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F1 – GP Australien 2008

Posted 13 Mrz 2008 — by DonDahlmann
Category F1, TV Programm

Heute Nacht geht es endlich wieder los: Premiere fängt schon um 23.55 Uhr mit der Übertragung aus Australien und kurz danach wird man endlich die neuen Autos auf der Strecke sehen. Hoffentlich wird etwas mehr gefahren, als im letzten Jahr, wo es lange dauerte, bis die ersten Zeiten auftauchten.

Es gibt in diesem Jahr einige Regeländerungen in der F1:

- Die Standardelektronik
Seit diesem Jahr hat die FIA eine Standardelelektronik eingeführt, die bei den Teams nicht nur für glückliche Gesichter sorgte. Das liegt zum einen daran, dass die Elektromik von einer Tochterfirma der McLaren-Gruppe kommt, die ja im Moment nicht den allerbesten Ruf in der Szene genießt, zum anderen befürchtet man aber auch zusätzliche Sicherheitsprobleme. Die Traktionskontrolle ist nun endlich Vergangenheit, aber damit verbunden ist natürlich auch der Verlust der Startautomatik. So sehr ich das Ende der Traktionskontrolle begrüße, so skeptisch bin ich aber auch in Sachen Startautomatik. Viele werden sich an die üblen Startcrashs in der Formel Eins aber auch in anderen Serien erinnern, bei denen ein Fahrer die Kzupplung verbrannte oder der Wagen einfach absoff. Natürlich – auch in den letzten Jahren gab es immer mal wieder Startunfälle in der Formel Eins. Zuletzt war es glaube ich Kimi Raikkönen 2006 in Spanien, der von hinten startete und jemanden übersah. Aber das Risiko wird doch jetzt noch größer. Offenbar kann aber die System nicht so trennen, dass man zwar keine Traktionskontrolle, dafür aber eine Startautomatik hat.

- Getriebe
Die müssen jetzt vier Rennen durchhalten. Wer vorher wechseln muss, wird fünf Plätze nach hinten gereicht.

- Motorwechsel
Der erste Motorschaden in einer Saison ist nun frei. Wem im 3. Training oder in der Quali der Motor platzt, der wird beim ersten Vorfall nicht zurückgesetzt.

- Quali
Die 3. Quali Session ist nur 10 Minuten lang. Damit entfällt das öde Sprit leer fahren. Dafür ist der erste Teil 20 Minuten lang.

Vor allem die Regeln beim Getriebe könnten einigen Teams Ärger bereiten, denn das war bisher oft ein Grund, warum ein Wagen im Training nicht lief.

Der Kurs:
Die Saison startet wie schon seit einigen Jahren in Australien. Melbourne ist ein Stadtkurs, der aber teilweise über eine permanente Rennstrecke führt, auch wenn es auf den ersten Blick gar nicht so aussieht. Die Strecke ähnelt der von Montreal. Lange Gerade, enge Kurve, lange Gerade. Auch was die Auslaufzonen angeht, sieht es in Melbourne nicht so richtig gut aus. Es gibt etliche Stellen, wo man lieber nicht abfliegen möchte, da man zwischen den Leitplanken wie ein Gummiball hin und her geschleudert wird. Dazu kommt die erste Kurve. Eigentlich kracht es beim Start immer, weil man versucht zu viert in eine Kurve reinzufahren, in die mit viel Glück vielleicht zwei Wagen passen. Ralf Schumacher flog zu Williams Zeiten hier mal böse ab. Die nächste Ecke ist aber auch nicht besser. Nach einer kurzen Gerade geht scharf nach rechts und natürlich versucht man hier noch einmal zu überholen. An dieser Stelle gab es schon etliche, haarsträubende Unfälle, die vor ein paar Jahren auch das Leben eines Streckenpostens kosteten. Im letzten Jahr rasierte kollidierte Coulhard und Wurz und beide kamen nur mit Glück unverletzt aus ihren Autos. Die Strecke hat es also in sich, das gilt insbesondere dann, wenn es regnet. Aber danach sieht es dieses Wochenende nicht aus.

Bei der Boxenstrategie wird man wenig revolutionäres sehen. Man kann eine Einstopp-Strategie wählen, besonders, wenn man weit hinten steht. Überholen ist in Australien möglich und gerade in diesem Jahr, wo die Traktionskontrolle fehlt, sollten die kurzen Gerade für einen Überholvorgang ausreichen, wenn der Konkurrent zu früh auf dem Gas steht. Wegen der besseren Beschleunigung und den frischeren Reifen lohnt sich aber aus diesem Grund eher die Zweistopp-Strategie. Man kommt mit den neuen Reifen einfach besser aus den Kurven raus.

Ich lehn mich mal nicht aus dem Fenster, wer das Rennen gewinnen kann. Es gibt zum Saisonstart einfach zu viele neue Faktoren, die eine Einschätzung unmöglich machen.

Übertragung:
Bei RTL ändert sich nichts. Man wird weiter mit Kai Ebel, Heiko Waßer und Christian Danner leben müssen. Danner ist ja kein schlechter, aber bei Waßer drehen sich mir immer die Fußnägel um. Die Randberichterstattung erledigen wie gewohnt souverän Florian König und Niki Lauda.
Bei Premiere gibt es nur eine Änderung. Hans Joachim Stuck spielt nicht mehr den Experten mit BMW-Vertrag. Stattdessen hat man sich Keke Rosberg geangelt, der mit Peter Lauterbach im Fahrerlager rumsteht. Lauterbach ist eher in der Kategorie “naja” einzuordnen. Er ist halt etwas jung und man spürt besonders bei Interviews mit Ron Dennis, dass man Lauterbach nicht wirklich ernst nimmt. Keke Rosberg dürfte allerdings ein Gewinn sein. Der Finne ist für seine ebenso launischen wie ehrlichen Kommentare bekannt, allerdings darf man auch nicht vergessen sein Sohn (dessen Manager er nicht mehr ist) für Williams unterwegs ist. Als Kommentatoren werkeln weiter Jacques Schulz und Marc Surer. Zu Schulz gibt es ja nun sehr unterschiedliche Meinungen. Die einen finden seinen Stil zu schrill und sprechen von “Pseudo-Aufgeregtheit”, die anderen mögen seine Art, etwas Emotion in die Sache bringen. Ich kann mit ihm gut leben, weil jede Menge Sachkenntnis hat und ich es mag, wenn einer im Rennen mitgeht. Weiterhin amüsieren werde ich mich über Marc Surer, der auch in diesem Jahr einfach nicht antworten wird, wenn Schulz ihm eine Frage stellt, die Surer als zu “dämlich” empfindet. In der Box turnt weiterhin Tanja Bauer rum, deren Interviews mit meist bescheiden sind, außer sie redet mit David Coulthard, der sie jedesmal auf den Arm nimmt. Desweiteren noch unterwegs: Simon Südel, der eigentliche GP2 Moderator, der aber auch schon mal in der Startaufstellung unterwegs ist. Südel ist nett, aber große Sachkenntniss strahlte er im letzten Jahr nicht aus.

Beide Sender strahlen die F1 in 16:9 zu aus, Premiere hat weiter ein paar Zusatzkanäle, als der Cockpitkanal und das Liveleaderboard zu nennen wären. Den Rest insbesondere den völlig überflüssigen Abzocker “Interaktiv” Kanal kann man getrost vergessen. Premiere zeigt alles live und wiederholt die Quali-Sessions auch mehrfach. Ausser der dritten.

Und sonst?
Normalerweise bekommt man hier zu jedem Trainingstag eine Analyse. Die kommt morgen vielleicht nicht, da ich im Moment den ganzen Tag ab morgens 07.00 Uhr unterwegs bin und erst spät nach Hause komme.

13.03.2008

LIVE 23:55 Uhr Formel Eins Australien 1. FT Premiere, RTL Stream Wdh: 05:45, 12:00, 16:15, 22:00 Uhr

14.03.2008

LIVE 03:55 Uhr Formel Eins Australien 2. FT Premiere, RTL Stream Wdh: 07:15, 09:30, 13:30, 17:45, 23:30 Uhr
Aufz 13:00 Uhr Formel Eins Australien FT DSF
LIVE 17:00 Uhr NASCAR SC Bristol Training SpeedTV
LIVE 18:30 Uhr NASCAR NW Bristol Training SpeedTV
Aufz. 19:45 Uhr Formel Eins Australien FT DSF
LIVE 20:30 Uhr NASCAR SC Bristol Quali SpeedTV
LIVE 22:00 Uhr NASCAR NW Bristol Training SpeedTV