Ich war heute und bin morgen den ganzen Tag unterwegs, daher komme ich kaum dazu etwas zu schreiben. Eine Vorschau aufs Budweiser Shootout gibt es spätestens am Samstag, ob ich allerdings dazu komme das Rennen zu sehen, weiß ich noch nicht. Ich muss auch erst einmal schauen, wo ich die NASCAR in Zukunft sehen werde. Angebote, die Serie auch im Netz zu sehen, gibt es hier und da schon. Bisher habe ich darauf nicht explizit darauf hingewiesen, und ich werde auch noch abwarten, was sich in Sachen AB Moteurs/NASN tut. Sollte sich aber keine andere Möglichkeit ergeben, werde ich wohl etwas intensiver auf Angebote im Netz hinweisen. Da es für Deutschland keinen Exklusiv-Partner für die Rechte gibt, sehe ich einen Stream rechtlich allemal in der Grauzone.
Ich bin zudem sauer auf Premiere, denn ich habe immer wieder darauf hingewiesen, dass sich ein Abo des Senders lohnt. Das habe ich noch vor ein paar Wochen getan und jetzt tut es mir leid. Ich weiß nicht wie viele der Leser sich unter anderem auch durch meine Hinweise zu einem Abo entschlossen haben, aber ich fühle mich durch die Informationspolitik seitens Premiere ernsthaft verarscht.
Meiner Meinung nach hat Premiere einen großen strategischen Fehler in Sachen Sport begangen. Statt sich, wie Rupert Murdoch, weitere populäre Sportarten zu sichern, hat man alles rausgeworfen und den Bundesligarechten geopfert. Statt mit NFL, NHL, MLB, NASCAR und NBA und anderen Rechten “der Sportsender” in Deutschland zu werden, und sich so eine breite Basis an Zuschauern zu schaffen, hängt man jetzt am Tropf der DFL, die dem Sender auch noch kritisch gegenüber steht. Die Zeiten, in denen nur ein Sender alleine die Ligarechte erwerben kann, sind bei gesteigerten Forderungen der DFL langsam vorbei und zudem hat die EU einen kritischen Blick auf Monopol-Verträge geworfen. Auch Sky musste einen Teil der englischen Ligarechte an andere Sender abtreten. Und was passiert, wenn die Liga nur noch teilweise auf Premiere kommt oder Clubs, wie hier und da schon mal angedroht, den Verkauf der Spielrechte selber in die Hand nehmen? Dann läuft Bayern gegen Bremen auf einem Pay-TV Kanal bei ProSiebenSat.1, Hamburg sieht man bei der ARD und Cottbus gegen Karlsruhe lauft auf Premiere.
In der Zwischenzeit sind die Fans der anderen Sportarten bei anderen Sendern untergekommen, oder im Netz verschwunden. Selbst wenn Premiere sich Ende 2009 wieder dazu entschließen sollte, die meisten der genannten Recht zu erwerben – wer würde dem Sender noch Glauben schenken, dass bei ihm auf Dauer “in der ersten Reihe” sitzt und Premiere nicht plötzlich wieder auf die Idee kommt, alles rauszuwerfen? Es ist nicht nur der Verlust der NASCAR Rechte, der die Zuschauer nervt, denn die stehen nur am Ende einer ellenlange Kette von Versprechungen, die nicht eingehalten wurden.
Dazu kommt die miserable Informationpolitik. Hallo, ich zahle für etwas, was ich strenggenommen nicht brauche. Es ist nicht wie Strom oder Gas vital für mein Überleben, dass ich Premiere sehen kann. Es ist ein Luxus den ich mir leiste und der mich im Vollabo rund 500 Euro im Jahr kostet. Wenn ich für eine Kreditkarte im Jahr 500 Euro Mitgliedsgebühr bezahle, wird mir der Arsch hinterher getragen. Premiere behandelt mich wie einen Idioten und nervigen Bittsteller. Premiere hatte mir mal ein Angebot gemacht, weswegen ich mich für ein Abo entschieden habe. Sie verändern das Angebot nach Gutsherrenart und ich muss dem Laden auch hinterher laufen und meine Infos sonst woher holen, wenn ich wissen will, ob das Angebot in der Form auch noch besteht, da ich von Premiere selber hingehalten und mit patzigen Mails abgespeist werde. Hallo? Geht’s noch? Ich habe außerhalb der Mineralöl- und der Stromwirtschaft noch kein Unternehmen erlebt, dass seine Kunden derartig über Jahre vergrault und jedes Vertrauen verspielt hat.





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