Archive | Januar, 2008

Neuer RedBull RB4 / Neuer Williams FW30 / Neuer Renault R28 / Probleme bei der ChampCar / A1 Taupo

F1 – Red Bull RB4
Nachtrag zum Red Bull RB4. Die ersten freien Fotos sind aufgetaucht jetzt auch hier zu sehen. Aber auch hier sieht man nicht so viel. Der Wagen wirkt nicht ganz filigran wie das Vorgängermodell, was aber auch an der etwas anderen Lackierung liegen kann. Sonst ist mir auch beim zweiten Mal nichts weiter aufgefallen. Nach Aussage der Piloten ist man jedoch ganz zufrieden mit den Fortschritten. Wie es mit Zuverlässigkeit aussieht ist allerdings dann wieder eine andere Sache. Offenbar ist es aber so, dass man Newey, der ja gerne zu radikalen Lösungen greift, etwas eingebremst hat. Auf der einen Seite, verstehe ich weiterhin nicht, warum nicht mal was Radikales ausprobiert, auf der anderen Seite: alle F1 Modelle, die radikal anders waren, sind meist auch gefloppt. Ausnahme: der Lotus 77/78.

F1 – Williams FW30
Schon auf den ersten Blick wird klar: der neue FW30 ist auch “nur” eine Evolution. Keine großen Schnörkel, keine richtigen Hingucker, sieht man mal vom schlanken Frontflügel ab, der irgendwie noch nach 2007 aussieht. Die restlichen Änderungen sind, zumindest auf den Bildern, relativ klein, aber vermutlich weitreichend. Man hat die vorderen Aufhängungen modifiziert, die Luftleitbleche an den Seiten, die Kamine auf den Seitenkästen und man hat nun auch einen zusätzlichen Heckflügel vor dem Heckflügel. Alles in allem sieht der Wagen rund, aber wenig spektakulär aus. Nun will Williams auch nicht im die Weltmeisterschaft fahren, sondern hier und da ein Podium ergattertn, wenn es denn passt. Das sollte sich mit dem neuen Wagen schon erledigen lassen, wenn man bedenkt, wie gut man 2007 unterwegs war. Allerdings: letztes Jahr waren Toyota, Honda und auch Red Bull sehr schwach, was dieses Jahr wohl nicht ganz der Fall sein wird. Es wird schwer für das letzte Privatteam der Formel Eins, soviel ist klar. Das man Alex Wurz als Tester verloren hat, macht die Sache sicher nicht einfacher.

F1 – Renault R28
Fotos vom neuen R28 habe ich leider noch nicht, da bei Renault selber noch keine zu bekommen waren. Bei Renault sind neue Autos ja immer so eine Sache. Einmal von der unmöglichen Farbgebung her. Auch dieses Jahr werde ich die Kombination Gelb/Weiß/Orange/Blau nicht mögen. Aber immerhin erkennt man den Wagen bei Hubschrauberaufnahmen so besser. Und dann ist da dass Design. Jedes Jahr denkt: das soll schnell sein? Dieses zerklüftete, zerrissene Ding? Und jedes Jahr, mal abgesehen vom letzten, sind die Renault biestig schnell. Das wird dieses nicht anders sein. Auffallend am neuen Renault ist, dass man ebenso wie BMW eine Schaufel unter den Frontflügel geschraubt hat. Offensichtliche bringt das was, wenn man der Luft sagen will, dass sie sich unter dem Auto nicht allzuviel Zeit lassen soll. Bei den Aufhängungen ist Renault erstaunlich konservativ geblieben, im Heckbereich sieht dafür wieder aus, als habe jemand ein Dreijähriger beim Modell wild mit dem Messer rumgeschnitzt. Aber mittlerweile sehen ja alle Wagen so aus, und große Fortschritte oder Unterschiede konnte ich da nicht festmachen. Ehrlich gesagt: für einen Renault sieht der Wagen, abgesehen vom Frontflügel, relativ konservativ aus. Sollte man aber nicht unterschätzen und schon gar nicht das Know-How, das Alonso von McLaren zu Renault gebracht hat. Wie man ja aus den Protokollen der FIA weiß, ist Alonso technisch höchst visiert und mindestens bis zum August letzten Jahres auch in die Entwicklung des neuen McLaren eingeweiht gewesen. Genaueres dann noch mal, wenn die Bilder da sind.

Ach ja, die Franzosen haben ein Blog eingerichtet dass wohl auch regelmäßig geführt wird.

ChampCar – Die Probleme wachsen
Ich bin ehrlich gesagt erschrocken darüber, wie groß die Probleme der ChampCar Serie sind. Man hat zwar wie schon letzte Woche erwähnt einen neuen TV Deal, aber der umfasst bei 14 Rennen nur noch fünf Liveübertragungen, darunter den “Canada Cup”. Der Rest wird nur als Aufzeichnung gebracht. Teilweise sendet man gegen die NASCAR und die MBL, teilweise schwindet die Serie im Nachtprogramm. Das scheint erste Auswirkungen zu haben. Das Nachwuchstalent Raphael Matos, der die Nachwuchsserie der ChampCars, die Formel Atlantic, gewinnen konnte, wechselt lieber in die Indy Pro Serien, die zweite Liga der IRL, anstatt zu den ChampCars zu gehen. Das hat vermutlich etwas mit den Sponsoren zu tun, die offenbar darauf setzen, das Santos ein paar Rennen in der IPS fahren soll, bevor man ihn vermutlich gegen Ende der Saison mit Geld in ein IRL Cockpit setzt.
Geld ist knapp bei den ChampCars. Bis auf wenige Piloten wie Paul Tracy und Justin Wilson, suchen die Teams wohl eher Fahrer, die Geld mitbringen. Anders kann man sich auch nicht erklären, dass immer noch zehn von siebzehn Cockpits unbesetzt sind. Und jetzt hat das “Team Australia” bekannt gegeben, dass man vermutlich nur noch einen Wagen einsetzen wird. Grund: die Kosten. Sollte sich das wirklich bestätigen, würde man nur noch mit 16 Wagen an den Start gehen. Gut, damit kann man auch nette Rennen fahren, aber weil eben so viele Bezahlfahrer unterwegs sind, ist die Leistungsdichte nicht eben groß. Vorne fahren dann Rahal, Tracy, Doornbos, Wilson und Power, der Rest gondelt chancenlos hinterher. Immerhin: jetzt wo Bourdais weg ist, wird auf jeden Fall mal jemand anders Meister. Wenn die Serie denn das Jahr überhaupt überlebt. Da würde ich kein Geld drauf wetten.

A1 – Taupo
Das war kein schlechtes Rennen der A1 in Neuseeland. Die Serie beweist, dass sie wirklich guten Motorsport bietet, der sich hinter der GP2 nicht zu verstecken braucht. Das im Hauptrennen Christian Vietoris gewinnen konnte, machte das Rennen natürlich noch mal ein Stück besser. Man muss Vietoris auch wirklich ein sehr großes Kompliment ausprechen. Blieb er in den ersten Rennen noch etwas blass, zeigte er am Sonntag, was in ihm steckt. Die gute Startposition hat ihm sicher geholfen, aber wie er im Rennen die Angriffe der Franzosen und später der Kanadier parierte, die 30 Runden lang hinter ihm herzackten war wirklich eine Meisterleistung. Vor allem für einen 18jährigen, der seine erste Saison fährt. Da kann man nur sagen: Hut ab!
Da die Schweizer gleichzeitig ein rabenschwarzes Wochenende hatten und nur einen Punkt mit nach Hause nehmen konnte, ist die Meisterschaft so eng zusammen gerückt, dass die Deutschen sogar durchaus die Chance haben, ihren Titel zu verteidigen. Im Moment sieht das so aus:

1. New Zealand 82
2. France 80
3. Switzerland 80
4. Germany 65

Und sonst?
Der ACO hat die Anfrage von Penske Motorsport bzgl. einer Einladung zum 24 Stunden Rennen von Le Mans abgelehnt. Das kam jetzt nicht so überraschend, nachdem man die Regeln der LMP2 in Sachen “Privatteams” noch einmal verschärft hatte. Sicher dabei sind schon mal Audi und Peugeot, ebenso Pescarolo. In der GT1 kommt es zum erwarteten Kampf zwischen der Corvette und dem Aston Martin.

Basic-Groove weist zu Recht daraufhin, dass Eurosport 2 die GP2 Asia und die 24 H von Daytona überträgt. Das überrascht mich in beiden Fällen, da ich dachte, die GP2 sei als Komplettpaket bei Premiere gelandet. Die Speedcarserie wird aber nicht gezeigt und auch auf der Media Webseite gibt es keine Angaben darüber, wer die Serie in Deutschland zeigen könnte.

TV Programm gibt es morgen wieder.

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A1 GP Taupo / Lexus nicht in der DTM / Super Aguri verkauft? / TV am Wochenende

Die Super Aguri Story ist wirklich spannend, weil sie viel über die geschäftlichen Hintergründer der Formel Eins preis gibt. Aber erst einmal zum Tagesgeschäft

A1 – Taupo
Heute fängt die Motorsportsaison 2008 richtig an. Die A1 Serie geht in Neuseeland an den Start und beendet somit die motorsportfreien Wochenenden seit Dezember. Der Kurs in Taupo ist nicht schlecht. Etwas eng, aber hübsch schnell und doch mit vielen, sehr fordernden Kurvenkombinationen. Ich bin den bisher nur einmal in einer Simulation bei GTL gefahren und hatte meine Mühe. Die Start/Ziel Gerade ist kurz, aber die dort hin führt ist dafür umso länger. Dort hat man allerdings noch eine zusätzliche Schikane eingebaut. Es gab im letzten Jahr schon etliche Klagen wegen der engen Auslaufzonen und man hatte dem Veranstalter wohl gesagt, dass sich da was ändern müsse. Schön sieht der Haken ja nicht gerade aus.

Bei den Fahrern gibt es wenig Neuigkeiten. Christian Vietoris darf statt Michael Ammermüller wieder ran, aber ich gehe mal davon aus, dass dies und das Rennen in Australien, seine letzte Chance ist. Ammermüller fiel bei den bisherigen Rennen zwar vor allem durch seine ruppige Fahrweise auf, aber eben auch mit einem Sieg im Sprintrennen in Sepang. Bei den anderen Teams gibt es wenig Neuigkeiten.

In der Meisterschaft führt die Schweiz mit 79 Punkten vor Frankreich (60) und Neuseeland (59). Deutschland liegt schon ziemlich abgeschlagen auf Rang acht mit 37 Zählern. Das erste Training sah dann auch wieder die Franzosen vorne, Vietoris landete mit vier Zehnteln Rückstand auf Platz vier.

Das Rennen wird von Permiere live übertragen. Dank des Zeitunterschieds nach Neuseeland ist es auch nicht sooo spät. Die Übertragung geht in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 2.45 Uhr los.

DTM – Kein Lexus
Nach einer Woche voller Spekulationen ist jetzt wohl amtlich: Lexus wird den IS-F nicht in der DTM einsetzen. Zumindest nicht in diesem Jahr. Es wurde in den letzten Wochen viel hin und her gerätselt, was das eigentlich für en Chassis ist, auf dem der Lexus aufsitzt. In einigen Foren spekulierte man auf ein altes DTM Vectra Chassis, was wohl, zumindest nach Meinung der Autobild Sport auch so ist. Offenbar hat Toyota ein altes Chassis gekauft und will das jetzt in der Super GT in Japan einsetzen. Das die beiden Serien sich ähnlich sind, weiß ich, aber so ähnlich? Außerdem ist Lexus schon in der großen 500er Klasse mit dem sehr erfolgreichen SC 430 dort vertreten. In der kleinen 300er, die eher den GT Regeln in Europa entspricht, könnte man den IS-F natürlich einsetzen, aber gegen den übermächtigen Shiden und die biestig schnellen RX-7 wird man wohl mit einem drei Jahren alten Chassis Probleme haben. Vielleicht will Lexus dieses Jahr auch erst einmal den Wagen studieren, um 2009 einen eigenen Wagen aufzubauen mit dem man dann 2010 an den Start, wenn die neuen DTM Regeln kommen sollen. Es ist nicht ungewöhnlich für einen japanischen Konzern mit viel Geld, dass man ein komplettes Testteam aufbaut um mal zu sehen was geht. Honda hatte das in den 90er Jahren mit einem kompletten F1 Team gemacht. Man hatte sogar ein eignes Chassis gebaut, entschied sich aber gegen einen Einsatz als Werksteam.

F1 – Super Aguri angeblich verkauft
Jetzt wird es wenig kompliziert, aber umso spannender. Es ist seit Monaten klar, das dem Team Super Aguri das Geld ausgeht. Nach den Schwierigkeiten von Hauptsponsor “United SS”, ein Ölkonzern, stand man ohne Sponsor und Geld da. So kann man natürlich nicht weitermachen. Aguri Suzuki, dem 50% des Rennstalls gehören, hat wohl bei Honda angeklopft, denen die restlichen 50% gehören, doch die haben genügend eigene Probleme. Seit letztem Sommer gibt es immer wieder Gerüchte, dass der spanische Geschäftsmann Alejandro Agag ins Team einsteigen will. Der war bis zu diesem Zeitpunkt aber noch mit dem Prodrive Team in Verhandlungen. Seit dem dieses Projekt gestorben ist, haben sich die Verhandlungen wohl intensiviert.

Den Namen Alejandro Agag hat man so vorher auch noch nicht gehört, doch seine Verbindungen in die Formel Eins sind ziemlich stark. Er selbst ist gerade mal 40 Jahre alt, und stammt aus einer reichen belgisch/spanischen Bankiersfamilie. Agag hat sich eine Zeit als Politker versucht und auf diesem Wege auch den ehemaligen spanischen Ministerpräsidenten Jose Maria Aznar kennengelernt, dessen Tochter er praktischerweise 2002 heiratete. Über Aznar wiederum soll er Silvio Berlusconio getroffen haben, der nun wieder eng mit Falvio Briatore befreundet ist. Agag stieg 2002 aus der Politk aus und in die Wirtschaft ein. Als erstes kaufte er die Übertragungsrechte für die Formel Eins. Und zwar bevor aus Fernando Alonso ein Megastar wurde. Die Rechte erlangte er über eine Firma namens Stacourt ltd. von Bernie Ecclestone für ein Butterbrot (verhältnismäßig) und verkaufte sie zwei Jahre später für einen jährlich zu zahlenden zweistelligen Millionenbetrag an den spanischen Privatsender Telecinco weiter, der 1990 von Berlusconi durch dessen Firma Mediaset gegründet wurde und die bis heute 50.1% der Anteile des Senders hält. Teilhaber bei Stacourt ltd. ist unter anderem auch ein gewisser Flavio Briatore. Wer mehr zu Briatores unglaublichem Firmengeflecht lesen will sollte sich diesen Artikel vom L’Espresso durchlesen. (Google übersetzt ihn recht brauchbar)

Die Verbindung zu Briatore und zu Bernie Ecclestone geht aber noch weiter. Bekanntermaßen haben sich der Italiener und der Brite im letzten Jahr beim englischen Fußballclub Queens Park Rangers eingekauft. Abgewickelt wurde der Deal teilweise durch Sarita Capital, eine Firma von Braitore. Im Aufsichtsrat des Clubs sitzen seitdem Briatore, Ecclestone, Alejandro Agag und Bruno Michel, der Veranstalter der GP2/GP2Asia Serie.

Mit anderen Worten: die Geschäftsbeziehungen zwischen Briatore und Agag sind ziemlich eng. Der Spanier will offenbar unbedingt in der F1 investieren, und nach dem Rückzieher von Prodrive hat Briatore ihn wohl mit Aguri Suzuki in Verbindung gebracht. Was nicht schwer war, denn Daniele Audetto, der Managing Director von Super Aguri, war eine ganze Zeit lang bei Renault F1 als Business Developer beschäftigt. Zudem kennt man sich noch aus sehr alten F1 Tagen, als Briatore sich mal bei Ligier eingekauft hatte, wo Audetto damals beschäftigt war. Die Frage ist jetzt: Steigt Agag mit eigenem Geld bei Super Aguri ein, oder steckt Briatore dort auch wieder mit drin?

Für das Super Aguri Team ist die Sache auf jeden Fall nicht schlecht. Es ist klar, dass man frisches Geld braucht ohne das man vermutlich die Saison 2008 nicht überstehen würde. Ecclestone kann sich aber nicht leisten, dass ein weiteres Team durch den Rost fällt. Soweit ich weiß garantiert er den Veranstaltern zwar nur 20 startende Wagen, aber eine weitere Absage eines Teams nach dem Debakel um Prodrive will man sich vermutlich auch nicht leisten. Interessant ist es allemal, wie eng die Geschäftsverbindungen zwischen einigen Protagonisten in der Formel Eins sind.

Und sonst?
Die Champcar Serie hat einen TV Deal abgeschlossen. Diese Saison wird komplett von ABC/ESPN übertragen, allerdings schiebt man die Rennen zwischen ABC, ESPN und ESPN 2 hin und her. Dazu kommt, dass nur noch wenige Rennen live übertragen werden. Selbst das Auftaktrennen wird in den USA nur als Aufzeichnung zu sehen sein. Die Probleme der Serie werden dadurch nicht unbedingt kleiner. Mittlerweile ist man als Serie auf einen Stand angekommen, der so unwichtig ist, dass man die Rennen nicht mal mehr live zeigen mag. Das ist nicht gut für die Sponsoren, die vermutlich keine Lust haben, irgendwann im Sonntagabendprogramm zu verschwinden.

McLaren hat den Vertrag mit Lewis Hamilton bis zum Jahr 2012 verlängert. Damit einhergegangen ist vermutlich auch ein massiver Anstieg seines Gehalts.

19.01.2008

Aufz. 13:55 Uhr V8 Lites Winton 2007 MotorsTV
Aufz. 21:00 Uhr ARCA Toledo 2007 MotorsTV
Aufz. 21:15 Uhr A1 GP Zuhai PREM

20.01.2008

LIVE 02:45 Uhr A1 GP Taupo PREM
Aufz. 16:10 Uhr ARCA Toledo 2007 MotorsTV
Aufz. 17:00 Uhr A1 GP Zhuhai PREM
Aufz. 18:20 Uhr ARCA Toledo 2007 MotorsTV

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Schumacher Verpflichtung / Toyota Meldung / NASCAR Story

Heute aus Zeitgründen mal eine Kurzfassung:

- Ralf Schumacher steht wohl kurz vor der Verpflichtung bei Mercedes für einen DTM Einsatz. Mal abgesehen davon, dass seine Zeiten bei den Tests wohl ok waren, redet Norbert Haug schon davon, dass man ihm mindestens zwei Jahre Entwicklungszeit geben sollte. Dazu kommt, dass Mercedes schon Fotos mit Ralf Schumacher neben einem DTM Mercedes ausgesandt hat. Hat natürlich alles nichts zu sagen *zwinker*
Und das die Tests von Christian Klien und Maro Engel total untergegangen, natürlich auch nicht.

- Toyota hat allen Gerüchten der letzte Woche widersprochen, die davon ausgingen, dass die Japaner mit dem Werksteam eventuell nach 2009 die Formel Eins verlassen werden. Team-Präsident John Howett hat klargestellt, dass man bis 2012 für die Formel Eins plant.

- Eine sehr lesenswerte Story über die teilweise noch vorhandenen Rasseprobleme in der NASCAR findet sich hinter diesem Link. Zitat:

It [Hickory, ein Dirtrack der Minor League nahe Darlington] attracts a hardcore following, an overwhelmingly white crowd that was perfectly happy when Nascar was just a backwater redneck sport. So though Davis had already proved his Nascar mettle by winning six races at Hickory that year, his tangling with a white driver caused an uproar among about a hundred fans, who stormed a fence surrounding the track, some of them chanting, “Go home, nigger!” Several were ejected from the stands.

Das geschah 2006 nicht 1966. In der Tat sind Afro-Amerikaner in der NASCAR ja ziemlich unterrepräsentiert, wenn man mal so als Verleich die NBA, die NFL oder die MBL nimmt. Ich frag mich allerdings wie das in der NHL aussieht. Im Tennis gibt es meines Wissens auch kaum Afro-Amerikaner und im Golf nur Tiger Woods. So allein steht die NASCAR mit ihrem Problem da nicht.

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Neuer Red Bull / NASCAR – Diveres / Mercedes will McLaren kaufen / Jerez Tag 3

F1 – Wenig Neuigkeiten bei Red Bull
Ich hätte ja wirklich gerne Fotos des neuen RB4 gezeigt, allein es gibt keine, und die, die man im Netz findet, sehen alle aus, als seien sie mit einem Handy gemacht worden. In der offiziellen Fotodatenbank von Red Bull findet sich bisher kein einziges Fotos, auf eine Antwort seitens der Datenbank warte ich auch noch. Keine Ahnung, warum Red Bull diesen Weg wählt, aber so wie dir Fotos aussehen, waren die in Jerez anwesenden Fotografen auch ziemlich genervt. Einen neuen Wagen in dunkelblauer Lackierung im Halbdunkel vor einen dunklen Hintergrund zu stellen ist halt semi-optimal. Selbst bei MS-total.com gibt es nichts vernünftiges zu sehen.

Dann eben keine Bilder zum Launch. Viel sagen kann man zum neuen Auto auch nicht, weil man auf den Fotos nichts erkennt. Laut Pressemitteilung hat Adrian Newey nur gesagt, dass der Wagen eine Weiterentwicklung des RB3 ist und man etliche Details verändert hat. Viel mehr sagt er nicht. So richtig klar ist es letztes Jahr auch nicht geworden, warum der Red Bull so lahm war. Man hatte Probleme mit der Zuverlässigkeit, das stimmt, aber selbst wenn der Wagen lief, war man, ausser in Japan, nie so richtig vorne dabei. Es wäre doch interessant gewesen zu hören, wo die Probleme des letzten Wagens lagen. Aerodynamik? Radstand? Steifigkeit? Aufhängung? Es darf also weiter gerätselt werden.

Leichter wird die Sache für Red Bull nicht. Dieses Jahr sollten mit Ferrari, Mercedes, BMW und Renault schon mal vier Teams vorne sein, dazu muss man warten was Honda mit Ross Brawn reißt und Williams würde ich auch mal nicht abschreiben. Gleichzeitig möchte Red Bull aber nicht um Platz 10 fahren, dafür kostet die Sache einfach zuviel Geld und dann ist da ja auch noch das Schwesterteam, dass auch nicht viel schlechter unterwegs ist. Red Bull muss also dieses Jahr ein guter Sprung nach vorne gelingen.

Ich hoffe erst einmal auf vernünftige Studiofotos in den nächsten Tagen.

NASCAR – Toyota macht ernst, und Junior legt zu
- Der zweite Teil der Testfahren in Daytona läuft und wieder bestimmt Toyota das Tempo. In den USA ist die Aufregung schon groß, mancher Fan hat das Horrorszenario vor Augen, dass Toyota in den ersten Rennen die Serie nach belieben dominiert. Das halte ich für Quatsch. Daytona ist ein Sonderfall wegen des Begrenzers und die Toyota waren auch im letzten Jahr sowohl in Daytona als auch in Talladega immer mächtig schnell. Ich erinnere da gerne an die Quali beim letzten Rennen in Talladega, wo fünf Toyota unter den Top Sechs waren. Am Ende war von der Herrlichkeit dann nicht mehr viel zu sehen, auch wenn Dave Blaney auf Platz drei landete. Alle anderen Toyotas waren wie üblich weit hinten. Natürlich werden die Japaner dieses Jahr einen großen Schritt nach vorne machen, aber es gibt noch einen Unterschied zwischen Qualizeiten und Rennzeiten. Außerdem würde ich gerne mal sehen, wie da auf einem der üblichen 1.5 Meilen Ovale aussieht. Während man in der Formel Eins die Testzeiten durchaus werten kann, sehe ich das bei der NASCAR nicht so. Die Frage ist auch, ob Teams wie Hendrick Motorsport überhaupt schon die Karten auf den Tisch gelegt haben.

- Womit ich dann bei Dale Earnhardt jr. wäre, der diese Woche auch unterwegs ist, und zeitweise die schnellsten Zeiten in Daytona hinlegte. Jedenfalls in seiner Trainingsgruppe. Packt man alle Zeiten der letzten Tage und Wochen zusammen, sieht die Sache schon anders aus. Da liegt Junior am Ende der Top 20. Dennoch scheint er sich im neuen Team und mit dem neuen Wagen sehr wohlzufühlen. Er spricht davon, dass der Wagen deutlich mehr Grip haben würde als bei DEI. Inc. Natürlich schaut die halbe NASCAR Fangemeinde Junior auf die Finger, und der Druck dürfte in diesem Jahr nicht gerade klein sein. Sein Crewchief, Tony Eury jr., kippt auch noch Öl ins Erwartungfeuer, in dem er sagt, dass Junior schon mindestens vier Rennen gewinnen kann. Und sollte. Das halte ich für ziemlich mutig. Klar, gewinnen kann man, aber ich glaube, dass der Unterschied zwischen den Shops von Jeff Gordon und Jimmie Johnson zu Junior doch noch ziemlich groß ist. Ich wäre überrascht, wenn Junior im ersten Halbjahr schon vor den etablierten Kollegen liegen würde.

F1 – McLaren vor Verkauf?
Die normalerweise in Mercedes Dingen immer sehr gut informierte “auto, motor und sport” berichtet heute, dass Mercedes im letzten Winter die Mehrheit der Aktien bei McLaren übernommen hat und der Laden nun faktisch auch Mercedes gehört. Nicht klar ist, welche Anteile Mercedes gekauft hat. Bisher sieht die Verteilung so aus, dass Mercedes 40% hält. 30% gehören einem Konsortium aus Bahrain, 15% Ron Dennis und weitere 15% Mansour Ojjeh. Es wurde schon im letzten Jahr spekuliert, dass man die 30% der Bahrain Mumtalakat Holding Company dort eigentlich nur geparkt hatte, weil Mercedes, bzw. die Daimler AG zum damaligen Zeitpunkt erst eimal Chrysler los werden wollte, bevor man weiteres Kapital in McLaren steckt. Könnte also gut sein, dass man die 30% gekauft hat und Ron Dennis weiterhin Teilhaber bleibt. Allerdings ist es kein Geheimnis, dass Mercedes mit dem abgelaufenen Jahr nicht eben glücklich war und den Hauptschuldigen für das Desaster in Sachen Spionage und WM-Kampf in Ron Dennis sieht. Dessen Politik, keine Nummer Eins zu haben, schmeckt Mercedes überhaupt nicht, und die Verpflichtung von Kovalainen als klare Nummer Zwei dürfte auch auf das Betreiben von Mercedes erfolgt sein. Um die Person Ron Dennis gibt es schon seit dem letzten Sommer das Gerücht, dass er a) nicht mehr fest im Sattel sitzt und b) selber schon zurücktreten wollte, was man aus PR-Gründen aber wohl nicht durchziehen wollte. Sollte sich das Gerücht bestätigten, könnte es also sein, dass man Ron Dennis in diesem Jahr so langsam in Rente schickt.

F1 – Jerez Tag 3
Ein deutliches Lebenszeichen gab es heute von Toyota. Timo Glock fuhr die schnellste Zeit des Tages, blieb aber immer noch unter der Bestzeit von Alonso, die der Spanier gestern hingelegt hatte. Mit 1:19.799min war insgesamt nur wenig langsamer als die bisherige beste Zeit von McLaren (1:19.650 min) und Ferrari (1:19.708min). Das ist doch mal ein erfreuliches Zeichen für die Japaner.

Der neue Red Bull kam erstmal nicht in Schwung, aber es war teilweise auch nass und man ging die Sache wohl vorsichtig an. Auch bei den anderen Teams, die mit den neuen Autos unterwegs waren, gingen die Zeiten nach unten, was darauf schließen lässt, dass man viel rumprobiert hat.

Schaut man sie die Zeiten der gesamten Woche an, ergibt sich noch kein klares Bild. Ferrari und McLaren waren konstant schnell unterwegs und lagen sehr nahe beeinander. Toyota ist trotz der heutigen Bestzeit noch sehr schwer einzuschätzen, aber immerhin ist man deutlich besser unterwegs, als in den Jahren zuvor. Interessant könnte die nächste Woche werden, wenn es auf den Kurs von Valencia geht. Der ist enger und man braucht hier mehr mechanischen Grip als auf dem eher schnellen Kurs von Barcelona.

Und sonst?
Nächste Woche wird der neue Renault vorgestellt, der ja laut dem Hersteller selber 1.5 Sekunden schneller als das alte Modell sein soll.

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Noch mehr Lexus Bilder / Schumacher II vor DTM Einstieg/ Testfahrten Jerez

DTM – Neue Lexus Bilder
Über einen Backlink zum dtm.com Forum bin ich auf diese Seite gestossen. Hier sieht man den Lexus IS-F noch mal etwas genauer. Sieht alles nach DTM aus, auch wenn es immer noch keine Verlautbarung gibt und die Rede weiterhin von einer Konzeptstudie ist. Ich kann nicht sagen, in wie weit der Wagen den DTM-Regularien entspricht, aber die Flaps an den Kotflügeln, der doppelte Einfüllstutzen für den Spirt und der auf der gleichen Seite gelegene Anschluss für die Hydraulikwagenheber sprechen meiner Meinung nach eine deutliche Sprache.

In Japan ist man wohl ob des Wagens auch etwas verwirrt. Mit einem DTM Einstieg rechnet keiner und man weiß darauf hin, dass es sich halt auch einfach um das handeln könnte, was vorne drauf steht: ein Konzept. Dafür soll unter anderem sprechen, dass der Name auf der Seitenscheibe des Lexus dem hausinternen Chef Ingenieur Yukihiko Yaguchi gehört, der auch die Strassenversion der Lexus IS-F entwickelt hat.

Völlig vom Tisch ist meiner Meinung nach die Annahme, es handele sich um eine GT-2 Version für die ALMS. Dagegen sprechen alleine die Kotflügelverbreiterungen und das es eben für Lexus absolut keinen Sinn macht gegen Porsche und Ferrari 430 anzutreten. Die spielen Leistungs- und Chassismäßig in einer anderen Liga.

Das es von Seiten Toyota/Lexus und der ITR keine Ansage gibt deutet daraufhin, dass man seitens Lexus wohl sehr darauf bedacht ist, mit den bestmöglichen Chancen in die Serie einzusteigen. So ein Debakel wie bei Opel oder in der Formel Eins will sich die Firma sicher nicht antun. Doch Technologietransfer ist halt immer eine heikle Sache.

DTM – Ralf Schumacher soll kommen
Gestern hieß es noch, dass Ralf Schumacher nur mal so für Mercedes testet, heute hört sich die Sache schon wieder anders an. Hans-Werner Aufrecht, Chef der des DTM Veranstalter ITR, sagte gegenüber der dpa deutlich,. dass er es begrüßen würde, jemanden wie Ralf Schumacher in der DTM zu haben und Mercedes Motorsport Chef Norbert Haug sprach gegenüber des “Sport Informations Dienst” davon, dass die Test sehr ernst gemeint seien. Ich hab jetzt grad keinen Überblick, wer alles die Woche testet, aber ich vermute mal, dass man schauen möchte, wie nah Schumacher an die Zeiten der Tourenwagenexperten rankommt. Gelingt ihm da eine gute Zeit, wird man in wohl ab April in der DTM sehen.

Die DTM kann jemanden wie Ralf Schumacher nach dem Weggang von Mika Häkkinen gut gebrauchen. So schlecht Schumi II auch in der Formel Eins in den letzten Jahren unterwegs war, er hat immer noch eine große Fangemeinde. Die Frage ist allerdings, wie Schumacher selber mit Tourenwagen klar kommt. Denn in seiner Karriere hat er bisher nur in Monoposto Rennwagen gesessen und nicht einmal in einem Tourenwagen, oder in einem Prototypen wie sein Bruder bei Sauber-Mercedes. Wie schwer es selbst einen Alleskönner wie Jean Alesi in der DTM erging, ist ja kein Geheimnis. Dazu kommt eben auch, dass Ralf Schumacher nicht als der große Entwickler gilt, was aber wohl in der DTM ein sehr wichtiges Kriterium ist um die letzten Zehntel zu finden.

F1 – Jerez Tests
Tag Eins:
Gestern bügelte Ferrari auf einer nicht ganz im Bestzustand befindlichen Strecke (es hatte morgens geregnet) schon mal den Rest der Welt. Dem neuen McLaren nahm man gleich sieben Zehntel ab, aber McLaren war mit dem neuen Wagen bisher auch kaum unterwegs, während Ferrari ja in Italien ausführliche Tests absolviert hatte. Toyota hingegen war wenig überraschend nicht vorne zu finden. Über 1.5 Sekunden fehlten auf den Ferrari. Allerdings halt auch nur sieben Zehntel auf McLaren, was für einen ersten Einsatz nicht schlecht aussieht.

Tag Zwei:
Heute stieg Fernando Alonso in den alten R27. Und knallte direkt eine Zeit hin, die bisher von keinem der Renault Fahrer mit dem Wagen erreicht wurde. Mit 1:19.503min war dann gleich auch mal der schnellste unter der spanischen Sonne. Allerdings weiß man nicht, mit was für einer Konfiguration Alonso unterwegs war. Kann ja sein, dass er erstmal den Wagen Stand 2007 getestet hat, um zu sehen, wo die Probleme lagen. Ein Lebenszeichen gab es von McLaren, die zweitschnellste waren, knapp vor dem ersten Ferrari mit Räikkönen. Toyota fand sich erneut am Ende der Liste mit dem prognostizierten Rückstand von einer Sekunde. Timo Glock wird in einer Pressemeldung von Toyota so zitiert:

My first impression of the car is generally positive but at this stage of the year it is too early to truly know how competitive it will be. We carried out some set-up work today and I must say we achieved quite a lot, although there is still a lot of work to do.

Zuversichtlich ist man offenbar, aber nicht euphorisch. Toyota scheint wie jedes Jahr gleich zu Beginn des Saison eine Sekunde zu fehlen. Es sind zwar nicht die zwei Sekunden wie aus anderen Jahren, aber für den zweiten Testtag finde ich die Zeit schon etwas mau. Vielleicht liegt es auch daran, dass Timo Glock sich zunächst eingewöhnen muss, aber Jarno Trulli war gestern noch langsamer unterwegs. Es ist noch viel zu früh da was endgültiges zu sagen, aber wenn sich das bis Mitte Februar nicht ändert, wird sich da auch nichts mehr tun. Es bleibt halt wie jedes Jahr dabei: Ein Auto ist entweder direkt schnell, oder eben nicht.

BMW will sich mit dem neuen Auto noch nicht in die Karten schauen lassen, und testet alleine in Valencia.

Und sonst?
Nix.

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Motorsport im TV / Motorsport Termine2008

Motorsport im TV
Die Motorsport Saison 2008 geht so langsam los und damit wird es auch Zeit einen Blick auf die Sender zu werfen und wer dieses Jahr eigentlich was überträgt. Die Lage ist dieses Jahr relativ eindeutig, da alle Sender langfristige Verträge haben. Ein paar wenige Fragezeichen gibt es allerdings. Für die Free-TV Zuschauer wird es dieses Jahr noch weniger zu sehen geben, da die GP2 Serie komplett bei Premiere ausgestrahlt wird und nicht mehr zusätzlich bei Eurosport. Die Tendenz, dass die guten Motorsport Ereignisse alle im Pay-TV verschwinden setzt sich fort und es ist nicht davon auszugehen, dass sich das ändern wird. (L) = Live, der Rest sind Aufzeichnungen.

Free-TV

ARD
DTM (L)

RTL
Formel Eins (L)

Eurosport & Eurosport 2<
MotoGP (L)
WRC (Euro)
WTCC plus Rahmenrennen (Euro & 2) (L)
ChampCars (Euro 2) (L)
Race of Champions (L)

DSF
Anmerkung: Es gibt seitens des DSF noch keine Ansage, was mit der FIA GT ist, ich gehe aber davon aus, dass man auch in diesem Jahr wieder Aufzeichnungen und gelegentliche Liveübertragungen bringt.. Alles andere läuft nur als einmalige Aufzeichnung.

Formel Eins (Freie Trainings (L))
FIA GT
Formel Drei
DTM
24 H Nürburgring (L)

Pay-TV

NASN
Anmerkung: NASN wird irgendwann in diesem Jahr wohl ESPN Europe oder so heißen. Sicher ist, dass man die Nationwide Serie teilweise live zeigen wird.
NASCAR Nationwide

MotorsTV
Anmerkung: Es ist weiterhin unklar, ob MotorsTV wieder die 24 Stunden von Le Mans zeigt. Der bisherige Vertrag ist ausgelaufen und es gibt keine Neuigkeiten bzgl. 2008. Bei MotorsTV kommt hinzu, dass die immer mal wieder Rechte mitten in der Saison hinzukaufen. Die BTCC wird wohl weiterhin leider nicht auf Motors zu sehen sein. Bei den V8 Supercars bin ich mir nicht sicher, in wie weit der neue und erweiterte Deal des Senders mit der Serie auch mehr Liveübertragungen beinhaltet. Im Prinzip ist mir die Politik, dass man die Aufzeichnungen am Sonntag Nachmittag sendet, durchaus recht, da ich für die Serie ungern Nachts um vier aus dem Bett steige.

ELMS (L)
ALMS (L)
V8 Supercars
Japan GT
British GT
British F3
DTM
ChampCars
24 H Le Mans

Premiere
Formel Eins (L)
GP2 (L)
F3 Euro (L)
DTM Rahmenprogramm
Porsche Cup & Supercup (L)
NASCAR Sprint Cup (L)
FIA GT (L)
ChampCar (L)
IRL (L)
24 H Le Mans (L)

Streams

Wheels/SpeedTV läuft weiter auf TVU in einem stabilen Stream. Das kann sich natürlich jederzeit ändern, aber TVU ist dazu übergangen, die Sender nur noch mit der Genehmigung der Inhaber auszustrahlen. Das spricht zumindest dafür, dass SpeedTV auch weiterhin zu sehen ist. Bis zum Chase wird SpeedTV am Freitag und am Samstag alle Trainings- und Qualisessions der NASCAR live übertragen. Dazu kommen vereinzelt Rennen der ALMS.

Die Rennen der Nationwide Serie laufen weiter auf der Homepage der NASCAR als Stream. Beim Sprint Cup ist es so, dass die Rennen bis Ende Mai auf Fox laufen. Zurzeit gibt es bei TVU nur Fox News, die die Rennen nicht zeigen, und Fox8, ein Lokalsender aus New Orleans, die zwar das Fox Programm laufen haben, leider aber zurzeit ohne Ton. Wie die Lage bei Sopcast ist, weiß ich im Moment nicht, aber die hatten die NASCAR eigentlich nie laufen. Im Grunde ist es wohl so, dass man kurz vor dem Rennen schauen muss, ob da was passiert. Infos wie immer hier.

Eine Payperview Variante ist mir bei der NASCAR bisher leider auch nicht über den Weg gelaufen. Kann aber sein, dass Premiere da in seinem PPV Portal noch nachlegt. Auf der NASCAR Seite selber kann man sich theoretisch “Race View” kaufen. Dort sieht man die Rennen live, allerdings nur in einer Animation. Dazu hat man die Möglichkeit in den Funk einiger Teams reinzuhören und man bekommt den Funk der Rennleitung. Allerdings: letztes Jahr hatte die NASCAR Raceview für das Daytona 400 im Juli freigeschaltet. Ich hab das Ding nie zum Laufen bekommen, was an der europäischen IP Adresse liegen kann. Ich weiß nicht, ob die NASCAR aus TV-Lizenzrechtlichen Gründen, Raceview überhaupt außerhalb der USA anbieten darf, aber beim schnellen drüberlesen der AGBs ist mir nichts diesbezüglich aufgefallen. Das muss aber nichts heißen. Dazu kommt: Bezahlen kann man das nur per Kreditkarte und wenn man nicht aufpaßt, verlängert sich das Abo jährlich. Ich würde empfehlen darauf zu warten, bis die NASCAR mal wieder ein Angebot in Richtung “14-Tage-Test” hat. Sicher weiß ich, dass der “Scanner” funktioniert. Dort kann man den gesamten Teamfunk mithören. Lohnt sich aber nur, wenn man auch ein Bild dazu hat.

Hinweise zu Streams nehme ich wie üblich gern entgegen.

Motorsport Termine
Dank der reichhaltigen TV Übertragungen ist der Terminkalender für 2008 prall gefüllt. Ab dem kommenden Wochenende gibt es bis zum 23.11.2008 kein Wochenende, an dem es nicht irgendwo ein Rennen gibt, das übertragen wird. Ausnahme vielleicht noch das übernächste Wochenende mit den 24 H von Daytona, die ausschließlich bei Wheels/SpeedTV zu sein wird. Bis zum 10.02. ist es noch etwas dünn, da nur die A1 unterwegs ist, aber am 10.02 (deutscher Zeit) startet die NASCAR mit dem Budweiser Shootout. Die NASCAR zieht dann auch bis zum 16.03 erst einmal komplett jedes Wochenende durch. Am 16.03 dürfte dann auch das erste Highlight der Saison sein, denn an diesem Wochenende startet die Formel Eins und die A1 fährt in Mexico.

Ab dem sechsten April geht es dann richtig los. Es gibt bis Ende Oktober kein Wochenende, an dem nicht mindestens drei Rennserien unterwegs sind. Vor allem die Monate Mai, Juni, Juli und August sind wie üblich so voll gepackt, dass man über die Anschaffung eines Festplattenrecorders für Premiere nachdenken sollte.

Ich habe alle Termine soweit zusammengetragen. Man kann sie entweder als ical oder als csv Datei hier runterladen. Der ical Import funktioniert gut, wie das mit den csv Daten ist, kann ich nicht sagen. Ich muss erst Outlook auf meinem Rechner installieren, das habe ich bisher noch nicht geschafft.

Hier die Daten zum runterladen: (Rechtsklick, speichern unter)
(Ich habe die Daten auch als einfache Textdatei hinzugefügt. Sollte der Import der anderen Formate nicht klappen, hat man die Daten wenigstens als Text für copn ‘n paste. Noch eine Anmerkung: Die Daten der F3 Euro Serie sind immer mit der DTM, bis auf das Rennen in Pau, wo man mit der WTCC an den Start geht. Wie gesagt, der Kalender soll nur der groben Orientierung dienen, genaue Termine und Startzeiten gibt es wie gewohnt rechtzeitig hier.)

Motorsport 2008, ical Format
Motorsport 2008, csv Format
Motorsport 2008, txt Format

Und sonst?
Am Mittwoch präsentiert Red Bull den neuen Wagen. Da wird es etwas mit den Fotos dauern, weil ich unterwegs bin.

Am Wochenende fährt die A1 in Taupo, Neuseeland. Mehr Infos dazu am Freitag.

Und hier noch das TV Programm für die kommende Woche. Premiere wiederholt in den nächsten Nächten jeweils ab Mitternacht alle ChampCar Rennen. Wer also nicht schlafen kann…

14.01.2008

Aufz. 19:30 Uhr A1 GP Zuhai PREM
Aufz. 21:00 Uhr CORR Antelope Valley MotorsTV
Aufz. 22:45 Uhr ARCA Kansas MotorsTV
Aufz. 00:00 Uhr NASCAR Tests Daytona SpeedTV
Aufz. 00:00 Uhr ChampCar Portland 07 PREM

15.01.2008

Aufz. 12:10 Uhr CORR Antelope Valley MotorsTV
Aufz. 14:00 Uhr DTM Saison 2007 MotorsTV
Aufz. 18:45 Uhr ARCA Kansas MotorsTV
Aufz. 21:50 Uhr V8 Lites Wakefield Park 2007 MotorsTV
Aufz. 00:00 Uhr NASCAR Tests Daytona SpeedTV
Aufz. 00:00 Uhr ChampCar Edmonton 07 PREM

16.01.2008

Aufz. 12:10 Uhr A1 GP Zuhai PREM
Aufz. 12:10 Uhr ARCA Kansas MotorsTV
Aufz. 14:00 Uhr DTM Saison 2007 MotorsTV
Aufz. 19:00 Uhr A1 GP Zuhai PREM
Aufz. 00:00 Uhr NASCAR Tests Daytona SpeedTV
Aufz. 00:00 Uhr ChampCar Zolder 07 PREM

17.01.2008

Aufz. 16:35 Uhr ARCA Kansas MotorsTV
Aufz. 00:00 Uhr NASCAR Tests Daytona SpeedTV

18.01.2008

Aufz. 17:45 Uhr A1 GP Zuhai PREM
Aufz. 17:55 Uhr French GT Saison 2007 MotorsTV
Aufz. 21:50 Uhr V8 Lites Eastern Creek 2007 MotorsTV

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BMW F1.08

Der neue BWM wurde heute vorgestellt. Die ersten Gedanken bei Präsentation: Oh, BMW ist ja mutig geworden. Tatsächlich fällt sofort die neue Nase auf. Der Frontflügel ist eine völlig eigene Lösung, die allerdings auf den Designs der letzten Saison aufbaut. Trotzdem ist die untere Stufe eine Lösung, die bisher nur BMW zu bevorzugen scheint. Der Wagen hat mal wieder einen kräftige Buckel über dem Motor, aber die Seitenkästen haben mich doch sehr an den McLaren erinnert. Die sind tief eingezogen und oben ziemlich zerklüftet. Alles an diesem Wagen wirkt sehr durchdacht und ist mindestens ein Schritt weiter, als im letzte Jahr. Auch erkennt man am BMW, dass die Münchner in Sache Aerodynamik und Entwicklung deutlich auf Ferrari und McLaren aufgeholt hat. Verglichen mit dem neuen Toyota ist man mindestens zwei Schritte weiter.

In den Interviews zeigten sich Theissen, Heidfeld und Kubica auch sehr positiv eingestellt, was man angsichts des zumindest von außen gelungenen Wagen auch nachvollziehen kann. Schön zwar heutzutage nicht mehr unbedingt schnell, aber gutes Aussehen hat noch keinem Rennwagen geschadet. Wenn BMW dieses Jahr schon der große Wurf gelungen ist, kann man sich auf eine sehr spannenden Saison einstellen.

Auch die Bilder, die BMW mittlerweile eingestellt hat zeigen, wie stark sich der neue F1.08 im vorderen Bereich von den anderen bisher gesehenen Konzepten unterscheidet. Zwar hat BMW nun auch ähnlich wie McLaren oder Ferrari, eine deutlich spitzere Nase, aber die Schaufel, die man da als Frontflügel dran geschraubt hat, sieht schon nach einer komplett neuen Idee aus. Interessant aber, dass man bei den Abdeckungen der Vorderradaufhängung eine Weg gegangen ist der dem von Ferrari nicht unähnlich ist. Es ist zwar nicht so ein “Rochen” wie bei den Italienern, aber die Ähnlichkeiten sind schon da.

Gerazu langweilig dagegen sind die Luftleitbleche vor den Seitenkästen. Relativ unspekatulär führt man dort die Luft ein. Verglichen mit den verschnörkelten Dingern von McLaren ist das schon sehr einfach, was BMW da zeigt. Deutlich anders ist als bei der Konkurrenz ist das Heck geworden. Während McLaren, Ferrari und auch Toyota das Heck scheinbar etwas verbreitert haben, ist es bei BMW weiterhin sehr schlank. Zusammen mit der Aerodynamik im vorderen Bereich und den immer noch vorhandenen Hörnern an der Seite der Airbox vermute ich mal, dass man die zusätzliche Traktion dadurch finden möchte, dass man die Luft genauer auf den Heckflügel führt. Willi Rampf erwähnt im Presskit allerdings auch, dass man vor allem danach geschaut hat, dass man den Wagen beim Einlenken ruhig stellen wollte. Da aufgrund der fehlenden Traktionskontrolle der Wagen beim Anbremsen etwas unruhiger wird, versucht man wohl mittels mehr Anpressdruck den Wagen dort zu stabilisieren um eine höhere Kurveneingangsgeschwindigkeit zu erreichen.

Ich habe ein wenig den Eindruck, dass BMW einen anderen Weg gegangen ist, als das McLaren oder Ferrari tun. Die Aussage ist zwar noch vor dem Hintergrund zu sehen, dass keiner das letzte Aerokit auf dem Wagen hat, aber es ist schon auffällig, wieviel Wert BMW auf den Antrieb auf der Vorderachse gelegt hat. Man muss Willi Rampf zustimmen, wenn sagt, dass es sich um eine “radikale Evolution” handelt. Die ersten Vergleiche im Januar werden also ganz schön spannend werden.

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Neue Bilder des Lexus / Le Mans – Diverse News / F1 – Honda mit neuer Lackierung / Dubai 24H

DTM – Neue Bilder des Lexus
Ich hab noch nichts aus Japan gehört, aber auf der japanischen Webseite gibt es neue Bilder des Lexus IS-F. Und wenn man sich die so anschaut, wäre alles andere als ein DTM Einsatz der Japaner eine große Überraschung. Viel sehen kann man leider nicht, aber die Form der Kotflügel und vor allem des Heckflügels sollten für einen DTM Einsatz sprechen. Ich hab den Heckflügel mal mit dem eines Audi verglichen und eigentlich keine Unterschiede feststellen könnne. Selbiges gilt auch für die Felgen. Auch hier ist der Lexus im DTM Design unterwegs. Es spricht also eine Menge dafür, dass Lexus schon 2008 in die DTM einsteigen wird und man darf jetzt schon mal spekulieren, mit viel Fahrzeugen man das machen wird. Will man erst einmal nur mit zwei Wagen an den Start gehen, oder lieber doch direkt mit vier? Und wen holt man sich als Fahrer? Es gibt auf dem Markt nicht so viele Tourenwagen Asse, die Erfahrungen mit der DTM haben. Mika Häkkinen wäre einer, aber der ist trotz seines Rücktritts noch bei Mercedes unter Vertrag, wenn mich nicht alles täuscht. Jean Alesi hat sicher Zeit und gute Verbindungen nach Japan. Es darf also fröhlich spekuliert werden.

Der DTM täte der Eintritt von Lexus natürlich richtig gut. Nicht nur, dass es endlich wieder mehr als zwei Marken geben würde, man hätte auch zum ersten Mal einen ausländischen Hersteller in die Serie gebracht. Dazu einen, der mit richtig viel Geld ausgestattet ist. Sollte sich Lexus gut schlagen, könnte das auch ein Signal an Honda und andere Hersteller sein. Wobei man auch klar sagen muss, dass es so viele Hersteller nicht gibt, für die sich die DTM lohnt. Fiat, Renault, Citroen oder Peugeot sind alle nicht so richtig in der Premium Mittelklassen unterwegs. Allenfalls Ford, Volvo und vielleicht Jaguar würden mir einfallen. Bei Ford sind die Lichter in Sachen Motorsport in Deutschland fast völlig verloschen, Jaguar, eine Ford Tochter, wird gerade an den indischen Tata Konzern verkauft und auch bei Volvo tut sich seit einigen Jahren in Sachen Motorsport leider nichts. Bliebe vielleicht noch Alfa, doch die konzentrieren sich gerade auf einen möglichen Le Mans Einsatz des neuen Alfa Romeo 8C.

Le Mans – Diverses
Wo ich gerade beim Thema Le Mans bin. Lola hat das neue LMP1 Chassis vorgestellt und es sieht recht schniecke aus. Auffallend sind die sehr scharf gezogenen Kotflügel und natürlich das geschlossene Cockpit, das aber ab (ich glaube so aus dem Kopf) 2010 eh Pflicht ist in Le Mans. Das Chassis ist eine Sache, aber der Motor eine ganz andere. Dort man man sich bei Aston Martin bedient und den 6.3 Liter V12 eingebaut. Da schlackern einem ja jetzt schon die Ohren und ich kann mir jetzt schon vorstellen, wie der Motor klingen wird: sehr, sehr gut. Natürlich muss man Realist sein. Lola wird mit der Konfiguration gegen die Diesel von Peugeot und Audi keine Chance haben. Aber schön zu sehen, dass man den beiden Marken nicht kampflos das Feld überlässt. Und wie man weiß, ist bei einem Rennen in Le Mans ja immer alles möglich.

- Es gibt Gerüchte, dass das “Racing for Holland” Team dieses Jahr nicht in Le Mans antreten wird. Genaueres habe ich aber auch nicht erfahren.

- Die Regeln für das diesjährige Le Mans Rennen stehen auch fest. In aller Kürze:
1. Die LMP1 Wagen werden leichter. Das Gewicht wird von 925 auf 900kg reduziert. Die LMP2 bekommen von 50 Kilo mehr und wiegen jetzt 825 kg.
2. Die Benziner in der LMP1 dürfen die Restiktoren um 3% öffnen.
3. Der Tank der LMP2 wird um 10 Liter auf 80 Liter verkleinert.
4. Jetzt steht es auch im Reglement: In der LMP1 Klasse dürfen nur Werkteams, in der LMP2 nur Privatteams antreten.

- Aston Martin tritt 2008 wieder in der ALMS an, allerdings nur in der GT2. Damit sind die Corvette in der GT1 weiter ohne Konkurrenz. In Le Mans wird man dagegen in der GT1 Klasse gegen die Corvette antreten. Das wundervolle und extrem spannende Duell der letzten Jahre geht also in eine weitere Runde. Dabei hat Aston Martin seinen Einsatzwagen dieses Jahr besonders schick gemacht, wie man auf dem Foto sehen kann. Irgendwie verbinde ich mit Aston Martin zwar immer die Farbe “grün” aber wenn schon kein GT40 unterwegs ist, kann man sich wenigstens auf diesen Wagen in der traditionellen “Gulf” Lackierung freuen (Und wann kommt “Martini” wieder?)

Und sonst?
Noch ein paar News in Kürze:

- Das Honda F1 Team hat klammheimlich bekannt gegeben, dass man 2008 nicht mehr mit der Weltkugel Lackierung an den Start gehen will. Stattdessen will man beim Launch am 29.01 eine neue Lackierung vorstellen. Ehrlich gesagt: so hübsch die Idee war, das Auto sah schrecklich aus.

- Michael Schumacher ist endlich nicht mehr arbeitslos und hat eine Stelle bei Ferrari gefunden. Laut einer Meldung der “Gazetto dello Sport” wird er als fester Testfahrer bei Gestione Sportiva anheuern. Das ist die Motorsport Divison bei Ferrari. Testfahrten mit dem Ferrari 2008 stehen ganz oben auf dem Programm, aber Ferrari entwickelt ja nicht nur Formel Eins Wagen.

- Ob man es glaubt oder nicht, Ferrari bastelt an einem SUV á la Porsche Cayenne. Ich hatte drüben auf meinem Blog bei pkw.de auf Grund eines Berichtes der britischen “Autoexpress” darüber berichtet und ein freundlicher Leser hat mir bestätigt, dass der SUV schon seit geraumer Zeit in der Gegend um Maranello unterwegs ist.

- Auf dem Kurs in Dubai findet zur Zeit das erste 24 Stunden Rennen des Jahres statt. Leider unter völligem Ausschluss der Öffentlichkeit. Es gibt auf der Webseite weder ein Live Leaderboard, noch einen Stream. Wenn man das Popup zulässt lädt allerdings eine weitere Seite mit Videos. Die macht wohl ein Angesteller mit seinem Handy und lädt die dann bei Youtube hoch. So kann man es natürlich auch machen. Ich verstehe nicht, wieso man nicht einfach die Bilder der “Race Control” per Stream ins Netz schiebt. Die Kollegen vom Project Le Mans schieben News über den Rennverlauf auf ihre Seite. (Ein RSS Feed wäre hübsch)

12.01.2008

Aufz. 14:00 Uhr V8 Lites Wakefield Park 2007 MotorsTV
Aufz. 17:15 Uhr A1 GP Zuhai PREM
Aufz. 18:45 Uhr CORR Antelope Valley MotorsTV
Aufz. 21:00 Uhr ARCA Kansas MotorsTV

13.01.2008

Aufz. 11:45 Uhr CORR Antelope Valley MotorsTV
Aufz. 16:10 Uhr ARCA Kansas MotorsTV
Aufz. 17:55 Uhr V8 Lites Wakefield Park 2007 MotorsTV

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F1 – Wurz kommt wieder / Toyota TF108 / NASCAR- Zeiten von gestern

Formel Eins – Alex Wurz bei Honda
Dafür, dass sich Honda die Dienste von Alex Wurz geschnappt hat kann man die Japaner nur beglückwünschen. Ich halte Wurz, neben Fernando Alonso und Michael Schumacher für den besten Test- und Entwicklungsfahrer, den es zur Zeit auf dem Markt gibt. Wie gut der Österreicher ist hat man in seiner Zeit bei Williams gesehen. Kaum war Wurz angestellt, ging es für die Briten wieder nach oben. Patrick Head und Frank Williams selber lobten die Arbeit von Wurz in den Himmel und belohnten ihn mit einem Vertrag als Einsatzfahrer, was ja bekanntermaßen nicht so gut funktionierte. Als Entwickler bringt er aber den Vorteil mit, dass er aus seiner Zeit bei McLaren für unterschiedlichste Fahrer und deren Fahrcharakter Autos hinstellte, mit denen die dann auch was anfangen konnten. Er liefert also eine gute Basis, das bestätigte auch Nico Rosberg, der mit den Ergebnissen von Wurz unterwegs war. Honda kann so einen Fahrer dringend gebrauchen, denn Wurz wird schnell sagen können, warum eine Fahrwerksgeometrie Mist ist. Schöner Nebeneffekt: Wurz ist an jedem Wochenende wieder vor Ort und ich hoffe mal sehr, dass sich Premiere den Österreicher als Experten sichert. Hans Joachim Stuck macht es ja dieses Jahr nichts mehr *hüstel*.

Ein wenig verwunderlich ist der Rücktritt vom Rücktritt natürlich. Honda wird sicher einen großen Geldkoffer ausgepackt haben, aber vielleicht zeigt sich auf dem Weg auch, dass der Rücktritt vor dem letzten Rennen vielleicht so freiwillig dann auch nicht wahr.

- Zum Toyota hab ich ja heute Mittag schon was geschrieben und je länger ich mir die Bilder angesehen habe, desto mehr bin ich der Meinung, dass der Wagen nicht so richtig Fisch und nicht so richtig Fleisch ist. Ich kann da irgendwie keinen eigenen Weg der Japaner erkennen. Wenn Force India, Torro Rosso oder Super Aguri so einen Wagen hinstellen, habe ich ja Verständnis, aber eigentlich versuchen alle Top Teams sich zumindest in Detaillösungen von der Konkurrenz abzuheben. Ferrari und McLaren machen das eh, bei Renault ist der Wagen meist zerklüftet wie der Grand Canyon, Red Bull setzt auf extrem schmale Chassis nur bei Honda und BMW muss man mal sehen, was die machen. Aber wie gesagt: wenn in Australien ein anderes Aeropaket darauf kommt, konnte die Sache anders aussehen. Vielleicht ist die Toyota Variante auch so gut genug, um regelmäßig in die Punkte zu kommen. Zu dem hat man zumindest mit Timo Glock einen jungen und sehr aggressiven Fahrer und sowas kann ja auch schon mal ein paar Zehntel ausmachen.

NASCAR – Zeiten
Auch am dritten Tag zeigte sich, dass es Toyota dieses Jahr wissen will. Zumindest liegt man in Trainingssessions immer schön vorne, aber dem Braten würde ich mal nicht trauen. Es war auch im letzten Jahr so, dass die Toyota im freien Training immer gut dabei war. Die Trainingsabstimmung, in der es erstmal nur auf eine schnelle Runde ankommt, stimmt also. Aber Rennen und Training sind in der NASCAR zwei paar Schuhe, wie Red Bull ja häufig mitbekommen konnte. Aus dem Joe Gibbs Lager hört man aber, dass der Umstieg von Chevy aber problemloser vonstatten ging, als man befürchtet hatte. Was darauf schließen lässt, dass der Motor schon genug Power hat. Auf Strecken auf denen mit restictor plates gefahren wird, mag das sein, aber ich bin mal gespannt, wie das auf den 1 bis 1.5 Meilen Ovalen aussieht, wo es auch ums Drehmoment geht.

1. 18, Kyle Busch, Toyota, 47.927, 187.786
2. 84B, A.J. Allmendinger, Toyota, 48.032, 187.375
3. 16A, Greg Biffle, Ford, 48.075, 187.207
4. 2B, Kurt Busch, Dodge, 48.075, 187.207
5. 48B, Jimmie Johnson, Chevrolet, 48.090, 187.149
6. 24B, Jeff Gordon, Chevrolet, 48.101, 187.106
7. 41B, Reed Sorenson, Dodge, 48.116, 187.048
8. 8A, Mark Martin, Chevrolet, 48.150, 186.916
9. 8B, Mark Martin, Chevrolet, 48.206, 186.699
10. 07A, Clint Bowyer, Chevrolet, 48.225, 186.625
11. 1B, Martin Truex, Jr., Chevrolet, 48.269, 186.455
12. 99A, Carl Edwards, Ford, 48.271, 186.447
13. 27A, Jacques Villeneuve, Toyota, 48.295, 186.355
14. 70A, Jeremy Mayfield, Chevrolet, 48.299, 186.339
15. 18B, Kyle Busch, Toyota, 48.309, 186.301
16. 00B, David Reutimann, Toyota, 48.329, 186.224
17. 42A, Juan Pablo Montoya, Dodge, 48.348, 186.150
18. 41A, Reed Sorenson, Dodge, 48.373, 186.054
19. 17B, Matt Kenseth, Ford, 48.374, 186.050
20. 17A, Matt Kenseth, Ford, 48.378, 186.035
21. 00A, David Reutimann, Toyota, 48.590 185.223
22. 5B, Casey Mears, Chevrolet, 48.809, 184.392
23. 2A, Kurt Busch, Dodge, 48.811, 184.385
24. 84A, A.J. Allmendinger, Toyota, 48.856, 184.215
25. 27B, Jacques Villeneuve, Toyota, 48.951, 183.857
26. 19B, Elliott Sadler, Dodge, 48.974, 183.771
27. 78A, Joe Nemechek, Chevrolet, 48.975, 183.767
28. 45A, Kyle Petty, Dodge, 49.022, 183.591
29. 24A, Jeff Gordon, Chevrolet, 49.040, 183.524
30. 96B, J.J. Yeley, Toyota, 49.058, 183.456
31. 7A, Robby Gordon, Ford, 49.068, 183.419
32. 19A, Elliott Sadler, Dodge, 49.147, 183.124
33. 1A, Martin Truex, Jr., Chevrolet, 49.178, 183.009
34. 98A, Jason Keller, Dodge, 49.331, 182.441
35. 28B, Travis Kvapil, Ford, 49.361, 182.330
36. 33, Kirk Shelmerdine, Chevrolet, 49.450, 182.002
37. 42B, Juan Pablo Montoya, Dodge, 49.475, 181.910
38. 07B, Clint Bowyer, Chevrolet, 49.518, 181.752
39. 70B, Jeremy Mayfield, Chevrolet, 49.762, 180.861
40. 28A, Travis Kvapil, Ford, 49.889, 180.400
41. 7B, Robby Gordon, Ford, 50.354, 178.7350

Und sonst?
Ich trage gerade die Motorsporttermine für dieses Jahr zusammen. Bisher sind in der Liste
F1
GP2
DTM
F3 Euro
ALMS
ELMS
ChampCar
IRL
NASCAR Sprint Cup
A1
WTCC
FIA GT
V8 Supercars

Nationwide (Ex-Busch) Serie hab ich mir gespart, da die Serie dieses Jahr eh nicht so gut besetzt ist, wegen des alten Chassis mit dem gefahren wird. Im Normalfall startet die Nationwide Serie eh immer einen Tag vorm Cup. Ebenfalls nicht mit drin sind die Trainingseinheiten der NASCAR. Es war eh schwer, einigermaßen genaue Startzeiten zu bekommen und normalerweise geht es mit dem Training erst Freitagabend unserer Zeit los. Der Kalender ist auch kein genauer Ablaufplan, sondern soll nur zeigen, an welchem Wochenende man sich besser nichts vornehmen sollte. Die genauen Übertragungszeiten gibt es sowieso immer hier im Blog.

Sonst noch Wünsche?

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Toyota TF108

Das soll er also werden, der Toyota mit dem alles besser werden soll. Gut, auf den Fotos erkennt man nicht so viel und wie man ja weiß, ist das letzte Wort in Sachen Aerodynamik noch nicht gesagt. Aber so richtig haut mich der Toyota auch dieses Mal nicht vom Hocker. Vorne wirkt er etwas unentschlossen, eine Mischung aus Ideen der letzten Saison (der McLaren Frontflügel) und der schon bekannten Lösungen von Toyota. In der Mitte und in Richtung Heck hat man man den Wagen allerdings deutlich verändert. Der TF108 wirkt bei weitem nicht mehr so eckig und kantig wie sein Vorgänger, aber so manche Dinge, wie die außen angebrachten Spiegel, wirken noch nicht völlig zu Ende gedacht.

Ich weiß nicht, aber ich habe auch dieses Jahr wieder das Gefühl, dass Toyota mit einem Kompromiss an den Start geht. Der Wagen wirkt nicht so weit entwickelt, wie das zum Beispiel bei Ferrari oder McLaren der Fall ist. Es ist eher so, als habe man hier und da ein paar Ideen übernommen, um sie auf das bewährte und bekannte Chassis zu setzen. Klar – man kann die Welt nicht neu erfinden, aber wenn man nur noch bis 2009 Zeit bekommen hat, vernünftige Ergebnisse einzufahren, dann hat man meiner Meinung nach zwei Möglichkeiten: Entweder setzt man alles auf eine Karte und probiert was Neues, oder man bedient sich bei den bewährten Dingen, weil man die kennt und hofft mit ein, zwei Verbesserungen wird es schon besser werden. So wie es aussieht, hat sich Toyota für die zweite Variante entschieden.

Das muss allerdings nicht schlechtes sein. Der BMW des letzten Jahren war nicht gerade eine Sensation in Sachen Aerodynamik, und das Ergebnis ist ja bekannt. Totzdem kann ich mir bei Ansicht des neuen Toyota nicht vorstellen, dass man den erhofften großen Schritt gemacht hat. Timo Glock und Jarno Trulli werden es 2008 nicht leicht haben, die Vorgaben zu erreichen.

Nachtrag: So – jetzt habe ich mich auch mal teilweise durch das 92-seitige (!) Presskit durchgewühlt. Es ist so ein wenig, wie ich vermutet habe. Man hat einerseits Abschied genommen vom Konzept des TF106, aber die Grundkonzeption des Wagens hat man dennoch im letzten Frühjahr festgelegt. So wundert es dann auch nicht, dass der Toyota mit einem verlängertem Radstand daher kommt. Ein Versuch, der auch von Ferrari im letzten Jahr gemacht worden ist, aber in diesem Jahr wieder kassiert wurde, weil man auf engen Strecken einfach chancenlos war. Patrick Vasselon, Chefdesigner von Toyota sagt es deutlich:

The aerodynamic concept of this car has changed. The TF107 was an evolution of the TF106 but this time the new package is a departure from recent Toyotas. The primary aerodynamic design philosophy for the TF108 is geared towards optimising the entire package to minimise balance and downforce changes throughout a lap, thereby producing a more driveable, aerodynamically robust car. In addition to the aerodynamic philosophy, another fundamental change is the wheelbase, which is longer. In mechanical terms we felt we had a strong basis in the TF107’s characteristics so we have focused on making a few reinements. We have made reinements to improve the weight over stiffness ratio with better structural eficiency, so we achieve the same stiffness values with less weight.

Das bestärkt mich in der Vermutung, dass der neue Toyota wieder so ein Zwitterding geworden. Nicht wirklich schlecht, aber auch nicht so dolle, dass man vorne mitfahren kann. Eine Einschätzung, die man bei Toyota allerdings auch hat. Man versucht wohl mit einem etwas konservativen Blick erstmal regelmäßig in die Top 10 zu kommen, was in diesem Jahr deutlich schwerer sein sollte. Mit BMW, Ferrari und McLaren sind schon sechs Plätze vergeben, Alonso sollte immer drin sein, ebenso mindestens ein Red Bull und ein Honda. Da wird die Luft schon dünn vorne.

By the way, motorsport-total.com, Eure Angewohnheit Interviews aus einem Presskit nicht auch also solche zu kennzeichnen, sondern so zu tun, als ob ihr es selber gemacht habt, finde ich auch irgendwie unschön.

Comments { 7 } | F1, Toyota