Archive | 6. Oktober 2007

Bump drafting wird limitiert

Die NASCAR Rennleitung in Talladega hat bekannt gegeben, dass man das allseits beliebte “bump drafting” einschränken will. Nach einer Meldung von ESPN möchte man “exessives bump drafting” verbieten. Gestern hatte man schon Danny Hamlin während des Trainings kurzzeitig raus genommen, weil er, nach der Meinung der Rennleitung, zu heftiges bump drafting betrieben haben soll. Dazu gab es gestern beim ARCA Rennen einen Vorfall, als Scott Speed einen heftigen Schubser von hinten bekam, der ihn unter das Auto des Vordermannes schob so dass dieser in die Luft gehoben wurde und nur durch viel Glück ein schwerer Unfall verhindert werden konnte.

Soweit, so nachvollziehbar – die Frage ist nur, was genau die NASCAR unter “exzessivem bump drafting” versteht. Die Heftigkeit des “bumps”? Oder die Länge? Normalerweise draftet sich eine ganze Gruppe nach vorne, was ja Sinn der Sache ist. Auch kann man die bumps nicht immer kontrollieren, weil man ja nie so genau weiß, ob der Vordermann gerade vom Gas geht. Dazu kommt, dass man wegen des Heckflügels am CoT nicht sieht, wie dicht der Vordermann gerade auffährt. Die Arbeit dürfte also den Spottern zu fallen, doch die sitzen in Talladega wegen der schieren Größe der Anlage weit von der Gegengrade entfernt und können mit ihren Ferngläsern selten ein ganzes Paket Fahrzeuge im Auge behalten. Dazu kommt, dass man das bump drafting beim CoT eigentlich dadurch entschärfen wollte, in dem man die vordere und hintere Stoßstange paßgenau angebracht hat. Man kann also mit dem CoT auffahren, ohne das die Gefahr besteht, dass man den Vordermann aushebelt.

Man kann sich durchaus die Frage stellen, warum man ausgerechnet das bump drafting unter Strafe stellt. Es würde ja theoretisch reichen, wenn man einen Fahrer dann bestraft, sollte dieser mit einem Schubser seinen Vordermann abgeschossen haben. Vermutlich hat diese Überregulierung was mit der Angst der NASCAR zu tun, dass es beim Rennen am Sonntag zu schweren Unfällen kommt. Etwas, was man seitens ABC nicht sehen will, denn es macht sich in einem Familiensender nicht so gut, wenn ein oder mehrere Fahrer aus ihren Fahrzeugen ziehen muss. Kann sein, dass diese Regel aber wieder verschwindet, wenn man feststellt, dass man mit CoT ungefährlich unterwegs sein kann. Kann auch sein, dass man als nächstes Blinker einführt, damit man ein Überholmanöver ankündigen kann.

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Formel Eins – Rennen gefährdet / ARCA – Gute Ergebnisse der Rookies

Formel Eins – Rennen in Shanghai durch Sturm bedroht
Die Quali heute morgen konnte noch unter trockenen Bedingungen gefahren werden, aber das wird sich in den nächsten Stunden ändern. Denn wie man sieht, zieht ein massiver Sturm auf das Festland zu. Umfang und Grösse des Unwetters sind schon nicht ohne, die Frage ist, wo der Sturm hinzieht und vor allem wie schnell er das macht. Wenn man Pech hat, dann steckt man ausgerechnet dann im schlimmsten Sturm, wenn das Rennen gestartet werden soll. Was kann man machen?
Einerseits wird man versuchen wie in Japan hinter dem Saftey Car zu starten. Die Auslaufzonen auf der Strecke sind auch in Ordnung, aber wie man gesehen hat, passieren die Unfälle eben in der Gischt selbst hinter dem Saftey Car. Eine weitere Variante ist, dass man den Start verschiebt. Ähnlich wie die NASCAR könnte man versuchen den schlimmsten Regen einfach auszusitzen. Da der Start um 14.00 Uhr ist, könnte man also etwas warten. Die Frage ist nur, wie lange man verschieben kann, denn Sonnenuntergang soll gegen 17:30 Uhr sein, also relativ früh. Wegen des schlechten Wetters dürfte das Licht schon vorher so schlecht sein, dass man nicht mehr fahren kann.

Die dritte und vermutlich schlimmste Möglichkeit: das Rennen wird abgesagt. Damit wäre Lewis Hamilton Weltmeister und eine der spannendsten Saisons würde mit einem sehr unbefriedigten Finish zu Ende gehen. Das wäre natürlich mehr als unschön, und die Frage wäre, ob man das Rennen nicht auch um 24 Stunden verschieben kann. Sowas hat die FIA allerdings meines Wissens noch nicht gemacht. Montagsrennen gibt es in der F1 nicht, auch eine Verschiebung um eine Woche ist eher unwahrscheinlich, obwohl man bis zum Rennen in Brasilien ja noch etwas Zeit ist. Das würde aber bedeuten, dass alle ihre Termine verschieben und absagen müssten. Bei den engen Terminkalendern wohl eher unwahrscheinlich.

ARCA – Rookies fast ohne Probleme
Das gestrige ARCA Rennen war nicht schlecht und zeigte schon mal, wie das morgen ablaufen wird: Wer unten an der gelben Linie klebt und ein gutes Auto hat, der wird schwer zu überholen sein. Es wurde erstaunlich viel in einer Reihe gefahren und wenig in Zweier- oder Dreierreihen. Unfälle gab es auch wenige, nur einmal krachte es, als einem Fahrer der Vorderreifen platzte und er auf seinem Weg Richtung Mauer drei oder vier Kollegen mitaufsammelte. Der “big one” blieb allerdings aus.

Die beiden Rookies, Scott Speed und Dario Franchitti hielten sich gut. Speed hatte eine Schreckskunde als er beim bump drafting von hinten etwas heftig angestossen wurden und deswegen mit seiner Motorhaube unter die Stoßstange des Vordermanns rutschte. Speed hebelte diesen richtiggehend aus, aber es passierte zumindest ihm nichts. Am Ende wurde Speed siebter, Franchitti, dessen Rennen deutlich ruhiger verlief, wurde 17.

Heute gibt es dann die Cup Quali (17.30 Uhr) und das Truck Rennen (21.30 Uhr) in dem es normalerweise deutlich rustikaler zugeht, als in den Rennen der ARCA.

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