Archive for Februar 11th, 2008

NASCAR Sprint Cup: Daytona Woche / Team Australia will zur IRL

Posted 11 Feb 2008 — by DonDahlmann
Category ChampCar, IRL, NASCAR, Premiere

Nach dem Budweiser Shootout ist vor dem Daytona 500. Es ist “Daytona Week” in den USA und alle drehen am Rad, denn die “500″ sind das mit Abstand wichtigste Rennen der NASCAR der gesamten Saison. Nie mehr in der Saison, werden die Einschaltquoten so hoch sein, wie an diesem Wochenende, weswegen die PR-Maschinen heiß laufen. Es gibt tonnenweise PR-Veranstaltungen, es werden extra fürs Rennen gemachte Werbespots geschaltet – selbst für die Vorstellung des Pacecar gibt es nochmal eine eigene Pressekonferenz. Mit anderen Worten – kompletter Irrsinn.

Das spiegelt sich auch in den Regeln wieder, wie man denn nun ins Daytona 500 kommt. Normalerweise ist es in diesem Jahr so: Die Top 35 sind eh qualifiziert und fahren in einer Session die Plätze aus. Der Rest prügelt sich in einer eigenen Quali um die verbliebenen Plätze. Nur die zeitschnellsten kommen weiter. Die Regeln in Daytona sind aber noch komplizierter. Der Kollege Pete Fink von MS-total.com hat sich die Mühe gemacht, das Ganze verständlich aufzudröseln. Im Kern ist es so: Die Pole wurde am Sonntag vergeben, als Jimmie Johnson schnellster war. Der Rest wird am Donnerstag bei den Gatorade Duels festgelegt, die ich aber noch genauer vorstelle. Am Ende hat man dann eine Startaufstellung, die aber bei einem 500 Meilen Rennen mit restrictor Plates eh nicht so wichtig ist, dann selbst wenn man nur 25. ist, kann man das Rennen locker gewinnen. Die Pole ist also sportlich gesehen unwichtig, aber die Sponsoren freuen sich natürlich, weil sie eine ganze Woche lang damit angeben können. Wer aber am Donnerstag bei den Duels endgültig rausfliegt, der darf dann auch direkt seine Sachen packen und nach Hause fahren.

IRL – Team Australia will den Wechsel
Eines der Top Teams der ChampCar Serie, Team Australia plant offenbar die CCWS zu verlassen und nicht auf einen Merger zu warten. Dies sagt Teamchef Derek Walker der “USA Today”. Würde das Team mit zwei Wagen die CCWS verlassen, sähe es richtig düster aus, denn dann würden mit Glück noch 15 Wagen an den Start gehen. Die Luft für die ChampCar Serie wird immer dünner. Das es im Moment keine Neuigkeiten gibt, liegt auch daran, dass IRL Besitzer Tony George in Japan weilt, wo er versucht das Montegi Rennen zu verschieben. Viel Luft bei den Terminen gibt es da nicht. Der April fällt weg, ebenso der Mai, der für das Indy 500 reserviert ist. Bliebe ein Wochenende im Juni, oder man entscheidet sich doch für einen Start im September, aber normalerweise ist das Wetter zu diesem Zeitpunkt in Japan eher schlecht und man würde mit der NASCAR ins Gehege kommen, deren Chase im September startet.

Und sonst?
Noch mal zur Mailaktion. Nach einigen Mails zwischen mir und Dennis Grübner vom Stockcar-News Forum sind wir zu dem Schluss gekommen, dass es vermutlich keinen großen Sinn macht, Sponsoren und Teams der NASCAR anzumailen. Da den meisten Sponsoren die Highlight Ausstrahlug auf Premiere reicht, macht es keinen Sinn dort zu protestieren. Das sähe anders aus, würde die Berichterstattung in Deutschland komplett wegfallen, aber dem ist ja noch nicht so. Angesichts der Lage, dass wohl niemand die Exklusiv-Rechte für Deutschland erwerben möchte, macht es wohl mehr Sinn, weiterhin Premiere anzusprechen.

Desweiteren habe ich gehört, dass einige Mails an Premiere deutlich unter der Gürtellinie angesiedelt waren. Das ist nicht die Art des “Protest” den ich mir vorstelle. Man kann und muss sich mit der Politik von Premiere im Umgang mit Programm und Abonnenten auseinandersetzten, aber Beschimpfungen helfen da nicht weiter sondern schaden eher. Man sollte sich nicht dem Trugschluss hingeben, dass die Proteste viel ändern werden, aber man erreicht überhaupt nichts, wenn man wüste Beschimpfungen abschickt. Die beste Methode Premiere zu zeigen, dass man unzufrieden ist, besteht in einer klar formulierten Mail oder, wenn es denn möchte, in einer Kündigung des Abos.

Klare Absage von ESPN USA bzgl. NASN & NASCAR

Posted 11 Feb 2008 — by DonDahlmann
Category Motorsport

ESPN USA bestätigt mir gerade leicht genervt per Mail, dass NASN auch nach dem Rückzug von Premiere den Sprint Cup weder in UK noch in Europa zeigen wird. Dazu heißt es in der Mail

We cannot comment on whether other broadcasters will or will not choose to pick up the rights to show the rest of the season once Premiere have shown the Daytona 500.

Es scheint mir, als ob NASN aus der Europa-Nummer raus ist. Ich wüßte auch nicht, welcher Sender sonst in Deutschland die Rechte für den Sprint Cup übernehmen könnte.

MotorsTV: Haben mit der pan-europäischen Ausstrahlung das gleiche Problem wie NASN, auch wenn es einen deutschen Feed gibt. Die Kosten der Rechte für den Sprint Cup übersteigen aber bei weitem die Möglichkeiten von MotorsTV.

Eurosport 2: Die gleichen Probleme wie bei NASN und MotorsTV.

Es bleibt wohl nur der Versuch, Premiere mittels Fan-Protesten zu einem Umdenken zu bewegen.

Merger zwischen IRL & CCWS / NASCAR – Junior legt los

Posted 11 Feb 2008 — by DonDahlmann
Category ChampCar, Motorsport, NASCAR, Premiere, TV Programm

Bevor es los geht, noch mal ein Nachtrag bzgl. NASCAR. Mittlerweile hat die Broadcasting Divison der NASCAR auf meine Anfrage geantwortet und mir eine lange Mail geschrieben, in der es unter anderem heißt, dass man sehr wohl großen Wert auf den deutschen Markt legt. Und dann heißt es:

Though Premiere’s offering of NASCAR in 2008 will be reduced, we are pleased to advise that Premiere will broadcast the Daytona 500 live and will also broadcast the one-hour NASCAR Sprint Cup Series Highlight programs.

As of now there are no plans to stream the races live on line, but we will keep you updated on any new developments which may arise.

Die Hervorhebung ist von mir. Normalerweise bekommt man von den Amis entweder Antworten in denen steht “So und so ist das. Punkt.”, oder da steht langamtig “No Comment”. Dieses “…es ist jetzt leider so, aber vielleicht ändert sich noch was…” ist zumindest ungewöhnlich, ohne dass ich in die Worte zu viel interpretieren möchte. Ich lehne mich so weit aus dem Fenster, dass ich sage: der NASCAR ist es auch nicht sooo recht, dass Premiere den Umfang der Übertragungen reduziert hat. Es hilft, wenn weiter gemailt wird. Ich mach noch ein Extraposting mit Mailadressen und hoffe, das am Montag fertig zu haben. Dranbleiben!

IRL/CCWS – Merger, oder nicht?
Ich hab die Meldungen über die laufenden Verhandlungen zwischen der CCWS und der IRL natürlich mitbekommen, aber bisher nicht kommentiert. Das lag zum einen daran, dass ich wegen der NASCAR/Premiere Sache geblockt war, nebenbei mich auch mal um meinen Lebensunterhalt kümmern musste und dies die gefühlte 14. Meldung in den letzten Jahren war, in der es heißt, dass nun aber wirklich und ganz bestimmt die beiden Serien… Nunja, dieses Mal liegt die Sache anders. Während die IRL den Weggang von Dario Franchitti und Sam Hornish jr. verkraften muss, liegt die CCWS völlig am Boden. Knapp zwei Monate vor dem geplanten Start der Serie hat man gerade man fünf Fahrer verpflichten können, der bisherige Racedirector ist ebenso zur IRL gewechselt, wie Raphael Mantos, der größte Nachwuchsstar, den die CCWS noch hatte. Die Lage ist verherrend: Die Sponsoren wollen Stars, die Stars kommen nicht, weil die Serie kaum Geld hat, die Teams halten sich nur über Wasser, weil die Teambesitzer reich sind und getoppt wird die ganze Malaise auch noch dadurch, dass die meisten Rennen der Serie nur noch Sonntagsabends nach 22.00 Uhr aus der Konserver versendet werden. Gegen das “Sunday Night Game” der MLB. Schlimmer geht es kaum.

Nachdem Angebot von Tony George, wechselwillige Teams kostenlos (also auf seine Kosten) mit Chassis und Motoren auszustatten, ist es eh ein Wunder, dass die kleinen Teams nicht schon reihenweise übergelaufen sind. Aber so einfach geht das eben nicht, denn die Teams sind vertraglich an die Serie gebunden. Theoretisch ist es kein Problem, dass man den einen Laden zu-, und unter einem neuen Namen in der IRL wieder aufmacht, aber man will nun ja auch nicht seine Historie verlieren und sämtliche Verträge mit allen Sponsoren neu verhandeln. Dazu kommt, dass die meisten Teams irgendwie mit der Führung der CCWS verbandelt sind. Kalkhove hat in den letzten Jahren dem ein oder anderen Teambesitzer mit Geld unter die Arme gegriffen, und Dan Petitt gehört zu Teilen das Forsythe Team und er war mal bei PKV beteiligt. Einfach weglaufen wäre, abgesehen von den vertraglichen Problemen, einfach schäbig.

Angeblich hängt alles am Montegi Termin der IRL, denn dort fährt man vor relativ leeren Rängen für den Motorenlieferant Honda. Aber ich vermute, dass da noch mehr Dinge gibt. Cosworth zum Beispiel. Das Rennsport Department der Firma lebt zum Teil auch nur noch, weil sie die CCWS ausstattet und wenn man mit der IRL zusammengeht, muss man sich entweder zurückziehen, oder einen neuen Motor bauen. Was in zwei Monaten auch nicht so einfach zu erledigen ist. Doch die Firma Cosworth gehört ausgerechnet Kevin Kalkhove von der CCWS.

Das Thema ist noch längst nicht durch, auch wenn sämtliche Teams einem Merger entgegenfiebern und lieber heute als morgen zusammen mit der IRL starten würden. Das Ganze ist ein Abwehrkampf von Kalkhove, dem die Felle wegschwimmen. Da wundert es auch nicht, dass er schlecht gelaunte Pressemitteilungen rausschickt, in denen zu lesen ist, dass doch die Verhandlungen geheim sein sollten, und jetzt schon alle Welt drüber spricht und so ginge es ja auch nicht, da würde er lieber alleine weiter machen. Klar, mit jedem Bericht, dass der Merger nur noch eine Frage Zeit ist, werden sich Sponsoren mit Zusagen für die CCWS zurückhalten. Das bedeutet für Kalkhove weniger Verhandlungsmasse und eine noch schlechtere Position.

Und sonst?
Ja, doof. Ich hab das Budweiser Shootout noch nicht komplett gesehen, weil ich Samstagnacht einfach nicht konnte und bisher noch keine Aufzeichnung aufgetaucht ist. (Wer einen Link hat, bitte melden).

Das Junior gewonnen hat, ist mir nicht verborgen geblieben und natürlich ist das großartig. Für ihn, denn damit nimmt zumindest für die erste Saisonhälfte den kompletten Druck weg, der auf ihm gelastet hätte. Natürlich auch für Hendrick, denn der Push von Johnson beim Restart, sagt viel darüber aus, wie die Stimmung bei Hendrick ist. Ob Junior den aber auch bei den Daytona 500 bekommen hätte, ist eine andere Frage. Für die NASCAR ist der Sieg von Junior Gold wert. Nicht nur, dass es sein erster seit dem Rennen in Richmond im Mai 2006 war, jetzt wird die PR Maschine anlaufen und das Daytona 500 ganz weit nach oben auf die Aufmerksamkeitsskala schieben. Wenn Junior gewinnen kann, dann schalten gleich noch mal ein paar mehr Rednecks den Fernseher ein. Der Sieg läßt sich blendend verkaufen, und ganz besonders vor dem Hintergrund der DEI Saga und dem unglücklichen Junior in den letzten 12 Monaten. Die Saison geht damit so gut los, dass man vor dem Hintergrund der Aussage, man wolle sich nun wieder um die “wahren” NASCAR Fans kümmern, schon fast den Gedanken haben könnte, das wäre geschickt eingefädelt gewesen. Aber das traue ich der NASCAR und vor allem Tony Stewart nun wirklich nicht zu :)

Die die Programmübersicht auf der neuen Webseite von SpeedTV ist eine Katastrophe. Lahm und statt auf einer Seite, muss man sich jetzt durch drei Seiten klicken, will man das Tagesprogramm sehen.

11.12.2007

Aufz. 12:10 Uhr V8 Lites Phillip Island MotorsTV
Aufz. 17:50 Uhr V8 Lites Phillip Island MotorsTV
Aufz. 22:45 Uhr ARCA Michigan 2007 MotorsTV