Archive | September, 2007

F1: Dramen im & nach dem Rennen – NASCAR: Busch im Busch Rennen, Johnson nicht auf Pole

Formel Eins – Sutil doch in den Punkten
Der Wecker klingelte, die Hand tastete müde nach der Fernbedienung und was ich sah, gefiel mir nicht. Regen, Nebel und viel Gischt. Das man hinter dem Safety Car würde starten wollen, war klar, aber ich hab mich dann doch vor dem Start und während der folgenden neunzehn Runden gefragt, warum man den Start nicht einfach um eine halbe Stunde verschoben hat? TV Zeiten hin oder her, in Europa, wo die meisten Menschen sich wohl für die F1 interessieren, war es ja nun wirklich wurscht, ob man um 06.30 Uhr oder um 7.00 Uhr startet und so viel Flexibilität kann man auch von den asiatischen Sendern verlangen.

Auf der anderen Seite war hinterm dem Saftey Car ja auch genug los. [Überhaupt das Safety Car - Bernd Mayländer fuhr mit dem Mercedes auch nur 30 Sekunden langsamer, als die F1 Wagen im Rennen. Das der nicht abgeflogen ist, war auch so eine Glanzleistung] Luizzi verpasste irgendwie den Start, es gab etliche “near misses” hinter dem Sicherheitsfahrzeug aber die beste Show lieferte wohl Ferrari. Wie man bei dem Regen auf das schmale Brett kommen konnte, mit Intermediates zu starten, ist mir ein Rätsel. Haben die keine Meteorologen? Gleichzeitig beschwert sich Ferrari bei der FIA. Die habe Mails versendet mit den Anweisung, mal solle die “heavy wets” verwenden. Man habe die Mail aber erst sieben Minuten nach dem Start erhalten. Hallo, Ferrari? Jemand zwischendurch mal draussen gewesen? Seit wann ist die FIA schuld, wenn man sich verzockt hat?  Mittlerweile hat sich die FIA für den Fehler entschuldigt und  Ferrari mokiert sich  seitenlang darüber, dass man von Bridgestone die falschen Infos hatte und von der FIA im Stich gelassen wurde. Warum alle anderen Teams auf “heavy wets” gingen, auch ohne die Anweisung der FIA zu haben, ist dann wieder eine andere Frage. Entweder zockt man, dann muss man mit dem Ergebnis leben, oder man geht eben konservativ ran  und auf Nummer Sicher. Sich danach damit zu entschuldigen, dass man  keine “Anweisung” bekommen habe, ist ein wenig schwach . Wie dem auch sei, die Sache sorgte dann auch dafür dass das Rennen wirklich vergnüglich wurde. Vorne schwamm Hamilton davon, dahinter suchten Alonso und Vettel eine Spur. Dahinter sah man nichts was auch der Grund war, warum sich wenig tat. Selbst wenn ein Wagen 50 Meter hinter einem anderen herfuhr, konnte man den Vordermann nicht sehen. Nur die Ferrari, insbesondere Raikkönen pflügten durchs Feld. Ansonsten blieb das Rennen erstmal ruhig, bis zu dem Zeitpunkt, an dem Alonso seine Weltmeisterschancen wegschmiss, als er nach der 100R Aquaplaning bekam und in der Mauer landete. Pech gehabt, kann man sagen, zuviel Risiko könnte man auch vermuten, denn abgesehen von Wurz, der am Start über die Wiese rodelte, war Alonso der einzige Fahrer, der seinen Wagen durch einen Fahrfehler versenkte. Zumindest im Renntempo. Danach war die Sache klar.

Hamilton fuhr ein sensationelles Rennen und ließ sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als Kubica ihn zwischendurch von der Strecke räumte. Hinter ihm landete Kovalainen, denn Renault hatte im ganzen Chaos die beste Strategie und der Finne konnte am Ende Raikkönen hinter sich halten. Erwähnenswert noch der Zweikampf zwischen Massa und Kubica in den letzten vier Kurven um sechsten Platz. Die beiden rempelten und drückten sich gegenseitig von Strecke, aber am Ende hatte Massa das bessere Ende für sich.

Sensationell natürlich auch Sebastian Vettel. Der fuhr ein absolut fehlerfreies Rennen bis er während der Saftey Car Phase, die Alonso verursacht hatte, ausgerechnet seinem Red Bull Kollegen Mark Webber hinten rein fuhr, weil der heftig bremsen musste, da Hamilton plötzlich auf der Bremse stand. Webber war zweiter, Vettel dritter und für beide Teams war dies vermutlich die einzige und beste Chance in diesem Jahr auf dem Podium zu landen. Vettel war danach ein Häuflein Elend und brauchte lange um sich nach dem Unfall zu beruhigen. Aber er sollte sich die Sache nicht so zu Herzen nehmen – so ein dämlicher Unfall ist vermutlich genau das, was er zur Reife braucht. Man sollte nicht vergessen, dass Vettel direkt aus der F3 in die F1 gewechselt ist und ihm bestimmt ein oder zwei Jahre in der GP2 fehlen, wo solche Unfälle ja gerne mal passieren.

Mindestens genauso gut war Adrian Sutil unterwegs. Der konnte sich sehr schnell von seinem 20. Platz lösen und rutschte lange so um Platz acht bis zehn rum. Am Ende wurde er zunächst als neunter gewertet, aber so wie es aussieht, hat Liuzzi ihn unter Gelb überholt. Der Meinung ist zumindest die Rennleitung nach einem Hinweis von Spyker Teammanager Colin Kolles und so hievte man Sutil auf Platz acht. Damit haben Sutil und Spyker ihren ersten WM Punkt erhalten. Nächste Woche geht es in China weiter. Und da soll es laut einer 10 Tage Vorhersage auch wieder regnen. Das kann man nach dem abwechslungsreichen Rennen nur hoffen.

Am Rande des GP wurde auch der neue TV Deal zwischen Premiere und Bernie Ecclestone bekanntgegeben. Premiere hat die F1 bis einschließlich 2010. Dazu kommt ab nächster Woche der alte Datenkanal wieder, also das Ding, was man auch im Netz unter Livetiming finden kann. Desweiteren hat Premiere ab 2008 Regiezugriff auf die Cockpitbilder, was bedeutet, dass man selbst entscheiden kann, was man im Hauptsignal zeigt. Die Rechte beinhalten auch IP- und HandyTV.

Ab 2008 wird die GP2 auch nur noch bei Premiere zu sehen sein. Damit ist Eurosport komplett raus aus der Übertragung. Weiterhin auch bei Premiere ist der Porsche Supercup. RTL hat den Deal wohl noch nicht abgeschlossen.

F3 & GP2 – 2. Lauf
Keine große Überraschungen bei beiden Rennen. Und besonders spannend waren sie auch nicht. Toll, dass Timo Glock seine Meisterschaft mit einem erneuten Sieg feiern konnte. Ich drücke ihm die Daumen, dass er im nächsten Jahr in der Formel Eins landete, aber die Frage wird natürlich sein, wo er unterkommt. Es gab ja das Gerücht, dass Toyota an ihm interessiert, aber ansonsten fällt mir auch nur Pordrive ein. Glock kommt zu einem etwas unglücklichen Zeitpunkt in die F1. Die meisten F1 Sitze sind für 2008 vergeben, es drängeln sich zudem jede Menge jüngerer Nachwuchsfahrer um die Testplätze. 2009 könnte es besser aussehen, denn dann laufen etliche Verträge aus (Toyota, Honda, BMW, Ferrari)

A1 GP – Guter Auftakt
Das was ich an der A1 Serie wirklich mag sind die Kommentatoren. Also die englischen auf der zweiten Tonspur. Denn John Watson, ehemaliger F1 Pilot, ist so fürchterlich britisch aber dabei auch immer fair, dass es einfach Spaß macht ihm zuzuhören. Die deutsche Alternative ist ja eher unerträglich.
Die beiden Auftaktrennen waren gut, wobei man vom Sprintrennen auf Premiere nicht viel sagen kann, denn man zeigte nur ein paar Runden. Das Hauptrennen war dafür richtig gut, mit vielen Überholmanövern und viel Action. Das Sprintrennen gewann wenig überraschend Team Südafrika mit Adrian Zaugg, im Hauptrennen war es jedoch das britische Team, dass offenbar die bessere Rennabstimmung hatte. Das deutsche Team landete im ersten Rennen auf dem sechsten Platz, von dem sie auch gestartet waren. Im zweiten Rennen hatte Vietrois wohl ein kleines technisches Problem, denn man fiel auf den neunten Platz zurück und war nicht mehr so richtig in der Lage, den Speed vorne mit zu gehen. Vor ihm schenkten sich Neuseeland (Johnny Reid), Holland (Jerome Bleekemolen) und Irland (Ralph Firman) mal so richtig gegenseitig ein und es machte Spaß dem fairen Duell zu zusehen.
Am Ende waren es die Briten die das Rennen relativ ungefährdet vor Südafrika und der Schweiz gewinnen konnten.

NASCAR – Letzte Meldungen vor dem Rennen
- Jimmie Johnson war zwar in der Quali der Schnellste, wird heute Abend aber doch als letzter starten, da er in der “Happy Hour” seinen Wagen in die Mauer pfefferte und so zerstörte, dass er mit einem Ersatzwagen an dn Start gehen muss.

- Das Busch Rennen gestern, in dem ja das halbe Cup Feld startete, war für ein 1.5 Meilen Oval richtig gut. Vorne konnte sich niemand so richtig absetzen und es gab Phasen, in denen sechs Autos um die Führung kämnpften. Es wurde hart, aber fair gefahren und zwischenzeitlich hatte das Rennen ein sehr hohes Niveau. Vorne lagen meist Harvick, Burton, Vickers und Biffle, gegen Ende des Rennens kamen dann noch Casey Mears und Kyle Busch hinzu. Busch dominierte dann das Ende des Rennens und sah schon wie der sichere Sieger aus, als Matt Kenseth sich noch mal zusammenriss, die Lücke zu Busch zufahren konnte und ihm ein phantastisches Finish lieferte. Am Ende gewann Busch mit 0,058sec Vorsprung.

Doch bei der Nachinspektion stellte man fest, dass der Motor von Kyle Busch nicht ganz regelkonform war. Angeblich war der Einlasskrümmer zu groß, wo durch er natürlich einen Vorteil erlangt hat. Wenn Kyle Busch Pech hat, wird ihm am Dienstag der Sieg wieder aberkannt.

Carl Edwards hatte auch kein gutes Wochenende. Erst drückte ihm Teamkollege Matt Kenseth bei einem der sehr zahlreichen Restarts den linken Kotflügel ein, dann brach irgendwas und Edwards fuhr geradeaus in die Mauer. Im Interview beklagte er sich über die ruppige Fahrweise seines Teamkollegen, machte das aber auf die ihm übliche extrem sympathische Art und Weise. Als ich das Interview sah, dachte ich nur, dass ich so eine Ehrlichkeit auch gerne in der Formel Eins sehen würde. Edwards war so erfrischend ehrlich und höflich, dass er geschafft hat, auf meine Liste der Lieblingsfahrer zu kommen.

Nachdem das Busch Rennen gestern schon so gut war, steht zu hoffen, dass es auch heute Abend eine spannende Sache wird.

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NASCAR – Busch & Villeneuve / F3 Euro & GP2 Rennen / F1 Quali / A1 Quali

Update: Bei der NASCAR tut sich gerade nichts. Ersatzlink für die Busch Serie wäre dieser hier.

Spoiler Warnung für die, die sich die Rennen der F3 und GP2 noch nicht gesehen haben.

Weil hier gerade so viele Suchanfragen zum Thema Livestream für die F1, die A1 und die GP2 reinkommen. Die F1 kann auch bei SpeedTV sehen (Programmname “Wheels” bei TVU), aber morgen zeigen die auch nur eine Aufzeichnung. Eine Übersicht dessen, was an Live- aber auch aufgezeichneten Streams gibt es hier. Die A1 Streams findet man weiter unten im Text oder in der Übersicht. Die GP2 hat weder einen Livestream noch ein Live Leaderboard. Die FIA GT hat gleich ein riesen Portal Portal online gestellt.

NASCAR – Villeneuve schon in Talladega am Start
Jacques Villeneuve wird schon am kommenden Wochenende in Talladega im Nextel Cup an der Start gehen. Die NASCAR hat ihm auf Grund seines guten Rennen bei seinem Start in der Truck Series die Freigabe für das restictor plate Rennen gegeben. Die Entscheidung stösst bei den Nextel Cup Fahrern, insbesondere bei Jeff Gordon nicht auf viel Gegenliebe. Man befürchtet, dass Villeneuve einfach zu wenig Erfahrung auf den Superspeedways hat. Dazu kommt, dass er weder ein restrictor plate Rennen gefahren ist, noch mit dem CoT auf einem derartigen Speedway unterwegs war oder sich mit dem Bump Drafting auskennt. Etwas überraschend kommt die Entscheidung schon, denn normalerweise besteht die NASCAR immer auf mindestens einen Start in der ARCA Serie auf einem Superspeedway, bevor man eine Freigabe für ein solches Rennen erteilt. Zwar hat Villeneuve ja die Indy Car Serie und das Indy 500 gewonnen, aber das liegt auch schon 12 Jahre zurück. Das wird ein interessantes Wochenende für den Kanadier.

- Das Busch Rennen heute Abend sollte man sich antun, denn es ist eigentlich ein halbes Cup Rennen. Am Start sind folgende Fahrer: Matt Kenseth, Greg Biffle, Carl Edwards, Denny Hamlin, A.J. Allmendinger, Casey Mears, Brian Vickers, Kasey Kahne, Kevin Harvick, Clint Bowyer, Tony Stewart, David Reutiman, J.J. Yeley, Kyle Busch, Paul Menard, David Ragan, Jamie McMurry und Jeff Burton. Das Rennen läuft ab 21.oo Uhr als Livestream über nascar.com.

F3 & GP2 – 1. Lauf
Das Rennen der F3 Euro Serie kann man in einen Wort abhaken: Kein Überholmanöver. Sieht man mal vom Start ab, bei dem Sebastian Buemi einen Platz gewinnen konnte. Ansonsten tat sich vorne wie hinten nichts, ausser gegen Mitte des Rennens, als Grosjean kurzzeitig langsamer wurde, aber nach ein paar Runden seinen Speed wiederfand. Am Ende gewann Grosjean überlegen vor seinen Teamkollegen Kobayashi und Hülkenberg. Der Meistertitel dürfte ihm kaum noch zu nehmen sein.

Bei der GP2 sah das schon anders aus. Es hatte vor dem Start geregnet, und auch während des Rennens tröpfelte es immer mal wieder, allerdings nicht auf der gesamten Strecke, sondern immer nur in bestimmten Abschnitten. So ging ein Teil des Feldes, darunter auch Timo Glock, mit Regenreifen an den Start, während sich andere für Slicks entschieden. Dementsprechend chaotisch ging es in den ersten Runden auch zur Sache. Für den Fernsehzuschauer erschwerend war der Umstand, dass die gesamte Zeitnahme ausgefallen war und man erst nach 20 Runden wieder so etwas wie eine Reihenfolge erkennen konnte, denn das Feld wurde extrem durch gewürfelt. Einige Fahrer kamen mit den Slicks nicht klar, wieder andere hatten Probleme mit den Regenreifen. Rundelang sah man irgendwelchen Autos zu, und man musste schon sehr genau wissen, welches Auto zu welchem Fahrer gehört, um eingermaßen durchzublicken. Glock fiel gleich nach dem Start weit zurück, hatte aber sich und seinen Wagen besser im Griff als Meisterschaftskonkurrent Luca di Grassi, der im Kiesbett parkte und morgen von ganz hinten starten darf. Der Deutsche erholte sich im Rennen, und obwohl er am Ende eine Runde zurück lag, kam er noch auf siebten Platz. Damit hat er seinen Vorsrpung in der Meisterschaft auf vier Punkte ausgebaut. Sieben gibt es morgen maximal zu erreichen, und Glock startet zudem wegen des reverse grid auf Platz zwei. Wenn er morgen auf der Strecke bleibt, sollte die Meisterschaft sicher sein. Das Rennen gewann recht überlegen Vitaly Petrov vor Giorgio Pantano und Kazuki Nakajima.

F1 Quali – Sauwetter
Schlechtes Wetter hin oder her – die beiden Topteams sind auch im Regen nicht zu schlagen. Schade, denn es wäre nett gewesen, wenn morgen ein paar andere Fahrer die vorderen Startreihen aufgemischt hätten. Die große Überraschung war natürlich Sebastian Vettel, der den Torro Rosso in die Top Ten hievte, aber noch mehr hat mich eigentlich Jenson Button überrascht, der den lahmen Honda auf Platz sieben fahren konnte. Von Toyota, denen die Strecke ja gehört, hat man nie etwas gesehen und nach den Gesichtern in der Toyota Box zu urteilen, war man wohl kurz davor die Schwerter fürs Harakiri auszugeben. Ralf Schumacher hat sich den Luxus erlaubt, live im Fernsehen und vor den Augen des gesamten Toyota Vorstandes, den vermutlich letzten Sargnagel in seine weitere Karriere bei den Japanern zu hämmern, als er er Überzeugung anheim fiel, der Spyker Pilot Yamamoto würde ihn in der Gischt schon sehen, wenn er am Eingang der engen Schikane sein Voderrad auf Höhe des Heckflügels des Spykers bringen würde. Dem war nicht so, und Schumachers Wagen war so zerstört, dass er in Q2 nicht mehr antreten konnte. Vermutlich wäre er in Q2 auch nicht weiter als Trulli gekommen, der am Ende 14 wurde, aber man kann ja nie wissen. Und richtig klug ist es wohl auch nicht, in einem japanischen Wagen einen Japaner beim japanischen Grand Prix zu zu rammen.

Das Wetter soll weiter schlecht bleiben, was für morgen bedeuten könnte, dass man evtl. den Start des Rennens verschieben wird. Beim 3. freien Training war es sehr nebelig und wenn die Hubschrauber nicht starten können, gibt es auch kein Rennen, denn die braucht man einerseits für die Fernsehbilder, andererseits um verletzte Fahrer abtransportieren zu können. Das frühe Aufstehen morgen könnte also mit einer Geduldsprobe verbunden sein.

A1 Quali – Auch Sauwetter
In Zandvoort schüttete es heute auch aus Eimern, was die Quali etwas durcheinander würfelte. In Q1 und 2, der Quali für das Sprintrennen kam Team Deutschland mit Christian Vitoris nicht so recht vom Fleck, da man ein Problem mit den Bremsen hatte. Man landete auf Platz sechs, was aber kein schlechtes Ergebnis ist. In Q3 und 4, der Quali fürs Hauptrennen lief es besser, und Vietoris kam auf Platz zwei. In beiden Rennen steht Südafrika auf der Pole, die um Längen besser waren als der Rest der Welt. Fahrer Adrian Zaugg gilt aber auch als einer der Favoriten in diesem Jahr. Miserabel war die Vorstellung der USA. Buddy Rice ist halt Regen in einem Monoposto nicht gewöhnt und war in der Quali fürs Sprintrennen sieben(!) und in der fürs Hauptrennen sechs Sekunden langsamer als der Südafrikaner. Und damit war er nicht der langsamste. Die Ergebnisse der Sprintquali gibt es hier, die es Hauptrennens findet man dort.
Noch mal zur Info: den Livestream zum Rennen gibt es morgen ab 14.00 Uhr hier (asx Stream, Windows Media)

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Wochenende: A1, NASCAR, FIA GT, GP2, F3 Euro, F1

UPDATE 29.09.07: Livestream der A1 Serie geht leider nicht. geht doch und zwar hier, Danke an basic-groove für den Hinweis!!!! Live Timing der F3 Euro Serie auch nicht.


Ok – einmal tief Luft holen und dann ab zur Vorschau. Viel Spaß schon mal beim Lesen und bei den vielen Rennen am Wochenende.

A1 GP – Los gehts
Am Wochenende startet die A1 Serie in ihre dritte Saison. In der letzten dominierte das deutsche Team mit Nico Hülkenberg und gewann schon vor Ende der Saison die Meistschaft. In dieser Saison möchte das Team um Willi Weber den Erfolg gern wiederholen, aber leicht wird das sicher nicht. Die Meisterschaft hat sich gemausert und feiert vor allem in Asien wirklich respektable Erfolge. Es ist schön zu sehen, dass die Tribünen bei den Rennen voll sind, aber auch die Rennen in Europa laufen gut. Das Auftaktrennen in Zandvoort soll komplett ausverkauft sein. Kein Wunder, dass die FIA mit der GP2 Asia schon in diesem Jahr eine Konkurrenzserie etablieren will. Der Erfolg mit A1 hat aber vor allem etwas damit zu tun, dass viele junge Fahrer die Serie als Sprungbrett zur GP2 und somit zur Formel Eins sehen. Wer in einer Serie gut ist, die mit Einheitsmotoren und Einheitschassis unterwegs ist, der kann so schlecht nicht sein. Aber auch schon erfahrere Piloten versuchen mit einem Einsatz in der A1 ihre Karrierechancen am Leben zu erhalten. Die teilweise guten Fahrer und ein gutes Marketing haben bewirkt, dass die A1 mittlerweile auch Sponsoren anzieht. Ob die Serie allerdings schon Geld für die Veranstalter abwirft, wage ich zu bezweifeln.

Der langfristige Plan sah das, wenn ich mich recht entsinne, aber auch nicht vor. Es wird gemutmaßt, dass dem Erfinder und Besitzer der A1 Serie, Sheikh Maktoum Hasher Maktoum Al Maktoum, der Spaß für den Anfang erstmal rund 150 Millionen Dollar gekostet hat. Nun lebt Sheik Maktoum nicht eben in ärmlichen Verhältnissen, aber das ist schon eine Summe, die manche als “enorm” bezeichnen würden. Auf der anderen Seite hat er davon 55 Chassis nebst Motoren erworben, dazu schmeißt er bei jedem Rennen lockere eine Million Dollar Preisgeld unters Volk, zahlt für die Strecken auf denen die Serie antritt und ob er für die TV Übertragungsrechte viel oder überhaupt Geld bekommt, ist eher unklar. Also komplett das Gegenteil von dem, was Bernie Ecclestone mit der Formel Eins macht. Dafür ist eine Teilnahme für die Teams extrem billig. Man spricht von einer Summe von um die 30 Millionen Euro pro Saison. Nur zur Erinnerung: in der Formel Eins würde man gerne die Budgets auf 100 Millionen einfrieren. An diesem Geld verdient Maktom natürlich was. Die Teams arbeiten als Franchise Unternehmer, so dass er wieder einiges zurück bekommt und bei 22 Teams ist das schon eine ordentliche Summe. Er hofft, und etliche Teambesitzer hoffen, dass die A1 Serie in ca. 5 Jahren richtig Geld macht.

Man hat also noch etwas Zeit, aber so langsam sollte es dann doch mal los gehen. Und deswegen könnte diese Saison für die A1 Serie extrem wichtig werden. Große Änderungen gibt es in dieser Saison aber nicht. Man hat etwas am Reglement geschraubt.

Quali:
Wie bisher gibt es vier 15 minütige Sessions, in denen man eine fliegende Runde absolvieren kann. Statt aber wie bisher die Zeiten zu addieren, geht das jetzt folgendermaßen: In den beiden ersten Sessions fährt man die Zeit fürs die Startaufstellung des Sprintrennens, in den beiden folgenden, die fürs Hauptrennen. Dabei wird nur die schnellste Zeit gewertet.

Rennen:
Es gibt wie bisher einen Pflichtstopp im Hauptrennen. Dazu gibt es aber auch einen “Mystery pit stop” (deren Beschreibung). Erst kurz vor dem Start des Rennens wird das Rundefenster angegeben, in dem gestoppt werden darf.

Punkte:
In allen Rennen gibt es die gleiche Punktverteilung, die so aussieht: 1. 15 Punkte, 2. 12 Punkte, 3. 10 Punkte, 4. 8 Punkte, 5. 6 Punkte…10. 1 Punkt. Einen weiteren Punkt gibt es für die schnellste Runde. Man kann also maximal 32 Punkte holen.

Bei Starterliste hat man sich Zeit gelassen. Mittlerweile gibt es aber eine Nennliste. Auf der Seite der Serie ist aktuelle Besetzung immer angebene, da mehrere Teams mit unterschiedlichen Fahrern an Start gehen. Ich stell heute nur kurz die Fahrer vor, die auch am Wochenende an den Start gehen.

Australien:
Ian Daily. Ist schon in der letzten A1 Saison gefahren und wurde immerhin einmal dritte beim Sprintrennen in Mexiko.

Brasilien
Sergio Jimenez. Der ist in diesem Jahr schon in der GP2 Serie an der Start gegangen, bevor er dort durch Ernosto Viso ersetzt wurde. Für das Team ist aber auch noch Bruno Junquiera gemeldet. Wann der zum Einsatz kommt, weiß ich nicht.

Kanada
James Hinchcliffe. Hat die letzte Saison im Team Kanada schon gefahren und ist in der ChampCar Atlantivc Serie unterwegs.

China
Congfu (Frankie) Cheng. Wie schon in der letzten Saison wird dieser Mann vor allem neben der Piste zu sehen sein.

Tschechei
Eric Janis. War/ist in der FIA GT 3 Serie unterwegs.

Frankreich
Loïc Duval. Stammt aus der französischen Renault Föderung, fährt aber seit zwei Jahren in der japanischen Formel Nippon und ist in der australischen V8 Supercars Serie unterwegs. Ebenfalls für das Team gemeldet sind: Nicolas Lapierre und der Sohn von Alain Prost, Nicola Prost.

Deutschland
Christian Viterois. Der ist im letzte Jahr schon gefahren, kam aber nicht an die Ergebnisse von Nico Hülkenberg ran. Trotzdem ein wirklich guter Mann.

Grossbritannien
Oliver Jarvis. Bekannt aus dem letzten Jahr. Durchaus guter Fahrer, der in diesem Jahr in der japanischen F3 Meisterschaft unterwegs war. Könnte dieses Jahr den Durchbruch schaffen.

Indien
Narain Karthikeyan. Wenig überraschend, man kennt ihn als Williams Testfahrer und er ist als Einsatzpilot für 2008 im Spyker oder wieder Laden dann auch immer heißen mag im Gespräch.

Indonesien
Satrio Hermanto. Fährt in der Formula Renault V6 Asia Championship rum, gilt aber als eines größten Talente aus Indonesien.

Irland
Ralph Firman. Ehemaliger Jordan F1 Pilot und sehr erfolgreich in der japanischen Super GT Meisterschaft unterwegs.

Italien
Enrico Toccacelo. Kennt man ja noch aus dem letzten Jahr. Schneller Mann, aber auch Chrashanfällig.

Libanon
Chris Alajajian. Ist ein australischer Rennfahrer, dessen Eltern aber aus dem Libanon stammen. Fährt ebenfalls in der V8 Supercar Serie und hat immerhin schon mal ein Rennen gewinnen können (Wakefield, 1. Lauf).

Malaysia
Alex Yoong. Den kennt man ja auch noch aus dem letzten Jahr und als ehemaligen Minardi Poloten.

Mexiko
Salvador Duran. Alter Bekannter aus der A1 Serie, hat in diesem Jahr aber auch die 24 H von Daytona zusammen mit Scott Pruett und Juan Pablo Montoya gewonnen.

Niederlande
Jeroen Bleekemolen. Nicht mehr ganz taufrischer Nachwuchsmann aus Holland, der viel in der FIA GT unterwegs ist. Zusätzlich gemeldet ist auch Arie Luyendijk jr.

Neusseland
Jonny Reid. War letztes Jahr einer der härtesten Verfolger von Nico Hülkenberg.

Pakistan
Adam Khan. Stand letztes Jahr schon viel im Weg rum, und wird da auch dieses Jahr wieder tun.

Portugal
João Urbano. Ist mal in der britischen F3 Serie am Start gewesen, aber das war es auch schon.

Südafrika
Adrian Zaugg. Den sollte man im Auge haben, denn der hat bisher in allen Serien in denen er angetreten ist, zumindest auf sich aufmerksam gemacht. Nur in der GP2 Serie lief es dieses Jahr nicht so gut.

Schweiz
Neel Jani. Kennt man ja auch aus der GP2 und anderen Serien. Ebenfalls gemeldet ist Sebastian Buemi.

USA
Buddy Rice. Die USA kommen tatsächlich mit einem Fahrer, der schon mal die Indy 500 gewonnen hat (2004). Neunter der diesjährigen IRL Serie.

Der Kalender der A1 GP Serie sieht dieses Jahr so aus:
30.09.07 – Zandvoort
14.10.07 – Brno, Czech Republic
04.11.07 – Asia – venue TBC
25.11.07 – Sepang, Malaysia
16.12.07 – Zhuhai, China
20.01.08 – Taupo, Neuseeland
03.02.08 – Sydney, Australien
24.02.08 – Durban, South Africa
16.03.08 – Mexico City, Mexico
06.04.08 – Shanghai, China
04.05.08 – Brands Hatch

Übertragungen:
Die Rennen werden bei Premiere gezeigt, aber auch im Netz unter http://www.a1gp.com/Multimedia/RaceLive.aspx

NASCAR – Rennen Kansas
Man sollte nicht zuviel vom Rennen in Kansas erwarten. Chase hin oder her, die Strecke ist halt eine der typischen 1,5 Meilen Ovale, die 15° Banking haben. So ein Setting verspricht meist eher lange Grünphasen, also wird sich das Feld weit auseinander ziehen, während vorne einer vor sich gondelt. Gefahren wird zudem mit dem “alten” Chassis. Es ist schwer zu sagen, welches Team im Moment da die Nase vorn hat, aber ich vermute mal, dass die Chevy Teams mal wieder ihren Vorteil auspielen werden. Die Ford und Dodge Teams haben sich in den letzten Monaten sehr auf das CoT konzentriert, was sich ja auch gelohnt hat, aber beim alten Chassis sehe ich sie etwas hinten dran. Kansas könnte auch eine Wende im Chase einläuten. Bisher hat man zwei Sieger gesehen, mit denen man vielleicht nicht so rechnen konnte. In Kansas dürfte das alte Machtgefüge wieder hergestellt werden. Nicht übersehen sollte man RCR, die bisher im Chase eher schwach aussahen, aber auf den 1,5 Meilen Ovalen immer gut aufgestellt sind. Harvick und Burton liegen im Moment schon ein Stück zurück und Kansas dürfte für das Team das entscheidende Rennen sein, will man noch ein Wort um die Meisterschaft mitreden.

Das Rennen in Kansas dürfte seine Spannung also alleine aus dem Chase beziehen und vermutlich etwas zäh werden.

GP2 – Valencia
Ein Auge sollte man auf jeden Fall auf die GP2 Serie an diesem Wochenende haben, denn die Serie fährt ihre letzten beiden Rennen und die Meisterschaft ist noch sehr eng. Zwischen Timo Glock und Luca di Grassi liegen exakt zwei Punkte, was in der Serie so gut wie nichts ist, denn wegen des Reverse Grid im zweiten Rennen startet der Sieger des ersten Rennens bekanntlich nur auf Platz acht. Das wird auf jeden Fall eine sehe enge Kiste, zu mal der Kurs in Valencia was Überholmöglickeiten angeht eher grenzwertig ist. Es dürfte also deftig zur Sache gehen.

Achtung: Das Rennen am Samstag lauft nur bei Eurosport 2 als Aufzeichnung am Abend. Premiere zeigt es live.

FIA GT & F3 Euro Serie – Nogaro
Ausnahmsweise fährt die F3 Euro Serie zusammen mit der FIA GT. Man ist in Nogaro unterwegs, einem eher schmalen und kurzen Kurs (3,6 km) in Frankreich, der allerdings zwei lange Geraden hat, auf denen man überholen kann. In der Meisterschaft könnte hier eine Vorentscheidung fallen. Romain Grosjean liegt nur fünf Punkte vor Sebastian Buemi, der in dieser Saison nicht immer gut unterwegs war und seine Position vor allem seiner “Hamster Taktik” zu verdanken hat.

Auch in der FIA GT bahnt sich ein dramatisches Finale an. Sämtliche Maserati Piloten liegen gleich auf, nur vier Punkte dahinter das Aston Martin Duo Karl Wendlinger und Ryan Sharp. Das Rennen läuft live bei Premiere.

Und sonst?
Die ersten beiden Trainingseinheiten haben schon mal gezeigt, dass die McLaren einen kleinen Vorteil haben könnte. Bisher war es immer so, dass die Ferrari immer dann schnell waren, wenn sie auch am Freitag die schnellsten Zeiten setzen konnten. Das gelang ihnen heute nicht. Allerdings kann es gut sein, dass man unterschiedliche Testprogramme gefahren hat, und Ferrari erst morgen an die Abstimmung für die Quali geht. Aufgefallen ist mir Adrian Sutil, der im ersten freien Training neunter (!) war, im zweiten immerhin noch auf Platz 16 landete.
Die Strecke selber ist sehr rutschig. Wie erwartet gab es wegen der vielen nach aussen hängenden Kurven einige Ausrutscher. Auch konnte man schön sehen, wie sich unterschiedliche Abstimmungen auswirken. Davidson fuhr im Aguri eine Runde hinter Coulthard her. Der war mit flachen Flügeln unterwegs und haute dem Aguri auf der langen Geraden selbst dann ab, als dieser in dessen Windschatten unterwegs war. Als es in die Kurven ging, sah das aber wieder anders aus, und Davidson fuhr die rund 5 Zehntel große Lücke wieder spielerisch zu und überholte Coulthard am Ende der Runde.
Ich will noch nichts dazu sagen, wie das Rennen laufen wird. Es könnte statisch werden, aber der Kurs ist breit und man kann verschiedene Linien fahren. Könnte also was gehen.

Nicht zu vergessen die NASCAR Busch Serie, aber das steht der Meister mit Carl Edwards so gut wie fest.

29.09.2007

LIVE 03:55 Uhr Formel Eins 3. Training Fuji PREM
Aufz. 06:00 Uhr Formel Eins 3. Training Fuji PREM, RTL
LIVE 06:45 Uhr Formel Eins Quali Fuji PREM, RTL
Aufz. 08:50 Uhr Formel Eins Quali Fuji PREM
Aufz. 10:55 Uhr Formel Eins Quali Fuji PREM
Aufz. 12:45 Uhr Formel Eins Quali Fuji RTL
Aufz. 13:40 Uhr Formel Eins Quali Fuji PREM
LIVE 14:55 Uhr F3 Euro 1. Rennen Nogaro PREM
LIVE 15:00 Uhr A1 GP Quali Zandvoort a1gp.com
LIVE 15:55 Uhr GP 2 1. Rennen Valencia PREM
LIVE 16:30 Uhr NASCAR Vorberichte Kansas SpeedTV
LIVE 17:00 Uhr NASCAR Busch Quali Kansas SpeedTV
Aufz. 17:00 Uhr Formel Eins Quali Fuji DSF
Aufz. 18:45 Uhr GP 2 1. Rennen Valencia PREM
Aufz. 19:00 Uhr F3 Euro 1. Rennen Nogaro DSF
Aufz. 20:00 Uhr Formel Eins Quali Fuji DSF
Aufz. 20:00 Uhr NASCAR Nextel Dover PREM
LIVE 21:00 Uhr NASCAR Busch Kansas nascar.com
Aufz. 23:10 Uhr Super GT Montegi MotorsTV
Aufz. 21:00 Uhr GP 2 1. Rennen Valencia EURO 2

29.09.2007

LIVE 05:45 Uhr Formel Eins Rennen Fuji PREM, RTL
Aufz. 08:45 Uhr Formel Eins GP Fuji PREM
Aufz. 09:30 Uhr F3 Euro 2. Rennen Nogaro DSF
Aufz. 09:30 Uhr GP 2 1. Rennen Valencia EURO
LIVE 11:10 Uhr F3 Euro 2. Rennen Nogaro PREM
LIVE 11:55 Uhr GP 2 2. Rennen Valencia PREM, EURO 2
LIVE 12:55 Uhr FIA GT Nogaro PREM
Aufz. 12:45 Uhr Formel Eins GP Fuji RTL
Aufz. 13:00 Uhr Formel Eins GP Fuji DSF
LIVE 14:00 Uhr A1 GP Rennen Zandvoort a1gp.com
Aufz. 15:30 Uhr A1 GP Rennen Zandvoort PREM
Aufz. 17:00 Uhr Formel Eins GP Fuji PREM
Aufz. 17:30 Uhr F3 Euro 2. Rennen Nogaro DSF
Aufz. 18:00 Uhr Formel Eins GP Fuji DSF
Aufz. 18:00 Uhr GP 2 2. Rennen Valencia EURO 2
Aufz. 19:00 Uhr GP 2 2. Rennen Valencia PREM
LIVE 20:00 Uhr NASCAR Nextel Kansas PREM
Aufz. 22:30 Uhr GP 2 2. Rennen Valencia EURO 2

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Embedded TV Seite ist abgeschaltet

UPDATE: Hier könnte was passieren.

Schlechte Nachrichten für alle, die bei Embedded TV die Rennen der NASCAR und anderer Serien geschaut haben. Die Seite ist seit gestern vom Netz genommen. Ich habe den Betreiber der Seite angeschrieben, der nur kurz sagte, dass es “verschiedene Gründe” dafür gibt. Die Gründe dürften aber offensichtlich sein. Die Seite wird auch nicht wieder online gehen.

Dass ist bedauerlich, denn damit gibt es meines Wissens nach keine Seite mehr, die die NASCAR Rennen regelmäßig ins Netz streamt. Ich kann nur, wie schon in meinem “Livestream Guide” mehrfach erwähnt, noch mal darauf hinweisen, dass ein Premiere Sport Abo sich absolut lohnt. Trotzdem ist es natürlich schade, denn ich konnte durch Embedded auch dann die Rennen live sehen, wenn ich bei meiner Freundin bin, die ja außer DVB-T keine andere Empfangsmöglichkeit hat.

Es ist wirklich bedauerlich, dass die NASCAR selber kein Angebot unterbreitet, live Bilder der Cup Rennen innerhalb deren Portal sehen zu können. Das bisherige Angebot, nur ausgewählte Cup Rennen zu zeigen, ist leider etwas dürftig. Ich wäre wirklich bereit hierfür Geld zu zahlen, aber da gibt es wohl Probleme mit den TV-Lizenzen. Premiere/Setana Sports würden sich vermutlich bedanken, wenn man viel Geld für die Live-Rechte zahlt und die NASCAR auf der anderen Seite den Content selber anbietet. Auch wäre es nett, wenn Premiere seinen Abonennten nicht noch Geld für die angebotenen Livestreams aus der Tasche ziehen würde. Man zahlt im Prinzip dann doppelt.

Kleinere Serien (IRL, A1) sind dazu übergegangen die Rennen komplett im Netz zu zeigen. Bei NASCAR und Formel Eins sieht das noch anders aus. Früher oder später werden auch die anderen Motorsportserien nachziehen, denn mittlerweile ist der Durchsatz von Breitbandanschlüssen in Europa so groß, dass es aus wirtschaftlichen Gründen schon fast sträflich ist, die Kunden da nicht abzuholen.

Comments { 0 } | Livestream

Formel 1 in Japan

Hallo Fuji
Zum ersten Mal seit 1987 wird die Formel Eins ihren Japan GP nicht mehr in Suzuka, sondern auf dem relativ neuumgebauten Kurs von Fuji austragen. Der ist in Deutschland allerhöchstens noch den Menschen bekannt, die ab und an die Super GT Meisterschaft verfolgen, oder die ihn mal in einer Simulation ausprobiert haben. Meine “Streckenkenntniss” stammt aus GT4 wo man verschiedene Variationen des Kurses fahren kann, darunter auch jene, die die Piloten ab heute Nacht ausprobieren dürfen. Wie auf der Skizze der FIA schon zu sehen, hat Fuji eine wirklich sehr lange Gerade, die sage und schreibe 1,5 Kilometer lang ist. Die Strecke ist seit den 70er Jahren mehrfach umgebaut worden, zuletzt 2005 durch Hermann Tilke. Und damit kommen wir auch schon zum Hauptproblem: Überholmöglichkeiten. Es gibt eigentlich nur die eine am Ende der Start-und-Zielgeraden. Die Kurven drei, vier und fünf sind zu schnell, weswegen man auch zur Anfahrt der Kurve 10 nicht rankommen wird. Alles zwischen 11 und 16 ist zu eng, allerdings sind die Kurven 14 und 15 nicht ohne, weil sie extrem zumachen und bergauf gehen. Da kommt man vermutlich leicht ins rutschen. Kurve 16 ist sehr eng, da könnte also der Hintermann aufschliessen.

Es ist schwer zu sagen, was die Piloten für ein Rennen abliefern werden, und noch weniger kann man sagen, ob McLaren oder Ferrari auf dem Kurs schneller sind. Für Alonso sprechen die Passagen drei, vier, fünf, acht neun und zehn. Für Raikkönen und Hamilton eher der Rest. McLaren war in letzter Zeit auf der Geraden etwas schneller. Zu dem waren sie in Indianapolis, einer Strecke, die Fuji nicht unähnlich ist, deutlich schneller. Aber das war im Frühsommer und seitdem hat sich viel getan.

Die beiden kommenden Rennen werden auch für die TV-Zuschauer wieder sehr anstrengend. Das erste freie Training ist heute Nacht um drei, die Quali und das Rennen morgens so gegen kurz vor sieben. Glücklicherweise wiederholt Premiere die Trainingseinheiten am Freitag rund um die Uhr und auch die Quali wird zu vernünftigen Zeiten gezeigt. Nur am Sonntag wird man früh aufstehen müssen. Premiere zeigt die erste Wiederholung des Rennens wegen der FIA GT erst um 17.00 Uhr. Also muss sich den ganzen Tag die Ohren zu halten, oder gegen Mittag RTL schauen.

Bei den Pressekonferenzen hat Fernando Alonso betont, dass er einen Vertrag mit McLaren bis Ende 2008 hat. Er hat aber nicht gesagt, dass er den Vertrag erfüllen will. Immerhin spricht er wieder mit Ron Dennis. Man habe sich, so der Spanier, beim Einchecken im Hotel begrüßt. Glückwunsch auch dazu.

Felippe Massa hat dagegen alle Gerüchte zerstreut, er könne zu Toyota wechseln. Der Japan GP wäre ja der beste Zeitpunkt gewesen dies zu bestätigen, zu mal die Strecke auch noch Toyota gehört. Damit ist das Wechselszenario von Alonso also auf Renault beschränkt. Das Toyota den eigenen GP nicht dazu nutzt, die Fahrerpaarung für 2008 zu bestätigen spricht auch dafür, dass sich hinter den Kulissen noch eine Menge tut.

Und sonst?
Grad mal geschaut – das Wetter am Wochenende soll zumindest in Berlin schlecht sein. Steht also der Motorsport Orgie nichts im Wege, denn es sind unterwegs: Formel Eins, GP2, Formel Drei Euro Serie, FIA GT, NASCAR Busch und Nextel Cup.

28.09.2007

LIVE 02:55 Uhr Formel Eins 1. Training Fuji PREM
LIVE 06:55 Uhr Formel Eins 2. Training Fuji PREM
Aufz. 09:10 Uhr Formel Eins 2. Training Fuji PREM
Aufz. 11:45 Uhr DTM Barcelona MotorsTV
Aufz. 12:00 Uhr Formel Eins 1. Training Fuji PREM
Aufz. 13:00 Uhr Formel Eins Training Fuji DSF
Aufz. 13:00 Uhr Formel Eins 1. Training Fuji PREM
Aufz. 17:30 Uhr Formel Eins 2. Training Fuji PREM
Aufz. 18:30 Uhr Formel Eins 1. Training Fuji PREM
LIVE 18:30 Uhr NASCAR Vorberichte Kansas SpeedTV
Aufz. 19:30 Uhr Formel Eins 2. Training Fuji PREM
LIVE 20:00 Uhr NASCAR Busch Training Kansas SpeedTV
Aufz. 20:45 Uhr Formel Eins Training Fuji DSF
Aufz. 21:25 Uhr British F3 Croft MotorsTV
LIVE 00:00 Uhr NASCAR Busch Training Kansas SpeedTV

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NASCAR Kalender 2008 – Ralf Schumacher & Toyota

NASCAR – Kalender 2008
Die NASCAR hat Kalender für den Sprint Cup 2008 veröffentlicht und der sieht so aus:

09.02 – Budweiser Shootout, Daytona International Speedway
17.02 – Daytona International Speedway
24.02 – California Speedway
02.03 – Las Vegas Motor Speedway
09.03 – Atlanta Motor Speedway
16.03 – Bristol Motor Speedway

30.03 – Martinsville Speedway
06.04 – Texas Motor Speedway
12.04 – Phoenix International Raceway

27.04 – Talladega Superspeedway
03.05 – Richmond International Raceway
10.05 – Darlington Raceway
17.05 – NASCAR Sprint All-Star Challenge, Lowe’s Motor Speedway
25.05 – Lowe’s Motor Speedway
01.06 – Dover International Speedway
08.06 – Pocono Raceway
15.06 – Michigan International Speedway
22.06 – Infineon Raceway
29.06 – New Hampshire International Speedway
05.07 – Daytona International Speedway
12.07 – Chicagoland Speedway

27.07 – Indianapolis Motor Speedway
03.08 – Pocono Raceway
10.08 – Watkins Glen International
17.08 – Michigan International Speedway
23.08 – Bristol Motor Speedway
31.08 – California Speedway
06.09 – Richmond International Raceway
14.09 – New Hampshire International Speedway
21.09 – Dover International Speedway
28.09 – Kansas Speedway
05.10 – Talladega Superspeedway
11.10 – Lowe’s Motor Speedway
19.10 – Martinsville Speedway
26.10 – Atlanta Motor Speedway
02.11 – Texas Motor Speedway
16.11 – Homestead-Miami Speedway

Es gibt drei einwöchige Pausen im nächsten Jahr und man hat sich nur ein freies Wochenende im Sommer gelassen, auf das man zur Not ein total verregnetes Rennen schieben könnte. Ansonsten hat sich nichts getan. Man kann sich schon mal darauf freuen, dass die Saison wieder früh los geht.

- Kleiner Nachtrag zu Carl Edwards: Die NASCAR hat ihm und dem Team wie erwartet 25 Punkte abgezogen, weil der Wagen hinten rechts zu niedrig war. Roush Fenway hat gegen die Strafe Protest eingelegt, aber es ist kaum zu erwarten, dass man damit Erfolg haben wird.

Formel Eins – Schumacher und Toyota
Die Frage, was Ralf Schumacher im nächsten machen wird, ist immer noch nicht geklärt. Wir haben mittlerweile fast Oktober und es tut sich nichts in Sachen neues, bzw. altes Cockpit. In einem Interview mit Reuters hat Schumacher heute meines Wissens das erste Mal zugegeben, dass er mit anderen Teams in Verhandlungen steht. Aber die ganze Situation auf dem Fahrermarkt scheint im Moment vollkommen eingefroren, weil alle Welt wartet, was Alonso und McLaren machen. Kaum einer kann sich vorstellen, dass der Spanier noch ein Jahr bei McLaren dranhängt und noch weniger kann man sich vorstellen, dass Ron Dennis seinen Angestellten noch ein weiteres Jahr ertragen kann. Aber niemand weiß sicher, was genau Alonso vor hat. Sicher scheint, dass wenn er McLaren verlässt, dies nur dann geschehen kann, wenn ein anderes Team eine satte Ablösesumme bezahlt.
Die würde Dennis vermutlich zu großen Teilen zu Frank Williams rübertragen um Nico Rosberg zu bekommen. Wenn Rosberg wiederum geht braucht Williams einen guten Ersatz, den er wahrscheinlich in Ralf Schumacher finden würde. Geht Schumacher, braucht Toyota wirklich jemand neues. Aus dem eigenen Nachwuchs kann man sich nicht bedienen, weil man keinen hat. Blieben nur zwei Fahrer. Entweder man schnappt sich Fisichella, weil der von Alonso ersetzt wird, oder Massa, wenn Alonso zu Ferrari wechselt, was ich im Leben nicht glaube. Eine weitere Rolle spielen dabei aber auch noch Timo Glock, Adrian Sutil und Nelson Piquet jr. Glock ist auf dem besten Weg GP2 Meister zu werden (Entscheidung am kommenden Wochenende), Sutil hat gezeigt, dass man auch mit einem Spyker überholen kann und Piquet jr. soll endlich Rennen fahren, wenn es nach seinem Vater geht. Und dann ist ja auch noch das Prodrive Team, um das es verdächtig still geworden ist, was aber daran liegen kann, das man bei McLaren und Mercedes in den letzten Wochen andere Probleme zu lösen hatte.
Man könnte natürlich auch spekulieren, dass Frank Williams lieber einen Mann wie Nelson Piquet jr. holt, der deutlich weniger als Ralf Schumacher kosten würde, aber ich glaube, dass Williams, nach der wirklich guten diesjährigen Saison lieber jemanden im Team hat, der den Speed und die Erfahrung hat. Weder Piquet noch Sutil haben diesbezüglich so richtig überzeugen können und da wäre Ralf Schumacher vermutlich die bessere Alternative. Zumindest für ein Jahr.
Nicht so richtig verstehe ich bei all dem die Haltung von Toyota. Alonso wird kaum zu den Japanern wechseln also könnte man schon jetzt auf dem Fahrermarkt zuschlagen. Erklärbar ist die Stille nur damit, dass man mit Fisichella für den Fall schon handelseinig geworden ist, wenn Alonso zu Renault wechselt.

Und sonst?
Nix los morgen im Fernsehen.

27.09.2007

Aufz. 14:00 Uhr   British F3   Croft   MotorsTV
Aufz. 17:00 Uhr   British GT   Croft   MotorsTV
Aufz. 18:00 Uhr   NASCAR Busch   Dover SpeedTV  
Aufz. 21:00 Uhr   NASCAR Nextel   Dover SpeedTV  

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WordPress Update

Update: Das scheint geklappt zu haben, bis auf den Askimet Spamfilter, der trotz Neuinstallation sich nicht aktivieren lassen will. Hm.

Da haben sich wohl zwei Plugins verheddert. Muss ich das Datenbank-Backup halt wieder selber machen. Ansonsten sollte alles funktionieren. Fehlermeldungen bitte in den Kommentaren posten.

Wenn es hier in den nächsten Minuten (hoffentlich nicht Stunden) etwas holpert, liegt das daran, dass ich WordPress auf 2.3 update. Bis gleich, hoffe ich mal.

Comments { 0 } | In eigener Sache

NASCAR News – Max Mosley schreibt mal wieder

NASCAR – Diverses

- Carl Edwards hat zwar das Rennen gewonnen, aber bei der normalen Überprüfung seines Wagens stellte sich heraus, dass er rechts hinten zu niedrig war. NASCAR hat den Wagen erst einmal mit ins eigene Tech-Centrum mitgenommen und prüft weiter, ob das Vergehen geplant war, oder ob es durch einen der viele Unfälle im Rennen verursacht wurde. Die Sache ist aber nicht so übel, im schlimmsten Fall werden Edwards 25 Punkte abgezogen, was beim momentanen sehr engen Stand im Chase zwar sicher ärgerlich, deswegen aber auch kein großes Problem ist.

- Anheuser-Busch, die Brauerei, die auch Budweiser herstellt, liegt mit der NASCAR im Clinch. Die Biermarke, die seit Jahrzehnten wie keine andere für die NASCAR steht, zieht sich immer mehr aus der Zusammenarbeit mit der NASCAR zurück. Grund ist wohl die anhaltende Verstimmung darüber, dass man nach 25 Jahren das Sponsorship der kleinen NASCAR Serie verloren hat, weil die NASCAR für die Namensrechte richtig viel Geld sehen will. Jetzt hat man sich aus einem weiteren prestigeträchtigen Sponsorship zurückgezogen. Die “Bud-Pole” heißt ab der Saison 2008 “Coors-Light-Pole”. Zu den Namensrechten der kleinen NASCAR Serie gibt es auch noch nichts neues. NASCAR will wohl im November den neuen Sponsor vorstellen. Hinter den Kulissen hört man aber immer wieder, dass man noch ein gutes Stück von einer Einigung entfernt ist, da alle in Frage kommenden Sponsoren auf Exklusivität beharren. “Subways” möchte nicht, dass “Dominos Pizza” weiter auf den Wagen zu sehen ist, “Walmart” kann nicht mit “Lowes” und “Samsung” nicht mit den diversen anderen Hersteller, die dort werben. Dennoch ist wohl “Samsung” der momentane Favorit, was die NASCAR Fans nicht so richtig erfreuen wird.

Nachtrag: Coors zahlt für dafür, dass man “offizieller Bierlieferant” der NASCAR ist, rund 20 Millionen Dollar. Allerdings: das Budweiser Shootout im Februar ist von der Namensänderung noch nicht betroffen, da Anheuser-Busch die Rechte bis Ende 2008 hat. Wahrscheinlich wird 2009 aber Coors-Light Shootout heißen.

- Wann bekommen wir eigentlich mal jemanden wie Jamie Little als Boxenreporter? RTL Zuschauer bitte nicht klicken, sonst Frustgefahr.

- Das Rating des Dover Rennens ist erstaunlich schlecht. Nur 3.5 erreichte das Rennen bei ABC. Damit hat man sich ein wenig von letzter Woche erholt, aber richtig glitzi ist das immer noch nicht. Zum Vergleich: Dass das Rennen überlappende NFL Spiel um 16.00 Uhr Ortszeit auf Fox zwischen den Giants und den Red Skins erreichte eine 13.6. Trotzdem belegt die NASCAR damit noch Platz zwei der Sportarten.

Formel Eins – Flügel ab?
Die Formel Eins bereitet sich auf den GP von Japan in Fuji vor (mehr dazu am Donnerstag) und die Pause hat FIA Präsident Max Mosley genutzt, den Teams mal wieder einen Brief zu schreiben, in dem er um Ideen bittet, wie man die Kosten in den Bereichen senken kann, von denen der Zuschauer eigentlich nichts mitbekommt. Er spielt damit auf das seit diesem Jahr fast bei allen Teams eingesetzte Schnellschaltgetriebe an, das in der Entwicklung Unsummen verschlungen hat. Der Zuschauer bekommt davon allerdings nichts mit und die Frage, wie sinnvoll solche Entwicklungen sind, ist schon gerechtfertigt. Die IRL und die ChampCars fahren mit einem Einheitsgetriebe, was die Rennen jetzt auch nicht schlechter oder besser macht und die paar Millisekunden, die man jetzt wieder gewonnen hat, bringen dem Fan auch nichts. Die Hersteller sehen das natürlich anders, weil man mit solchen technischen Spielereien, so sie erfolgreich sind, ja sein Image aufpoliert. Solche Entwicklungen treffen die “kleinen Teams” aber hart, weil man (noch) den ganzen Krempel in Eigenregie entwickeln muss. Die Ressourcen, die ein Red Bull in so ein Getriebe stecken muss, hat man nicht mehr für andere Dinge zur Verfügung. Super Aguri und Spyker schauen vermutlich komplett in die Röhre. Mosely warnt davor, dass die kleinen Teams immer mehr unter Druck geraten, wobei man auch sagen muss, dass es “kleine Teams” ja nicht mehr gibt. Spyker wechselt gerade für 80 Millionen Dollar den Besitzer und eine Saison kostet selbst kleine Teams gut und gerne 30 bis 40 Millionen Dollar. Damit kann in den USA ein ziemlich fettes NASCAR und ein IRL Team aufziehen.

Auf der anderen Seite halte ich bei der Formel Eins nicht viel davon, dass man sie vereinheitlicht. Ich bin dafür, dass man versucht die Aerodynamik zu beschneiden, aber ich will auch keine Autos sehen, die sich von den GP2 oder A1 Rennwagen nur in Details unterscheiden. Die Formel Eins hat schon immer ausgelotet, was technologisch geht, und so sollte man das auch weitermachen. Die Idee, andere Antriebskonzepte ab 2011 einzusetzen ist schon mal richtig und sollte weiter gefördert werden. In Bereichen, die man nicht sieht und die im Grunde auch wurscht sind (Getriebe, Anstriebsstrang usw.) könnte man aber durchaus einheitliche Dinge einsetzen, zu mal mit der Einheitselektronik ab 2008 die Wichtigkeit des Antriebsbereiches eh schon runtergeregelt wird. Um den zu erwartenden gegenseitigen Anschuldigungen (“Ferrari benutzt ein blablabla Differential”) vorzubeugen, könnte man Sachen wie Getriebe, Differential, Antriebswellen etc. vereinheitlichen. Das spart sicher schon mal ein paar Millionen.

Ich finde die Politk von Max Mosely sicher streitbar, aber er hat in seiner langen Zeit schon eine Menge in der Formel Eins erlebt. Es gab immer wieder Zeiten, in denen sich die Hersteller in der F1 tummelten, und genauso schnell wie sie da waren, verschwanden sie auch wieder, wenn zum Beispiel ein neuer Vorstand beschloss, dass man sein Geld lieber für andere Dinge ausgeben möchte. Die FIA tut gut daran, wenn sie kleineren Teams, zum Beispiel aus der GP2, die Tür zur Formel Eins offen lässt. Allerdings sollte die FIA auch dann wieder die Regelung fallen lassen, dass nur 12 Teams an den Start gehen dürfen. Die Beschränkung wurde zwar eingeführt um zu verhindern, dass die Hersteller sich B-Teams halten und so die Kostenspirale weiter nach oben drücken, aber ich finde, man sollte da andere Regelungen finden.

Und sonst?
Am Wochenende geht auch die A1 Serie wieder los. Ich bastel gerade an einer Vorschau, aber die Teams machen es einem nicht gerade leicht, weil viele immer noch keine endgültige Fahrerbesetzung bekannt gegeben haben. Ich gehe aber davon aus, dass es spätestens Freitag eine Nennliste geben wird.

25.09.2007

Aufz. 12:00 Uhr FIA GT Brünn SpeedTV
Aufz. 12:10 Uhr Super GT Montegi MotorsTV
Aufz. 15:00 Uhr Formel Eins GP Spa SpeedTV
Aufz. 19:30 Uhr NASCAR Busch Dover PREM
Aufz. 20:30 Uhr NASCAR Nextel Dover PREM
Aufz. 21:15 Uhr Formel 3 2.Rennen Barcelona DSF

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Nochmal DTM

Hurra, mein Netz geht wieder. Nachdem ich herausgefunden habe, dass der WLAN Router, der laut Siemens für ADSL2 geeignet ist, das gar nicht kann, war der Frust groß. Aber im Internet findet man ja alles, so auch eine Anleitung, wie man eine fremde (!) Firmware auf den Router packt und der dann wieder geht. Wegen des Ausfalls stapelt sich hier aber die Arbeit und ich muss mich um andere Sachen kümmern. Aber ein Wort noch zur DTM.

Das Mercedes gerade von einem PR Desaster ins nächste rutscht ist an sich schon erstaunlich. Auf der anderen Seite muss sich die DTM auch die Frage gefallen lassen, was für einen Sport man eigentlich will. Diese Nadelstreifen Geschichte der DTM, wo alle nett zueinander sind, oder doch mehr Hemdsärmligkeit?

Keine Frage, die Rüpeleien der Mercedes Fahrer am Wochenende waren deutlich übertrieben. So kann und sollte man nicht mit seinem Gegner umgehen. Anklopfen ok, gezielt abschiessen ist nicht sportlich. Aber es gibt ja auch noch Zwischentöne. In der NASCAR wird auch hart gefahren, wie man am Wochenende mal wieder sehen konnte und auf Rundstrecken gehört das Rempeln zum guten Ton. Solange man sich nicht ganz aus dem Rennen kegelt. Bisher war die DTM schön sauber. Man bremste höflich ein wenig früher, oder ließ sich eine Strassenbreite Platz. Alles schön geordnet und sauber, wo wie die PR Strategen sich das auch wünschen. Aber will das der Fan sehen? Ich bin mir sicher, dass das Rennen in Hockenheim gerade wegen der Vorfälle in Barcelona mehr Zuschauer an der Strecke und an den TV Geräten haben wird als jedes andere Rennen zuvor. Denn Zweikämpfe und zwar solche, bei denen es auch mal ruppig zu geht, gehören zum Sport. Ich mag keine Rennen, in denen sich die Gegner von der Strasse räumen, aber ich mag Situationen, wo sich zwei oder mehr Lager gegenüber stehen. Ich erinnere mich gerne an die sehr hitzigen Zweikämpfe zwischen Ford und BMW, Alfa und BMW und all die anderen Jahre, in denen man sich mit allen Tricks begegnete. Die BTCC zum Beispiel war/ist auch so ein schönes Beispiel dafür was passieren kann, wenn sich zwei oder mehr Marken gegenüberstehen. Die NASCAR ist ein anderes, auch wenn die Marken bisher dort nicht so im Vordergrund gestanden haben, was sich aber durch den Einstieg von Toyota geändert hat.

Bisher war mir die DTM meist zu glatt, zu artifiziell. Die Protagonisten, so sympathisch mir die meisten sind, waren in den Interviews oft zu beherrscht und unauffällig. Ein Ekström, der Tacheles redet ist mir lieber, als ein einer, der brav sagt, dass alles toll war. Das Rennen in Barcelona könnte der DTM, bei aller Unsportlichkeit, gut getan haben. Endlich nicht mehr Rennen die den passenden Hintergrund zu den petits fours liefern, sondern ein wenig mehr Kontaktsport mit einer echten Rivalität. Wenn es der DTM gelingt die Unsportlichkeit von Mercedes zu elimieren, aber die Hemdsärmligkeit zu bewahren, könnte die Serie, nach einer wirklich guten Saison in diesem Jahr, richtig durchstarten. Vielleicht kommen dann auch mal andere Hersteller, denn es macht ja mehr Spaß sich gegen zwei harte Gegner durchzusetzen, anstatt zu versuchen, Einlass in die VIP Lounge zu bekommen.

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DTM – Zurück in die 70er / NASCAR – Dover Marathon

Mal wieder nur ein eingeschränktes Programm hier. Diesmal liegt es einfach daran, dass ich gestern nach ein paar Tagen nach Hause kam und feststellen musste, dass weder Telefon noch DSL gehen. Mittlerweile geht das Telefon wieder, aber beim DSL tut sich nichts. Und so wie es aussieht, wird das auch noch ein paar Tage so weiter gehen, denn laut “Freenet” hat man mir offenbar einen 16mb/s Anschluss verkauft, obwohl man wusste, dass mein Modem das nicht leisten kann. Siemens behauptet zwar, das Modem sei dazu fähig, Freenet meint aber, dem sei nicht so. So wie es aussieht, brauche ich ein neues Modem. Das war dann auch mein letztes Jahr bei Freenet.

DTM – Norisring anyone?
Erinnert sich noch irgendjemand an das Rennen der Deutschen Tourenwagenmeisterschaft 1977 am Norisring? Bei diesem sehr denkwürdigen Rennen ging es zwischen den Marken BMW und Ford richtig zur Sache, genauer gesagt zwischen den BMW Piloten Markus Winkelhock, Marc Surer und Ford Escort Fahrer Hans Heyer. Winkelhock und Heyer gaben es schon richtig, aber halbwegs fair, bis Marc Surer nach einem Boxenstopp raus kam. Er lag eine Runde zurück, was ihn aber nicht kümmerte und so lieferte er sich ein Materialschlacht mit Hans Heyer. Beide Wagen sahen am Ende aus, als seien sie reif für die Schrottpresse und BMW Chef Jochen Neerpasch musste sich sehr böse Worte anhören, denn es hieß, dass er seine BMW Junioren auf den Meisterschaftskandidaten Heyer angesetzt hatte. Neerpasch zog freiwillig die Meldung für die Junioren fürs nächste Rennen zurück.

An den Norisring erinnerte mich gestern das Rennen in Barcelona, das ja nun wahrlich genug Unterhaltungswert hatte. Und es ist schon erstaunlich, wie die Audi Piloten aus dem Weg geräumt wurden, sobald sie irgendwo unter den Top Acht auftauchten. Auch wenn Norbert Haug sagte, dass man die Fahrer angehalten habe fair zu fahren, ist es schon auffällig, dass man vier Audis aber keinen Mercedes in der Wiese gesehen hat. Wie man Haug so in den letzten Monaten während der Spionageaffäre kennen gelernt hat, würde ich mal vermuten, dass das so abgelaufen ist: Man hat ihnen gesagt, dass man die Audis überholen soll, wo es nur geht, aber dabei vermieden zu sagen, wo die Grenze der Fairness sein soll. Wer sich ein wenig mit Motorsport und der Praxis in Cuprennen auskennt, weiß, wie man seine Piloten auf so etwas vorbereitet, ohne dass das böse Wort “Abschießen” fällt. Das Dr. Ulrich seine Autos am Schuss reingeholt hat – naja. Kann man machen, reicht aber ein wenig nach beleidigter Leberwurst. Auf der anderen Seite war es vermutlich besser, als wenn das Rennen zu einer noch grösseren Crashorgie ausgeartet wäre.

Jedenfalls habe ich mich schon lange nicht mehr so gut bei einem DTM Rennen amüsiert, auch wenn ich über die ruppige Art von Mercedes nicht sehr erfreut war. Auch die beiden Kommentatoren Sohmer und Reuter hatten ihren Spaß, und beiden merkte man an, dass sie sich ein Kichern hier und da schwer verkneifen musste. ARD Kommentator Claus Lufen bewies dagegen dass er auch nach mehreren Jahren im DTM Umfeld immer noch keine Ahnung hat. Er möchte solche Rennen nicht mehr sehen, aber im Grunde sind solche Rennen genau das, was die DTM braucht. Statt gediegenem Luxussport ein wenig Hemdsärmligkeit wie in der NASCAR. Allerdings immer voraus gesetzt, dass man sich beim nächsten Rennen wieder fair begegnen kann. Ob das in drei Wochen in Hockenheim der Fall sein, wage ich mal sehr zu bezweifeln. Ich vermute mal, das Audi Motorsportchef Ulrich seine Autos schon mal mit verstärkter Front ausrüsten wird. Man kann ja nie wissen.

NASCAR – Dover
Das war ein echter Riemen. Weit über vier Stunden benötigten die Herren für 400 Runden. Grund dafür waren 13 Gelblichtphasen (Rekord), wovon zwei in komplette Unterbrechungen mündeten (Rekord). Man hatte während des Rennen mindestens vier Fahrer (Jimmie Johnson, Kurt Busch, Matt Kenseth, Carl Edwards) die wie Siegerkandidaten aussahen, dazu mit Junior und Mark Martin zwei DEI Piloten, die zumindest am Sieg schnupperten. Mit anderen Worten Dover war eines der besten Rennen der Saison. Was einerseits an der Strecke liegt. Irgendeiner meinte in der Trainigssessions, Dover sein wie “Bristol auf Speed”, und ähnlich hektisch gingen die Piloten zur Sache. Es wurde wirklich hart gefahren, was, und damit komme ich zum andererseits, am CoT liegt. Man kann nicht mehr, wie beim alten Auto, einfach ein warten, bis einer Übersteuern bekommt und dann bequem vorbei fahren. Die Fahrer haben bemerkt, dass man mit dem CoT nur vorbeikommt, wenn man trickst oder sehr hart fährt. Nur wenn man den Wagen ausquetscht, kommt man am Gegner vorbei, was wiederum dafür sorgt, dass man im Rennen eigentlich wenig Luft bekommt. Letztlich ein Gewinn für die NASCAR, da man sich das auch gewünscht hat. Auf der Negativseite stehen allerdings die langen Mittelphasen,in denen sich das Rennen setzt und wenig passiert, weil man lieber abwartet. Das war in Dover nicht anders, aber ich glaube, dass wir so ein Rennen auch nicht mehr oft sehen werden. Weil die meisten Teams den Mittelstint sehr konservativ angingen, vorne aber Matt Kenseth und Carl Edwards wie die Irren fuhren, sah sich im letzten Renndrittel alles ab Platz zehn mit einer Runde im Rückstand. Wegen der langen Grünphase wollten aber nur wenige mit einem “Off-Sequenz” Stopp reagieren. Das führte dann dazu, dass gegen Ende des Rennens plötzlich nur noch fünf Wagen in einer Runde waren. Da wird man sich in einigen Teams nach dem Rennen sicher länger zusammensetzen müssen.

Auch wenn Carl Edwards der Sieg am Ende nicht mehr zu nehmen war, hatte das Rennen wirklich alles, was man sich von einem NASCAR Rennen nur wünschen kann. Das vor allem die Favoriten im Chase arg gerupft worden, hat dazu geführt, dass die Punktestände sensationell eng sind. Die ersten vier Fahrer liegen nur fünf Punkte auseinander, was für weitere Spannung und Hektik in den nächsten Rennen sorgen sollte. Richtig Glück im Unglück hatte Tony Stewart, der das gesamte Rennen nur hinterher fuhr und irgendwo um Platz 20 rumgodelte. Um sich dann, auf Grund des Pechs der anderen, nach dem Rennen auf Platz zwei im Chase wiederzufinden, nur einen Punkt hinter Jeff Gordon.

Noch ist es also viel zu früh, um sagen zu können, wer den Chase machen wird. Mit Clint Bowyer und Carl Edwards haben schon mal zwei Fahrer gewonnen, die man nicht so richtig auf dem Zettel auf dem Zettel hatte und überraschenderweise scheint bei Hendrick Motorsport im Moment nicht viel zusammen zu laufen. Aber das kann sich auch schnell wieder ändern und man darf sich schon mal auf das Rennen in Kansas freuen.

- Jacques Villeneuve beendete sein erstes Truck Rennen in Las Vegas als 21., was ein respektables Ergebnis ist.

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