Update: NASCAR “Race Day” Übertragung am Sonntag auf Speed TV nachgetragen
Am Wochenende startet die WTCC in ihre neue Saison. Viel Neuigkeiten gibt es nicht, denn weder bei den Teams noch beim Reglement hat sich nicht viel verändert. Leider auch nicht beim Programmablauf. Man stückelt die Rennen weiter auf, und hält sie sehr kurz, so das pro Rennen meist nur eine halbe Stunde Rennbetrieb herrscht. Mir gefällt das weiterhin überhaupt nicht, denn kaum haben die Rennen begonnen, sind sie auch schon wieder zu Ende. Das bringt zwar in den ersten Runden etwas mehr Action auf die Strecke, auf der anderen Seite geht die Spannung über Strategie und Rennverlauf flöten. Für eine Weltmeisterschaft würde ich mir ein anderes Konzept wünschen. Da hat die DTM klar die Nase vorn.Dafür ist die Leistungsdichte in der WTCC deutlich höher und der “reverse Grid” beim zweiten Lauf ist sicher auch eine schöne Sache. In diesem Jahr dürfte die Schlacht zwischen BMW, Seat und Chevrolet sehr spannend werden. Bei Seat setzt man voll auf den TDI, der gerade auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken etliche Vorteile bringt. Allerdings hat man die TDI etwas eingebremst, so dass der Vorteil nicht mehr so groß ist. Das ist auch der Grund, warum BMW auf einen Diesel-Einsatz verzichtet. Hier fährt man weiterhin mit dem weiterentwickelten, aber bewährten BMW 320si. Auch bei Chevrolet gibt es in Sachen Auto nichts neues. Der Lancetti wurde überarbeitet, hat aber weiter einen Benziner unter der Haube. Fehlen noch die Privatteams, die entweder mit einem BMW oder Seat an den Start gehen, der Lada und der Honda. Beide sind noch nicht fertig. Während der Lada aber erst in Valencia kommen wird, plant N.Technology den Honda eventuell beim Rennen in Mexiko in vier Wochen an den Start zu bringen. Leider nicht mehr dabei sind die Alfa, die sich komplett aus der Weltmeisterschaft zurück gezogen haben. Die werden mir fehlen.Zum Lada gibt es ein paar Neuigkeiten.
Die Wagen, die man einsetzen will, sind nicht gerade taufrisch. Sie stammen aus dem Jahr 2006, als Lada überlegte, werkseitig in die WTCC einzusteigen. Irgendwie konnte man sich aber doch nicht entschließen und verkaufte zwei Wagen an Bears Motorsport, ein russischer Rennstall. Die fummelten noch was am Wagen rum, aber erst in diese Jahr hat sich Lada entschlossen, die Sache noch mal anzugehen. Der Wagen wird gerade homologiert, was etwas Zeit in Anspruch nimmt. Es gibt, außer dem Foto, wenig Details zum Wagen. Angeblich steckt unter der Haube ein Opel (!) Motor, der von Spiess zurecht gemacht wurde. Das war es schon. Wer die Wagen fahren wird ist noch nicht bekannt.
Das Rennen am Wochenende findet auf brasilianischen Strecke von Curitiba statt. Ein nicht uninteressanter Kurs. Die Start/Ziel gerade ist sehr lang, dann folgt eine enge rechts/links, in der sich Feld sortieren muss, was meiner Erinnerung nach noch nie so richtig beim Start geklappt hat. Einer bleibt immer auf der Strecke. Dann geht es eine kurze Gegengerade runter, die in eine etwas engere Rechtskurve und eine weitere sehr weite Rechtskurve mündet, an die sich eine Linkskurve anschliesst. Auf die folgt eine Haarnadelkurve, dann geht es wieder etwas gerade aus durch eine schnelle Links, wieder rechts, kurze Gerade und dann folgt das Prunkstück der Strecke, ein sehr lange, 90 Grad Kurve, die schwer zu nehmen ist. Aber die ist wichtig, denn hier muss man mit viel Schwung raus kommen, damit man auf der Start/Zielgeraden nicht aufgesammelt wird. Ausgerechnet am Ausgang dieser Kurve gibt es null Auslaufzone, was die Sache nicht eben leichter macht.
Wegen der Zeitverschiebung sind die Rennen am Sonntag am späten Nachmittag, bzw. frühen Abend. Genau richtig, um sich für das NASCAR Rennen aufzuwärmen.
ChampCars – Forsythe Racing macht dicht
Etwas überraschend kam gestern die Meldung, dass Forsthye Racing nach dem Rennen in Long Beach den Laden dicht macht. Gerry Forsythe gab als Grund an, dass man keinen Sponsor für die IRL gefunden hat, was die meisten Experten etwas wundert, denn Geldprobleme hatte Forsythe eigentlich nie, und das Team ist mit Paul Tracy gut besetzt. Es gibt nicht wenige, die vermuten, dass Gerry Forsythe als ehemaliger Teilhaber der ChampCars schlichtweg keine Lust auf die IRL und Tony George hat. Dazu passt auch, dass es offensichtlich Forsythe war, an dem am Ende der ganze Merger hing. Kevin Kalkhoven und Paul Gentilozzi hatten schon längst unterschrieben, Forsythe weigerte sich wohl, weil er gegenüber Tony George nicht klein beigeben wollte. Eine reine Eitelkeitssache. Tony George löste das Problem, in dem er ins Flugzeug stieg und zu Forsythe persönlich hinflog. Die beiden hegen eine lang gepflegte Abneigung gegeneinander.
Damit steht Paul Tracy auf der Strasse, der gestern aus allen Wolken fiel, weil er von seimem Chef nicht unterrichtet wurde. Die Stimmung zwischen beiden hatte sich am Ende des letzten Jahres sowieso merklich abgekühlt, als Tracy laut über einen Wechsel in die IRL nachdachte um Forsythe bei den Verhandlungen über einen neuen Vertrag unter Druck zu setzen. Forsythe gab klein bei, nur um jetzt Tracy wenige Wochen vor dem Start der neuen Saison vor die Tür zu setzten. Zwar ist Tracy eine nicht unwichtige Figur in den USA, aber er hat zwei Probleme: er geht auf die 40 zu und hat keine bis wenig Erfahrung in Sachen Oval-Rennen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihn ein großes Team nehmen wird, zu mal er ja auch charakterlich, sagen wir mal, eckig ist. Auf der anderen Seite gehört er immer noch zu den Fahrern, die man auf einem Strassenkurs erst einmal schlagen muss. Ein kleines oder mittleres Team dürfte an ihm noch ein paar Jahre seine Freunde haben, voraus gesetzt, er kommt auf den Ovalen klar.
Und sonst?
- MS-total.com hatte die schöne Idee, die PR-Phrasen der Teamverantwortlichen mal auseinander zu nehmen. Ich hätte da noch ein paar Ergänzungen:
“Das Auto hat im Prinzip eine gute Balance”
-> “Die Kiste liegt überall gleich schlecht”
“Wir sollten gut aufgestellt sein”
-> “Mehr kann man aus dem Wagen nicht rausholen, und wir hoffen inständig, dass es den anderen auch so geht.”
“Der Wagen fühlt sich gut an”
-> “Keine Ahnung, warum wir so langsam sind.”
“Wir hatten ein paar gute Ideen über den Winter”
-> “Ich hab zufällig eine CD mit internen Daten von XXX auf der Flughafen-Toilette in Mailand gefunden.”
“Wir sind zufrieden und das neue Aero-Paket kommt ja erst noch.”
-> “Der Wagen ist eine Katastrophe, wir bauen jetzt alles noch mal um.”
“Der Wagen ist nervöser als letztes Jahr, aber sehr schnell”
-> “Der Wagen benimmt sich wie der Chihuahua von Paris Hilton auf Speed. Ich hab in jeder Kurve Angst um mein Leben”
“Wir sind alle hoch motiviert”.
-> “Der Vorstand hat den Teamchef zusammen geschissen und der brüllt uns jetzt mit hochrotem Kopf jeden Morgen an.”
“Podiumsplätze sollten auf jeden Fall drin sein.”
-> “Wenn die anderen vier Teams vor uns Probleme haben, es regnet und unsere Fahrer nicht wie üblich auf der ersten Pfütze rauskegeln, könnten wir, wenn das Rennen rechtzeitig abgebrochen wird, auch mal auf Platz vier landen.”
“Beim Reifenabrieb sehen wir sehr gut aus”
-> “Das Auto ist so lahm, dass sich noch nicht mal die Reifen abnutzen.”
“Wir hatten kleine Probleme in der Peripherie des Motors.”
-> “Uns sind dauernd die Kolben um die Ohren geflogen.”
“Ich habe einen Vertrag”
-> “Es redet keiner mehr mit mir im Team, der Teamchef verschiebt meine Mails in den “Spam-Ordner”, geht nicht mehr ans Telefon und hat die Schlösser vom Motorhome auswechseln lassen.”
“Ich gehe davon aus auch im nächsten Jahr in der Formel Eins zu sein.” ->
“Ich hab keine Ahnung, was mein Manager da eigentlich macht und rede mal mit Force India ob die noch einen Testfahrer brauchen.”
“Wir wissen wo die Probleme liegen und sie können sicher sein, dass wir sehr hart daran arbeiten, so wie wir immer daran arbeiten, wir hatten schon andere Probleme in den letzten Jahren und die haben wir auch erfolgreich gelöst denn wir gehören nicht zu denen, die einfach den Kopf in den Sand stecken.”
-> “Ich heiße Norbert Haug und hätte jetzt gerne sehr viel Bier, damit ich den Mist, den Ron Dennis verbricht, emotional aushalten kann.”
Nicht vergessen, die Daten fürs TV-Programm von heute, finden sich im Eintrag von gestern. Ich werde das NASCAR Rennen am Sonntag live begleiten. Beim NW Rennen bin ich im Chat.
01.03.2008
| Aufz. | 12:10 Uhr | V8 Supercars | Adelaide | MotorsTV | ![]() |
| Aufz. | 12:15 Uhr | WTCC | Vorschau 2008 | Euro 2 | |
| LIVE | 18:00 Uhr | NASCAR NW | Las Vegas Quali | SpeedTV | |
| LIVE | 19:00 Uhr | WTCC | Curitiba Quali | Euro | |
| LIVE | 19:30 Uhr | NASCAR SC | Las Vegas Training | SpeedTV | |
| LIVE | 20:30 Uhr | NASCAR SC | Las Vegas Training | SpeedTV | |
| Aufz. | 21:00 Uhr | ARCA | Nashville 2007 | MotorsTV | |
| LIVE | 22:30 Uhr | NASCAR NW | Las Vegas 300 | nascar.com |
02.03.2008
| Aufz. | 10:00 Uhr | NASCAR NW | Las Vegas 300 | NASN | |
| LIVE | 13:00 Uhr | WTCC | Curitiba Warm up | Euro 2 | |
| Aufz. | 17:00 Uhr | ARCA | Nashville 2007 | MotorsTV | |
| LIVE | 17:00 Uhr | WTCC | Curitiba 1. Lauf | Euro | |
| Aufz. | 18:40 Uhr | V8 Supercars | Adelaide | MotorsTV | ![]() |
| LIVE | 19:30 Uhr | NASCAR Race Day | Las Vegas | SpeedTV | |
| LIVE | 20:00 Uhr | WTCC | Curitiba 2. Lauf | Euro | |
| LIVE | 21:30 Uhr | NASCAR SC | Las Vegas 400 | FOX | Start ca. 22.30 Uhr |


Aber es war schon Mitte letzter Woche klar, dass das Wetter nicht gut sein würde. Ich verstehe nicht, warum die NASCAR dann den Ablaufplan nicht so umkrempelt, dass zumindest die Cup Teams mehr Zeit haben, ihre Wagen einzustellen. Da hätte man vielleicht was machen können, auch wenn das Zeitfenster sehr eng war. Aber die Cup Rennen ziehen nun mal die Menschen an den Fernseher. So sehr ich die CTS und die NW Serie schätze – Geld bringt der Sprint Cup. Von der Seite betrachtet war es richtig, am Sonntag bis Montagmorgen 08.00 Uhr deutscher Zeit (!) mit der Entscheidung zu warten, das Rennen komplett abzusagen. Auf der anderen Seite wusste man, dass der Regen bleiben würde und Zuschauern wie Teams einen fast 12 stündigen Marathon zuzumuten, in dem eigentlich nichts passierte, ist dann vielleicht etwas zu viel.
Schwer zu sagen, denn der Kurs in Fontana gehört zu den schlimmsten, die die NASCAR im Angebot hat. Die zwei Meilen im Oval gehen ja noch, aber nur 14 Grad Überhöhung killen den Kurs. Natürlich – Indianapolis hat noch weniger Banking (9 Grad) aber hier sind die Kurven dann auch enger, so dass sich Indy fast wie eine Rundstrecke fährt. Fontana ist nicht Fleisch, nicht Fisch und bei jedem Rennen zieht sich das Feld kilometerweit auseinander. Da half dann das CoT mit seiner Standard Aerodynamik auch nicht weiter und bei der NWS sah es nicht besser aus.
Es soll heute nacht dem Rennen des Sprint Cups über die Bühne gehen, was vor allem die Doppelstarter wie Dale Earnhardt jr. und Kyle Busch sehr hart trifft. Nach einem 500 Meilen Cuprennen noch mal 300 Meilen in einem Nationwide Rennen zu fahren, ist kein Spaß. Aber für heute sieht das Wetter noch schlechter aus. Zurzeit regnet es in L.A. und es soll den ganzen Tag so weiter gehen. Aktuelle Wetterinfos gibt es
Warum hat Tony George dann die Serie verlassen? Es ging um Geld, Beteiligungen aber auch um ein paar grundsätzliche Dinge. Eine US-Rennserie sollte, so George, immer zwei Dinge beachten. Sie sollte a) in den USA stattfinden und b) auf Ovalen. Bei CART sah man das anders. Man war gewillt zu expandieren, man sprach davon die Serie weltweit aufzuziehen, weil man der Formel Eins Konkurrenz machen könne. Nach dem Tod von Ayrton Senna 1994 sei die Serie angreifbar. Dachte man. Tony Goerge lehnte den Schritt ab, weil er die Kosten nicht mittragen wollte. Und so gab es zwei Serien, die völlig verschiedene Philosophien verkörperten: die CART Serie, die auf der Rundstrecke unterwegs war und die IRL, die fast ausschließlich in Ovalen ihre Runden drehte. Dabei war die CART Serie eigentlich jene, die deutlich stärker als die IRL war. Denn die hatten nichts: kaum Teams, kaum Fahrer, kaum Sponsoren. George hatte das Indy 500 – mehr aber auch nicht. Zwei, vielleicht drei Jahre gab man der IRL, dann würde George entweder pleite sein, oder keine Lust auf ein Starterfeld bei den Indy 500, das aus 10 Wagen bestand. Es schien alles nur eine Frage der Zeit, denn zeitweilig hatte die IRL nicht mal mehr einen Sender, der die Serie übertrug.
Die Serie war lange vor leeren Rängen unterwegs, und die Zuschauer kamen selbst dann nicht, wenn man die Tickets quasi verschenkte. Fand ein IRL Rennen auf einem Oval statt, auf dem auch die NASCAR unterwegs war, bekamen die Fans zu den NASCAR Tickets das IRL Ticket umsonst dazu. Da hatte die CART Serie weniger Probleme, aber auch hier gingen die Zahlen deutlich nach unten. 2002 zog sich der Titelsponsor FedEx zurück, gleichzeitig gaben Honda und zunächst auch Toyota bekannt, dass man als Motorenlieferant in die IRL Serie wechseln würde. Die an der Börse notierte CART Serie verlor innerhalb von Tagen so dramatisch an Wert, dass die Serie 2003 ihren Bankrott erklären musste. Die Serie stand zu Versteigerung und interessanterweise gab auch Tony George ein Gebot ab. Doch obwohl sein Gebot höher war, als das von Kalkhove & Co ging der Zuschlag an diese Interessengruppe, da sie versprochen hatten, den Teams, die noch Geld von der CART Serie erwarteten, dieses auszuzahlen. So verpasste man schon 2003 die Chance, dass sich die Serien vereinten. Allerdings verlor die ChampCar Serie die Teams von Chip Ganassi und Andretti/Green Racing an die IRL, was schon schlimm genug war, nachdem man 2002 schon das Penske Team verloren hatte. Nur Newman/Haas und Dale Coyne blieben als Traditionsteams den ChampCars erhalten.
Gleichzeitig legten die ChampCars eine gute Saison hin und zu Beginn der Saison 2007 gab keiner einen Pfifferling auf die IRL. Doch dann legte die 2007 eine Saison hin, wie man sie seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Während die Rennen der ChampCars auf öden Stadtkursen stattfanden, die kaum Spannung zuließen, gaben es sich die IRL Piloten auf den Ovalen aber so richtig. Es gab ein Herzschlagfinale nach dem anderen und das letzte Rennen der Saison auf dem Kurs in Chicagoland wird wohl keiner so schnell vergessen. Die Ratings der Serie hatten sich im Laufe des Jahres fast explosionsartig nach oben entwickelt. Am Ende gab es eine Wert im 1.2, was nicht viel ist, aber eine Steigerung von ca. 50% gegenüber dem Vorjahr bedeutete. Die Sponsoren zeigten sich deutlich mehr interessiert und Tony George führte ein Bonusgeldsystem für die Saison 2008 ein, das vor allem den kleinen Teams helfen soll.
Was gibt es also zu erwarten? Auch wenn ich mich wiederhole – das ist dieses Jahr schwer zu sagen, da man im letzten Jahr bei beiden Rennen noch mit dem alten Chassis unterwegs war. Es ist schwer, die Performance der einzelnen Teams einzuschätzen, aber da die Geschwindigkeiten in Fontana sogar noch einen Zacken höher sind, als in Daytona, würde es mich überraschen, wenn es nicht wieder Hendrick und Gibbs wären, die den Ton angeben. Bei Ford macht man sich keine Illusionen, bei Dodge stapelt man trotz des beeindruckendes Sieges letzter Woche sehr tief. Man ist sich nicht sicher, ob die Motorleistung ausreicht. Ähnliche Sorgen macht man sich bei RCR, die in Daytona erschreckend schwach waren. Ich glaub kaum, dass die in der letzten Woche 30 PS gefunden haben. Gespannt darf man auf die Rennperformance der Toyotas sein. Ich glaube immer noch nicht, dass die ihre Schwächen aus dem letzten Jahr diesbezüglich abgelegt haben.Mit dem Rennen in Fontana startet auch das neue Reglement der Qualifikation. Die ist ab sofort zweigeteilt. Erst starten die Top 35 Fahrer, erst danach gehen alle die an den Start, die nicht in den Top 35 sind. Damit möchte man die kleinen Teams etwas mehr Chancen geben. Denn jetzt haben alle die gleichen Wetter- und Asphaltbedingungen. Kann aber auch sein, dass die Quali gar nicht stattfindet, da es regnen könnte. Im Moment (Freitagabend)ist die Strecke nass und die Dryer sind unterwegs.Überhaupt könnte Regen ein Thema am Wochenende, insbesondere am Sonntag sein. Der Wetterbericht sieht sehr schlecht aus, und es ist Dauerregen angesagt. Wegen der Zeitverschiebung startet das Rennen auch erst um 22.00 Uhr. Zu dem Zeitpunkt bin ich noch unterwegs, also wird es leider nichts mit dem Live-Blogging. Sollte das Rennen erst am Montag stattfinden, versuche ich einen Stream zu erwischen und poste hier dann live.
Dort hat man einen schicken Stadtkurs angelegt, der bei den Fahrern auch recht beliebt ist. 3.2 Kilometer lang, mit einer langen Gerade, auf der man auch gut überholen kann. Natürlich sind Stadtkurse immer so eine Sache. Wenn sich der Vordermann schön breit macht, wird es mit dem Überholen schwer, es sei denn man holt die Brechstange raus. Deswegen ist die Quali extrem wichtig. Wer nicht vorne steht, der wird auch meine Chance haben, das Rennen zu gewinnen. Bisher sind die beiden freien Trainings über die Bühne gegangen. Michael Ammermüller, der dieses Wochenende wieder für das deutsche Team am Steuer ist, ist wohl gut sortiert. Im ersten Training belegte er den ersten Platz, im zweiten musste er sich nur Jereon Bleekemolen geschlagen geben. Damit wahrt Deutschland auch seine Chancen auf eine eventuelle Titelverteidigung, aber bis dahin ist noch ein langer Weg. Das Rennen wird von Premiere übertragen, soll aber auch auf der Webseite von a1gp.com gestreamt werden.
Ein sehr striktes Reglement schreibt fast alles beim Chassis und der Aerodynamik vor, beim Motor hat man auch nur marginale Freiheiten, was dazu führt, dass die Rennen allesamt sehr eng sind. Allerdings sind die Wagen teilweise so gleich, dass man auch nicht überholen kann, was für den Fernsehzuschauer schon mal etwas eintönig ist. Zum großen Ärger vieler Fans hat die Meisterschaft im letzten den “reverse grid” abgeschafft. In den Jahren zuvor starte man das zweite Rennen in der umgekehrten Reihenfolge der Zieldurchfahrt vom ersten Lauf, was für heitere Momente sorgte. Nach Protesten der Top Teams, deren Autos nach der Aufholjagd nicht immer mehr immer allerbesten Zustand waren, hat man das Prozedere wieder abgeschafft. Die Teams haben durchaus eine Menge Mitspracherecht, dass die Serie ein “Franchise” Unternehmen ist. Bedeutet: man kann nicht einfach mitmachen, sondern muss ich einen Startplatz erkaufen, was, wenn ich mich recht erinnere, mit 1.5 Millionen Dollar nicht ganz billig ist.



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