Die Seite geht wieder, aber ich habe keine Rückmeldung bekommen, warum das Blog seit gestern komplett offline war. Betroffen waren glaube ich alle Seiten vom Hoster, also muss ein Verbindungsproblem vorgelegen haben. Ich habe meinen Hoster gebeten, mit für den Ausfall zumindest eine Erklärung zu liefern. Ehrlich gesagt gehen mir Ausfälle so langsam auf die Nerven. Ich könnte umziehen, aber das ist nicht so leicht mit einem WordPressblog, weil nur die Domain, nicht Daten umziehen. Ich müsste also das Blog mal wieder komplett neuaufsetzten und die Datenbank erst ex- und dann importieren, wozu ich absolut keine Lust habe, da ich die Probleme noch von letzter Woche im Kopf habe. Mal sehen, wie der Server in den nächsten Wochen läuft.
NASCAR – Martinsville
Ein geradezu klassisches Shorttrack Rennen gab es gestern in Martinsville: spannend, abwechslungsreich und kaum vorhersehbar.
Gerade mal 3:30 Std. dauerte das Rennen, was für Martinsville schon fast etwas kurz ist, obwohl man mit 18 Cautions schon sehr häufig unterbrechen müsste. Aber die meisten Unterbrechungen waren nach zwei bis fünf Runden beendet, so dass es schnell weiter gehen konnte. Die Eile war auch nötig, denn über dem Speedway in Martinsville tummelten sich dicke Regenwolken und es nieselte während des Rennens immer wieder leicht. Im Gegensatz zu den Superspeedways wird in Martinsville wegen der niedrigen Geschwindigkeiten aber nicht beim ersten Regentropfen abgebrochen. Man fährt halt so lange es irgendwie geht und die Strecke nicht allzu nass wird. Tatsächlich sah man gestern auf den Kameras viele Regentropfen. Was mich aber genervt hat, war die Tatsache, dass FOX nicht in der Lage war, die festinstallierten und vermutlich ferngesteuerten Kameras sauber zu machen. Während des gesamten Rennens lag wegen des leicht gezogenen Zooms eine Art Nebel auf der Linse, der das Bild nicht wirklich verbesserte.
Das Rennen selber sah lange nach einer Hendrick-Veranstaltung aus. Vorne zogen Johnson, Gordon und Junior ihre Runden, nicht weit entfernt auch Casey Mears, der gestern eines seiner besseren Rennen fuhr. Junior war von Platz 21 gestartet, übernahm aber bald die Führung im Rennen und sollte am Ende auch die meisten Führungsrunden auf dem Konto haben. Gordon und Johnson wurden in leichte Unfälle verwickelt, konnten aber jeweils weiterfahren und hatten das Feld schnell wieder durchpflügt. Es gab zwar ein paar Führungswechsel, aber es waren neben den Hendrick Piloten nur Danny Hamlin und Jeff Burton, die um die Spitze kämften. Auch in den Top 10 tat sich wenig. Hier waren Stewart, McMurray, Edwards, Bowyer und Ragan unterwegs, zwischendurch tauchten auch mal Kahne und Vickers auf, die am Ende jedoch zurückfielen.
Das lag vor allem daran, dass sie eine falsche Boxenstrategie gewählt hatten. Das war sowieso das Thema des Abends, denn nach dem 250 Runden absolviert worden waren und damit das Rennen voll gewertet werden konnte, ging es nur noch um die Frage: “Wann wird es regnen und wer ist dann vorne?”. Das meist benutzte Wort am Funk war “Trackposition”. Soll man sie für neue Reifen aufgeben, oder lieber mit alten Schlappen vorne bleiben? Die Diskussionen in allen Teams dauerten während des gesamten Rennens an. Einige verzockten sich zwischendurch (Tony Stewart), andere waren mit den alten Reifen am Ende chancenlos, als um den Sieg ging (Jeff Burton).
Das am Ende Danny Hamlin die Nase vorn hatte, war allerdings ein Zufall. Bei einem der vielen Restarts konnte er sich halt gut durch den Verkehr schlängeln, während die eigentlich schnelleren Jeff Gordon und Dale Earnhardt jr. zunächst im Verkehr stecken blieben. Gordon kämpfte sich in den letzten drei Runden zwar wieder an Hamlin ran, aber mehr war nicht drin. Überholen ist ja auch so eine Sache in Martinsville. Nach dem eher katastrophalen Start in die Saison war der Sieg für Hamlin Balsam auf die Seele. Eine zeitlang sah es in den letzten Rennen so aus, als habe er gegen Kyle Busch kaum eine Chance, doch mittlerweile hat man nicht nur aufgeschlossen, sondern ist wieder an der Spitze dran. Es war der zweite Toyota Sieg, ausgerechnet im Kernland der NASCAR. Offenbar haben sich die Fans aber an Toyota gewöhnt und das mit Hamlin ein Mann gewonnen hatte, der quasi um die Ecke geboren wurde, machte die Sache auch einfacher.
Fox lieferte gestern eine gewohnt gut Arbeit ab. Nicht überragend, aber in Ordnung. Shorttrack Rennen sind ja nun wirklich nicht leicht zu moderieren, aber die Regie ging immer dahin, wo am meisten Action war, so dass man auch mal die Fahrer weiter hinten sehen konnte.
Ein gutes Rennen, sicher nichts für Speedfans, aber ich mag die Shorttracks, weil immer etwas passiert und weil sie das “Herzstück” der NASCAR sind. Nächste Woche wird es dafür auch wieder richtig schnell, denn es geht aufs Oval in Texas.
IRL – Homesteadt
Weitaus weniger abwechslungsreich war der Start in die Saison der IRL. Nur drei Cautions unterbrachen das 200 Runden lange Rennen, was einerseits gut war, denn wenn auf diesen Ovalen einer abfliegt, tut es gleich richtig weh, aber auf der anderen Seite sah man dann auch gleich, wo die Probleme der Serie in diesem Jahr liegen werden: die ehemaligen ChampCar Teams sind zumindest auf den Ovalen chancenlos und die Serie wird von Ganassi, Penske und AGR dominiert. Vor allem Ganassi und AGR legten ein Tempo vor, das atemberaubend war. Tony Kanaan, Marco Andretti, Dan Wheldon, Scott Dixon, Castronewes und Briscoe waren derartig schnell, dass sie bald das gesamte Feld überrundet hatten. Selbst die starke Danica Patrick von ihren eigenen Teamkollegen überrundet. Das zeigt, wie stark die Leistungen der Teams in der IRL sich unterscheiden. Am deutlichsten wurde das allerdings in den ersten Runden durch Dan Wheldon gezeigt. Der musste wegen seines Unfalls in der Quali von ganz hinten starten und die Inboardkamera blieb die ersten Runden bei ihm. Sie zeigte, mit welch unfassbarem Speed Wheldon an allen vorbeizog, die nicht in den Top 10 fahren. Egal ob auf der unteren oder der oberen Linie – Wheldon ging an den Ex-ChampCars und kleineren IRL Teams vorbei, als würden die 100 PS weniger haben.
Das war nicht schön anzusehen. Man hatte damit gerechnet, dass die CC-Teams nicht den Speed der Spitze haben würden, aber das der beste CC-Pilot, der seine Runden problemlos absolvierte, am Ende gleich fünf Runden Rückstand haben würde, war dann doch starker Tobak. Oriol Servia war mit seiner Oval Erfahrung noch der beste CC-Pilot, allerdings dicht gefolgt vom erstaunlichen Franck Perera, der mit nur 50 Oval-Runden auf dem Buckel nur sechs Runden Rückstand hatte.
Für den Aufreger des Rennens sorgte Tony Kanaan, der gegen Ende das Rennen dominierte, dooferweise aber acht Runden vor Schluss von Ernesto Viso abgeschossen wurde, als der sich genau vor Kanaan drehte. Kanaan rutschte gerade so unter Viso durch, aber seine Vorderradaufhängung war abgeknickt wie ein Strohhalm. Er schimpfte wie ein Rohrspatz, gestikulierte wild und wollte wohl, dass das Rennen unter Gelb beendet wurde. Das war aber nicht der Fall. Sein Team bekniete ihn, doch endlich reinzukommen. “Tony! The car!”, hieß es am Funk laufend, denn man leidet ja gerade unter einer gewissen Chassis-Knappheit. Kaanan meinte nur “Jajajajaja”, fuhr aber seelenruhig mit waidwunden Wagen zum Restart, wo er dann allerdings von Rennleitung mittels schwarzer Flagge rausgenommen wurde. Das führte nach dem Rennen zu Diskussionen, denn viele Fahrer waren der Meinung, dass man Kanaan schon vor dem Restart hätte aus dem Feld nehmen müssen.
Bis auf das Ende war es also ein sehr zäher Start in die neue Saison. Tony George muss zumindest für die Oval Rennen dringend etwas unternehmen, denn wenn die Saison in der ersten Hälfte so weiterläuft, werden die meisten Fans keine Lust auf die Rennen haben. Die Tribünen in Miami waren auch nur spärlich besetzt und man merkt der Serie auch an, dass noch ein paar Charaktere wie Paul Tracy fehlen. Da muss schnell und dringend nachgebessert werden, sonst sehe ich im Laufe der Saison die ersten ChampCar Teams aussteigen.
BTCC – David Leslie und Richard Lloyd verstorben
- David Leslie ist tot. Der ehemalige BTCC Profi (Zweiter der BTCC-Meisterschaft 1999) verstarb gestern zusammen mit Teambesitzer Richard Lloyd bei einem Flugzeugabsturz in England. Es saß in dem Flugzeug, dass in das Haus in Kent gerast ist. Augenzeugen zufolge, stürzte das Flugzeug unkontrolliert zu Boden nachdem der Pilot noch mehrere “Mayday” Rufe durchgeben konnte. Leslie war Ende 90er Jahre der zweite Mann in der Nissan Truppe, die mit dem Primera alles in Grund und Boden fuhren. Er verlor 1999 nur knapp gegen seinen Teamkollegen Laurent Aiello. Leslie beendete seine Karriere 2003 und war danach auf der britischen Version von Eurosport als Kommentator beschäftigt. In England war er als Fahrer und Kommentator sehr beliebt und bekannt.
Richard Lloyd war ein bekannter britischer Teambesitzer, der in den 80er Jahre mit verschiedenen Fahrzeugen in Le Mans angetreten ist. In diesem Jahr arbeitete er an einer GT2 Version des Aston Martin, den er einsetzten wollte. Bei dem Unglück verstarben drei weitere Menschen.
Und sonst?
- Ja, ich hab das mit Max Mosley und seiner angeblichen Sex-Orgie und dem Video gesehen. Nein, das interessiert mich nicht. Selbst wenn er sich als gleichzeitig als Hitler, Stalin, Pol Pot, Idi Amin, Dr. Mengele und Attila verkleidet und auspeitschen läßt ist mir das wurscht. Das Sexleben anderer Menschen interessiert mich nur dann, wenn ich daran teilhabe. Punkt. Interessant ist allerdings die Frage, wer das Video geleakt hat. Da will offenbar jemand eine Rechnung begleichen.
- Vorschau aufs Wochenende. Es wird voll: F1, GP2 Asia, Speedcarseries, Porsche Supercup (alle Bahrain), ALMS und IRL St. Petersburg, WTCC Puebla und NASCAR SC & NW in Texas. Aber virher muss ich noch das GrandAm und die drei BTCC Rennen sehen. Alle TV-Termine sind schon online
31.03.2008
| Aufz. | 19:15 Uhr | NASCAR SC | Martinsville | Premiere | ![]() |
| Aufz. | 20:45 Uhr | IRL | Homesteadt | Premiere | ![]() |
01.04.2008
| Aufz. | 12:00 Uhr | NASCAR SC | Martinsville | Premiere | ![]() |


Bisher war man da nicht schlecht, aber auch wechselhaft aufgestellt. Ab Freitag wird der Wagen von Ken Schrader in einem neuen Gewand sehen sein, denn als neuen Hauptsponsor hat Microsoft hat gewinnen können, die mit der Abteilung “Small Business” auf dem Wagen die restliche Saison zu sehen sein werden. Der Wechsel zu Toyota hat offensichtlich auch finanzielle Hintergründe. Wie man hört zahlt BAM bei Toyota deutlich weniger, als bei Dodge. Der neue Sponsor und die günstigeren Motoren geben BAM mehr Raum für Investitionen. Das sind aus deutscher Sicht natürlich gute Neuigkeiten, denn das steigert die Chancen von Klaus Graf nicht nur einmal ins Cockpit zu steigen. Im Moment liegt BAM außerhalb der Owners Points, aber die letzten Ergebnisse waren so schlecht nicht. Es besteht also die Chance, dass es wieder aufwärts geht. Unklar ist auch noch, ob es nicht doch eine Art Merger der Shops von BAM und Bill Davis geben könnte.
Wenn man keine ganze Saison auf die Reihe bekommt, braucht man gar nicht erst anzutreten. Für die NASCAR Organisation ist das natürlich nicht schlecht. Statt Autos ohne Logos, sind fast ausschließlich hochkarätige Sponsoren unterwegs, was die Serie aufwertet, zumal die meisten Sponsoren auch im Umfeld der NASCAR noch mal zusätzlich werben. Auf der anderen Seite steckt hier auch eine gewisse Gefahr. Je mehr kleine Teams verschwinden, desto schwieriger könnte es sein, das Starterfeld aufzufüllen, sollte es mal nicht so gut laufen. Der US Wirtschaft geht es ja gerade nicht so gut und dass sich eine Rezession auch im Motorsport niederschlägt, hat man in Europa Mitte der 90er Jahre gesehen. So schnell wird es der NASCAR und den Teams aber nicht schlecht gehen, denn die Serie besteht ja nicht nur aus dem Sprint Cup sondern auch aus einem weitverzweigten Serien Gewirr aus Semipro und Amateur-Rennserien. Hier gibt es viele Teams, die schnell nach oben nachrücken könnten.
Es ging ja eher um die Frage, ob die Technik halten würde. Damit gab es keine Probleme, dafür machte Felippe Massa seinen zweiten schweren Fehler in dieser Saison. In der eher mittelschnellen Doppelrechts verlor er das Auto, weil zu weit auf den Randstein kam. Im der offiziellen Presseerklärung von Ferrari heißt es, dass man einen möglichen Bruch der hinteren Aufhängung noch untersucht. Aber auch wenn man da was findet – der Fehler lag so oder so beim Braslianer, der versuchte mit Kimi Raikkönen Schritt zu halten, was ihm offensichtlich nicht gelang. Ein wirklich böser Fehler, vor allem, weil er Ferrari nach dem Doppelausfall in Australien wichtige Punkte in der Konstrukteursmeisterschaft kostete. Es ist viel zu früh Massa abzuschreiben, aber bedenklich sind die beiden Fehler schon, zeigen sie doch auf, dass er sich sehr unter Druck setzt. Raikkönen selber zeigte seine Klasse. Wenn man die Rundenzeiten verfolgt hat, konnte man sehen, wie exakt er seine Runden abspulte. Das war schon eine Meisterleistung.
Dadurch fiel der Deutsche weit zurück, hatte dafür aber dann später das Highlight, als er einfach die in einen Zweikampf verzahnten Alonso und Coulthard auf der Gegengerade außen überholte. Das war zum einen eines der besten Überholmanöver der letzten Zeit, und leider auch das einzige Highlight des Rennens. Das Kubica seinen zweiten Platz brav nach Hause fuhr war eine schöne Leistung, interessanterweise war man allerdings auf Augenhöhe mit den McLaren. Ohne die Probleme beim Start, wäre für BMW mehr drin gewesen. Der Wagen scheint mit seinen dreißig Millionen Flügelchen gut zu funktionieren und ich bin mal gespannt, wann die anderen Teams das Gefügel auf der Vorderachse kopieren.
Aber wie ich schon mal sagte: die Magma Group hat nicht das Geld für so eine Investition und sie haben normalerweise auch überhaupt nicht das Interesse sich so einen Klotz, wie die Führung eines F1 Teams, ans Bein zu binden. Leach fiel in den letzten Jahren mit seiner recht neuen Gruppe zwar schon dadurch auf, dass er kleine und sehr spezielle Manufakturen aus dem F1 Umfeld aufgekauft hat, aber das eigentliche Geschäft scheint mir doch woanders zu liegen. Wenn man sich die Aufstellung und Selbstbeschreibung des Geschäfts anschaut, dann scheint man dort eher auf die Vermittlung von Übernahmen spezialisiert zu sein. Wie schon mal erwähnt, fädelte man die Übernahme des britischen Lastwagenherstellers LDV durch den russischen GAZ Konzern ein. Im Fall Super Aguri war es wohl nicht anders.
Bisher gibt es nur einen “Letter of intent”, aber beide Seiten sind sich grundsätzlich einig. Klar ist, dass Super Aguri damit seinen Status als “All-Nippon-Team” verlieren wird. Ich denke mal auch, dass sich der Name des Teams verändern wird. Vielleicht nicht mehr in diesem Jahr, aber spätestens 2009. Aguri Suzuki selber wird wohl Teamchef bleiben, aber man wird sich von Honda abnabeln, die nur noch den Motor in den nächsten Jahr liefern werden. Das bedeutet auch, dass die beiden Fahrer sich Sorgen machen müssen. Takuma Sato ist ein Honda-Mann, ebenso Anthony Davidson, der ehemalige Testfahrer von Honda. Die DIC wird nicht einfach nur Geld versenken wollen, obwohl man das sicher kann. Man will aber auch Erfolge sehen. Vielleicht keine Siege, aber Punkte sollten drin sein. Dafür muss man wohl im Moment rund 80 bis 100 Millionen Euro pro Saison investieren. Bei Davidson kann ich mir noch vorstellen, dass man ihn halten wird, auf der anderen Seite gibt es im Moment eine Menge Bewegung auf dem Fahrermarkt. Vor allem in Sachen Red Bull. Ein Mark Webber oder auch ein David Coulthard wären sicher zwei Namen, die den Arabern gefallen würden.




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