestern, heute gibt es noch die Trainingseinheiten und in der Nacht von Samstag auf Sonntag findet das Rennen statt. Der Grund für die Zeiten: die NASCAR ist in Phoenix/Arizona unterwegs, da beträgt der Zeitunterschied gute neun Stunden nach Deutschland und man fährt ein Abendrennen. Daher muss bei der Startzeit einen Kompromiss eingehen und startet eben etwas später.

Der Kurs selber ist ein merkwürdiges Ein-Meilen-Oval mit unterschiedlichen Bankings. Turn 1 und 2 haben elf Grad, Turn 3 und 4 nur neun Grad. Dazu kommt, dass alle Turns unterschiedliche Radien haben, die Gegengerade einen ziemlichen Knick hat und es jede Menge Bodenwellen gibt. Anders ausgedrückt – hätte der Kurs wenigstens eine Rechtskurve, er würde glatt als Rundstrecke durch gehen. Was die Abstimmung für die Cup Wagen nicht leicht macht. Einerseits muss man sehen, dass man in den engen Kurven gut unterwegs ist, aber dass bedeutet dann, dass man in den schnelleren ersten Kurven meist Untersteuern hat, was wiederum schlecht ist, wenn man auf die recht lange Gegengerade viel Schwung mit nehmen möchte. Wie man es also macht – man macht es falsch und die absolut perfekte Abstimmung wird es kaum geben.

Bleibt die Frage, wer am Ende vorne sein wird. Das ist auf Kursen wie Phoenix immer eine Glücksache. Meist sind es die Shorttrack Spezialisten, die hier gut unterwegs sind. Jimmie Johnson, Jeff Gordon, Jeff Burton und Mark Martin sind so Kandidaten. Aber auch Kyle Bush und Tony Stewart. Nachdem die RCR Truppe aber so stark war, sollte man vor allem die im Auge haben. Junior hat hier zweimal gewonnen und bei seiner sehr guten Form in diesem Jahr ist auch er einer, den man nicht aus den Augen lassen sollte. Trackposition ist in Phoenix zwar wichtig, aber weil der Kurs etwas breiter ist und höhere Geschwindigkeiten zuläßt, kann man sich durchaus nach vorne arbeiten. Rund 40% der Sieger kamen aber aus den Top Ten.

In der Quali zeigten sich endlich mal wieder die Dodge. Ryan Newman holte sich die Pole, Elliot Sadler den zweiten Platz. Mit Kasey Kahne landete dann auch noch der dritte Dodge in den Top 5. Auch Dario Franchitti konnte sich nach der Enttäuschung der letzten Woche wieder im Feld platzieren, was zeigt, wie gut die Dodge hier funktionieren. Ob man allerdings in der Lage ist, das Ergbnis auch im Rennen zu produzieren, muss man sehen. Da würde ich doch eher RCR und Hendrick auf dem Schirm haben.

DTM – Vorschau
Aus Zeitgründen habe ich leider die DTM etwas vernachlässigt. Was ein wenig unfair ist, denn man muss der DTM zugute halten, dass letztes Jahr eine wirklich gute Saison gezeigt hat. Mir ist die DTM wegen der fehlenden Privatteams zwar immer noch etwas zu artifiziell, aber dennoch ist die Serie gut geworden. Was auch daran liegt, dass man im Gegensatz zu anderen Serien wirklich sehr schnell mit Regeländerungen kommt, wenn es nötig ist. Dazu kommen die Stars, das einheitliche Reglement und Rennen, die den Namen auch verdienen (Huhu, WTCC).

Vermutlich wird es aber auch in diesem Jahr so sein, dass wohl Ende nur die Fahrer einen Chance haben, die in den 2008er Wagen sitzen. Sieht ja irgendwie blöd aus, wenn am Ende der “alte” Wagen gewinnt, damit kann man schlecht werben. Bei Mercedes sind das:

- Bruno Spengler
- Paul di Resta
- Jamie Green
- Bernd Schneider

Audi setzt folgende Fahrer in die neuen Wagen:

- Mattias Ekström
- Martin Tomczyk
- Tom Kristensen
- Timo Scheider

Ausser Kathrine Legge und Christijan Albers sitzt der Rest in 07er Wagen. Die restliche Fahrerliste ist aber wirklich nicht schlecht. Gary Paffett hat den Sprung in einen 08er Wagen nicht geschafft. Zum einen, weil Bernd Schneider noch eine Saison fährt, und man Jamie Green eine echte Chancen geben möchte. Ralf Schumacher wird man vermutlich nicht sehr oft vorne sehen. Er hat wenig Tourenwagenerfahrung und ich weiß nicht, ob man das im Mercedes Lager so hält, wie bei Audi, wo die Abstimmungen ausgestauscht werden. Man sollte nicht zuviel von Schumacher erwarten. Das gilt auch für Maro Engel, der einen Platz bei Mercedes ergattern konnte. Bei Audi hat man sich mit Oliver Jarvis einen Mann geholt, der durchaus für Überraschungen sorgen konnte. Jarvis hat eine bunte Karriere hinter sich. Nach einigen Formel Serie in England, war in Japan unterwegs, wo er auch mal in der Super GT eingesetzt wurde. Im letzten Jahr fuhr recht erfolgreich in der A1 GP. Alexandre Premat, Christijan Albers, Mike Rockenfeller und Markus Winkelhock sind alte Bekannte, aber zu Kathrine Legge vielleicht noch ein paar Worte. Die Dame kennt man eher aus der ChampCar Serie, wo sie allerdings etwas unter Wert geschlagen wurde. Immerhin war sie 2005 mal dritte in der Formel Atlantic Serie. Das muss man auch erst einmal hinbekommen. Tourenwagenerfahrung hat sie allerdings überhaupt keine, deswegen würde es mich wundern, wenn sie man in den Top 5 landen sollte.

Beim Kalender hat sich wenig getan. Mit dem Rundkurs in Le Mans ist ein weiteres Rennen dazu gekommen, was die Saison etwas aufwertet. Trotzdem sind die Pausen zwischen den Rennen für meinen Geschmack etwas lang, aber man muss da auch Rücksicht auf die Verpflichtungen der Fahrer in den anderen Serien nehmen.

F3 Euro – Vorschau
Nachdem Durchmarsch von Romain Grosjan im letzten Jahr, wäre es schön, wenn es mal wieder etwas spannendere Rennen geben würde. Die Chance dafür ist durchaus gegeben. Mit Nico Hülkenberg gibt es zwar einen Fahrer, dem der Titel schon jetzt zugeschrieben wird, aber so sicher wäre ich mir da nicht. Denn da gibt es durchaus noch ein paar andere Kandidaten:

- James Jakes
Der 21jährige Brite ist wie Hülkenberg in seiner zweiten F3 Euro Saison. Im leztten Jahr wurde immerhin fünfter der Meisterschaft und konnte ein Rennen (Magny Cours) gewinnen. Er hat also die Erfahrung und bei ART auch den Wagen, den er braucht.

- Christian Vietoris
Es gibt durchaus Stimmen, die sagen der Deutsche sei schneller als Hülkenberg, aber so richtig glaube ich das noch nicht. Er wird ein Lehrjahr in der F3 haben, könnte aber in den Top 5 mitmischen,

- Sam Bird
Noch ein Brite, der aus der britischen F3 Serie rüber gekommen ist. Ich hab Bird schon wirklich gute Rennen fahren gesehen, auch wenn er letztes Jahr etwas Pech hatte. Der könnte Hülkenberg das Leben schwer machen.

- Franck Mailleux
Guter Mann, nur ist das Signature-Plus Team zu den Volkswagen-Motoren gewechselt. Ich kann nicht einschätzen, wo VW dieses Jahr steht.

Außerseiter:
Mika Mäki, Maxi Götz, Rodolfo Gonzales.

Und sonst?
Und dann war da noch das A1 Rennen am Wochenende in Shanghai, bei dem sich die Meisterschaften schon zu Gunsten der Schweiz entscheiden kann. Shanghai ist halt auch einer dieser Tielke Strecken, die auch der A1 nicht besonders gut tun, auch wenn man mit diesen Wagen wenigstens noch überholen kann. Aber wirklich Spaß machen die Rennen da nicht. Das Finale in Brand Hatch dürfte eher was sein.

Dazu gibt es noch die restlichen Rahmenrennen der DTM (Formel BMW, Seat Leon, Porsche Cup), die alle bei Premiere laufen. Wochenendprogramm gibt es oben rechts!

TV am Wochenende

Posted 10 Apr 2008 — by DonDahlmann
Category Motorsport

Keine Zeit heute. Bitte nicht vergessen: die Quali für den Sprintcup ist schon in der kommenden Nacht!

11.04.2008

LIVE 01:00 Uhr NASCAR SC Phoenix Quali SpeedTV
LIVE 02:30 Uhr NASCAR NW Phoenix Training SpeedTV
Aufz. 09:35 Uhr LMS Barcelona MotorsTV
Aufz. 19:30 Uhr F1 Bahrain Premiere
Aufz. 21:00 Uhr British F3 Oulton Park MotorsTV
LIVE 23:00 Uhr NASCAR NW Phoenix Quali SpeedTV

12.04.2008

LIVE 00:30 Uhr NASCAR SC Phoenix Training SpeedTV
LIVE 03:45 Uhr NASCAR NW Phoenix ESPN 2
Aufz. 09:40 Uhr DTM Hockenheim dtm.tv
Aufz. 11:00 Uhr GP2 Asia Dubai 1.Lauf Euro 2
Aufz. 11:20 Uhr British F3 Oulton Park MotorsTV
LIVE 11:45 Uhr F3 Euro H’heim 1. Lauf Premiere
LIVE 12:00 Uhr GP2 Asia Dubai 2.Lauf Euro 2
Aufz. 12:10 Uhr British GT Oulton Park MotorsTV
LIVE 13:25 Uhr DTM H’heim Quali ARD
LIVE 13:00 Uhr Speedcar Dubai 2.Lauf Euro 2
Aufz. 18:30 Uhr ALMS St.Petersburg DSF
Aufz. 19:00 Uhr F3 Euro H’heim 1.Lauf DSF
Aufz. 23:00 Uhr GP2 Asia Dubai 2.Lauf Euro 2

13.04.2008

LIVE 00:00 Uhr NASCAR SC Phoenix Raceday SpeedTV
LIVE 02:00 Uhr NASCAR SC Phoenix FOX
LIVE 08:45 Uhr A1 GP Shanghai Premiere
Aufz. 10:30 Uhr Seat Leon Cup Hockenheim Premiere
LIVE 10:50 Uhr F3 Euro H’heim 2. Lauf Premiere
Aufz. 11:50 Uhr Porsche Cup Hockenheim Premiere
Aufz. 12:40 Uhr Polo Cup Hockenheim Premiere
LIVE 13:45 Uhr DTM Hockenheim ARD
Aufz. 17:15 Uhr F1 Bahrain Premiere
Aufz. 18:00 Uhr DTM Hockenheim DSF
Aufz. 21:00 Uhr LMS Barcelona MotorsTV

Leser fragen, Don antwortet / NASCAR News

Posted 09 Apr 2008 — by DonDahlmann
Category In eigener Sache, NASCAR, TV Programm

Ab und an trudeln Emails von Usern mit Fragen zu meiner Person und/oder diesem Blog ein. Ich hab jetzt mal ein paar gesammelt und beantworte die hier.

1. Warum gibt es nur einmal am Tag ein Update?
Das hier ist keine Newsseite im herkömmlichen Sinne. Es würde meine Ressourcen völlig überlasten, würde ich hier für jede interessante Meldung einen eigenen Eintrag erstelle. Bei sehr wichtigen Meldungen mache ich meist eine Ausnahme. Aber dieses Blog ist auch eher für die Analyse gedacht, also für alles, was insgesamt passiert. Ich versuche die Meldungen, die am Tag oder in einem längeren Zeitraum auftauchen in einen größeren Zusammenhang zu bringen. Desweiteren möchte ich wo es geht Hintergründe liefern, wie zum Beispiel bei der “Premiere/NASCAR” Sache oder dem Verkauf von Super Aguri. Wer nur die Ergebnisse sucht, für den gibt es andere tolle Seiten. Die Rennen am Wochenende versuche ich zeitnah zu verfolgen. Wenn es geht, blogge ich live. Leider ist das Wochenende auch meine einzige Freizeit und manchmal bin ich einfach zu müde, um fünf Stunden NASCAR zu begleiten. Zu dem sehe ich meine Freundin auch nur alle paar Wochenenden.

2. Wie kommst Du an die News und an die Bilder?
Ich nutze das Internet und persönliche Quellen, die ich mittlerweile habe. Mittels RSS-Feeds und anderen Techniken sammel ich die Nachrichten, bündel sie und suche die Informationshäppchen zusammen. Dazu kommen die Informationen aus dem Presseabteilungen. Ich bin bei NASCAR Media ebenso akkreditiert wie bei Ferrari, McLaren oder anderen Anbietern. Dabei hilft mir natürlich, dass ich ansonsten als Journalist arbeite und einen DJV Presseausweis hab.

2 a. Kann ich dieses oder jenes Bild haben?
Nein. Die Bilder sind leider alle nur zum Zwecke der Berichterstattung. Nicht meine Entscheidung, sondern die der Presseabteilungen.

3. Verdienst Du mit dem Blog Geld?
Nein. Es ist nicht so, dass ich es nicht will, aber es gibt bisher weder einen vernünftigen Vermarkter, noch bewegt sich in der Motorsportszene etwas, die ja sowieso erstaunlich wenig Online Kompetenz hat. Ich könnte Banner und Google Adsense einsetzen, aber wegen der paar Euro bringt das nichts. Wegen 200 Dollar mache ich mir nicht den Stress bei meiner Steuererklärung :). Wenn es um Geld verdienen geht, dann möchte ich dieses Blog auch vernünftig einsetzen. Ich biete gerade einigen Teams an, dass ich sie beim 24 H Rennen auf der Nordschleife live im Blog mit Texten, Fotos und Videos begleite. Das ist eine Dienstleistung und dafür will ich dann auch dementprechend Geld. Bisher ist die Reaktion aber eher mau.

4. Was machst Du sonst so?
Ich verdiene mein Geld mit journalistischen Dingen, Schulungen und Beratungen im Bereich Web 2.0.

5. Kannst Du Dich noch an Dein erstes Rennen erinnern?
Uhhh…schwer. Ich stamme aus Bonn und mein Vater war ein typischer Hobbyrennfahrer. In den 70er hatte er einen von Nothelle aufgemotzten Audi 50 in dem ein Veytal Motor steckte. Damit konnte er die schnellen Autobianchi ärgern. Ich bin tatsächlich mit dem Kinderwagen an der Nordschleife und erinnere mich noch gut daran, wie ich der alten Boxenanlage auf dem Ring unterwegs war. Mein erstes F1 Rennen war mit neun Jahren, da stand ich 1976 nur zwei Kilometer von jener Stelle entfernt, an der Niki Lauda verunglückte.

6. Wieviel Zeit verbringst Du mit dem Motorsport?
In der Hauptsaison sehr viel. Allein das Sichten der Nachrichten, Fotos und erstellen der täglichen Updates kostet mich rund 60 bis 90 Minuten pro Tag. Die Wochenendeinträge brauchen je nach Umfang gerne auch mal zwei Stunden. Sitze ich an einer längeren Geschichte, geht auch mal ein Tag drauf. Dazu kommen die Magazine (MSA) und die ganzen Rennen, die ich mir als Aufzeichnung ansehen, wenn ich eins verpasst habe. Im Grunde verbringe ich also zuviel Zeit damit :)

NASCAR – News

- Beim Traditionsteam Petty Enterprises geht es drunter und drüber. Nachdem man im letzten Rennen erfolglos den Nachwuchsmann Chac McCombee ausprobiert hat, darf in Phoenix wieder Kyle Petty ran. Der bekommt aber mit Stewart Cooper einen neuen Crewchief an die Seite gestellt. Ähnlich wie Yates und den Wood Brothers geht es dem Petty Team schlecht. Soeben verabschiedete sich mit “General Mills” der Hauptsponsor der Wagens von Bobby Labonte in Richtung RCR, die einen vierten Wagen ab 2009 einsetzen wollen. Damit nicht genug, wird wohl auch Labonte selber zu RCR entfliegen. Petty Enterprises steht also damit ziemlich schlecht da. Dazu kommt, dass man von Dodge nicht gerade mit Spitzenleistungen versorgt wird. Die Motoren bekommt man von Gilett/Evernham und auch beim Chassis bekommt man Hilfe. Von einem Merger mit GEM will man aber nichts wissen.
Es sieht weiterhin düster für die alten Teams aus, die in den letzten Jahren während der Kostenexplosion die Anschluss an die Spitze verloren haben. Das CoT mag wegen der vielen Vorgaben der NASCAR letztlich günstiger als das alte Chassis sein, allerdings stecken die Spitzenteams genau aus dem Grund immer mehr Geld in den Motor und wichtige Teile wie Aufhängung, Dämpfer usw. Da können die kleinen Teams aufgrund ihrer beschränkten Ressourcen nicht mithalten. Wer aber nicht in den Top 20 ist und Aussicht auf den Einzug in den Chase hat, der hat ein Problem mit den Sponsoren. Vor dem Chase sah die Sache noch anders aus, denn dort konnte man zumindest noch mit Top 15 Platzierungen glänzen. Jetzt konzentriert sich im Herbst die Berichterstattung nur noch auf die 12, die auch in den Chase kommen. Der Rest muss sehen wo er bleibt.

- Ryan Newman kosten die paar Zehntelmillimeter, die sein Wagen in Texas hinten rechts zu hoch war, 25 Punkte und 25.000 Dollar.

- Jeremy Mayfield (#70) wird zumindest für das Rennen in Phoenix durch Johnny Sauter ersetzt.

- Alle freuen sich, dass Michael McDowell seinen üblen Unfall in Texas unverletzt überstanden hat, und loben dafür das CoT. Alle hassen das CoT, wenn sie damit Rennen fahren müssen. Der Grund: mangelnder Grip. Ausnahmsweise liegt das nicht (nur) an Goodyear, sondern eben auch am Wagen. Während man dank des Heckflügels hinten jede Menge Anpressdruck hat, sind die Wagen vorne nervös geworden. Das hört man auch immer hübsch am Funk. Selten hat man so viele Fahrer “tight” rufen hören, wie in dieser Saison. Schuld daran soll der Splitter sein, der auch als eine Art Frontflügel funktioniert. Zusammen mit dem Heckflügel hat man ein ähnliches Problem wie in der Formel Eins. Die Luft nach hinten wird zu sehr verwirbelt, also “dirty air”, die dem nachfolgenden Fahrer den Anpressdruck nimmt. Dadurch ist es schwer, ab der Mitte der Kurve hinten dran zu bleiben. Ganz schlimm muss die Sache sein, wenn man seitlich auf schnellen Strecken unterwegs ist. Woran das genau liegt, weiß auch noch keiner so richtig. Sicher ist nur: Die NASCAR muss offensichtlich was ändern, aber das wird so schnell nicht passieren. Mit “nicht so schnell” meine ich: nicht mehr in diesem Jahr. Allerdings – das Daytona 500 in diesem Jahr war schon mau, was auch am CoT gelegen haben soll. Wenn das Rennen in Talladega am 27.04. ebenso schwach ist, wird der Druck auf die NASCAR größer.

Und sonst?
Ich überlege die BTCC mit in die Berichterstattung zu nehmen, alledings warte ich erst einmal ab, ob es auch vom nächsten Rennen wieder Aufzeichnungen gibt *hüstel*

09.04.2008

Aufz. 14:50 Uhr NASCAR SC Texas Premiere
Aufz. 16:35 Uhr ALMS St. Petersburg MotorsTV
Aufz. 17:00 Uhr Formel Eins Bahrain Premiere
Aufz. 18:20 Uhr British F3 Oulton Park MotorsTV
Aufz. 19:10 Uhr British GT Oulton Park MotorsTV