Archive for Januar, 2008

Alternativen zu Premiere für den Sprint Cup 2008 / Hintergründe / News

Posted 30 Jan 2008 — by DonDahlmann
Category F1, FIA, Motorsport, NASCAR, Premiere, TV Programm

UPDATE: 31.01.08 00:26 Uhr: Hier ist die Bestätigung, dass Sky Sports die Übertragungsrechte für das Daytona 500 offenbar erworben hat. Runterscrollen an “Sunday”. Da Sky bisher weit entfernt von jeder NASCAR Übertragung war, die Serie aber nun in deren EPG erscheint, ist das überraschend. Allerdings gibt es Ungereihmtheiten bzgl. der weiteren Übertragung. Während der der Kundenservice von Sky behauptet, man habe den Sprint Cup auch im Laufe des Jahres im Programm, taucht nach den Daytona 500 der Cup nicht mehr im Programm von Sky Sports auf. Bisher ist da ein “tba” zu sehen, mehr nicht. Es besteht die Möglichkeit, dass Sky nur die Rechte für das Daytona 500 gesichert hat, was ja innerhalb der Serie als “das” Ereignis des Jahres gilt und die höchsten Einschaltquoten innerhalb eines Jahres generiert. Meine Bewertung der Lage in Sachen NASCAR bei Sky ist weiterhin sehr zurückhaltend.

Ich habe nun einen direkten Kontakt zu den Verantwortlichen in Sachen TV Rechte bei der NASCAR und hoffe in den nächsten Tagen da mehr zu erfahren.

UPDATE: Laut einer Meldung aus dem britischen digital spy forum überträgt nicht mehr NASN die NASCAR in England sondern Sky Sport! Ich habe diese Info bisher nicht verifizieren können und auch auf der Webseite von Sky Sport wird die NASCAR mit keinem Wort erwähnt. Wenn das stimmt, dann wird die ganze Sache noch mal auf den Kopf gestellt. Das kann auch bedeuten, dass Rupert Murdoch die gesamten Europarechte erworben hat. (Info über das digitalfernsehen Forum wo es einer aus den Kommentaren bei allesaussersport gefischt hat.)

Es bleibt kompliziert.

Mittlerweile behauptet ein User im Forum von Digitalfernsehen.de mit dem Premiere NASCAR Experten Klaus Graf komuniziert zu haben, der ihm schriftlich auch bestätigte, dass keine Übertragungen auf Premiere geplant seien. Sollte diese Mail authentisch sein, wird es wohl immer deutlicher, dass Premiere die Rechte nicht hat. Klaus Graf ist gut beschäftigt und wird seine Termine sicher weit im Voraus planen, zu mal er ständig zwischen den USA und Deutschland hin und her pendelt.

Bevor ich auf Alternativen zu Premiere komme, ein paar Gedanken, warum die Verhandlungen zwischen den beiden Sendern eventuell gescheitert sind. Und vielleicht ist Premiere da sogar nicht ganz so schuldig, wie es auf den ersten Blick den Anschein hat. Sicher ist: ESPN hat NASN nicht gekauft, weil man gerade zuviel Geld in der Portokasse hatte. ESPN will weltweit aktiv sein und damit ist man ein natürlicher Konkurrent für Pay-TV Anbieter in Europa. Dafür muss man die Marke ESPN aber erstmal profilieren. Bisher ist die auf dem europäischen TV Markt nur mit ESPN Classic vertreten, doch nach dem Re-Branding von NASN in ESPN wird das anders aussehen. Das Rechtepaket, dass NASN jetzt schon hält ist nicht von schlechten Eltern: NFL, NHL, MBL, NASCAR. Bis auf Golf und die NBA hat man damit die Kronjuwelen des US-Sports in der Hand. Die Kosten hierfür hat man bisher durch Sublizenzierungen erreicht. Damit ist aber offensichtlich Schluss, denn will man in ganz Europa auf den Markt kommen, muss man die Rechte behalten. Noch ist das Re-Branding aber nicht durch und noch hat man auf dem europäischen Markt kein NASN 2 etabliert oder ESPN Classic in die Senderfamilie eingegliedert. Im Grunde muss man 2008 also die Rechte noch einmal für ein Jahr weitergeben.

Wäre ich Premiere und sähe die Pläne von ESPN, würde ich ins Grübeln kommen, denn da wächst ein gigantischer Konkurrent ran, vor dem selbst ein Rupert Murdoch nicht sicher ist. Man hat im Falle der NASCAR eine deutschlandweite Fanbasis geschaffen, wird aber seitens ESPN mit Ein-Jahres-Verträgen abgespeist, statt langfristig belohnt zu werden. Da würde ich mir Gedanken machen, ob sich ESPN 2009 nicht hinstellt und sagt: “Danke für den Aufbau der NASCAR in den letzten Jahren, wir machen jetzt selber weiter”. Viel Geld investiert und die Sahne schöpft dann ein anderer ab. Eine Variante für Premiere wäre es auch, dass man ESPN in das Programm stärker einbindet, also ähnlich, wie das in UK über Setana läuft. Premiere als exklusive Plattform für ESPN in Deutschland und man hätte neben der NASCAR auch wieder die NFL und andere Sportarten im Programm. Klingt nach einem guten Deal, wenn er nicht zwei Haken hätten.

1. Der Deal dürfte teuer werden und die Frage, warum man noch das Sportportal abonnieren soll, wenn eh alles bei ESPN läuft darf man sich auch stellen. Das eigene Geschäftsmodell von Zwei- oder Drittanbietern und deren Geldwünschen abhängig zu machen ist nun wirklich keine gute Idee. An die Rechte kommt man aber nicht mehr ran, weil ESPN drauf sitzt und das für mehrere Jahre. Premiere hat in den letzten Jahren den strategischen Fehler begangen alles auf die Bundesliga zu setzen und andere Sportarten, die zusammen zumindest ein vernünftiges Grundgerüst für das Sportportal darstellen, wegzulassen.

2. Seit ein paar Wochen ist Rupert Murdoch mit 15% an Premiere beteiligt und der ist nun wieder mit seinem BSkyB Programm ein direkter Konkurrent von Setana und ESPN in Europa, sowie mit “Fox” in den USA gegen ABC/ESPN/Disney.

Solle ESPN Premiere also die Pistole auf die Brust gedrückt haben, kann man die Münchner in einem gewissen Rahmen schon verstehen. Nicht verständlich ist allerdings die miserable Kommunikationspolitk des Hauses. Sowas findet man sonst nur in Nord-Korea. Das Verhalten gegenüber der zahlenden Kundschaft ist mehr als schlecht und der Sender muss sich nicht Wundern, wenn die Kunden in Scharen weglaufen, so bald es eine Alternative in Europa gibt. Darauf zu hoffen, dass die Motorsportbegeisterten Zuschauer wegen der Formel Eins schon bleiben werden ist zu kurz gedacht.

Ok – gehen wir mal trotz ausstehender Bestätigung seitens Premiere vom “worst case” aus, und der Sender zeigt den Sprint Cup nicht. Welche Alternativen gibt es?

1. NASN
Es ist nicht auszuschließen, dass NASN entgegen der bisherigen Ankündigung den Cup nicht in Europa auszustrahlen, doch noch abrückt. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der französische Sender AB Moteurs ebenfalls keine Rechte bekommt. Auch dort sitzt man rund zwei Wochen vor dem Start der Saison noch auf dem trockenen und das lässt den Gedanken aufkommen, dass ESPN entgegen aller bisherigen Ankündigungen doch noch überlegt, NASCAR selber auszustrahlen. Da auf NASN kein Platz für die NASCAR ist, wäre es eine Möglichkeit die Serie auf ESPN Classic zu senden. In den USA macht ESPN von dieser Möglichkeit immer mal wieder Gebrauch.

2. AB Moteurs
Sollten die Franzosen doch noch die Rechte erhalten, strahlen sie diese auch per Netz aus. Kostet irgendwas um 60 Euro pro Jahr. Allerdings: ich weiß nicht ob der Sender die Ausstrahlung im Netz mittles IP Kennung auf Frankreich beschränkt hat, bzw. beschränken muss.

3. ESPN 360
Seit ein paar Wochen gibt es das Netzangebot von ESPN 360 auch in Europa. In den USA läuft der Cup auch im Netz über dieses Angebot, was zumindest den Schluss nahe legt, dass ESPN offenbar auch die Streamingrechte besitzt. Nicht auszuschließen, dass man für den deutschen Markt diese Variante wählt, denn dort kann man französische Zuschauer mittels IP Sperre relativ leicht draussen halten. Die Kosten dürften bei den ESPN Preisen allerdings bei mindestens 80 Euro pro Saison liegen.

4. TVU
Das Angebot ist ja eher eine Grauzone. Andererseits sperrt man Sender, die nicht verbreitet werden wollen aber aus. Zur Zeit ist aber kein Sender online, der die Rennen des Sprint Cups überträgt.

5. Illegale Streams
Im letzten Jahr gab es einen, der relativ gut funktionierte, aber ziemlich flott wieder verschwand. Offenbar war man seitens der NASCAR unglücklich über das Angebot. Danach gab es nichts vernünftiges mehr. Auch 2008 ist die Lage da nicht besser. Normalerweise bin ich der Meinung, dass man einen Sender, der sich um Ausstrahlungsrechte bemüht hat, nicht dadurch abstraft, dass man sich statt eines Abos einen illegalen Stream zulegt. Wenn ESPN 360 sendet, werde ich auf das Angebot hinweisen. Sollte die NASCAR in Deutschland aber nicht ausgestrahlt werden, ist die Sache ein wenig anders. Es wird hier keine direkte Links von mir zu Streamangeboten geben, aber was in Foren geschieht ist eine andere, und vor allem nicht meine Angelegenheit, auf der ich Rahmen der Link-Freiheit aber aber hinweisen werde.

6. Aufzeichnungen
Wer Google bedienen kann, wird fündig. Meist rund ein bis zwei Tage nach dem Rennen. Die Suchbegriffe “race” und “underground” führen zu erstaunlichen Ergebnissen.

7. Live Blogging
Ich werde mich in jedem Fall bemühen, die Rennen sehen zu können. Dann gibt es hier Live-Blogging. Allerdings kann nicht versprechen, dass ich das jedes Wochenende schaffe, da mir vermutlich meine Fern-Beziehungsfreundin was anderes erzählt, wenn ich jeden Sonntagabend vier bis fünf Stunden keine Zeit habe.

Ich werde in den nächsten Tagen meine Ansprechpartner in den USA und in England noch mal kontaktieren. Vielleicht tut sich ja noch was. Fürs Daytona 500 sehe ich allerdings schwarz und es kann noch Wochen oder gar Monate dauern, bis ESPN den Re-Branding Prozess abgeschlossen hat und dann die NASCAR anbietet. Ehrlich gesagt ist meine größte Hoffnung zu Zeit ESPN 360.

Und sonst?
Schnell noch die anderen Meldungen des Tages:

- Justin Wilson ist erwartungsgemaäß als zweiter Fahrer neben Graham Rahal für das Newman/Hass/Lanigan ChampCar Team bestätigt worden. Bleibt die Frage, in welcher Serie. Ebenfalls unterschrieben hat Enrique Bernoldi (Ex-Arrows Pilot) bei Rocketsport. Da hat die CCWS also schon mal fünf Fahrer zusammen.

- Super Aguri steht vor dem Kollaps. Offensichtlich ist der Einstieg von Alejandro Agag (ich berichtete ausführlich) entweder gescheitert, oder der Umfang des finanziellen Lochs ist so groß, dass man noch weitere Teilhaber braucht. Jetzt soll eine indische Firma Interesse gezeigt haben. FIA Präsident Max Mosley warnte jedenfalls schon mal angesichts der ihm vorliegenden Zahlen, dass Aguri keine ganze Saison bestreiten kann. Es kann gut sein, dass man bei den ersten Rennen noch antritt um Sponsoren zu finden, danach aber den Laden erst mal schließen muss. Es wäre ein ziemlicher Rückschlag für die Formel Eins, wenn nur noch 10 Teams an den Start gehen würden, wo man doch mit 12 Teams gerechnet hat. Ein weiterer Hersteller drängt sich im Moment auch nicht gerade auf, allerdings soll es aus Dubai etliche Interessenten geben, die gerne ein eigenes, arabisches Team hätten.

Kein TV Programm heute, ist aber eh nichts los außer den immer gleichen Wiederholungen auf MotorsTV.

Kein NASCAR Sprint Cup auf Premiere …

Posted 30 Jan 2008 — by DonDahlmann
Category NASCAR, Premiere

… melden die Kollegen von MS-total.com

Wie ‘Motorsport-Total.com’ aus sicherer Quelle erfahren hat, wird ‘Premiere’ im Jahr 2008 keine Live-Bilder des Sprint-Cups mehr senden.

Dann folgt eine etwas verwirrende Spekulation darüber, dass NASN den Sprint Cup doch zeigen könnte. Tatsächlich könnte es sein, dass NASN/ESPN da eine Möglichkeit schaffen, die aber erst nach dem Re-Branding des Senders über die Bühne gehen kann. Dazu später noch was mehr, da muss ich erst einmal recherchieren.

<s>Sicher scheint zu sein, dass es damit keine Sprint Cup Übertragungen in Deutschland geben wird.</s> (Dazu später mehr). Wenn schon einer der Medienpartner von Premiere davon ausgeht, dass der Sender aus den Übertragungen aussteigen wird, muss man sich wohl keine weiteren Gedanken mehr machen.

Nachtrag: Ich mache aber auch darauf aufmerksam, dass es bisher noch keine offizielle Stellungnahme von Premiere gibt. Ob es allerdings überhaupt eine geben wird, ist dann angesichts der bisherigen “Kommunitkation” des Senders wieder eine andere Frage.

Premiere & NASCAR Sprint Cup TV Übertragung 2008 Update

Posted 29 Jan 2008 — by DonDahlmann
Category NASCAR, Premiere

Es gibt ein paar Neuigkeiten in Sachen NASCAR Rechte. Wie sich heraustellt, hat auch AB Moteurs in Frankreich noch keine Rechte für den Sprint Cup 2008. Zumindest berichtet das ein User des Forums von Digitalfernsehen.de. Auch hier wird darauf hingewiesen, dass man sich noch in Verhandlungen mit ESPN befindet. Es gibt auch eine Aussage des zuständigen Pressebetreuers bei Premiere im selben Forum, dort heißt es nun zum ersten Mal auch seitens Premiere, dass die Verhandlungen mit Premiere noch laufen. Wäre AB Moteurs nicht offenbar in einer ähnlichen Situation, ich würde Premiere kein Wort glauben. Die Informationspolitik der letzten Wochen vor allem gegenüber zahlenden Kunden war unterirdisch. Statt offen zu sagen: “Wir verhandeln und wie immer ist es eine Frage des Geldes” hat man die Schotten dicht gemacht. So kommuniziert man 2008 eigentlich nicht mehr. Dabei spielt es keine Rolle, wer denn nun der Schuldige an den offenbar schwierige Verhandlungen ist. Sei es nun ESPN, die offenbar mehr Geld und Rechte fordern, oder Premiere. Bei aller Wertschätzung für die bisher geleistete Arbeit und die guten Übertragungen von Premiere: So geht man mit Fans und Kunden einfach nicht um, wenn man sein Image nicht verlieren will.

Dennis Grübner von Stockcar News hat einen Aufruf verfasst, dem ich mich im vollen Umfang anschliesse.

Aus verschiedenen Quellen haben wir mittlerweile bestätigt bekommen, dass Premiere die Übertragungsrechte für den Sprint Cup 2008 nicht besitzt..

In den Übertragungen am Ende der letzten Saison wurde allerdings noch mehrfach angedeutet, dass es auch 2008 den NASCAR Sprint Cup auf Premiere geben würde. Im Januar wurden sogar noch Mitteilungen vom Kundenservice verschickt, die klar und deutlich gesagt haben, dass Premiere für 2008 und 2009 die Übertragungsrechte besitzt.

19 Tage (29.Januar) vor dem Daytona 500 sitzen wir als Fans noch auf dem Trockenen und werden von Premiere im Stich gelassen. Es fehlt noch immer an einer klaren Entscheidung pro-NASCAR, die wir bei dem gestiegenen Interesse an NASCAR in Deutschland als gerechtfertigt sehen.
Hier bei Stockcar-News hat sich die Gruppe der Interessierten genauso positiv entwickelt wie an anderer Stelle, beim Racing-Blog von Don Dahlmann, bei allesaussersport, bei virtual-racing.de und vo-racing.de sowie bei Motorsport-Total.
NASCAR hat es schwierig gehabt in den letzen Jahren. Nach einiger Zeit der Übertragung durch Eurosport folgten wieder Jahre, in denen NASCAR nicht im deutschen Fernsehen gezeigt wurde. Trotzdem hat sich eine Gruppe von Menschen nach wie vor für NASCAR interessiert und ist sofort auf Premiere angesprungen, als die Übertragungen 2006 aufgenommen wurden.
Ein nicht geringer Anteil unserer User guckt NASCAR lieber als die vermeintlich populäre Formel 1.
Mit den Open-Wheelern Jacques Villeneuve, Juan-Pablo Montoya, Sam Hornish jr. und Dario Franchitti ist NASCAR gerade ab 2008 für ein noch breiteres Publikum zu einer Top-Sendezeit am Sonntag Abend interessant.
Die NASCAR-Übertragungen jetzt einzustellen wäre ein fatales Signal an alle Motorsportfans bei Premiere. Die Übertragungen der Champcar World Series fallen schon weg, die A1GP Series bekommt nur noch eine Übertragung des Hauptrennens und die Formel 1 hat nicht mehr die Zugkraft früherer Jahre. Es stellt sich ohne NASCAR für uns die Frage, ob das Premiere Sport Abonnement für echte Motorsportfans noch interessant genug ist.

Wir erwarten von Premiere eine Weiterführung der NASCAR-Übertragungen. Premiere hat deutlich den Eindruck gemacht, NASCAR auch 2008 zu übertragen.
Durch die Nicht-Übertragung macht Premiere sich unglaubwürdig und verliert viel Attraktivität für Motorsportfans. Vor allem die Kunden, denen per E-Mail im Dezember und auch im Januar noch versichert wurde, dass die Übertragung fortgeführt wird, werden sich ärgern. Viele haben erst daraufhin ihr Abonnement verlängert.
Wir fordern alle Fans auf, Premiere per E-Mail um eine offizielle Stellungnahme zu bitten. Auch mit einem Hinweis darauf, dass es in der Vergangenheit widersprüchliche Aussagen des Kundencenters gab. Erwähnt werden sollte in dem Schreiben vor allem, dass es sich um die NASCAR Sprint Cup Series dreht, nicht um die „Nationwide Series“ oder die Fernsehsendung „NASCAR Now“, die auf NASN über Premiere Star zu empfangen ist.

Vielleicht hilft es ja, wenn man Permiere zeigt, dass das Interesse der Fans an der Serie wirklich groß ist.

Honda RA 108 – Alles neu

Posted 29 Jan 2008 — by DonDahlmann
Category F1

Zwar hat Honda den neuen Wagen schon letzte Woche in Spanien vorgestellt, allerdings gab es da noch nicht die neue Lackierung zu sehen. Die wurde erst heute enthüllt und wie man sehen kann, ist man wieder zum traditionellen Weiß zurückgekehrt. Die Weltkugel, die sich im letzten Jahr noch über das Auto zog, ist aber nicht ganz verschwunden, sondern kommt in den breiten Linien wieder zum Vorschein. Sehr schön finde ich die Idee mit dem Doppelstreifen aug der Nase. Das erinnert sehr an die Lackierungen der frühen Formel Eins in den 60er Jahren. Sponsoren hat man weiterhin nicht auf dem Wagen, da bleibt sich Honda auch in diesem Jahr treu.

Ansonsten sieht der Wagen unauffällig aus um nicht zu sagen etwas langweilig. Die hohe Nase ist nicht mehr wirklich “state of the art”, die merkwürdig flache hintere Haube auch nicht. Insgesamt scheint der RA 108 vor allem aus der Angst heraus geboren zu sein, bloss nicht noch mal so einen Flop wie im letzten Jahr zu produzieren. Damit kommt man zwar nicht an die Spitze, aber immerhin wird man sich vermutlich nicht mehr von Super Aguri düpieren lassen müssen. 2008 wird aber für die Japaner sowieso ein Übergangsjahr. Mit Ross Brawn als Teamchef wird man den Laden auf den Kopf stellen und der erste Wagen unter seiner Verantwortung wird erst im nächsten Jahr auf die Piste gehen. Man sollte also von Honda dieses Jahr nicht allzuviel erwarten, auch wenn sich die Mannschaft im Laufe des Jahres vermutlich steigern wird. Nicht auszuschließen, dass man in diesem Jahr mit einem B-Modell gegen Mitte der Saison kommt, sollte der RA 108 komplett versagen.

Bei den Fahrern hat sich nichts verändert. Rubens Barichello fährt seine letzte Saison, nach der er Ricardo Patrese als der Fahrer mit den meisten F1 Starts ablösen wird. Jenson Button wird versuchen, sein Talent zu bewahren und auf die Zähne beissen. Er wird wie alle hoffen, dass Ross Brawn der große Magier sein wird, der das Honda Team zu Siegen zaubern kann. Das wird mit dem RA 108 vermutlich nicht passieren.

24 H Daytona / GP2 Asia / LMS – Audi kommt

Posted 28 Jan 2008 — by DonDahlmann
Category Audi, Premiere, TV Programm

24 H Daytona – Montoya zum zweiten
Die Motorsportsaison startete am Wochenende mit einem wirklich gutem 24 Stunden Rennen in Daytona. Das Rennen war sehr abwechslungsreich und dank der ausführlichen Berichterstattung von SpeedTV machte es viel Spaß, dem Rennen zuzuschauen. Jedenfalls ab Sonntag. Ab Samstag ging der Stream auf TVU ein. Eurosport 2 berichtete nicht ganz so ausführlich, was man angesichts des vollgestopften Programms des Senders auch nachvollziehen kann. Immerhin lief das Rennen überhaupt mal wieder im deutschem Fernsehen, was ja so oft auch noch nicht passiert ist. Nobert Ockenga als Kommentator war wie üblich gut, aber man sollte es sich überlegen, ob man Karl Wendlinger wirklich noch einmal als Co-Kommentator einsetzen will. Er antwortete nur auf direkte Fragen und blieb ansonsten blass. Mir fehlte da der Enthusiasmus mit dem zum Beispiel die US-Kollegen unterwegs waren, aber vielleicht war auch ein wenig frustriert, dass er dieses Jahr nicht selbst an den Start gehen konnte.

Das Rennen war lange extrem spannend. Anders als bei den 24 Stunden von Le Mans in den letzten Jahren fuhren bis wenige Stunden vor Schluss mehrere Teams um den Sieg und lagen innerhalb einer Runde. Bei Rundenzeiten von um die 1:46 min reicht da schon eine klemmende Radmutter um die Positionen durcheinander zu würfeln. Ein famoses Rennen legte mal wieder die Chip Ganassi Truppe hin. Man hatte zwar auch Probleme mit dem 01er Wagen auf dem die Stars Franchitti, Montoya und Co saßen, aber nach ein paar Stunden hatte man sich gefangen und schwamm in der Führungsrunde mit. Erst in der Nacht legte man los und es war Montoya, der in der Nacht auf Gas trat und die Konkurrenten reihenweise hinter sich ließ. Die plagten sich auch mit mechanischen Problemen rum, während die 01 nach den Anfangsschwierigkeiten von Defekten verschont blieb. Allein die 99 mit den Stars Jimmy Vasser und Jimmie Johnson konnte dem Tempo gut folgen. Überrascht war man dabei auch über die Pace, die Johnson hinlegte. Seine Rundenzeiten waren in einer Liga mit den Toppiloten der Prototypen.

In der GT Klasse war es lange ein heftiger Kampf zwischen den Mazda RX8 und der Porsche Armada. Der Mazda war auf den langen Geraden einen Tick schneller, aber eigentlich hätte man die Porsche auf der Rechnung haben sollen, die ja in Divisonstärke und mit den besten Porschepiloten der Welt angereist waren. Aber alle Top Teams hatten massive technische Probleme und am Ende gewannen die Mazda eindrucksvoll vor einem privaten Porsche Team aus den USA. Der einzige Ferrari 430 war zwar am Anfang mächtig schnell, fiel aber schon in den ersten Stunden aus.

Am Ende konnte Montoya seinen zweiten Sieg bei den 24 Stunden in Daytona feiern. Jetzt fehlt ihm nur noch ein Sieg bei Daytona 500, und er hätte mit dem legendären Mario Andretti gleichgezogen.

GP2 Asia – Vorschau auf 2008
Im Prinzip ist die GP2 Asia ja nichts anderes als die “normale” GP2. Am Start waren die bekannten Teams und die Fahrer, die in diesem Jahr um den GP2 Titel fahren wollen. Und wenn das Rennen in Dubai eine Vorschau auf die kommende Saison war, dann wird es ganz schön eintönig. Beide Läufe gewann der Franzose Romain Grosjean mit deutlichem Vorsprung. Vor allem im zweiten Lauf, als er von Platz acht starten musste, zeigte er, warum er im letzten Jahr in der F3 Euro Serie so dominant war. Er pflügte durchs Feld, als hätten die anderen 50 PS weniger. Es war schon erstaunlich, wie auch die erfahrenen Piloten hinter sich ließ.

Ein Lichtblick in Lauf 1 war immerhin Bruno Senna. Der hätte vielleicht mit Grosjean mithalten können, wenn er nicht so lange hinter dem <s>Polen</s> Austro-Spanier Soucek gesteckt hätte. Im zweiten Lauf ging er allerdings mal wieder unter und war kaum zu sehen. Die Rennen selber waren eher mau. Der erste Lauf war schnell geklärt und lebte nur vom Duell zwischen Senna und Soucek. Der zweite Lauf war besser, vor allem wegen der Aufholjagd von Grosjean, aber auch hier fehlte etwas die Würze. Kann am auch eher langweiligen Kurs in Dubai gelegen haben. Das nächste Rennen ist am 16./17.2 in Indonesien.

LMS – Audi kommt
Das wird MotorsTV freuen. Audi hat nun hochoffiziell bestätigt, dass man in der LMS an den Start gehen wird. Als Fahrer sind schon mal die beiden Audi Haudegen Alan McNish und Dindo Capello benannt worden. Dazu kommen noch Alexandre Prémat und Mike Rockenfeller. Eingesetzt werden die Wagen von Joest. Offenbar ist man sich bei Audi nicht so recht sicher, wie gut die Peugeot wirklich sind, zumal die nach der letzten Saison sicher noch malnachlegen. Das Risiko, in Le Mans ohne Vergleich plötzlich gegen übermächtige Peugeots dumm auszusehen, will man lieber nicht eingehen. Für die Serie bedeutet das natürlich eine enorme Aufwertung, denn man kann schon davon ausgehen, dass die beiden Marken soweit nicht voneinander entfernt sind. Auf der anderen Seite werden die kleinen Teams natürlich frustriert sein. Pescarolo hatte im letzten Jahr immer noch bis zum letzten Rennen die theoretische Chance den Titel zu holen, aber in diesem Jahr kann man sich das wohl komplett abschminken. Es kann also gut sein, dass die LMP1 eine einsame Angelegenheit sein wird.

Und sonst?
Jacques Villeneuve hat sich von seinem Manager Craig Pollock getrennt. Das ist in sofern überraschend, als dass die beiden ja immer als unzertrennlich galten. Aber es hatte sich schon im letzten Jahr angekündigt, dass die Verbindung nicht mehr ganz so gut war. Zwar hatte Pollock versucht Villeneuve in die NASCAR zu bekommen, doch scheiterten die ersten Versuche wohl daran, dass Pollock zuviel Geld herausschlagen wollte. Villeneuve soll dann im Spätsommer die Sache selber in die Hand genommen haben. Beide trennen jetzt sämtliche Geschäfte und gehen getrennte Wege.

In Sachen Premiere/NASCAR gibt es keine Neuigkeiten. Premiere verweist bei Kundenanfragen immer noch auf NASN, die wiederum nur die Nationwide Serie zeigen.

Vorschau aufs kommende Wochenende: A1 GP ist in Sydney unterwegs.

29.01.2008

Aufz. 18:45 Uhr ARCA Iowa 2007 MotorsTV

NASCAR & Premiere: Update von ESPN / ChampCar Serie vor dem Aus / 24 H Rennen Daytona / GP2 Asia

Posted 25 Jan 2008 — by DonDahlmann
Category ChampCar, GP2 Asia, IRL, Motorsport, NASCAR, Premiere, TV Programm, WTCC

Update, 27.01.08, 11:56 Uhr: Speed geht wieder bei TVU

Update, 26.01.08, 20:01 Uhr: Mittlerweile habe ich für das 24 H Rennen in Daytona auch das Live-Timing gefunden.

SpeedTV/Wheels ist etwas schwach auf der Brust. Muss man mehrfach probieren. Bei mir gehts jetzt. Schaut mal in die Kommentare.


Volles Programm und Hammer-Nachrichten heute. Deswegen ein langer Eintrag.

NASCAR – Premiere die 137.
Nachdem Premiere sich weiter tot stellt, habe ich es halt bei ESPN versucht. Über einen Kontakt in den USA habe mit einem Sprecher für die Public Relations von ESPN bezüglich NASCAR gemailt. So eben erhielt ich eine Antwort – und die ist etwas verwirrend könnte aber eine weitere Erklärung dafür liefern, warum sich bei Premiere nichts tut.Meine Fragen waren eigentlich nicht misszuverstehen:

– Are there ongoing negotiations with “Premiere”?
- Will there be a live coverage for german viewers (Premiere or another
TV station)?
- If there is no coverage of the NASCAR Sprint Cup planned via TV, will
ESPN broadcast NASCAR on the european version of espn360.com?

Geschrieben hat er mir aber nur, was NASN macht, obwohl ich ja deutlich geschrieben hatte, dass es um die deutschen Rechte geht und ich NASN mit keinem Wort erwähnt hatte. Er bestätigt mir aber zwei Dinge.

1. Die Sprint Cup Übertragung auf NASN für UK/Irland ist auch noch nicht in trockenen Tüchern. (“…NASCAR Sprint Cup rights are still being finalised.”)
2. Wortwörtlich gilt für NASN: “NASN (Rest of Europe) ‘NO’ NASCAR Sprint Cup rights”

Premiere erwähnte er mit keinem Wort, auch nicht ob Verhandlungen stattfinden. Das kann jetzt zweierlei bedeuten.
1. Es gibt überhaupt keine Verhandlungen mehr mit Premiere also auch keine NASCAR Übertragungen in diesem Jahr.
2. Premiere verhandelt überhaupt nicht mit ESPN, sondern kauft die Rechte von NASN, die wiederum die kompletten Europarechte von ESPN erwerben, da sie ja auch europaweit senden. Da NASN aber mangels eines zweiten Senders in den meisten Ländern die NASCAR Rechte gar nicht nutzen kann vergibt man Sublizenzen. NASN sublizenziert die Rechte also an andere Sender wie Premiere, und die sind halt davon abhängig, wann NASN die Rechte unter Dach und Fach hat. Das klingt nicht unlogisch, da Sublizenzierungen für ESPN deutlich bequemer sind, als sich mit etlichen europäischen Sendern an einen Tisch zu setzten. ESPN sendet für den Rest der Welt eh nur ein Signal raus.

Dagegen spricht allerdings, dass der französische Sender AB Moteurs auf seiner Seite in einem Vorschauvideo für das Programm 2008 die NASCAR explizit erwähnt. Die Programmvorschau des Senders reicht allerdings nur bis Ende Januar, also kann man nicht sehen, ob die die NASCAR auch schon im Programmplan eingearbeitet haben. Entweder haben die Franzosen eigene Rechte, oder man ist sehr optimistisch.

Klüger bin ich jetzt auch nicht, außer der Tatsache, dass man bei ESPN Premiere offenbar nicht kennt. Als Strohhalm bleibt aber die Möglichkeit, dass Premiere nur eine Sublizenz hat. Das würde auch erklären, warum man die Rechte nicht für mehrere Jahre kauft, da man abhängig von dem Deal ist, den ESPN mit seiner Tochter NASN macht. Und warum man nichts zu den Rechten sagen kann und will, weil man in die Verhandlungen überhaupt nicht einbezogen ist. Aber auch wenn Premiere theoretisch gewillt ist, von NASN eine Sublizenz zu erwerben, bedeutet dass noch lange nicht, dass sie bei steigenden Kosten für dieses Jahr auch wieder Rechte erwerben können/wollen, denn offensichtlich spart man bei Premiere ja bei den Live-Übertragungen.

ChampCar – Newmann/Haas/Lanigan Team kündigt Wechsel in die IRL an
Die neue Saison der ChampCar Serie hat noch nicht begonnen, da kündigt sich deren endgültiger Untergang an. Das Spitzenteam Newman/Hass/Lanigan hat angekündigt ab der Saison 2009 in der IRL an den Start gehen zu wollen, sollten die ChampCars und IRL nicht auf eine gemeinsame Serie einigen. Das ist ein Paukenschlag und vor allem eine Ankündigung, die der ChampCar Serie den Todesstoss versetzen wird. Der Serie geht es sowieso miserabel. Die Fahrer laufen davon, die Zuschauer kommen nur noch, weil man die Karten quasi verschenkt, der neue TV Deal umfasst nur noch fünf Liveübertragungen, die Teams finden keine Sponsoren, bisher gibt es nur drei(!) bestätigte Fahrer (Tracy, Rahal, Servia) und die Serie hat Ende 2007 die beiden Hauptsponsoren Bridgestone und Ford verloren. Wenn jetzt auch noch das Spitzenteam der Serie aussteigt, werden andere Teams sicher folgen. Selbst ChampCar Urgestein und PKV Teambesitzer Jimmy Vasser hat ebenfalls einen Wechsel zur IRL angedeutet.

Angeblich gibt es hinter den Kulissen auch schon Verhandlungen mit der IRL. Tony George soll einigen Teams bereits das Angebot unterbreitet haben, dass man sie mit kostenlosen Chassis ausstattet. Kevin Kalkhoven, Paul Gentilozzi, Gerald Forsythe und Dan Pettit, denen die ChampCar Serie gehört, sollen ebenfalls in die Verhandlungen eingebunden sein. Desweiteren arbeitet der sehr einflussreiche Andretti-Clan an einer Wiedervereinigung. Mario Andretti hat in den letzten Monaten so etwas wie einen neutralen Diplomaten gespielt, der zwischen den ziemlich verfeindeten Besitzern der Serie vermittelt hat. Er sieht den Niedergang des amerikansichen Monopostosport mit Schmerzen, aber geht es ihm nicht alleine so. Seit dem Split der Serie im Jahr 1996 ist es mit dem Sport steil berab gegangen. Die Zuschauer und Fans haben sich der NASCAR zugewandt, die auch aufgrund der Schwäche der Monopostoserien ihren kometenhaften Aufsteig erleben durfte. Das Indy 500 ist auch nur noch ein Schatten früherer Tage und den Titel “bestbesuchtes Rennen der USA” hält man nur, weil man beim NASCAR Rennen einige Tribünen sperrt, bzw. nicht genau zählt.

Nicht das es der IRL besser gehen würde, aber die sensationelle letzte Saison hat gezeigt, was los sein könnte, wenn man nur noch eine Serie hat. Dazu kommt, dass die Formel Eins sich unverständlicherweise aus den USA zurück gezogen und die NASCAR eine schwache Saison hinter sich hat. Jetzt und zwar wirklich jetzt und nicht erst 2009, wäre der beste Termin, die Serien zusammenzuführen. Das sieht man bei Newman/Haas/Lanigan wohl ähnlich und man hat deswegen der Serie und den Veranstaltern die Pistole auf die Brust gedrückt.

24 H Rennen Daytona
Das erste, mittlerweile schon traditionelle Rennhighlight des Jahres, sind die 24 H von Daytona, die seit 1962 ausgetragen werden. Bis Mitte der 90er Jahre war das Rennen ein durchaus wichtiger Test für die 24 H von Le Mans, da man hier mit ähnlichem Material an den Start ging. Danach änderte man die Regeln so dass nur stark modifizierte Le Mans Prototypen an den Start gehen konnten. Seit 2003 hat man auch das abgeschafft. Dafür gab es drei Gründe. Erstens wollte man sich von der Konkurrenzserie ALMS absetzen. Zweitens wollte man die Kosten senken und drittens hatten die Geschwindigkeiten Bereiche erreicht, die bei einer Strecke, deren Auslaufzonen aus Betonmauern bestehen, nicht mehr tragbar waren. Man entwickelte den “Daytona Prototypen”, quasi ein Einheitschassis, dass von der Grand American Road Racing Association abgesegnet werden muss. In diesem Jahr wurde ein leicht verändertes Chassis zugelassen. Es gibt für dieses Chassis verschiedene Hersteller, darunter die Marken Lola, Reily und Dallara, aber im Grunde unterscheiden die sich nur marginal. Im Heck arbeitet ein Motor, der ebenfalls stark reguliert ist. Es muss ein Motorblock sein, der aus der Serienproduktion stammt. Meist wird ein 5 Liter V8 eingesetzt. Lieferanten hier sind Ford, Lexus, BMW, Porsche, Pontiac und Infiniti (Honda). Die Grand-Am Serie ähnelt ein wenig der NASCAR, weil man auch hier fast alles vorschreibt.

Daneben gibt es noch eine GT-Klasse, die sehr der europäischen FIA GT3 Klasse ähnelt. Hier findet man vor allem die bekannten Porsche GT3 Cup Wagen, aber auch die in den USA oft eingesetzten Mazda RX8, die man nicht unterschätzen sollte.

Das Rennen hat zwar in den letzten Jahren durch das Einheitschassis etwas an Reiz für die Europäer verloren, aber ers gehört immer noch zu den Rennen, die man als amerikanischer Rennfahrer gewonnen haben sollte. Zusammen mit dem Daytona 500 und Indy 500 gilt es als Auszeichnung, wenn man die “Triple Crown” in der US-Variante gewonnen hat. Das gelang bisher nur Mario Andretti. Der einzige Fahrer, der ihm zurzeit nahe kommt ist Juan Pablo Montoya, der das Rennen letztes Jahr zusammen mit Scott Pruett und Salvador Duran gewinnen konnte.

Mittlerweile gehört es schon zur Tradition, dass verschiedene NASCAR, IRL und ChampCar Fahrer an den 24 H teilnehmen. Meist setzt man sie zusammen mit erfahrenen Langstreckenpiloten in ein Auto und hofft, dass nicht allzuviel kaputt geht. Die Starterliste liest sich in diesem Jahr wirklich eindrucksvoll:

Für Chip Ganassi sind unterwegs: Dario Franchitti, Scott Dixon, Dan Wheldon und Juan Pablo Montoya. Bei Samax sitzen Mike Rockenfeller, Tomas Enge, Allan McNish und Lucas Luhr am Steuer. Shank Racing hat sich AJ Allmendinger, Justin Wilson und Graham Rahal geschnappt. Bei Penske gibt es einen All-Star-Team mit Ryan Briscoe, Helio Castroneves und Kurt Busch. Alex Job Racing hat Partick Long und Andy Wallace dabei. Krohn Racing hat Eric van de Poele, Ricardo Zonta und Oliver Gavin am Start. Riley-Matthews versucht mit Marc Goossens, Ryan Hunter-Reay, Jimmie Johnson, Alex Gurney und Jimmy Vasser. Den Vogel schießt allerdings das Brumos Porsche Team ab, wo neben Buddy Rice und Joao Barbosa die US Rennfahrerlegende Hurley Haywood an den Start geht. Allerdings gehört Hurley Haywood der Laden auch…

In der GT Klasse geht das Namedropping weiter: Jan Magnussen, Ralf Kelleners, Boris Said (in einem Mustang von Cobra), Marc Basseng, Marc Lieb, Tim Sugden, Richard Westbrook, Max Papis, Damien Faulkner, Lance Arnold, Robert Doornbos, Richard Lietz, Wolf Henzler, Sascha Maassen, Jorg Bergmeister, Dirk Werner, Dominik Farnbacher, Timo Bernhard, Pierre Kaffer und Frank Stippler gehen hier an den Start. Ein wirklich sehr erlesenes Fahrerfeld, anders kann man das nicht sagen.

Gefahren wird in Daytona, allerdings nicht ur auf dem Ovalkurs. Es gibt in Daytona ein Infield, das man fährt, allerdings ist das nicht übermäßig lang. Den Rest fährt man auf dem Oval wie man hier sehen kann

Dieses Jahr dürfte die Sache besonders heikel werden, denn es ist zumindest am Samstag Regen angesagt. Im Gegensatz zur NASCAR fährt man in den Grand-Am auch bei schlechtem Wetter, allerdings unterbricht man das Rennen dann, wenn zu viel Wasser runterkommt, da sich in den Steilkurven regelrechte Bäche bilden, die die Strecke runterlaufen.Erfreulicherweise wird das Rennen dieses Jahr richtig gut übertragen. Europsort 2 bringt insgesamt acht Stunden Liveübertragung, SpeedTV zeigt das Rennen insgesamt knapp 16 Stunden live. Los geht es bei Euro2 um 19.15 Uhr, SpeedTV steigt um 20:30 Uhr deutscher Zeit ein.

GP2 Asia – Erstes Rennen
Das erste Rennen der GP2 Asia war auch eher mau. Romain Grosjian fuhr ähnlich wie in der F3 Euro Serie im letzten Jahr alles in Grund und Boden und gewann mit acht Sekunden Vorsprung. Das er soweit vorne war, lag aber auch daran, dass sich hinter ihm Andy Soucek und Bruno Senna sehr herzfrischend und äußerst fair um den zweiten Platz stritten. Senna war deutlich schneller, aber Soucek war auf der Bremse besser, und so hielten sich die beiden gegenseitig ziemlich auf. Am Ende hatte Senna die Nase vorn, der ein gutes Rennen ablieferte. Dahinter war es eher ruhig. Der Kurs in Dubai sorgte dafür, dass sich das Feld schnell auseinanderzog und sich so nicht die GP2 typischen Zweikämpfe einstellten. Morgen früh um 10 startet der zweite Lauf.

Und sonst?
Das WTCC Team um N.Technology, die bisher Haus und Hof Tuner von Alfa waren, haben sich für die neue Saison um drei Ecken mit Honda zusammengetan. Man arbeitet mit dem italiensischen JAS Racing Team zusammen, die schon seit Jahren recht erfolgreich und mit leichter Unterstützung von Honda in diversen Tourenwagen Rennserien unterwegs sind, darunter auch die BTCC. Dort hatte man gegen englischen Tuner zwar wenig Chancen, aber zum Ärgern reichte es. Mit N.Technology bekommt man allerdings einen Partner, die wissen, wie man schnelle Autos baut. Im letzten Jahr hätten sie mit dem steinalten Alfa um Haaresbreite sogar noch mal die Meisterschaft gewonnen, und das ohne die werkseitige Unterstützung von Alfa, die nur noch sporadisch Hilfe leisteten. 2008 wird man einen Honda Accord einsetzen, der von James Thompson pilotiert wird.Die Rally Monte Carlo startet heute. Eurosport berichtet, aber fast ausschließlich nach Mitternacht.

26.01.2008

Aufz. 01:00 Uhr WRC 1. Tag MC Euro
Aufz. 09:00 Uhr GP2 Asia 1. Lauf Dubai Euro 2
LIVE 10:00 Uhr GP2 Asia 2. Lauf Dubai Euro 2
Aufz. 14:00 Uhr V8 Lites Queensland 2007 MotorsTV
Aufz. 14:15 Uhr GP2 Asia 2. Lauf Dubai Euro 2
LIVE 19:15 Uhr 24 H Daytona Daytona Euro 2 bis 20:30 Uhr
LIVE 20:30 Uhr 24 H Daytona Daytona SpeedTV bis 04:00 Uhr
Aufz. 21:00 Uhr ARCA Iowa 2007 MotorsTV
LIVE 22:00 Uhr 24 H Daytona Daytona Euro 2 bis 00:00 Uhr
Aufz. 23:30 Uhr WRC 2. Tag MC Euro

27.01.2008

LIVE 12:00 Uhr 24 H Daytona Daytona SpeedTV bis 20:00 Uhr
LIVE 12:15 Uhr 24 H Daytona Daytona Euro 2 bis 14:00 Uhr
LIVE 14:45 Uhr 24 H Daytona Daytona Euro 2 bis 15:00 Uhr
LIVE 15:00 Uhr WRC Super Special MC Euro 2
LIVE 17:00 Uhr 24 H Daytona Daytona Euro 2 bis 19:45 Uhr
Aufz. 19:10 Uhr V8 Lites Queensland 2007 MotorsTV
Aufz. 23:30 Uhr WRC 3. Tag MC Euro

NASCAR – Gatorade Duels auf Speed / F1 – Neue Regeln / Testfahrten in Valencia Tag 3 / GP2 Asia

Posted 24 Jan 2008 — by DonDahlmann
Category F1, FIA, GP2 Asia, Mercedes, Motorsport, NASCAR, Premiere, Toyota, TV Programm

Update: Ohje. Im Forum von Stockcar-news hat einer Post vom Premiere Kundendienst bekommen.

Premiere hat sich die Senderechte der Nascar-Rennen auch für die Jahre 2008 und 2009 gesichert. Die Übertragungen von Nascar werden auf dem Kanal NASN von Premiere Star übertragen.

NASN hat außerhalb Englands bisher nur die Rechte der Nationwide Serie, mehr aber nicht. Sie werben auch die ganze Zeit nur mit der Nationwide Serie. Es wäre extrem überraschend, wenn man plötzlich auch den Sprint Cup aus dem Hut zaubern würde, aber möglich ist es, wegen der NASN/ESPN Sache. Kann ja sein, das NASN/ESPN über eine massive Erweiterung innerhalb von Europa denkt. Doch das Kerngeschäft ist eigentlich England und die Verknüpfung mit Setana Sports. Ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass NASN den Sprint Cup reinnimmt.

Ich wühle weiter. Da Premiere weiterhin auf stur schaltet, versuche ich es momentan auf einem anderen Weg.

NASCAR – Kleiner Trost
Weiterhin Stille in Sachen Premiere/NASCAR. Vielleicht bewegt sich aber ab heute etwas, denn die NASCAR hat vor ein paar Stunden die Startzeiten für die Rennen in diesem Jahr festgelegt. Erst hieß es ja, dass man ein Stück nach vorne rutschen möchte, damit die Fans wieder ihre Rennen um 12.00 Uhr haben und man vor allem nicht mehr mit der MLB kollidiert. Zwar starten die meisten Rennen (außer den Nachtrennen versteht sich) nun um 14:00 Uhr statt um 14:30 oder gar 15:00 Uhr, aber von 12:00 Uhr ist man noch weit entfernt. Immerhin haben wir somit in Deutschland bei den meisten Rennen eine Startzeit zwischen 20:00 und 21:00 Uhr. Schön passend zum Abendessen. Wenn es denn was zu sehen gibt.

Kleiner Trost erst einmal: Speed übertragt die “Gatorade Duels” also die Quali Rennen zum Daytona 500. Vermutlich wird das den Frust nur erhöhen, sollte es in Deutschland nichts sehen geben, aber immerhin etwas.

F1 – Neue Regeln für die Rennkommissare
Die FIA hat Regelungen für die Rennkommissare überarbeitet. Bisher war es ja so, dass es einen festen Kommissar gab und zwei, die pro Rennen wechselten. Das führte sehr oft zu Ärger, denn manche Kommissare sollen hoffnungslos überfordert gewesen sein. Jetzt gibt es bei jedem Rennen drei neue Rennkommissare, die aus neutralen Ländern kommen sollen. Also vermutlich mal aus Ländern, die nicht in der Formel Eins vertreten sind. Dazu wird der Stellvertreter von Max Mosley, Alan Donelly, den Kommissaren “assistieren”. Das ja mal praktisch, dass die FIA, die Strafen verkündigt, sie sich gleich mittels eines Assistenten beschließt. Viele Fahrer haben seit langem festangestellte Kommissare gefordert, doch nach der Spionagenummer aus dem letzten Jahr hat man seitens der FIA wohl berechtigerweise Angst, dass die Team zu viel Einfluß nehmen könnten. Wieso das Chaos aber durch die neue Regelung jetzt kleiner werden soll, ist mir ein Rätsel.

F1 – Valencia Tag 3
Das wollte Ferrari wohl nicht auf sich sitzen lassen. Nachdem gestern Kovalainen mit dem neuen McLaren eine Fabelzeit hingelegt hatte, legten die Italiener heute nach. Aber ganz reichte es nicht. Bis auf ein knappes Zehntel kam Räikkönen an die McLaren Zeit ran. Mehr war wohl nicht drin. Aber zumindest scheinen beide Teams auch 2008 wieder auf ähnlichem Niveau zu sein. Hinter den beiden lag mal wieder das Williams Team, die mit dem neuen FW30 nur 8 Zehntel langsamer waren. Das ist für ein Privatteam ein sehr ermutigendes Ergebnis. Weiterhin nicht so richtig in Schwung kommen BMW und Renault. In der gesamten Testwoche konnten sie nicht einmal vorne mitmischen. Bei BMW gesteht man inzwischen ein, dass man Probleme hat. Bei einer komplizierten Neukonstruktion wie dem F1.08 kann es aber nur eine Kleinigkeit, die man ändern muss. Das gilt natürlich auch für den R28 von Renault. Allerdings ist es schon ein erstes Alarmzeichen, dass man nicht ganz vorne dabei ist und der Abstand über eine Sekunde beträgt. Bei Toyota hellen sich derweil die Gesichter auf. Auch hier liegt man nicht an der Spitze, aber man hat offenbar einen guten Schritt nach vorne gemacht, der einen durchaus in die momentane Renault/BMW Liga bringt. Weiterhin schwerfällig unterwegs ist der neue Red Bull. Der alte Torro Rosso ist weiter schneller, aber man sollte da noch etwas Geduld haben, den Red Bull kommt ja nun auch nicht gerade von der Spitze.

Damit enden die Testfahrten für diese Woche. Nächste Woche geht es erst ab Freitag weiter, wo man ein “Rennwochende” in Barcelona eingelegt. Der Februar wird endgültig zeigen, wo die Teams stehen, aber einen ersten Eindruck haben die beiden letzten Wochen schon geliefert. Und der fällt vor allem für Williams sehr positiv aus.

GP2 Asia – Los geht’s
Morgen startet die GP2 Asia in erste und recht kurze Saison. Die Serie, mehr oder weniger nur gegründet, um der A1 Serie das Feld im Winter nicht kampflos zu überlassen, wartet mit ein paar prominenten Namen auf, als da wären: Karun Chanduck, Bruno Senna, Stephen Jelly, Romain Grosjean und Sebastian Buemi. Dazu noch weitere Namen aus verschiedenen F3 Serien. Die Rennen gehen schon morgen los, Eurosport 2 überträgt live. Da man in der GP2 Serie ja gerne etwas ruppiger unterwegs, könnte der morgige Start in die Saison dementsprechend heiter werden.

Und sonst?
Uwe Alzen, VLN und PorscheCup Haudegen, steigt mit dem Phoenix Racing Team (DTM, FIA GT) in die Speedcarserie ein. Vielleicht bequemt sich ja jetzt doch ein Sender, die Serie zu übertragen.

Morgen gibts alle Infos zum 24 H Rennen in Daytona.

25.01.2008

LIVE 12:00 Uhr GP2 Asia Dubai Euro 2
Aufz. 21:00 Uhr V8 Lites Winton 2007 MotorsTV
Aufz. 23:15 Uhr GP2 Asia Dubai Euro 2

NASCAR – Premiere & ESPN / Testfahrten in Valencia Tag 2

Posted 23 Jan 2008 — by DonDahlmann
Category F1, Motorsport, NASCAR, Premiere, Toyota, TV Programm

NASCAR – Wie ist der Stand?
In Sachen Premiere und NASCAR gibt es leider keine Neuigkeiten. Premiere selber schweigt sich aus, was normalerweise bei Premiere kein gutes Zeichen ist. Als man die NFL abgab hat man das ähnlich gehandhabt. Es gibt zwar noch eine eine Seite auf der offiziellen HP, aber die stammt aus dem letzten Jahr. Tatsache ist zurzeit: Bei den Angeboten für Neukunden und für die Werbe/Mediaagenturen wird die NASCAR mit keiner Silbe mehr erwähnt.

Die bisherigen Andeutungen der Kommentatoren bei Premiere besagten, dass man eigentlich recht zufrieden mit den Einschaltquoten war. Im letzen Jahr, als man mal ein Rennen wegen Regens nicht übertragen konnte, hagelte es massenweise Protest Mails, so dass Premiere die Politik, verschobene Rennen nicht live zu zeigen, änderte. Es gibt also offenbar genügend Interesse, wie man an der steigenden Berichterstattung im Netz und durch die klassischen Medien ja auch sieht. Noch im Herbst schien es so, dass der Vertragsabschluss zwischen ESPN und Premiere nur eine reine Formsache sei. Wo könnten nun die Schwierigkeiten liegen?

Vertragsverhandlungen sind für gewöhnlich nicht ganz unkompliziert, denn es geht um eine Menge Geld. ESPN hat die Rechte für sehr viel Geld eingekauft und die Einschaltquoten im letzten Jahr waren vor allem bei ABC bei weitem nicht da, wo man sie gerne hätte. Sinkende Einschaltquoten bedeuten fallende Werbeeinnahmen, was die Refinanzierung der teuren Rechte schwieriger macht. Nun ist der Disney Konzern, zu dem ESPN gehört, nicht gerade arm, aber auch hier wird mit spitzen Bleistift gerechnet. Wenn man auf der einen Seite weniger einnimmt, muss irgendwo das Geld wieder herholen. Zum Beispiel beim Weiterverkauf der Rechte ins Ausland.

Doch die NASCAR ist kein weltweites Phänomen wie die Formel Eins. In Europa werden die Rennen nur in England, Frankreich und Deutschland ausgestrahlt. In Frankreich ist es AB Moteurs, ein Ableger von Canal+, der die NASCAR zeigt. In England und Irland ist es NASN, der dort über den Pay-TV Sender Setana Sports ausgestrahlt wird. NASN gehört aber ESPN selber. Vermutlich muss NASN für die Rechte an ESPN zahlen, da die Firmen getrennt operieren und es ja steuerlich auch Sinn macht. Aber Höchstpreise zahlt man vermutlich nicht. Es kann also gut sein, dass ESPN, auch angesichts des steigendes Interesses in Deutschland, die Preise für die Übertragungsrechte massiv hoch gesetzt hat. Premiere muss sich fragen, ob sich das Engagement dann noch lohnt.

Zudem benötigt Premiere viel Geld für die Kriegskasse, denn in diesem Jahr sollen die Übertragungsrechte für die Bundesliga ab der Saison 2009/10 neu vergeben werden. Verhandlungspartner dabei wird vorraussichtlich Leo Kirch sein, der gleichzeitig der DFL eine feste Summe versprochen hat. Theoretisch gibt es neben Premiere keine weiteren Bieter, aber ProSiebenSat.1 hat zumindest angekündigt mitbieten zu wollen. Die Sache könnte also teuer werden. Gleichzeitig würde man den Laden wohl gerne verkaufen, aber ein Kauf von Premiere lohnt sich nur, wenn man auch die Bundesligarechte hat. Und zwar alle, inkl. der, die die ARD Sportschau zurzeit noch hat. Die Überlegung, bei zu teuren Rechten die NASCAR fallen zu lassen, macht zumindest theoretisch aus diesem Blickwinkel Sinn.

Sollte “Premiere” erst einmal keine Rechte haben, muss aber nicht bedeuten, dass sie die nicht später doch noch bekommen. Warum? ESPN wird sich an einem bestimmten Punkt fragen, ob es mehr Sinn macht die Rechte für weniger auszugeben, als gar nichts zu bekommen. Es kann also sein, dass man sich kurz vor oder nach dem Daytona 500 noch mal zusammen setzt.

Alternativen im deutschsprachigen Raum gibt es keine. MotorsTV würde sich zwar nach den NASCAR Rechten die Finger lecken, hat aber mit Sicherheit nicht das Geld. Wenn man als französischer Sender nicht mal das Geld für die 24 H von Le Mans mehr hat, dann sicher auch nicht für die NASCAR. Eurosport ginge nur auf Euro 2, aber auch hier glaube ich nicht, dass der Konzern so teure Rechte in zweiten Programm verstecken will. Und auf Euro 1 ist kein Platz für NASCAR. NASN/ESPN wäre eine Alternative, aber auch hier gibt es, zumindest in Deutschland, ein Platzproblem. Ohne einen zweiten Sender bekommt man die NHL, die MLB, die NFL und NASCAR nicht unter einen Hut. Schon gar nicht in den Monaten September bis November, wenn die World Series, der Chase und regulären NFL Spiele laufen. Und die NFL zieht vermutlich in Deutschland doch deutlich mehr Zuschauer, als die NASCAR.

Was also machen, wenn Premiere nichts bringen sollte? Nun, es gibt eine winzige Chance auf einen legalen Stream im Netz, der allerdings kosten wird. ESPN hat mittlerweile den Onlinekanal ESPN 360 auch für Europa gestartet. Sollte ESPN die Rechte nicht los werden, könnten sie diese auch im eigenen Portal versenden um so ein paar Dollar zu verdienen. Das ist aber eine reine Spekulation meinerseits, da ich nicht weiß, ob ESPN das a) macht und b) überhaupt die Rechte an der NASCAR für eine Onlineübertragung hält.

Ansonsten bleibt die Hoffnung, dass Fox wieder bei TVU auftaucht. Es wäre schade, wenn man Training und Quali bei Speed verfolgen könnte, die Rennen aber erst Tage später als Aufzeichnung.

F1 – Valencia Tag 2
Honda hat heute den neuen Wagen in Valencia aus der Gerage gerollt und die Fachwelt erstaunt. Durch die Bank las man zweifelnde Kommentare, denn irgendwie sieht der Wagen aus wie aus dem Jahr 2006. Extrem kantig, sehr hohe Nase, große Boards an den Seiten. Front- und Heckflügel stammen aber noch vom 2007er Modell. Irgendwie, denkt man, sieht das aber nicht so dolle aus. Offizielle Fotos gibt es keine, aber bei MS-Total kann was sehen. Die Sache ist so merkwürdig, dass sich die Kollegen von autosport.com genötigt sahen, sich den Wagen mal näher anzuschauen und eine detaillierte Analyse zu erstellen. Viel schlauer ist man danach aber auch nicht und zweifelnde Unterton im Artikel spricht für sich.

Aber gut, wie man ja weiß, weiß man vor dem ersten Rennen gar nichts. Außer vielleicht, dass sich McLaren und Ferrari wieder um die Siege prügeln werden. Kovalainen brannte heute eine Zeit in Valencia, bei denen die anderen wohl nur staunten. 1:11:000min glatt. Ferrari legte zwar auch zu, blieb aber sechs Zehntel dahinter. Hamilton gleich eine Sekunde. Nicht so richtig in Schwung kommen Renault und BMW. Bei Renault äußert man sich nur extrem zurückhaltend über den neuen Wagen, bei BMW beklagte Nick Heidfeld, dass man im letzten Jahr mit der Entwicklung weiter war, als in diesem. An der Balance soll es mangeln, vor allem vorne. Der BMW tauchte heute mit einer Art “totem Rinderschädel” auf der Nase auf, der den Luftstrom offensichtlich noch besser ums Cockpit leiten soll. Interessante Idee, gebracht hat es aber offenbar wenig, denn man nur im Mittelfeld unterwegs. Besser dran ist Williams, die mit dem FW30 wohl ein wirkich gutes Auto hinbekommen haben. Rosberg war nur minimal langsamer als Alonso. Weiter im nirgendwo: Red Bull, die sich aber heute verbessern konnten und Toyota.

Und sonst?
ESPN hat Rusty Wallace aus dem Kommentatoren rausgenommen und ihn zum “lead analyst” des Studio Programms befördert. Oder weggelobt. Statt Rusty wird Dale Jarret bei ESPN nun den Experten in der Kommentatorenbox geben.

Da mir Premiere gerade mit ihrer Informationspolitk auf die Nerven geht, lass sie erstmal raus, bis wieder was vernünftiges da kommt.

24.01.2008

Aufz. 09:35 Uhr   DTM   Saison 2007   MotorsTV
Aufz. 15:45 Uhr   ARCA   Toledo 2007   MotorsTV

Übertragung der NASCAR bei Premiere unsicher

Posted 23 Jan 2008 — by DonDahlmann
Category NASCAR, Premiere

Die Anzeichen mehren sich, dass es noch alles andere als klar ist, ob Premiere den NASCAR Sprint Cup dieses Jahr zeigen wird. Mal abgesehen davon, dass es in der Programmvorschau keinen Hinweis auf eine Übertragung gibt, scheinen alle Anfragen bei der Presseabteilung von Premiere ins Leere zu laufen. Meine Mails blieben bis heute alle unbeantwortet und auch die Kollegen von Stockcar-News berichten, dass sie kommunikationstechnis in der Wüste stehen. Gerüchte besagen, dass Premiere zur Zeit noch mit ESPN verhandelt, die die Auslandsrechte der NASCAR weltweit vermarkten. Aber ob das stimmt? Denn erschwerend kommt hinzu, dass die NASCAR aus dem Angebot der Webseite premiere-solutions verschwunden ist. Dort werden für mögliche Werbekunden die Mediadaten und die Highlights des Programms samt Buchungskosten vorgestellt. Allerdings: auch andere Serien die von Premiere übertragen werden (IRL etc.) werden hier nicht erwähnt.

Dennoch muss man sich wohl langsam ernsthaft Sorgen machen. Die Kommunikationsstille seitens der Premiere Presseabteilung, die ansonsten gerne auch mal auf kleinere Highlights Wochen im voraus per Mail hinweist ist schon erstaunlich. Nur als Beispiel: die Tage trudelte die Meldung ein, dass man die Serie “Nip/Tuck” im März (!) mit neuen Folgen senden wird.

Noch ist zwar etwas Zeit, aber die Vorzeichen sind wirklich nicht besonders gut. Die Gründe dafür könnten vielfältig sein. Entweder befindet man sich tatsächlich noch in Verhandlungen mit ESPN, oder man überträgt schlichtweg nicht, weil man die Kosten reduzieren will. Wie dogfood heraus gefunden hat, wird man bei Premiere auch die Fußballübertragungen aus den europäischen Ligen massiv einschränken. Teilweise überträgt man nicht mal ein Drittel dessen, was man eigentlich zeigen wollte. In dem Zusammenhang wäre es dann auch nicht überraschend, wenn man auf die NASCAR komplett verzichten würde.

Und um es klar zu sagen: Wenn Premiere die NASCAR in Deutschland nicht überträgt, ist es unwahrscheinlich, dass ein anderer Sender einspringt. MotorsTV hat sicher nicht das Geld und eine Übertragung auf Eurosport 2 halte ich für unwahrscheinlich. Damit gäbe es für Deutschland keine legale Möglichkeit, NASCAR Rennen zu sehen.

NASCAR – Diverses / Testfahrten in Valencia

Posted 22 Jan 2008 — by DonDahlmann
Category F1, Motorsport, NASCAR, Premiere, Toyota

NASCAR – News
So langsam wird es dann mal Zeit sich mal wieder mit der NASCAR zu beschäftigen. Die Vorbreitungen auf den Start der Saison laufen bei allen Teams auf Hochtouren und die ersten Tests in Daytona im Januar dürften einigen Herstellern schöne Hausaufgaben beschert haben. Ich schreib nebenbei noch eine größere Vorschau auf die Saison 2008, aber auf ein paar Sachen kann man ja schon mal eingehen.

- TV Übertragung
Da gibt es leider zurzeit ein wenig Verwirrung, da bei Premiere in der Programmvorschau NASCAR mit keinem Wort erwähnt wird. Auch in der TV-Trailern im Portal habe ich bisher nur in einer Werbung für “Premiere Star” das Wort NASCAR gehört. Im Forum bei digital-fernsehen.de wird auch gerätselt, allerdings gibt es eine Mail vom Kundenservice von Premiere, in der zu lesen ist, dass man die Rechte für 2008 und 2009 gekauft hat. Würde auch Sinn machen, denn im Laufe der Zeit scheint die Serie hinter der Formel Eins auf Platz zwei der Zuschauergunst zu liegen. Meine Anfrage bei der Premiere Presseabteilung blieb allerdings auch unbeantwortet und Jacques Schulz erwähnte bei der A1 Übertragung die NASCAR in seiner Vorschau für die nächsten Wochen mit keinem Wort. Er wies nur auf den Start der Formel Eins im März hin. Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass Premiere auf die NASCAR verzichten mag. Der Sender ist zurzeit ein Übernahmekandidat. Rupert Murdoch hat neulich etwas überraschend knapp 15% (die Anteile von Unity Media) erworben und vom französischem Pay-TV Sender Canal+ hört man auch, dass man Interesse hat. In so einer Situation hübscht sich ein Sender mit möglichst vielen Rechten auf. NASCAR mag jetzt kein Sahnestück sein, aber unwichtig ist die Serie nicht, wie man bei Online Umfragen in diversen Motorsportmagazinen sieht. Wenn ich mich recht erinnere, tauchte die NASCAR letztes Jahr auch erst rund zwei oder drei Wochen vor dem Daytona 500 in der Programmübersicht auf. Grund dafür: die Sendezeiten für die Rennen standen noch nicht komplett fest. Mittlerweile gibt es zwar einen Ablaufplan für das Rennen, aber noch keine Ansage, wann welcher Sender was übertragen wird.

- Quali
Seit gestern gibt es eine Ansage seitens der NASCAR, wie die Quali dieses Jahr ablaufen wird. Es bleibt dabei, dass die Top35 sicher drin sind, aber die Teams außerhalb der Top 35 fahren jetzt ihre Quali in einer eigenen Session aus. Damit will man die Chancengleicheit der kleinen Teams verbessern. Bisher fuhren die ja zwischen den Top35 Wagen. Je später ein Fahrer auf die Strecke kommen konnte, desto besser seine Chancen, da die Strecke meist besser wurde. Damit ist jetzt Schluss und die kleinen Teams machen die Sache unter sich aus.

- Strafen
Brian France sagte die Tage, dass man die Strafen gegen die Fahrer etwas zurückfahren will. Im letzten Jahr durfte man ja nicht mal mehr einen schrägen Witz machen, ohne dass es teuer wurde. Die Fans verstehen nicht nachvollziehbarweise nicht, warum ein herzhaftes “Bullshit” von Tony Stewart mit Punktabzügen bestraft wird. Ist auch eher unglaubwürdig, wenn Stewart demnächst nach einem unverschuldeten Crash sagen würde, er sei soweit mit allem zufrieden. Es könnte dieses Jahr also wieder etwas rustikaler zugehen.

- Weitere Änderungen
France kündigte weiterhin an, dass es erstmal keine weitere Änderungen geben wird. Eine kluge Entscheidung, nach dem die Fans im letzten Jahr mit Toyota, einem neuem Wagen, neuen Regeln, neuen Sponsoren, schlechteren Übertragungen, langweiligen Rennen und dem Verlust alter Haudegen etwas überlastet waren.

- Junior / Montoya
Felix Sabates, Teilhaber am Ganassi Team, hat sich zu Wort gemeldet. Zum einen hält er den Wechsel von Junior zu Hendrick für einen Fehler, weil dieser dort nur die Nummer Drei sein würde. Er sagt zwar auch, dass es richtig war DEI zu verlassen, vermeidet es aber zu sagen, wo Junior seiner Meinung nach hätte hingehen sollen? Zu RCR, wo der Schatten seines Vaters noch länger ist? Zu Gibbs, wo er in diesem Jahr in einem Toyota hätte antreten müssen? Gleichzeitg setzt er schon mal Montoya unter Druck. Der habe eine tolle Saison 2007 hingelegt, aber in diesem Jahr sollen mehr Siege, mehr Topplätze und mehr Führungskilometer her. (Quelle, Popup)

F1 – Valencia Tag 1
Die Testkarawane ist in Valencia angekommen und wieder legten die beiden Ferrari die Pace vor. Daran kann man sich wohl schon mal für dieses Jahr gewöhnen. Der neue F2008 scheint schon in der Basis sehr, sehr schnell zu sein, und bis März schrauben die Italiener noch diverse neue Teile an den Wagen. Die Konkurrenz sollte also gewarnt sein. Nun weiß man zwar nicht, was die anderen Teams heute so getestet haben, aber zumindest ist es schon mal so, dass die Ferrari nicht hinter gondeln. Auf Platz drei landete heute der neue Williams FW30 mit einer knappen Sekunde Rückstand. Nicht schlecht für einen Wagen, der erst zwei Tage auf der Strecke ist. Offenbar hat man bei Williams wieder ein gutes Händchen für den neuen Wagen gehabt. Und dieses Jahr haben die Engländer auch mehr Geld in der Tasche, so dass der Wagen auch kontinuierlich weiterentwickelt werden kann. Die anderen Neuwagen war mit gebremsten Schaum unterwegs. Alonso fuhr 133 Runden, kam aber auf keine gute Zeit. Da er allerdings nur eine Zehntel schneller als Nakajima im alten FW29b war, zeigt, dass man wohl ein paar Sachen ausprobiert hat. Selbiges gilt für BMW, die den F1.08 zum ersten Mal mit der Konkurrenz getestet haben. Hier war der Este Marco Asmer mit dem alten Wagen schneller als Heidfeld mit dem neuen.

Zu Asmer vielleicht ein paar Worte, denn so bekannt ist der ja nicht. Der 23jährige Estländer Asmer ist im letzten Jahr in der britischen F3 Serie unterwegs gewesen, und hat dort alles in Grund und Boden gesiegt. Kaum ein Wochenende, an dem er nicht ganz oben auf dem Treppchen stand. Er machte kaum Fehler und legt oft genug die schnellste Rennrunde hin. Für einen Esten ist es an sich schon eine Leistung im Motorsport soweit nach vorne zu kommen, denn eigene Sponsoren bringt er kaum mit und als Markt ist Estland, jetzt auch nicht so groß. Er hat auch ein paar Jahre gebraucht, um sich in der britischen F3 Serie nach vorne zu fahren. Das BMW ihn jetzt als Testfahrer im Auge hat, ist nur konsequent und wenn die letzte Saison von Asmer anschaut, kann man den Bayern nur zuraten, den Esten zu nehmen.

Zurück zu den Tests: Ebenfalls nur unter “ferner liefen” war Toyota und Red Bull unterwegs. Gut, Toyota hat in Jerez mal kurz gezeigt, was gehen könnte, von Red Bull vermisse ich gute Zeiten mit dem neuen Wagen alledings noch. Torro Rosso war mit dem alten Wagen unterwegs. Auffällig Bourdais lag nur ein paar Hunderstel hinter Vettel. Die beiden könnten in diesem für eine Menge Spaß in der Formel Eins sorgen.

Und sonst?
Nix.

23.01.2008

Aufz. 12:10 Uhr   ARCA   Toledo 2007   MotorsTV
Aufz. 13:00 Uhr   A1 GP   Zuhai   PREM
Aufz. 14:00 Uhr   V8 Lites   Winton 2007   MotorsTV
Aufz. 17:00 Uhr   A1 GP   Zuhai   PREM